Warum hat das WOA im Vergleich zum Hellfest und Graspop ein billigeres "Großheadliner"-LineUp?

Dieses Thema im Forum "Fragen zum Festival / Questions about the fest" wurde erstellt von Böhser Cabal, 05. August 2019.

  1. The_Demon

    The_Demon W:O:A Metalmaster

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    Ja klar machen kleine und "unbekanntere" Bands auch Stimmung. Aber trotzdem geht es um die Headliner beim Vergleich mit anderen Festivals, die in der gleichen Preisklasse sind wie das Wacken.
    Ich kenne aber kein der auf Festivals fährt ohne eine Band zu kennen.
    Nicht falsch verstehen, ich brauche auch keinen Überheadliner. Ich habe immer so ca. 40 Bands die ich in Wacken sehen will.
     
  2. Quark

    Quark Der Beste

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    Letztes Jahr Hellfest. Ausverkauft bevor auch eine Band bekannt gegeben war!
     
  3. The_Demon

    The_Demon W:O:A Metalmaster

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    Line Up ist bekannt, aber man kennt keine Band.
    Hab mich wohl unverständlich ausgedrückt.
     
  4. smi

    smi W:O:A Metalhead

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    Ich kaufe ja mein Ticket, weil ich weiß was ich bekomme. Nicht die exakten Bands, aber das große Lineup.

    Weil du auch im nächsten Jahr wieder ausverkaufen willst, wenn du jedes Jahr die obere Reihe eindampfst wirst du das (trotz Wacken Kult Faktor) irgendwann in den Verkaufszahlen merken. Die Bands wie Priest, Cooper, Slayer, Maiden etc. sind sicher auch nicht billig, auch wenn natürlich z.B. Metallica da nochmal eine Schippe mehr verlangt.

    WIllkommen in Wacken :ugly:

    Body Count und Airbourne sind nun wirklich keine unbekannten Bands :)

    Aber ja, das Niveau (auch z.B. im Metal Battle im Zelt) ist wirklich hoch. Zwei meiner Highlights dieses Jahr waren auf der Wasteland Stage.

    smi
     
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  5. smi

    smi W:O:A Metalhead

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    Was bei Graspop und Hellfest für Bands noch eine Nummer größer ausgegeben wird, investiert Wacken in Geschichten wie keine Tagestickets (z.B. nur noch 65.000 Tickets, aber dafür 15.000-20.000 Tagestickets, würde viel Geld in die Kasse spühlen), komfortables am Auto Campen etc.

    Aber ja, unter dem Strich wirkt das LineUp bei den anderen beiden erstmal größer, ja.

    Aber ich habe z.B. lieber spezielle/aufwendigen/besondere Shows als Bands wie Melattica und Manowürmchen (Wobei die Sabaton zwei Stage langeweile brauche ich auch nicht).

    Wie beim Wacken auch: Viele großartige kleine bis große Bands. Interessante Neuentdeckungen (auch aber nicht nur durch den Metal Battle). Und der versuch immer etwas besonderes/einzigartiges zu liefern.

    smi
     
  6. Spartaner032

    Spartaner032 W:O:A Metalhead

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    Aber die haben doch gar nicht gespielt? Die sind doch mit SaMo auf Tour :D
     
  7. VincentBlackShadow

    VincentBlackShadow Newbie

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    Nach 3 Jahren Wacken (15,16,17) haben wir uns dieses Jahr entschieden, zum Graspop zu fahren. Ausschlaggebend war in erster Linie das Line Up. Zunächst will ich kurz beide Festivals vergleichen.

    Das Graspop ist ebenfalls ein reines Metal Festival, jedoch mMn hochkarätiger besetzt, nicht nur in der Spitze sondern auch in der Breite. Vorteil Graspop.

    Die Anreise. Auf dem Wacken parkst du den Wagen, baust dein Camp daneben auf und kannst im Prinzip mitbringen, was du willst. Beim Graspop wirst du einem Parkplatz zugewiesen und musst dann mit Sack und Pack ungelogen 2,5 km zum Campground laufen, zwischendurch einchecken wobei dein ganzer Kram gefilzt wird und aufbauen. Dabei weisen die Ordner sehr eindringlich darauf hin, dass die Zelte so eng wie møglich aneinander stehen. Grills sind nicht erlaubt, nur Gaskocher. Vorteil Wacken.

    Daraus ergeben sich jedoch auch Vorteile. Der Campground beim Graspop ist 4 höchstens 5 Fussballfelder groß. Man ist innerhalb von 20Min an jedem Punkt, während man auf dem Wacken einen sehr beschwerlichen Marsch hinlegen muss, je nach Wetter oder Lage. Gerade Leute, die erst Mittwochs oder Donnerstags anreisen können davon ein Lied singen. Vorteil Graspop.

    Die Versorgung. Wenn man sich auf dem Graspop selbst versorgt, muss man wissen, dass man den Kram auch weit schleppen muss. Denn die Preise auf dem Gelände sind enorm. Frikandel mit Pommes speziaal macht 9 Euro. Bier ist mit 3 Euro für den 0.25 Becher ebenfalls nicht günstig. Zum Glück kann man zwischen den Bands kurz auf den Campground und nachlegen. Auf dem Wacken ist es günstiger und vielfältiger. Vorteil Wacken.

    Atmosphäre. Im Prinzip will ich coole Bands sehen oder auf den kleineren Bühnen was sehen, was ich noch nicht kenne. Das tun sich beide Festivals nichts. Dennoch: Ich war schon auf vielen Festivals, aber die Atmosphäre beim Wacken ist einzigartig. Das fängt an mit dem ganzen Brimborium im Infield wie dem brennenden Kuhschädel, der Wastelandstage (die ich liebe) oder den netten Einheimischen, die frische Fischbrötchen verkaufen. Ihr wisst, was ich meine. Wacken ist dahingehend absolut top. Beim Graspop ist das anders. Hier und da gibt es ein paar kunstvoll dekorierte Stände oder Stages, einen AutoScooter und ein Riesenrad. Braucht man nicht unbedingt,aber es ist ganz witzig. Vorteil Wacken.

    Die Leute. Metalheads aller Länder vereinigt euch! International sind beide Festivals. Da das Graspop in Belgien nahe Eindhoven und nur ne halbe Stunde von Deutschland entfernt liegt, ist das Publikum natürlich sehr gemischt. Das Wacken zieht natürlich auch viele Leute aus Skandinavien. Beides ist ungefähr vergleichbar. Trotzdem habe ich mit Mitte Ende Anfang 30 immer das Gefühl, das Wacken eher was für Altherren ist, während das Graspop deutlich jüngere Gäste anzieht. Das sieht man auch an der Auswahl der Bands. Ich weiß nicht wie oft mich auf dem Wacken darüber unterhalten habe, wie und warum im jeweiligen Jahr zu viele Metalcorebands im Line Up sind, während beim Graspop ganz selbstverständlich NuMetal Bands auch Headliner sind. Vorteil Graspop.

    Sanitäre Anlagen. Auf dem Graspop sind die Anlagen besser, dafür sperlicher vorhanden, als auf dem Wacken. Gleichstand.

    Security. Eigentlich ziemlich gleich. Das witzige auf dem Graspop sind jedoch die Metaldetektoren beim Einlass zum Infield. Bei wem es piept, der wird abgetastet. Und es piet bei jedem. Also genauso wie auf dem Wacken, nur mit Detektor. Was ein Quatsch. Gleichstand.

    Nun, diese Eindrücke sind natürlich höchst subjektiv. Letztendlich will ich ne gute Zeit haben und möglichst geile Bands sehen. Das Line Up vom Wacken 17 und 18 hat allerdings den Ausschlag dazu gegeben, das wir dieses Jahr nach Belgien gefahren sind. Was bringt dir das schönste Festival, wenn dir keiner der Headliner zusagt und du einige der Beschwerlichen anderer Festivals ausgleichen kannst? Ich liebe das Wacken, aber ein Festival mit dem Anspruch muss auch ein Line Up bieten, das es verdient. Nächstes Jahr werden wir das Hellfest testen.
     
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  8. SoND

    SoND W:O:A Metalhead

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    Sorry, aber nach allem was ich lese, scheint der einzige Vorteil des Graspop das LineUp zu sein. Und nachdem das bekanntlich Geschmackssache ist (und ich mir die großen Headliner eh eher nicht anschauen), gibts scheinbar nichts, was fürs Graspop sprechen würde.

    Danke, dass du mir die Entscheidung, jemals das Graspop zu testen, so leicht machst :D
     
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  9. Quark

    Quark Der Beste

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    Das größte Vorteil des Graspop, bleibt die Sprache.
    Zó gemakkelijk om ze te verstaan! :ugly:
     
  10. Wackzilla

    Wackzilla W:O:A Metalhead

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    Erstmal Danke für die Gegenüberstellung von dir, aber genau der Punkt wäre für mich das NoGo.
    Gerade Wacken hat schon viel zuviele Metalcore Bands (meine Meinung) def. Pro Wacken - noch mehr braucht es echt nicht - dafür gibt es ja das WFF.

    Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden :)
     
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  11. Quark

    Quark Der Beste

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    Mal ein Nachteil des Graspop: "nur" 4 Bühnen.
    Jupiler Stage, fur belgische Bands, ein Marquee, und 2 Hauptbühnen. Das macht die Variation ein bisschen schwieriger als in Wacken, wo's schon 3 Hauptbühnen gibt! Mehr Wahl für die Besucher!
    Kommt dazu, da die MS1 und MS2 sich nie überschneiden, bedeutet das, das es immer Überschneidungen gibt zwischen entweder einer der MS, und einer der andere 2 Bühnen. Wer's mag...
     
  12. SAVA

    SAVA W:O:A Metalmaster

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    9 Bühnen in Wacken, wo sich auch mal 4 Bands überschneiden, sind ein richtiger Vorteil, weil man dann ggf. sogar 3 Bands verpasst...:rolleyes:
     
  13. Stalker

    Stalker W:O:A Metalhead

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    Da muss ich aber jetzt mal Klugscheißen --> Es sind 5, bzw. sogar 6 Bühnen:

    In deiner Aufzählung fehlt der Metal Dome (bzw. mittlerweile Red Bull Dome) & das Classic Rock Cafe (wobei hier hauptsächlich DJs und selten kleinere Bands spielen)

    Im Dome spielen auch Bands vom Kaliber Crisix, Orange Goblin, Phil Campell & The Bastards Sons, Grand Magus, Krokus, UFO, Demons & Wizards, Kataklysm

    Das Problem mit der Überschneidung hast du auf Wacken halt auch.

    Und auf dem Graspop ist es fast Fakt, dass du auf 5 Bühnen, 3 hast, die gleichzeitig spielen oder sich zumindest überlappen.


    Zum Thema Jupiler Stage noch:
    Sum41, Power Trip, Anti-Flag, usw. sind meines Wissens nach keine belgischen Bands... :ugly:
     
    Zuletzt bearbeitet: 04. September 2019
  14. VincentBlackShadow

    VincentBlackShadow Newbie

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    Das stimmt so nicht ganz. Die Jupiler Stage ist ganz normal für alle da. Dann gibt es neben dem Marquee noch ein großes Zelt, den Metal Dome. Beide sind zusammen größer als der Bullhead Circus, liegen aber getrennt von einander gegenüber. Man kommt zwangsläufig daran vorbei, wenn man zu den MS geht.

    Da das Infield gefühlt halb so groß ist wie in Wacken kann man schnell zwischen den Stages pendeln.
     
  15. Quark

    Quark Der Beste

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    Mag daran liegen, dass ich nur 4 gesehen hab letztes Jahr.
    Metal Dome hab ich vermeidet. Und Classic Rock Café hab ich gar nicht mitgekriegt!
    Und ja, ich dachte die Jupiler Stage wär nur für belgische Bands! Is halt nicht so. Wéier wat geleernt!
     

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