Auf welchem Konzert wart ihr und wie wars?

Dieses Thema im Forum "Talk" wurde erstellt von Karsten, 29. November 2003.

  1. julayla

    julayla W:O:A Metalhead

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    Bin gerade vom Machine Head Gig aus Wien zu Hause und auch völlig zerstört nach 3 1/2 h. Es war ein richtig schönes und mega geiles Konzert. Alle auf der Bühne waren gut drauf und nach 3 Tagen hintereinander touren (Bochum, München, Wien) noch erstaunlich frisch, auch Robbs Stimme.

    @benOwar , toller Bericht, stimme dir so ziemlich überall zu und auch in Wien war es ähnlich. Nur haben sie bei uns "The blood The sweat The tears" gespielt :heart:

    Er hat zu der Slayer Vorband Tour 1994 Geschichte, noch eine erzählt. Wie sie in dieser Konstellation damals in Salzburg gespielt haben, gings wohl voll ab mit Crowd surfern und Stage diving. Einer hat sich Robbs Hut gefladert und Robb hat ihm mit seiner Gitarre eins rübergezogen, mit dem Ergebnis dass das Gesicht des einen voll blutig war. Robb wurde nachher von der Polizei abgeholt und verhört. Diesen Dude hat er heute (gestern - Mittwoch) in Wien beim Meet and Greet wieder getroffen.

    Ich habe wenig erwartet vom Abend heute/gestern, weil ich sie schon zu oft gesehen habe.
    ABER: Es war ein echt schöner Abend mit MH und auch ich wünsche sie mir auf Wacken, und sage auch: Jederzeit wieder.
     
  2. MachineFuckingHead

    MachineFuckingHead W:O:A Metalhead

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    Das geht nicht :o
     
  3. benOwar

    benOwar W:O:A Metalmaster

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    09.10. Static-X + Wednesday13 + SOiL + dope - Essigfabrik, Köln Teil 1
    Der Beginn des großen Konzertmarathons in meinem Urlaub (5 Konzerte in 10 Tagen) stand ganz im Zeichen des Nu-Metal. Als ich damals die Werbung für das Konzert bekommen habe, konnte ich meinen Augen nicht trauen! Ich wusste zwar, dass es ein neues Album mit unveröffentlichen Samples von Wayne Static geben wird (Mai 2020), aber das es doch nochmal eine Möglichkeit gibt, diese Band in ihrer Originalbesetzung in Europa zu erleben, da habe ich im Traum nicht dran gedacht. Und dann auch noch in dieser Kombo mit SOiL und vor Allem dope, die ich auch schon immer mal sehen wollte! Wären jetzt noch Powerman5000 anstelle von Wednesday 13 dabei gewesen wäre das das absolut grandioseste Paket für mich in den letzten Jahren gewesen! Noch nie habe ich mir so schnell eine Konzertkarte zugelegt und letzen Mittwoch war es dann endlich soweit! Ich also ab nach Köln zur Essigfabrik. Auf dem Hinweg habe ich ein wenig Blut und Wasser geschwitzt, weil es - laut der Bahn-App - "Personen im Gleis" hieß und der vorherige Zug Verspätung hatte. So dachte ich mir: 'wärst du doch mal früher los gefahren und nicht erst auf den letzten Drücker! :rolleyes: mein Zug fuhr dann aber überraschenderweise ohne Verspätung und so hatte ich dann doch noch alle Zeit der Welt um vom deutzer Bahnhof zur Essigfabrik zu kommen, wo ich dann auch um 18:55 Uhr eintrudelte mir dann noch schnell ein Shirt am Merchstand zulegte. Bei der Facebook stand, dass man extra pünktlich da sein solle, da dope - Zitat Anfang: UM PUNKT SIEBEN UHR BEGINNEN WERDEN!! - Zitat Ende.

    dope
    um 19:20 Uhr :rolleyes::rolleyes: ging dann das Licht aus und die Band betrat mit 'Blood Money' die Bühne. Ich kenne nicht viele Lieder der Band, wollte sie aber unbedingt mal live sehen. Leider ist dies auch die Kategorie Band, deren Erfolg gefühlt nie über Amerika hinaus gegangen ist und deshalb nur in den Staaten tourt. Umso mehr war hier für mich schon das erste Abendhighlight als die Jungs dann auf der Bühne standen. Und direkt wurde Gas gegeben. Die Stimmung war für ne erste Vorband echt klasse und ich glaube es ging vielen Leuten wie mir, die lange auf die Gelegenheit gewartet haben die mal live zu sehen. Edsel Dope - Sänger der Band - hat uns dann auch darauf aufmerksam gemacht, dass es das erste Mal sei, dass dope deutschen Boden betreten und er sichtlich angetan davon war, wieviele Leute doch zu ihren Konzerten kommen zumal sie inzwischen auch schon seit 20 Jahren existieren und emfand das Gefühl mit den gleichen Leuten und Bands nach all der Zeit gemeinsam unterwegs zu sein als unbeschreiblich. Danach gipfelte alles im charmanten 'Die Motherfucker die', wo der Laden völlig auseinander brach. Leider hatten sie als erste Band des Abends eine viel zu kurze Spielzeit. Ich würde es mal auf etwas mehr als eine halbe Stunde setzen, wenn überhaupt. Aber das hat Bock gemacht. Ich hoffe sie irgendwann nochmal sehen zu können. Guter Einstieg in den Abend!

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/dope/2019/essigfabrik-cologne-germany-639db207.html


    SOiL
    eine weitere Band, bei denen ich Jahre gebraucht habe um sie mal live zu sehen. Damals mit einem ähnlichen Paket in Bochum, was aber auch schon etwas zurück liegt. Umso mehr freute ich mich die Band mal wieder auf deutschem Boden begutachten zu können. Hier nochmal einen Shoutout an die Wacken-Orga dafür, dass ihr SOiL dieses Jahr gebucht bekommen habt. Das war sehr unerwartet und hätte ich mir sicherlich angeguckt! Gerne weiter solche Bands buchen! Zurück aber nach Köln. Dort stand als Erstes 'Breaking me down' an, welches allerdings etwas schleppend vorgetragen wurde. Da ist auf CD etwas mehr Wumms hinter. Generell fand ich den ersten Teil des Sets etwas schleppend und auch Ryan McCombs schien nicht wirklich gut bei Stimme zu sein, was ich darauf zurückführe, dass die ganze Situation in emotional sichtlich mitnahm. Sicher sind durch die Tribute Tour viele Erinnerungen an früher hochgekommen und das hat ihn sichtlich bewegt. Das änderte sich aber im Laufe des Sets von Trauer in Dankbarkeit, weil das Publikum echt gut mitgemacht und lauthals mitgesungen hat. Ich glaube sogar ein paar Tränen auf seinem Gesicht erkennen zu können, was aber nachher von einem stolzen Lächeln abgelöst wurde. Zu 'Black 7' schrie er sich dann gefühlt die restliche Trauer von der Seele. Natürlich wurde als Körnung 'Halo' gespielt, wo es sich McCombs wie auch damals in Bochum nicht nahm sich mit seinem Mikro in die Menge vor der Bühne zu stellen. Leider hab ich ihn nicht erspähen können denn der Typ is einfach echt klein. :D Dann, ich tippe mal, nach 40 Minuten war auch hier Schluss. Anfangs etwas schleppend, dafür aber sehr emotional geladen und nachher doch grundsolide. Ich hatte erst gedacht, dass dope weiter oben im Billing vor SOiL hätten stehen sollen. Nee die Reihenfolge war schon mehr als ok so.

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/soil/2019/essigfabrik-cologne-germany-739db205.html
     
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  4. benOwar

    benOwar W:O:A Metalmaster

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    09.10. Static-X + Wednesday13 + SOiL + dope - Essigfabrik, Köln Teil 2

    Wednesday 13

    Die einzige Band, die ich überhaupt nicht kannte. Ich hatte den Namen mal irgendwo grob gehört, aber das war es dann auch schon. Von daher wusste ich auch nicht wirklich was mich erwartete. Als dann das Licht ausging und die ersten Klänge zu 'Necrophaze' durch den Raum hallten dachte ich mir: "klingt n bisschen wie Alice Cooper", welcher tatsächlich auch im Song mitsingt. Als die Band dann auf die Bühne kam dachte ich mir dann aber: "ach du heiliger, was ist das denn? Die Billigversion von Alice Cooper?" und tatsächlich standen dort ein paar komisch gekleidete Leute die versucht haben einen auf Schock-Rock zu machen. In dem Moment machte der Name Wednesday 13 auch Sinn (warum auch immer Wednesday anstelle von Friday oder sonst was) jedoch wirklich angesprochen hat es mich nicht, zumal die Kostüme und die Aufmachung des Ganzen auch ein bisschen billig und überzogen rüber kam. Also war qausi aushalten angesagt, bis der Spuk wortwörtlich vorbei war. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bei ein paar Liedern schon etwas mitgewippt habe. Hab mir die Setlist nachher auch mal zu Hause durchgehört und da fand ich sie deutlich schwächer als live dargeboten. Der Sound war auch echt nicht verkehrt. Ordentlich laut und recht gut gemischt. Der Saal fand es jedenfalls recht ansprechend und ist gut mitgegangen, sodass sich die Position als Co-Headliner wahrscheinlich auch rechtfertigt. Ich fand es wie gesagt erträglich, hab schon Schlimmeres gesehen, aber unbedingt nochmal brauch ich sie glaub ich nicht. Das haben wohl auch die beiden Menschen vor mir so gesehen, die sich währenddessen die ganze Zeit unterhalten haben und der Typ sich immer zu seiner Freundin runter gebeugt hat um mit ihr zu reden und dämlich zu lachen. Das ist mir nach ner Zeit so dermaßen auf den Keks gegangen! :mad: ich meine ich wollte das vor mir nicht unbedingt sehen, aber so konnte man sich da auch nich wirklich drauf konzentrieren. Bin dann nach dem Gig auch weiter nach vorne gegangen.

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/wednesday-13/2019/essigfabrik-cologne-germany-5b9c47dc.html


    Static-X
    Und dann war es endlich soweit! Nach einer gefühlten Ewigkeit ging das Licht aus und es folgte das Intro in Form von 'December'. Es konnte beginnen: Das große Tribute-Konzert für einen der einflussreichsten Sänger und Songwriter im Nu-/ Industrial Metal, der leider viel zu früh von uns gegangen ist. Aber wie ersetzt man so Jemanden? Wie stellt man ein Original Lineup zusammen, wenn der Sänger fehlt, da er sich vor 5 Jahren das Leben genommen hat? Und wie kann man das noch Original-Lineup nennen? Ganz einfach: In dem man einen maskierten Sänger mit dem Pseudonym 'XerO' dort oben auf die Bühne stellt, ihm die charakteristische Frisur, die Wayne Static trug, verpasst und ihn einfach singen lässt. Ich hatte mich schon gefragt, wie sie das Lied auf Tour sinnvoll einbauen wollen, da es eigentlich viel zu ruhig ist. Als Intro also! Es formte sich auf der großen Leinwand langsam das Logo mit dem Schriftzu 'Static-X' und als es dann endlich vollständig war, stand die Band inklusive XerO da! Alle waren gespannt. Wie klingt der maskierte Sänger und ich kann sagen: er klingt fast genauso wie Wayne Static!! :eek::eek: Man hätte wirklich fast denken können er stünde dort oben auf der Bühne!! Wahnsinn! Sie legten mit 'Bled for Days' los und der ganze Saal schrie nur: "MEANINGLESS! IT'S MEANINGLESS!" während die Worte groß und in rot über die Leindwand ratterten. Alles hüpfte, sprang und eskalierte um mich herum. Ich hätte nicht gedacht, dass die Band einen so mitreißen kann und das so viele Leute so unfassbar textsicher sind, da ich sie auch immer so n bisschen als "Nischen-Band" gehalten habe. Scheinbar weit gefehlt! Es ging wirklich die ganze Zeit über ohne Pause nach vorne! Ich selbst kannte die Band ehrlicherweise auch nur aus Need for Speed Underground ('The Only') bzw das war so mein erster Berührungspunkt. Die Zocker unter euch werden sich vll daran erinnern. Deshalb hoffte ich insgeheim, dass sie das Lied an dem Abend auch spielen würden (haben sie leider nicht). Generell stand natürlich alles im Zeichen des 20. Jubiläums der 'Wisconsin Death Trip'-Platte, weshalb diese Tour auch erst zustande gekommen war. Allerdings hat es die Band hier ein wenig varriert und das Album gesplittet und einen Teil am Anfang und den Rest am Ende gespielt. Dazwischen gab es dann unzählige Hits quer durch die Diskografie, die ich zum Teil nur grob kannte. War damit aber scheinbar der Einzige, denn wie erwähnt war das Publikum um mich herum unglaublich textsicher. Wenn man die Geschichte der Band und vor Allem ihrem Sänger kennt, geben einem manche Texte schon etwas zum Nachdenken und stehen in einem anderen Blickwinkel bzw Ansatz als vorher. Auch wurde jeder Song individuell auf der Leinwand mit Videos untermalt und natürlich wurde das ein aufs andere Mal Wayne Static eingeblendet und das Publikum aufgefordert Lärm für ihn zu machen, was wir natürlich auch taten. Das war alles schon sehr emotional aber dafür auch umso mitreißender. Gänsehaut hatte ich als 'Cold' gespielt wurde und Ausschnitte des Videos mit Wayne auf der Leinwand liefen. Den Schluss bildeten dann 'Im with stupid' und 'Push it' bevor es nach Hause ging. Ich hatte gehofft, neben 'The Only' dann noch 'Skinnyman' zu hören, wurde aber auch hier leider nicht erfüllt...

    Trotzdem kann man den Abend als mehr als gelungen abstempeln! Ich habe 2 Bands gesehen, die mir noch fehlen und von denen ich dachte, sie wahrscheinlich nie live zu erleben und auch der Rest hat mich mehr oder weniger gut unterhalten. Das ist halt das Problem, wenn der Sänger stirbt. Was macht man? Löst man die Band auf, sucht man Ersatz oder fährt einen ganz anderen Weg um den Leuten nochmal die Möglichkeit zu geben die Musik zu erfahren? Das ist ja z.B. das was bei Queen immer eine Generaldiskussion auslöst. Queen ohne Freddie Mercury ist nicht Queen (sehe ich auch so!) aber viele von uns hatten halt leider nie die Gelegenheit sie mit ihm zu sehen. Darunter auch ich. Von daher finde ich die Idee mit anderem Sänger, ob man ihn jetzt mag oder nicht sei dahingestellt, aber nicht verkehrt. Muss man aber mögen bzw sich darauf einlassen. Das Konzept mit dem Aushilfssänger geht hier meines Erachtens nach voll uns ganz auf. XerO klingt fast wie Wayne Static, bringt aber auch noch eine etwas eigene Note mit rein um sich genug zu differenzieren. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen. Stimmung war wie erwähnt auch klasse! Hoffentlich kommen solche "Nischen-Bands" nochmal öfter über den großen Teich.

    Setlist:
    https://www.setlist.fm/setlist/static-x/2019/essigfabrik-cologne-germany-7b9c426c.html
     
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  5. benOwar

    benOwar W:O:A Metalmaster

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    16.10. Freedom Call + Visions of Atlantis + Seven Thorns - Club Volta, Köln

    Da ich gerade im Zug sitze und Zeit habe, hier der Bericht von letztem Mittwoch. Dieses Mal war ein wenig Kontrastprogramm angesagt. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal auf einem reinen Powermetal-Konzert/-Abend war, aber mit Freedom Call lockte mich eine Kapelle aus meiner Anfangsphase des Metal, die ich bisher nie geschafft habe live zu erleben. Obwohl sie schon so oft tourten sind sie irgendwie nie in die Nähe gekommen und selbst auf Festivals war es mir bisher vergönnt gewesen. Jedenfalls bis zu dieser Woche! Ich also ab in den Zug nach Köln. Mein Bruder hatte mich noch tagsüber angerufen und gefragt ob wir zusammen was in Köln unternehmen wollen, da er einen Termin dort hatte und ebenfalls hin musste, also zwei Fliegen mit einer Klappe. Sind ein wenig durch die Stadt geschlendert und dann zusammen zum Zug. In Mühlheim trennten sich dann unsere Wege und ich bin alleine Richtung Club. Dieser liegt auf der gleichen Straße wie das Palladium und E-Werk, allerdings ganz am Anfang in dem großen Industriegebiet. Etwas versteckt, aber wenn man's einmal weiß eigentlich ziemlich einfach. Ich also rein in den Laden, mich meiner Regenjacke - die ich zum Glück mit hatte, da es nachher in Strömen schüttete - entledigt, ab an die Theke ein Kaltgetränk organisiert und dann hieß es warten bis das Licht ausging.

    Seven Thorns
    Kannte ich überhaupt nicht und hab mich daher mal überraschen lassen was da so kommt. Spielen soliden Metal, der mich ein bisschen an Stratovarious erinnerte. War in Ordnung und die Stimmung im Laden - ich tippe mal auf vll 200 Leute - war für eine erste Vorband echt überraschend gut. Beim dritten Song ist dann der Strom ausgefallen, aber die Band hat's sehr gelassen weggesteckt und sich einen kleinen Spaß daraus gemacht. Sehr sympathisch! Nach etwa 40 min war dann auch Ende. Solider Beginn des Abends.

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/seven-thorns/2019/durer-kert-budapest-hungary-139da181.html (die Setlists sind zwar alle aus Budapest aber ich denke, dass man sie so übernehmen kann)


    Visions of Atlantis
    Der Name war mir durchaus geläufig aber auch hier habe ich mich nie mit der Band beschäftigt. Was mich überrascht hat ist, dass die Band trotz Frontsängerin bei mir punkten konnte. Ich bin ehrlicherweise kein Fan von Frontfrauen und gerade in dem Metalgenre sehr vorsichtig weil vieles davon ins operettenhafte abdriftet und ich das absolut nicht hören kann. Außerdem glaub ich, dass manche Bands nur so viel Erfolg haben, weil sie eine attraktive Frau an der Spitze haben. Klingt ziemlich sexistisch ich weiß ist aber meine Meinung. Hier war es allerdings etwas anders. Die Gute konnte wirklich gut singen und war obendrein noch bildschön und damit meine ich WIRKLICH bildschön! Aber zurück zur Musik: ich mochte die Thematik der Lieder die, was bei dem Bandnamen, natürlich viel mit Nautik, Seefahrerei usw zu tun hatte. Die Stimmung im Saal war auch nochmal einen ganzen Deut besser als bei Seven Thorns. Die Leute sprangen, klatschten und und und. Dafür, dass der Laden wenn überhaupt halb voll ware, war die Stimmung echt auf einem Top Niveau! Hier betrug die Spielzeit ca. ne gute Stunde.

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/visions-of-atlantis/2019/durer-kert-budapest-hungary-39da183.html


    Freedom Call
    Inzwischen hatten sich die Bandmitglieder von Seven Thorns unter die Zuschauer gemischt und man konnte ein wenig mit ihnen quatschen. Auch wieder sehr sympathisch. Ich beschloss mich an die Theke hinter das Soundpult zu stellen weil mab hier a) einen guten freien Blick auf die Bühne hatte und b) direkt am Bier war :o:ugly: Dann ging das Licht aus und ich war ein wenig aufgeregt. Endlich würde ich die Mitvorreiter meiner Anfangstage live sehen! Die Band betrat die Bühne und legte mit 'Union of the Strong' direkt den ersten Gassenhauer hin. Es wurde geklatscht, es wurde gejubelt und lauthals mitgesungen. Es folgte 'Tears of Babylon' und es wurde gesprungen was das Zeug hält. Die Stimmung war wie schon den ganzen Abend über extraklasse! Danach wurde die Band erstmal vorgestellt und Chris Bay fing in bester Tobias Sammet Manier an zu erzählen. Jedoch sympathischer. Er sagte, dass es egal für sie ist, was Leute von der Band und ihrer Musik halten, solange es Leute gibt denen sie gefällt und eine gute Zeit auf ihren Shows haben. Zitat: „Wir sind dieses Mal von einem großen Metalmsgazin ausgezeichnet worden: und zwar als glücklichste Metalband der Welt!“ oder „und unsere neue CD hat es geschafft und wir haben in dem monatlichen Ranking der Veröffentlichungen wieder den letzten Platz belegt! Ist doch geil oder?“ fand ich großartig! :D Ich hatte in das neue Album nur mal grob reingehört und es als auch nicht sonderlich interessant abgestempelt. Generell muss ich sagen, dass die Musik nur noch gelegentlich bei mir zu Hause läuft und das letzte Album, was ich wirklich konsequent gehört habe die 'Dimensions' ist. Die ist von 2007 von daher konnte ich nur hoffen, dass zumindest ein paar alte Nummern kamen. Naja es war teils teils, aber um ehrlich zu sein, störte mich das überhaupt nicht, denn egal was sie spielten es hat einfach Spaß gemacht zuzuhören und mitzugehen. Die Melodien sind so eingängig, man muss die Lieder nichtmals groß kennen um mitgehen zu können. Erstes Highlight für mich war dann aber, als sie 'Metal Invasion' gespielt haben. Da konnte ich dann auch mal lauthals mitsingen. Ein wenig Gänsehaut hatte ich dann, als sie das Lied 'Hallelujah' mit geänderten Lyics in einer Akkustikversion anstimmten (Hallelujah, Heavy Metal, Halleluja Freedom Call) gefolgt vom absoluten Hit der Band 'Warriors'. Da habe ich mich auf einmal wieder wie 15 gefühlt! Weltklasse!! Als Zugabe gab es dann nochmal alten Kram mit 'Far away' und 'Land of Light' ehe es dann mehr als gut gelaunt nach Hause ging.

    Ich hatte wirklich nicht viele Erwartungen an diesen Abend, bin aber mehr als überrascht und eines besseren belehrt worden. Power Metal kann mir doch noch sehr viel Spaß machen - und wie!

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/freedom-call/2019/durer-kert-budapest-hungary-b9da182.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. Oktober 2019
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  6. Hex

    Hex W:O:A Metalgod

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    Wir hatten letztes Jahr diese komigen Wednesday 13 als Vorgruppe von Combichrist! Genau wie du es beschreibst. Geht gar nicht.
    Wir waren froh als die fertig waren.
     
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  7. benOwar

    benOwar W:O:A Metalmaster

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    ich bin zwar eigentlich grad total im Eimer, aber irgendwie auch zu aufgewühlt um zu schlafen, daher hier noch die beiden letzten Berichte meines Konzertmarathons. Rechtschreibfehler sind frei erfunden! :o

    18.10. Rise of the Northstar + Hacktivist + Afterlife - Essigfabrik, Köln

    Nach dem bombastischen, aber leider viel zu kurzen Auftritt beim Impericon Festival war für mich klar, dass ich mir ne Karte für die Headlinershow in Köln hole! Anfahrt lief ziemlich problemfrei, ich war allerdings etwas spät dran, da sich so langsam Ermüdungserscheinungen der letzten Woche breitmachten. Daher beschloss ich Afterlife sausen zu lassen und erst zur 2. Vorband in der Halle zu sein. Die Jungs müssen aber wohl ziemlich gut gewesen sein. Schade, aber sei's drum. Gibt sicherlich nochmal ne Gelegenheit.

    Als ich ankam kurz den Merchstand inspiziert und bin dann etwas enttäuscht abgedackelt, da ich eigentlich fest vorhatte mir ein ROTN Shirt zu kaufen. Leider gab es nichts vernünfitges...komisch eigentlich, denn mit ihrem Auftreten haben sie eigentlich Potenzial richtig geile Motive rauszuhauen. Naja ein ander Mal vielleicht.

    Hacktivist

    Hatte ich mal aufm FortaRock gesehen und da schon für nicht gut befunden. Ergo hieß es den Gig über sich ergehen zu lassen, bis das eigentliche Highlight die Bühne betrat. Und so war es dann auch. Als die band anfing dachte ich nur: "Oh Gott, bitte lass es schnell vorbei sein!!" Die Band hat 2 Sänger, der eine - natürlich farbig - rappt, sogar recht passabel, während der Andere - nennen wir es mal um halbwegs nett zu sein - "versucht" zu shouten, was aber so schlecht ist, dass es einen schon aggressiv macht und man den Jungen einfach nur von der Bühne treten will! Das Schlimme dabei ist, dass der Typ auch noch denkt er sei der geilste Stecher unterm Himmel und macht sich mit seinem hin- und herstolizere wirklich lächerlich! Ich glaube wirklich, dass selbst ich das noch besser hinbekommen hätte! Das Ganze wurde noch von einer Art Steampunk-Taucherbrille untermalt wo man sich wirklich gefragt hat, ob er noch alle Latten am Zaun hat...:rolleyes::rolleyes: Musikalisch muss man sagen, kam wenigstens manchmal was ordentliches zusammen, bis der Typ dann den Mund aufgemacht hat. :Puke: Irgendwann war dann aber auch endlich Feierabend. Ich wusste ungefähr, was auf mich zukam und es wurde noch unterboten. Würde es mit in die Kategorie der 'schlechtesten Bands, die ich bisher gesehen habe' stecken, aber um den Jungs etwas Ehre zu lassen nur, weil es absolut nicht meine Art von Musik ist.


    Rise of the Northstar

    Nach diesem semioptimalen Start war ein wenig Aufholbedarf nötig (Spoiler Alert: DER KAM!!). Alleine für das Bühnenbild und das Auftreten der Band, sowie sie ihre Stories in Konzerten erzählen, feier sie schon. Das Backdrop zierte neben dem Bandschriftzug in englisch und japanisch einen großen Samurai im Anime Stil in dessen Augen LEDs eingebaut waren und die hin und wieder aufleuchteten. Links und rechts davon standen zwei große Banner die jeweils eine Hand darstellen, die die Bühne umgriffen (googlet mal, sieht echt geil aus!). Das Licht ging aus und es ertönte das Intro vom aktuellen Album 'The Legacy of Shi'. Shi ist im Übrigen der Geist eines gefallenen Samurai, welcher in seiner Rüstung gefangen ist und die Band während ihrer Konzerte heimsucht und mit ihnen spricht (n sprechendes Backdrop, hatte ich auch noch nie! :D). Egal, als dann die Band rund um Vithia die Bühne zu 'The Awakening' erklomm ist der Laden buchstäblich zum Leben erwacht! Alter, was da los war, sowas habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Das im Anschluss folgende 'Here comes the Boom' verwandelte die Essigfabrik in einen einzigen Hexenkessel! Die Leute sind ausgeflippt wie die Bekloppten und der Moshpit zog sich über die gesamte Fläche vor der Bühne. Pures Chaos! Mal gucken, ob ich davon Videos finde. Spätestens ab hier war mir klar, dass sich das Ereignis vom Impericon Festival wiederholen würde. Was ich bis dato aber noch nicht wusste ist, dass er noch weit überboten werden würde! Denn was nun folgte war eine Stunde Geballer, Extase und Eskalation vom Aller Allerfeinsten. Ich hab die genaue Setlist leider nicht finden können aber es wurde zu Beginn natürlich viel vom aktuellen Album gespielt, aber auch ein paar Hits vom Vorgänger. Die Band konnte machen was sie wollten, sie herrschten über das Chaos unter ihnen. Selbst der beschissene Sound, der uns von Vithia so gut wie nichts hat verstehen lassen sobald er normal sang, war allen vollkommen egal! Sie hätten irgendwas spielen können, es wäre egal gewesen. Und dann kams: irgendwann - ich weiß nicht mehr nach welchem Lied - ging das Licht aus und nach kurzer Zeit ertönte ein bekanntes Trommeln auf den Becken! Ich dachte mir: "das kennst du doch...das ist doch?! Nee das machen die nicht...das machen die garantiert nicht! Oder doch? Machen die's wirklich? Spielen sie's wirklich? OH MEIN GOTT SIE SPIELEN ES WIRKLICH!!! WHAT. THE. FUCK???!! :eek::eek::eek::eek:" Gemeint war das Intro von KoRn's Hit 'Blind'. Ich habe in meinen letzten Berichten ziemlich viel mit Superlativen oder Worten wie Welt- oder Extraklasse um mich geschmissen, aber was während dieses Intros abging spottet jedweder Beschreibung! AAAAAAAAAAALTEEEEEEEERRR!!!!! Das die Essigfabrik nach diesem Ding noch steht grenzt an ein Wunder! Sowas habe ich NOCH NIE gesehen! Das war pure Zerstörung! Absolutes Abendhighlight. Ich hätte nicht gedacht, dass die Stimmung noch weiter nach oben steigen kann. Scheinbar lag ich damit ziemlich falsch. Danach ging's dann wieder 'gesitteter' weiter wobei das Tempo weiterhin hoch gehalten wurde. Während Shi ein weiteres Mal zu uns allen sprach und die Band weiterhin versuchte seinen Geist zu besänftigen und in seiner Rüstung gefangen zu halten, wurde fleißig gemosht. Hier allerdings mein einziger Kritikpunkt: ich HASSE Violent Dancer!!! Muss sowas wirklich sein? Ist das wirklich nötig? Es sieht nicht nur affig aus, es macht mich auch noch ungemein richtig aggressiv wenn ich die Körperklauses sehe, wie sie mit ihren Laucharmen ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend fuchteln! :mad: davon gab es leider Einige im Pit. Ich mein der Pit ist mir mit meinen kaputten Knochen egal, aber trotzdem find ich so Aktionen unnötig! Zumal irgend so ein Vollhonk einmal wild durch den Pit hin und hergestapft ist und einfach Leute über den Haufen gelaufen hat, wo ich mir denke: "bei den falschen Leuten kriegst du dafür auf's Maul" Das aber wirklich nur als Randnotiz dazu. Gegen Schluss wurde dann noch mit 'Samurai Spirit' ein alter Klassiker ausgegraben, bei dem während des Intros Kirschblüten von der Decke fielen. Das war schon sehr episch! Als letztes wurde bei 'Again and Again' nochmal richtig Gas gegeben, bis wir dann in die Nacht entlassen wurden.

    Was ein Abend! Es war der reine Wahnsinn was da abging. Um bei der Thematik zu bleiben: Es schien so, als wäre 'Shi' in uns alle eingekehrt, hätte uns die Sinne geraubt und uns vollkommen freidrehen lassen! :D das war definitiv Eines, wenn nicht sogar das beste Konzert in diesem Jahr! Das trübt selbst der schlechte Sound, noch die Vorband nicht! Und falls ihr meint ich übertreibe ein wenig mit meiner Beschreibung. Geht hin und überzeugt euch selbst!


    Setlist: hab ich leider nicht, hoffe aber, dass sie in den nächsten Tagen hochgeladen wird.
     
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  8. benOwar

    benOwar W:O:A Metalmaster

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    19.10. As I Lay Dying + Chelsea Grin + Unearth + Fit for a King - Palladium, Köln (ausverkauft)

    Hinweis: wie auch beim letzten Bericht meines Konzertbesuchs von As I lay Dying werde ich nicht auf den moralischen Aspekt den man mit der Band und insbesondere ihrem Frontmann verbindet eingehen! Es bleibt euch weiterhin überlassen von der Band zu halten, was ihr wollt, ebenso wie mir. Ich bin Fan ihrer Musik und gehe deswegen hin. Könnt ihr tolerieren oder nicht, euer Ding!

    Obwohl heute Demos in Köln angesagt waren verlief die Hinfahrt echt ruhig und unauffällig. Selbst das Umsteigen von Bahn in das für mich nicht existierende Medium "Bus" hat super funktioniert und so stand ich 20 Minuten vor Beginn in der gut besuchten Halle.

    Fit for a King

    Mit die Neuentdeckung des Jahres für mich! Ryan Kirby ist ein absolutes Monster an den Vocals (sagt man das so?!)! Leider waren sie als erste Band am Abend mit gerade mal 30 Minuten Spielzeit ausgestattet, die aber voll augenutzt wurden. Und für die erste Band am Abend hatten sie, muss man leider sagen, den besten Sound. Der war nämlich den gesamten Abend hundsmiserabel! Trotzdem hat die Band das Beste aus ihrer Zeit rausgeholt und wurde dafür auch ziemlich gefeiert! Ich fand's auch gut, nur leider zu kurz (that's what she said :ugly:!) von daher muss ich wohl bis nächstes Jahr warten, bis sie wie angekündigt auf Headliner-Tour gehen. Da werd ich wohl auch dabei sein!

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/fit-for-a-king/2019/la-riviera-madrid-spain-4b9da78e.html (ist aus Madrid, ist aber identisch. Gleiches gilt für die anderen)


    Unearth
    Hatte die Band gar nicht mehr auf dem Schirm, dass sie ebenfalls im Lineup vertreten waren. :ugly: Umso mehr freute ich mich die Jungs mal wieder zu sehen, da sie live immer abliefern. So auch heute. Bis auf den erwähnt miesen Sound haben sie echt abgeliefert und standen meiner Meinung nach zu niedrig im Billing. Leider war auch hier die Spielzeit mit nur 30 Minuten bemessen und hätte auch gerne etwas länger ausfallen dürfen. (that's also what she said! Ok ich hör auf!) Trotzdem kann man sich die Jungs immer mal wieder geben.

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/unearth/2019/e-werk-saarbrucken-germany-239d80ff.html


    Chelsea Grin
    Kannte die Band vom Namen hab mich aber nie damit beschäftigt. Ich hatte eine Vermutung die sagte, dass es sich um eine Deathcore Band handelt und so war es auch. Deathcore vom Feinsten - furchtbar!! :Puke: hier kann man wirklich froh sein, dass der Sound so scheisse war, denn man hat die da oben sowieso nicht verstanden. So war es wenigstens halbwegs erträglich...Nee sowas ist absolut nicht meins. Zumal sich auch alles gleich anhörte. 40 Minuten dauerte der Spaß ehe es dann zum Hauptact überging.

    Setlist: https://www.setlist.fm/setlist/chelsea-grin/2019/la-riviera-madrid-spain-539da789.html


    As I Lay Dying
    Das Licht ging aus, ein Raunen ging durch die Menge. Das Intro 'Burn to Emerge' ertönte, der Vorhang fiel und die Fünf Jungs aus Kalifornien eröffneten mit einem lauten Knall und 'Blinded' vom neuen Abend ihr Set. Und schon da war das Stimmungsbarometer am Anschlag! Es wurde mitgesungen was das Zeug hielt, gefeiert, gesprungen und - hier auch schon zum ersten und einzig negativen Punkt am Abend - geprügelt, denn scheinbar sind zwei Leute vor uns im Moshpit aneinander geraten und einem ist die Sicherung durchgebrannt, dass er seinem Gegenüber eine verpasst hat, sodass er mit einer Platzwunde am Auge kurz darauf den Saal verließ. Kurz drohte das Ganze wirklich zu einer Schlägerei zu eskalieren und es ist wohl nur den Umstehenden zu verdanken, dass diese ausblieb. Das war wirklich unschön! Das habe ich in meiner ganzen Konzertgeherei noch nicht einmal sehen müssen, und direkt daneben zu stehen macht es da leider auch nicht besser. Mal gucken ob man noch was davon hört...egal zurück zum Wesentlichen! Das Ganze trug sich allerdings schon etwas weiter im vorangeschrittenen Set zu (was es natütlich nicht besser macht!) trotzdem beruhigte sich die Lage wieder und wir alle konnten wieder der Musik lauschen, denn mehr ging auch hier leider nicht. Ich weiß nicht wie die Band es jedes Mal hinkriegt aber ich habe sie noch nie mit gutem Sound gesehen. Der Soundtechniker ist entweder taub, oder kurz davor oder er mag den Gesang nicht, keine Ahnung. Jedenfalls konnte man auch hier grob erkennen, welche Lieder gerade gespielt wurden, wenn man sie nicht schon kannte. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, denn uns wurde ein Feuerwerk an Hits gepaart mit einer spektakulären Bühnen-, Licht-, und sogar Pyroshow geboten. Dafür auf jeden Fall einen Daumen nach oben! Für den Sound geht der Daumen allerdings direkt wieder nach unten...es wurde das beste vom neuen Album gespielt, u.A. 'Gatekeeper' welches von einer ziemlich fetten Pyroshow begleitet wurde, aber auch sehr viel Altes teilweise sehr sehr Altes Zeug ausgepackt. Und zu meiner absoluten Begeisterung wurde 'Parallels' gespielt! Darauf habe ich Jahre gewartet diesen Song endlich mal wieder live zu hören da er zu meinen absoluten Lieblingssongs der Band gehört. Das war aber auch der einzige Song der 'Powerless Rise', ebenso wurde mit 'A greater Foundation' auch nur ein einziger Song von 'Awakened' dargeboten. Hat mich etwas gewundert bzw da hätte ich auch gerne noch den ein oder anderen gehört, aber es ist ja nicht so, dass die Band nicht über genügend Lieder verfügt um so ein Set zu füllen. Das dieses leider nur auf 70 Minuten ausgelegt ist kann ich aber nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach wären 90 locker drin gewesen. Es hat zwar an nichts gefehlt, aber das hätte sicher niemanden gestört und dann wäre das Konzert auch mit 23:00 Uhr zu einer absolut humanen Uhrzeit zu Ende gewesen. So strichen wir dann bereits um 22:40 Uhr die Segel.

    Trotzdem war der Abend ein würdiger Abschluss meines Konzertmarathons. Ich durfte in 10 Tagen 5 Konzerte aus 5 verschiedenen Metal-Genres erleben, von denen KEIN EINZIGES schlecht war!! Die Stimmung war überall gut bis herausragend alle Bands ziemlich gut aufgelegt, hier und da vll eine Niete bei der Wahl der Vorband und der Sound war nicht immer berauschend, aber sonst würde ich die Frage, ob ich mir sowas nochmal antun würde, jederzeit mit "JA!" beantworten.

    Setlist:
    https://www.setlist.fm/setlist/as-i-lay-dying/2019/e-werk-saarbrucken-germany-3b9d84d8.html

    So jetzt bin ich aber reif für's Bett! Is schon spät und die ganze Schose hinterlässt inzwischen echt Spuren. Morgen nochmal ausruhen, bis mich am Montag der Alltag wieder hat.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2019
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  9. Blake

    Blake Schnucki

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    Cellar Darling, Forever Still und Oceans am Sonntag 20.10. in Frankfurt

    Am Sonntagabend ging es für +1 und mich nach Frankfurt ins Nachtleben.
    Um 19:30 sollte Einlass sein doch aus unbekannten Gründen wurden die Pforten erst um 20:10 geöffnet. Zum Glück hat es nicht geregnet...

    Ich war etwas überrascht über die Support Bands, da sie in meinen Augen stilistisch überhaupt nicht passten.
    Oceans sind irgendwas zwischen Post Death (laut Nuclear Blast) und Modern Metal (eigene Homepage), Forever Still sind laut Wiki auch im Modern Metal angesiedelt während Cellar Darling irgendwas im Folk, Symphonic Metal sind.

    Oceans:
    Ich kannte die Band garnicht und das was ich im Internet gefunden habe hat mir nicht gefallen, aber diese Band hat mich sehr positiv überrascht. Live sind die Songs viel besser als das was man im Internet findet.
    Nachdem die Anfangsnervosität verflogen war hat man der Band die Spielfreude angemerkt und sie steigerten sich von Song zu Song. Für eine Newcomerband die ihr erstes Album im Januar rausbringt war das sehr gut! Da mir ein T-Shirt Motiv auch noch gefallen hat habe ich im Anschluss auch ein Shirt gekauft.
    Die Reaktion des restlichen Publikums war ebenfalls positiv:)

    Forever Still:
    Die Band hat mir garnicht gefallen. Gefühlt klang jeder Song gleich und die Sängerin kann in meinen Augen nicht gut singen.
    Seltsamerweise fand das restliche Publikum den Auftritt nicht so schlecht. Es gab viel Applaus.

    Cellar Darling:
    Aufgrund technischer Probleme fing der Auftritt mit einiger Verzögerung später an. Anscheinend ist die komplette Anlage ausgefallen:D
    Der Auftritt war wie erwartet ziemlich gut. Live kommen die Songs viel besser zur Geltung. Insbesondere das zweite Album klingt auf der CD ziemlich schwach, aber live ist viel mehr bums dahinter.:)
    Ich finde es faszinierend wie Anny Murphy es schafft parallel zu singen und sich nebenbei die Drehleier umzuhängen oder etwas anderes zu machen. So viel Multitasking kann ich nicht:ugly:
    Leider waren gerade mal ca. 150 Besucher da was mich negativ überrascht hat, da Cellar Darling fast nur aus ehemaligen Eluveitiemitgliedern besteht.
    Aber was positiv zu sagen ist: Cellar Darling hatten sehr viel Spaß und haben alles gegeben:)
     
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  10. Philbee

    Philbee W:O:A Metalmaster

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    So, dann wollen wir mal:

    Path of Death - Mainz - 26.10.2019 M8 Mainz

    Bierpreis: Bitburger 1,90€ Cider n bisschen mehr

    Angerichtet war fynste Gekrüsevertrümmung. @Vogelwiese und ich machten uns nach einem lütten Whiskeyabend auf, damit die Gehörgänge mal wieder freigeblasen werden. Angekommen in Mainz wurde zuerst eine Grundlage für das, was da noch so kommt geschaffen. Diese bestand aus ner Haxe und nem halben Liter Bier. Ein Freund von mir hat mir noch das Weinfrühstück am Dom empfohlen. Da wir auch nicht so kulturverdrossen wirken wollten, haben wir dem Dom einen Besuch abgestattet. Das Weinfrühstück haben wir auch noch wahrgenommen und uns mit ner Flasche Federweißer eingedeckt. Der Literpreis für 4€ war halt unschlagbar. Es stellte sich leider bei mir später als kleiner Fehler raus, aber dazu später mehr, nach der nächsten Maus.




    An der Location angekommen wurde noch auf unsere Abendbegleitung gewartet: Diese bestand aus @phönix , @Jackel , @DerIncubus + Freunde.
    Wir hatten gerade noch Zeit uns mit Getränken einzudecken: Es wurde Mainzer Cider (Kiezbaum) kredenzt. Wir hörten auch schon den nahenden Beginn und platzierten uns relativ vorne/mittig im Saal.

    Supreme Carnage

    Der Opener brannte ganz schön was ab! Das war ein sehr schöner Start in den Abend. Schöner Death aus dem Münsterland (Scheiss Preussen Münster). Ich kam leider noch nicht so ganz in Form, da ich noch ein Haxenbaby quer liegen hatte.

    Nach einer kleinen Umbauphase startete, dann

    Bösedeath

    Joa, nicht so ganz Mainz.
    Ok um mich herum hatte man sichtlich Spaß, jedoch kommt dieses pure Gegrunze ins Mikro nicht so gut bei mir an. Etwas "Gesang" darf man auch mal hören...

    Als nächstes starteten dann doch wohl pünktlich

    Funeral Whore

    Die Combo aus Holland steckte wohl erst im Stau fest. Brannte Musikalisch aber gut was ab. Ich verstehe halt nur nicht, was dieses Maskierungen (Skimasken) sollen. Wenn der Sänger dann in seinem Deutsch mit niederländischen Akzent spricht, klingt es, wie die Vogelwiese richtig sagte: "niedlich". Naja ich hatte aber mittlerweile leichte Probleme mit meinem Jejunum (scheiß Federweißer) und habe die 2. Hälfte des Gigs verpasst. Kam pünktlich für die letzten 2 Sekunden in den Saal zurück.

    Meine Klopapierverschwendung sollte mir aber verziehen werden, denn dann kamen

    ICHOR

    Geil, die haben mir richtig Spaß gemacht. Teilweise klang es mir etwas nach Moonsorrow, es wurde etwas "blackiger" und die Verdauungsstörungen waren auch behoben! Der Abend konnte also beginnen! Es war ein feiner Abriss!

    Der Co Headliner

    The Omnious Circle

    war dann dran. Vom lesen der Beschreibung war mir eigentlich klar: Das ist die Band, für die ich da war. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es wurde deutlich dunklerer und athmosphärischer. Die Jungs mit erst einem Album haben echt was auf dem Kasten. Die "Bühnenshow" ist auch vernünftig. Die Mitglieder waren gänzlich verhüllt und es sah nicht so "lächerlich" aus wie bei vorheriger Band mit den Sturmmasken. War definitiv meine Band des Abends und ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Leider waren se viel zu schnell um.

    Als Letze Band stand dann

    Dawn of Disease

    Ein schöner Abschluss dieses Abends. Es wurde noch einmal die Frisur plattgebügelt. Mehr kann ich auch nicht dazu sagen. Haben Bock gemacht auf mehr.

    Anschließend ging es noch etwas Merchen: Ich hab mir die
    Hadal Ascending von Ichor und die Appalling Ascension von Omnius circle geshoppt. Inklusive Shirt von letzteren.

    Zum Schluß ging es noch auf die Aftershowparty, wo wir mit den Jungs Bon Omnious Circle, und Dawn of the Disease n bier getrunken haben (oder 2). Dann noch mit den Jungs von Supreme Carnage geschnackt, die sich als unsere Zimmernachbarn rausstellten. Zu einer Hotelparty ist es leider nicht mehr gekommen....



    Zum Abschluss noch einen schönen Dank an Phöni, Jackel Incu fürs mitnehmen! Es war ein bunter Abend und wir sind wahrscheinlich wieder dabei im nächsten Jahr!
     
  11. Lokilein

    Lokilein VIP

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    Ich hatte Dich gewarnt :o
     
  12. Philbee

    Philbee W:O:A Metalmaster

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    Aber preis/Leistung war unschlagbar
     
  13. DerIncubus

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    Es war auch uns ein Fest :D

    Hier mein kurz gehaltener Konzertbericht:

    Aufgrund von einigen technischen Schwierigkeiten (Softwareupdate der S-Bahn) ging es erstmal ziemlich chaotisch los. Vor allem wurde ich ja endlich Supreme Carnage sehen, da mir auf dem Deathfeast nach dem 2. Song die Brille kaputt gemacht wurde.

    Glücklicherweise ging aber alles gut und auf dem Weg zur Location haben wir dann gleich noch phöni und jackel aufgegabelt. Kurze heftige Umarmung und (nach einer kleinen Pinkelpause) gings auch sofort weiter.
    Vor der location dann auch schon philbee und vogelwiese begrüßt, relativ kurz, weil wir hatten ja Druck :ugly:

    Wir waren auch noch nicht lange da und es ging direkt los mit Supreme Carnage. Richtig starker Gig und eigentlich zu schade für den Opener. Einziges Manko: Hätten gerne mehr von der ersten Scheibe spielen können, aber ansonsten rumdum guter Gig mit lustigen Herren.
    Anschließend kam dann meine zweite Hauptband: Bösedeath. Schöner Slam der einfach Spaß macht. Der Versuch einen großen Pit zu starten hat nicht geklappt also wurde eben in kleinen Kreisen gerannt :ugly:
    Funeral Whore habe ich danach komplett verpasst. Ich war glaub ich die ganze Zeit draußen, ich weiß es aber ehrlich gesagt nicht mehr genau :ugly:
    Ichor hat mir nicht wirklich zugesagt, nach paar Songs bin ich gegangen, wohin weiß ich net mehr. Man kennt ja schon paar Leute und quatscht sich auch schnell ma fest :D
    Meine Überraschung des Abends: The Omnious Circle. Bin ja eigentlich net der große Fan von Kapuzenheinis und werde es wohl auch nie, aber musikalisch war das wirklich stark was da abgeliefert wurde, hat mir sehr gut gefallen.
    Aber Kapuzen bleiben affig :o
    Bei Dawn of Disease ist der Funke bei mir leider nicht so übersprungen und ich hatte das Gefühl das es einigen so ging. Vielleicht lag es an meiner langsam verblassenden Erinnerung aber ich meine das es sich während der band schon ziemlich geleert hat.

    Es war wieder ein geiler Abend und ich freue mich immer wenn man mal wieder paar neue Leute kennenlernt. Ich hoffe das es in der Konstelation nächstes Jahr wieder klappt, wäre schön :)

    PS: Auch wenn nicht so lange, haben wir es tatsächlich ma wieder auf die Aftershowparty geschafft :D
     
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  14. Klaus McKlausen

    Klaus McKlausen W:O:A Metalhead

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    wow, ihr schreibt hier ja mega ausführliche Berichte :eek: wollte eig nur mal kurz ein paar Eindrücke von meinem ersten Konzert loswerden :D

    30.10. Im Bambi Galore (Hamburg)
    Bands: Girlschool, Praying Mantis und Demon

    War bis zum Konzert ein echt nerviger Tag. Vor Ort dann direkt der ganze Stress auf einem Schlag abgefallen. Hab mich sehr wohl gefühlt unter den Leuten und in der beeindruckenden Atmosphäre. Konnte das Lächeln aus meinem Gesicht gar nicht mehr wegbekommen :) Endlich normale Leute... und wo zum Teufel sind sie alle in meinem Alltag?:D

    Stimmung war wirklich sehr gut. Von den drei Bands gefielen mir Praying Mantis am besten. Live fand ich die Musik deutlich besser als im Internet. Hab mir allerdings ziemlich weit vorne die volle Dröhnung ohne Gehörschutz geholt ^^ schön dumm. Aber ist alles wieder ok.

    Alles in allem ein sehr spaßiger Abend und nun bin ich natürlich heiß auf weitere Konzerte :p:) Ein Glück bin ich auf Metal gestoßen :cheers:
     
  15. phönix

    phönix W:O:A Metalgod

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    joa, ohne ohrenstöpsel sollte man nicht. bin früher auch ohne rumgerannt. das kann ich heute gar nicht mehr.
    und hab da schon bischen angst, wegen der lauscher. man möchte doch noch eine Ewigkeit von der mucke was haben. :):cheers:
     
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