Deutsche Archäologin im Irak entfürt ...

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kalashnikov

W:O:A Metalmaster
29 Juni 2003
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st. peter-ording
www.donald.org
Varnamys schrieb:
Ich werfe nur mal folgenden Vergleich ein: :o

Sorry für meine etwas pragmatische Meinung, aber wenn eine Frau sich weiblich kleidet evtl. mit ausgeschnittener Bluse und einem kurzen Rock ist sie doch selber Schuld wenn sie vergewaltigt wird.

:rolleyes: *räusper*

mit dieser meinung gehst du anscheinend davon aus, dass dort unten die gleichen verhältnisse herrschen wie hier bei uns.
 

DarthFreak

W:O:A Metalmaster
Lord Eddie schrieb:
Genau! Und wenn eine Archäologin sich in einem solches Krisengebiet rumtreibt und dabei entführt wird, ist das wohl als Berufsrisiko zu bezeichnen.
Was denkt die Frau eigentlich? "Huch, ich bin Archäologin, du darfst mich nicht entführen!"?
Selber schuld.


Also das erste was meine Freundin im Archologiestudium gelernt hat, war den Arabischen Satz "Ich bin Archäologin, tötet mich nicht... " ;)
 

DarthFreak

W:O:A Metalmaster
kalashnikov schrieb:
sorry für meine etwas zu pragmatische meinung, aber wer in der heutigen zeit freiwillig dort hinfährt ist doch fast selber schuld.

das ist eben kein sicheres land, wo man mit einem U.N. / unicef / rotkreuz - siegel freies geleit hat.

diese arschlöcher da unten nehmen darauf keine rücksicht, dass man (frau) in einer völlig unpolitischen oder sogar humanitären mission unterwegs ist. das kümmert die nicht, die nehmen jeden als geisel, der (die) dort gerade rumläuft.

sowas kann man doch vorher wissen, bevor man dort hin fährt.


Die Leute nehmen wissen sogar ganz genau, dass wenn sie humanitäre Organisationen angreifen für mehr Unruhe sorgen und für mehr Leid in der eigenen Bevölkerung. Aber ich glaube genau dieses nehmen sie in Kauf...
 

Der Helm

W:O:A Metalmaster
2 Nov. 2002
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Varnamys schrieb:
Sorry für meine etwas pragmatische Meinung, aber wenn eine Frau sich weiblich kleidet evtl. mit ausgeschnittener Bluse und einem kurzen Rock ist sie doch selber Schuld wenn sie vergewaltigt wird.
Völlig unangebrachter Vergleich.

Wie wäre es mit folgendem:

Du stehst als Fußgänger an einer Ampel. Die Straße rechts und links ist leer. Die Ampel zeigt dir rot. Du wartest. In der Entfernung siehst du ein Auto mit stark überhöhter Geschwingkeit auf die Kreuzung zurasen. Auf der anderen Straßenseite spielen Kinder. Das Auto rast mit unverminderter Geschwindigkeit auf die Kreuzung zu. Die Fußgänger Ampel wechselt auf grün, die Kinder machen sich auf die Straßenseite zu wechseln, das Auto wird nicht mal langsamer.

Wenn du dich jezt auf die Kreuzung stürzt um die Kinder von der Straße zu hohlen und vom Fahrzeug erfasst wirst, wer ist dann an deinen Verletztungen Schuld ?

Einige hier würden auf dich tippen, hättest ja wissen müssen, das du da nicht unbeschadet heraus kommst. Und sie hätten Recht. Bist du deswegen ein schlechter Mensch, weil du dein Leben/deine Gesundheit geopfert hast um anderen zu helfen ? Ich denke nicht.

Hut ab vor dem Mut der Frau, aufgrund ihrer Überzeugungen das eigene Leben für andere Menschen zu riskieren.

Wer hier Aussagen trifft wie "Selber schuld, ich habe da kein Mitleid" sollte mal sein Weltbild überprüfen.

Ich selbst weiß aus eigener Erfahrung das 99 % der Menschheit aus Abschaum besteht, dem ich keine Träne nachweinen würde, aber ich weiß auch das es Ausnahmen gibt. Und diese Frau gehört eindeutig dazu.(Ein Großteil dieses Forums übrigens auch ;) )
 

DarthFreak

W:O:A Metalmaster
Der Helm schrieb:
Völlig unangebrachter Vergleich.

Wie wäre es mit folgendem:

Du stehst als Fußgänger an einer Ampel. Die Straße rechts und links ist leer. Die Ampel zeigt dir rot. Du wartest. In der Entfernung siehst du ein Auto mit stark überhöhter Geschwingkeit auf die Kreuzung zurasen. Auf der anderen Straßenseite spielen Kinder. Das Auto rast mit unverminderter Geschwindigkeit auf die Kreuzung zu. Die Fußgänger Ampel wechselt auf grün, die Kinder machen sich auf die Straßenseite zu wechseln, das Auto wird nicht mal langsamer.

Wenn du dich jezt auf die Kreuzung stürzt um die Kinder von der Straße zu hohlen und vom Fahrzeug erfasst wirst, wer ist dann an deinen Verletztungen Schuld ?

Einige hier würden auf dich tippen, hättest ja wissen müssen, das du da nicht unbeschadet heraus kommst. Und sie hätten Recht. Bist du deswegen ein schlechter Mensch, weil du dein Leben/deine Gesundheit geopfert hast um anderen zu helfen ? Ich denke nicht.

Hut ab vor dem Mut der Frau, aufgrund ihrer Überzeugungen das eigene Leben für andere Menschen zu riskieren.

Wer hier Aussagen trifft wie "Selber schuld, ich habe da kein Mitleid" sollte mal sein Weltbild überprüfen.

Ich selbst weiß aus eigener Erfahrung das 99 % der Menschheit aus Abschaum besteht, dem ich keine Träne nachweinen würde, aber ich weiß auch das es Ausnahmen gibt. Und diese Frau gehört eindeutig dazu.(Ein Großteil dieses Forums übrigens auch ;) )



*unterschreib*
 

Varnamys

W:O:A Metalmaster
6 Aug. 2002
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Der Helm schrieb:
Völlig unangebrachter Vergleich.
Das war ja auch absicht :rolleyes:. So wie sich das anhörte hat die Frau sich da unten ja ein neues Leben aufgebaut. Sich also dazu entschieden dort zu leben...und nicht nur Archäologin zu sein.

Kommt jetzt als Argument (von der ist-sie-selber-schuld-Fraktion) noch: Dann hätte sie eben nach Skandinavien auswandern sollen, dort passiert einem sowas nicht? :confused:
 

TALKHEAVY

W:O:A Metalgod
Varnamys schrieb:
Das war ja auch absicht :rolleyes:. So wie sich das anhörte hat die Frau sich da unten ja ein neues Leben aufgebaut. Sich also dazu entschieden dort zu leben...und nicht nur Archäologin zu sein.

Kommt jetzt als Argument (von der ist-sie-selber-schuld-Fraktion) noch: Dann hätte sie eben nach Skandinavien auswandern sollen, dort passiert einem sowas nicht? :confused:
Da ist das Fleisch allerdings zu teuer, dann doch lieber entfuehren lassen und Kopftuch tragen! Meine Meinung!
 

kalashnikov

W:O:A Metalmaster
29 Juni 2003
5.084
1
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st. peter-ording
www.donald.org
Varnamys schrieb:
Das war ja auch absicht :rolleyes:. So wie sich das anhörte hat die Frau sich da unten ja ein neues Leben aufgebaut. Sich also dazu entschieden dort zu leben...und nicht nur Archäologin zu sein.

Kommt jetzt als Argument (von der ist-sie-selber-schuld-Fraktion) noch: Dann hätte sie eben nach Skandinavien auswandern sollen, dort passiert einem sowas nicht? :confused:

im irak herrscht nun mal bürgerkrieg und das bedeutet nun mal, dass die wahrscheinlichkeit, dass einem dort etwas passiert, ein BISCHEN höher ist, als woanders.

sind aber vermutlich nur 0,1 prozent, insofern hätte es natürlich jedem passieren können, dass man diesen kleinen, aber feinen unterschied zwischen irak und anderen ländern nicht bemerkt.....
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
15 Aug. 2002
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kalashnikov schrieb:
im irak herrscht nun mal bürgerkrieg und das bedeutet nun mal, dass die wahrscheinlichkeit, dass einem dort etwas passiert, ein BISCHEN höher ist, als woanders.

sind aber vermutlich nur 0,1 prozent, insofern hätte es natürlich jedem passieren können, dass man diesen kleinen, aber feinen unterschied zwischen irak und anderen ländern nicht bemerkt.....

Und natürlich müssen trotzdem alle möglichen Leute da runter um wenigstens die Chance auf Besserung zu ermöglichen. Helfer, Soldaten, Ingenieure, Politiker, Unternehmer, technische Hilfsdienste und sonstwer. Ja, das ist in einer destabilen Region seit Anbeginn der Zivilisation gefährlich. Ja, manche Leute trauen sich es trotzdem.

Bevor man dann von weit weg gleich wieder "Selber Schuld" plärren muss ist mir völlig unklar.
 

*Fee

W:O:A Metalmaster
12 Juli 2005
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Richtig ist, die Frau hat unglaublichen Mut bewiesen. Ich könnte das nicht. Also Hut ab.
Spätestens nach den gegen sie persönlich(!) gerichteten Drohungen hätte sie das Land jedoch verlassen MÜSSEN. Dass sie das nicht getan hat finde ich verantwortungslos

1. ihrer Familie, insbesondere ihrer Tochter gegenüber. Wie soll das Mädchen jemals damit fertig werden, dass ihre Mutter von Terroristen hingerichtet, schlimmstenfalls enthauptet wurde und davon noch Videos im Internet kursieren? Die eigene Famile sollte doch wirklich Vorrang haben.

2. ihren Mitarbeitern und Helfern gegenüber. Der Fahrer tut mir ehrlich gesagt am meisten Leid. Er hat sie womöglich für ein paar Kröten durch die Gegend gefahren um ein bisschen Geld zu verdienen und deswegen wird ihm jetzt die Rübe abgeschnitten.

3. Deutschland gegenüber. Sicher, es hätte eventuell auch einen anderen Deutschen treffen können. Sie war jedoch gewarnt und hat nicht reagiert. Was soll Deutschland jetzt tun? Mit diesen Drecksäcken "verhandeln"? Das geht nicht. Entweder wir erfüllen die Forderungen oder es rollen Köpfe. (Wie passend!) Nun "hoffen" alle, dass sich die Sache mit Geld regeln lässt. Na, das wär ja eine feine Sache. Wir befreien zwei Geiseln und finanzieren damit Sprengstoff für die nächste U-Bahn :) Eine wirklich gute Idee! :rolleyes:
Das finden sicher auch Sarkawis Teppichflieger und suchen sich sofort die nächste deutsche Geisel.

4. auch dem Irak gegenüber. Jede Geiselnahme verschreckt zusätzlich potentielle Helfer. Hätte sie sich einfach (zumindest vorerst) verpisst, gäbe es jetzt vermutlich keine deutsche Geisel und somit etwas weniger schlimme Befürchtungen als deutscher Helfer in den Irak zu gehen. Bislang fühlten sich die Deutschen ja einigermaßen sicher.

Klar ist, der Frau und dem Fahrer (von dem wird irgendwie NIE geredet :mad: ) MUSS geholfen werden. Geschieht das allerdings durch Geld, ist die nächste Geiselnahme vorprogrammiert und dann wiederholt sich der Kack immer und immer wieder. Und ICH möchte NICHT derjenige sein, der der 15. oder 20. deutschen Geisel beibringen muss, dass "auf Lösegeldforderungen ab sofort nicht mehr eingegangen wird"....
 

fussel111

W:O:A Metalhead
16 Juni 2003
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Königstein im Taunus
nimmer.weg
IRAK

Meine Meinung:

Jeder der sich als Ausländer dort aufhält, der selber Pech !!!!
Also man muss entweder auf Droge sein, oder besoffen sein. Ich würd meine klamotten packen und ab in den nächsten Flieger. :rolleyes:
 

Varnamys

W:O:A Metalmaster
6 Aug. 2002
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fussel111 schrieb:
Meine Meinung:

Jeder der sich als Ausländer dort aufhält, der selber Pech !!!!
Also man muss entweder auf Droge sein, oder besoffen sein. Ich würd meine klamotten packen und ab in den nächsten Flieger. :rolleyes:
Ich schenk dich mal ne Tüte Deutsch. *Tütereich*
 

Tomatentöter

W:O:A Metalgod
23 Aug. 2004
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Metalfranken
fussel111 schrieb:
Meine Meinung:

Jeder der sich als Ausländer dort aufhält, der selber Pech !!!!
Also man muss entweder auf Droge sein, oder besoffen sein. Ich würd meine klamotten packen und ab in den nächsten Flieger. :rolleyes:
:rolleyes:

dümmer gehts fast nimmer.........