Auf welchem Konzert wart ihr und wie wars?

Dieses Thema im Forum "Talk" wurde erstellt von Karsten, 29. November 2003.

  1. Holsten Ritter

    Holsten Ritter W:O:A Metalhead

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    Ich habe eigentlich immer bei Konzerten Gehörschutz drin.
    Gestern im Bambi war es recht leise und ich habe keinen Schutz gebraucht.
     
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  2. Hex

    Hex W:O:A Metalgod

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    Apropos Gehörschutz, ich werde nie vergessen wie ein Drogenfuzzi bei nem Einstürzende Neubauten Konzert völlig ausgetickt ist und bis vorne an die Boxen gesprungen ist und sich da reingelehnt hat. Das war ne kleine Halle und die Boxen waren nicht oben, sondern weit unten.
    Ich glaub nicht das der Typ am nächsten Tag noch was gehört hat außer nen Tinnitus. Wie bescheuert kann man sein?
     
  3. Stalker

    Stalker W:O:A Metalhead

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    Schöner Bericht, wobei mich die Tatsache, dass sie "The only" weggelassen haben, grad fast vom Stuhl hat fallen lassen :ugly:

    Wäre gerne auch da gewesen, ging aber leider nicht :uff:
    Ich hoffe, es ergibt sich nochmal die Gelegenheit.
     
  4. benOwar

    benOwar W:O:A Metalmaster

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    danke. Ja, das hat mich auch ein klein wenig enttäuscht. Wie beschrieben hätte ich dafür dann wenigstens gern 'Skinyman' gehört aber auch das ist leider ausgeblieben...:uff:

    Ich hoffe auch. Sie spielen ja zumindest nächstes Jahr ich glaub in Mexiko auf nem Festival. Das lässt bei mir die Hoffnung, dass sie sich vll auch in Europa zur Festivalzeit blicken lassen. :)
     
  5. BreitPaulner

    BreitPaulner W:O:A Metalmaster

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    Sehr schön, geballte Metal-Historie an einem Abend:cool: Vorne ist es meist am lautesten, am Mischpult am besten. Gehörschutz brauch ich nicht, aber wenn würde ich mir da was ordentliches holen sonst klingt das ja nicht!
     
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  6. KaeptnKorn

    KaeptnKorn W:O:A Metalmaster

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    Der Kaeptn war Dienstag im Headcrash zu Hamburg bei Forever Still und Cellar Darling.

    Zu spät haben sie angefangen. Die schweizer Uhrwerke sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Vielleicht lag es daran, dass der Support Forever Still aus Dänemark kommt und eher hygge als pünktlich ist. Der Auftritt war ganz gut. Gab female fronted Alternativ Rock (?). Die Sängerin hat zusätzlich noch mehrere Effektgeräte bedient. Unter anderem auch ein Theremin. Ein Höhepunkt des Auftritts war das Kalibrieren. :D

    Nach der Umbaupause gabs dann Cellar Darling. Im ersten Drittel gabs eine kleine Pause aufgrund technischer Probleme. Das scheint zur Tour dazu zugehören (sie Blakes Post weiter oben :D). Gespielt haben sie dann (meine ich) The Spell komplett und dann noch ein paar alte Sachen. Jo, war Bombe. Ich hatte die Kapelle als Support bei Katatonia gesehen und sofort für merkwürdig befunden. Das Album hatte ich in der Zwischenzeit ausgiebig gehört und live war es noch viel besser. Es waren so 40-50 Leute da, das Headcrash war halb/dreiviertel voll. Stimmung war trotzdem wie ausverkauft. Die Band war super sympatisch und das Publikum auch. Wann kommen die wieder?

    Mittwoch gabs dann Girlschool, Praying Mantis und Demon im Bambi zu Billstedt. Oder vielmehr, wie ich dann vor Ort erfuhr, im großen Saal. Holla, war da viel los. Wo kamen die alle her? Stimmung war super, Bands waren gut, Leute gut drauf, was will man mehr? Das Bier konnte von der Bar zeitweise nicht mehr richtig gekühlt werden, weil so gesoffen wurde. Das ist sicherlich auch der Grund für meinen dicken Schädel. Also die Temperatur, nicht das saufen. :D
     
  7. Friesländer

    Friesländer W:O:A Metalhead

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    Girlschool habe ich leider zur Hälfte verpasst, da ich auf der Arbeit nicht wegkam. Was ich dann noch von recht weit hinten gesehen habe war solide.

    Nach 2 geexten Bieren waren Praying Mantis direkt mein Highlight des Abends. Leider hat es die Technik sehr lange nicht hinbekommen, dem Sänger ein funktionierendes Mikro auf die Bühne zu bringen und ihm den passenden Ton auf die Ohren zu geben. Erst nachdem dieser völlig angepisst sagte: „Fix it – 5 minutes“ und hinter der Bühne verschwand kam jemand von der Technik und klemmte ein Ersatz-Mikro an. Nun gut, es ging weiter und der Sänger liess sich auch nichts weiter anmerken. Wie geschrieben – sehr guter Auftritt.

    Demon fand ich nach der zweiten Doppelrunde Bier auch klasse. Leider versaute mir ein unbekannter Gast in meiner Nähe einen großen Teil des Auftritts in der Gestalt, dass er dermaßen einen fahren ließ, dass mir vor Gestank meine Sinne für die nächsten knapp 20-30 Minuten gehörig schwanden. Alles klang auf einmal verzerrt und sah auch so aus. Irgendwie habe ich diesen bestialischen Gestank - einem Mix aus Babykacke, Bierschiss, vollgepisster Wolldecke und vergammelndem Aas - den ganzen Abend nicht mehr aus der Nase bekommen. Sei´s drum – „Night of the Demon“ war zum Niederknien und meine Sinne genau zu diesem Song soweit wieder hergestellt, dass ich ihn angemessen feiern konnte.

    Zusammenfassend ein toller Abend mit ein paar kleineren Widrigkeiten.
     
  8. The_Demon

    The_Demon W:O:A Metalhead

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    Am 01.11 bei Airbourne in Leipzig

    Zu sechst ging es nach der Arbeit nach Leipzig. Dieses mal hat sich die Fahrt gezogen. Durch reichlich Bier musste alle 30 min jemand auf Toilette.
    10 Minuten vor Beginn kamen wir an der Halle an. Schnell geparkt und dann rein. Während wir Bier holten betrat die Vorband überpünktlich die Bühne.
    Die Supersuckers aus Amerika spielten eine Art Country - Rock n Roll. Habe die Band vorher noch nie gehört. War in Ordnung für nebenbei, ist aber nichts was im Ohr bleibt. Es gab eine Umbaupause von über 30 Minuten. Währenddessen haben wir uns einen Platz in der ca. 5 Reihe gesichert. Dann war es soweit.
    Das Intro erklang und Airbourne stürmten die Bühne. "Raise the Flag" und ab ging es. Von 0 auf 100, pure Energie! Die Stimmung war grandios. Es ging direkt weiter mit "To Muche, To Young, To Fast" und es ging noch mehr ab, mittig entstand dann auch der erste Pit. Der nächste Song "Burnout the Nitro" war vom neuen Album. Das Album finde ich insgesamt leider nicht so gelungen wie das davor, mit Ausnahme vom Titeltrack und Backseat Boogie die dann auch noch gespielt wurden, einfach geil. Zwischendurch wurde Joel durch das Publikum getragen und ist genau an uns vorbei. Natürlich hat er auch wieder eine Bierdose an seiner Birne zertrümmert. Weiter ging es mit "Bottom of the Well", "Breakin' Outta Hell", "Live It Up" und vielen mehr. Zum Ende hin kam wieder der Lemmy Tisch und es wurden unzählige Whisky-Colas in die Menge geworfen. Ich glaube es hat niemend einen Becher fangen können. Als Zugabe gab es "Ready to Rock" und natürlich "Runnin' Wild". Es wurde nochmal alles gegeben und dann war Schluss. Die Band verabschiedete sich und verließ die Bühne. Mir tat alles weh (auch jetzt noch) aber das gehört bei einem guten Konzert dazu.
    Am Merch noch ein Tshirt eingepackt, 25€ gehen vollkommen klar. Dann ging es wieder Richtung Heimat.

    Fazit: Wie bereits in Wacken war Airbourne komplett Energiegeladen und voller Power. Für mich gehören sie derzeit zu den besten Live-Bands.
    Ich hoffe auf ein baldiges Wiedersehen in 2020!
     
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  9. The_Demon

    The_Demon W:O:A Metalhead

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    Am 03.11 bei Screamer und Haunt in Kassel

    Ich wollte erst doch nicht fahren, da ich am Vortag zu viel gesoffen und dadurch keine Lust auf die Fahrt hatte. Ich hätte es im Nachhinein bereut, das wusste ich, und deshalb ging es ab zur Goldgrube.
    Kurz vor Beginn kam ich in Kassel an. Auto parken, Kutte an und ab in den Club. Es waren vielleicht 20 Leutchens anwesend. Vorher hatte auf Facebook der Veranstalter folgendes geschrieben
    Schade, dass dann doch nicht so viel los war.
    Der Opener war Thronehammer aus England. Sie spielten Doom und hatten eine Frau am Mikro. Der Gesang war überhauptnichts für mich, der Rest war in Ordnung, aber mehr auch nicht.
    Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit den Newcomern Haunt aus den USA. Ich verfolge die Band seit der Veröffentlichung ihrer ersten EP in 2017 und ich bin froh sie endlich live gesehen zu haben. Sie spielten feinsten klassischen Heavy Metal, so wie es sein sollte. Leider machten sie zwischen jedem Lied eine Pause, sodass keine richtige Stimmung entstand. Ich denke sie werden in der nächsten Zeit noch viel lernen und sich hoffentlich das ein oder andere von dem Headliner des Abends abgucken.
    Screamer kamen nach einer längeren Pause auf die Bühne und schlugen mit ordentlichem Tempo in die Saiten. Es ist das dritte mal, allein in diesem Jahr, dass ist die Band sehe. Die Tour zu dem neuen Album wollte ich mir nicht entgehen lassen. Anfang des Jahres habe ich Screamer als Opener von SATAN auf der gleichen Bühne gesehen, jetzt waren sie selbst der Hauptact. Verdient! Sie spielten über 1,5h durchweg voller Power. Die Setlist war zum niederknien, mit vielen neuen Songs.
    22:30 war Schluss. Noch einen Drumstick und mehrere Plektren von der Band eingesackt und am Merch vorbei geguckt. Danach ging es ab nach Hause.

    Fazit: Ich bin froh, dass ich doch zu dem Konzert gegangen bin. Es war mal wieder fantastisch.
    Wenn ihr Haunt und Screamer noch nicht kennt, dann kann ich sie nur empfehlen!
     
  10. Tomatentöter

    Tomatentöter W:O:A Metalgod

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    Am Samstag aufm Winter Invasion in Bindlach.

    Als Opener spielten Melodramatic Fools. Beim ersten Lied fand ich sie noch toll, aber danach wars ned so meins. Hab mir die dann nicht komplett angesehen und bin erstmal raus zum Burgerstand. Die Verkäuferin war recht verwundert, da sie bisher mehr vegetarisches als anderes verkauft hat :D Zu der Zeit wartete auch ein Security auf sein Essen (Vegi-Burger natürlich :D) und da hab ich am Rande ne Unterhaltung mitbekommen, wo die Verkäuferin sich bedankte, dass sie von der Crew so freundlich empfangen wurde.
    Nach dem Essen gings dann zur zweiten Band: Unlines. Auch nicht so ganz meine Mucke gewesen, und die haben auch ned kapiert, dass sie grad nicht in Bayern sind :o Horrizon danach waren OK. Final Breath kenne ich ja und die haben wie so oft sowas von gerockt. Meine Haare flogen nur so durch die Gegend.
    Kaizaa waren zwar prinzipiell ned schlecht und haben mir auch Spaß gemacht, aber passten meiner Meinung nach nicht so wirklich zu den anderen Bands. War halt Punk und kein Metal.
    Danach Black Messiah. Hatte ich ja auch schon öfter mal gesehen. Gute Stimmung, Tanzen, was will man mehr? Nothgard haben anschließend auch gut abgefeiert. Leider viel zu kurz, denn da der Zeitplan ne Viertelstunde hinterher hinkte mussten sie so viel früher aufhören. Aber Samsas Traum fingen trotzdem nicht pünktlich an. Es gab technische Probleme und mit ner Viertelstunde Verspätung gings dann los. Im ersten Lied gabs immer noch Soundprobleme, aber danach hat es dann endlich gepasst. Für mich ja die Band, weshalb ich das Ticket gekauft hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Super Gig. Alex hat auch immer wieder mal nen Witz gemacht, Rotwein getrunken und als die Flasche Jacky geöffnet wurde bekam ein Gast etwas davon direkt in den Mund gegossen :D Am Ende bedankte er sich auch bei den Veranstaltern, dass sie so freundlich behandelt worden sind. So freundlich und zuvorkommend hatte er noch nicht erlebt. :cool:

    Für die Rückfahrt musste ich dann erstmal die Scheiben frei kratzen.....und obwohl es nur knapp unter 0 hatte war das so festgefroren, dass das ganz schön anstrengend war. Die Strecke zu fahren war auch nicht grad schön. Alleine auf der Autobahn unterwegs, aber in jeder Senke Nebel mit weniger als 50m Sichtweite. Da ist man direkt in ne Wand reingefahren :uff:
     
  11. The_Demon

    The_Demon W:O:A Metalhead

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    Am 10.11 bei Volbeat in Leipzig

    Bereits zum Mittag ging es zeitig zum Treffpunkt, wo wir von einem Reisebus abgeholt wurden. Dieses mal waren wir mit über 50 Leuten unterwegs und bis die alle eingesammelt waren ging einige Zeit hin. Ein kumpel hat das alles geplant und organisiert, wie bereits 2016 als wir auch in Leipzig bei Volbeat waren. Die Fahrt war mal wieder legendär. Viel Alkohol, viel Gelächter und sehr viel Musik. Der Busfahrer, der seine Frau zur Unterstützung dabei hatte, war gut drauf, erzählte ständig Witze und hat die Musik immer lauter gemacht. Die Stimmung war jetzt schon bestens.
    In Leipzig kamen wir ca. 1h vor Beginn an. Vor der Halle erstmal was essen und dann rein. Natürlich hat sich die große Reisegruppe in kleine Grüppchen aufgeteilt. Am Bierstand hat man aber alle wiedergetroffen. Es gab Volbeat Designbecher, die ich natürlich sammeln musste. Mit Bier bewaffnet ging es in den Innenraum. Es gab wieder einen FOS Bereich, das war aber dieses mal ein schlechter Scherz. Der "FRONT OF STAGE" Bereich nahm mehr als die Hälfte des gesamten Innenraums ein. Das hab ich so noch nie gesehen, als ich die Karten bestellt hatte war der Saalplan auch anders dargestellt. Wir fühlten uns ein bisschen verarscht, aber konnten uns trotzdem im vorderen Viertel einen Platz sichern.
    Die erste Vorband des Abends war Danko Jones. Ich kenne die Band bzw. den Sänger Danko Jones eigentlich nur als Gastsänger von Volbeat. Konnte man sich auf jeden Fall gut anhören, haben Spaß gemacht.
    Die zweite Vorband war Baroness. Das war nicht meins, hat mir nicht gefallen, da war Danko Jones deutlich besser. Insgesamt waren die Vorbands bei der letzten Tout mit Airbourne und Crobot besser.
    Nach einer längeren Umbaupause war es Zeit für Volbeat! Los ging es mit einem neuen Song "Leviathan", kann man jedenfalls gut mitsingen. Weiter ging es bombenstark mit "Lola Montez". Doch man merkte jetzt schon, dass die Stimmung nicht all zu gut war. Gefühlt waren nur von meinem Grüppchen die Hände oben, mitsingen konnte auch keiner. Insgesamt wurden leider hauptsächlich Songs der letzten 2 Alben gespielt. Highlight war "Die To Live" vom neuen Album, finde den Song sehr gelungen. Auf der Bühne standen plötzlich 2 Herren im Zz Top Outfit, mit Klavier und Saxophon. Das war wirklich geil. Klassiker wie "Fallen", "Sad Man's Tongue" und "Lonesome Rider" wurden auch gespielt, aber leider hat "Heaven Nor Hell" gefehlt. Als Zugabe gab es "The Devil's Bleeding Crown", "I Only Want To Be With You" und natürlich "Still Counting". Da ging es dann doch nochmal ab und es entstanden auch kleinere Pits.
    Die Reisegruppe hat sich vor der Halle wieder getroffen und es ging mit dem Bus wieder Richtung Heimat. Die Rückfahrt verlief ruhiger, die Meisten mussten am Montag wieder arbeiten. Ich war dann ca. um 4 Uhr daheim, glücklicherweise hatte ich Spätschicht.

    Fazit: Es war mal wieder ein riesiges Erlebnis mit so einer großen Gruppe.
    Volbeat war spitze, doch leider war die Stimmung nicht so gut. Keine Ahnung ob das an dem Sonntag gelegen hat.
    Bei der nächsten Tour werden wir wohl wieder mit unserer Reisegruppe dabei sein.
     
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  12. The_Demon

    The_Demon W:O:A Metalhead

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    Am 15.11 bei Manfred Mann's Earth Band in Gotha

    Endlich war die Band mal wieder in der Nähe! Und wenn sie schon mal in der Nähe sind muss ich auch hinfahren. Nach der Arbeit ging es mit meinem Bruder nach Gotha, die Fahrt dauerte nur 30 Minuten. Wie zu erwarten bestand das Publikum hauptsächlich aus 50+. Wir waren mit die jüngsten in der fast ausverkauften Halle, aber damit habe ich kein Problem, bin es ja gewohnt. Min einem Bier in der Hand ging es kurz vor Beginn zur Bühne.
    Nach und nach betrat die Manfred Mann's Earth Band die Bühne. Sie spielten all ihre Hits. Ich finde ja lustig, dass alle Hits "nur" Cover sind. Natürlich sind aber Manfred Mann's Versionen eindeutig besser als die originalen. Positiv aufgefallen war Robert Hart, der noch hervorragend singen kann und der Gitarrist, der sein Instrument mehr als beherrschte. Negativ war das ewige instrumentale langziehen der Songs. So kam man mit 12 Songs auf über 1,5h Konzert.

    Fazit: Mal wieder ein hervorragendes Konzert.
    Wenn sie mal wieder in Thüringen sind, bin ich auch wieder dabei.
     
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  13. Hurrabärchi

    Hurrabärchi W:O:A Metalmaster

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    From the forests and the green mountains far to the east, to the hills of Franconia dreaming in peace...

    November, draußen ist es Dreiviertel des Tages dunkel und wenns hell ist, is es grau, es ist kalt. Zeit, die friedlich schlafenden Hügel Frankens mit dem Hammer of Doom zu wecken!
    Ich freute mich wie ein Schnitzel den ganzen Tag auf den Abend, bei der Arbeit, bei der ich ab 14:15 übrigens alleine im Stockwerk saß, konnte ich mich allerdings nur mäßig konzentrieren, zu sehr lockte schon die Posthalle. Zuvor sollte aber noch im Standard gespiesen werden. Da sich aber bewahrheitete, was Sari schon längst vermutete, nämlich dass alle meine Freunde Doldis sind, fiel das aus. Also bin ich halt erstmal in die Pension, umziehen. Kaum trete ich vor meine Zimmertür, steht da ein bis auf sein Handtuch nackender Sava vor mir, der mir doch gleich Absicht unterstellt hat, dieser Schlingel. In Wahrheit sind Sie doch ein dreckelicher Exhibitionist, der von unschuldigen Bärchis gesehen werden will, nämlich! :o

    A solemn pilgrimage through nightclad wintry woods.
    Nachdem ich Geld geholt und der Sava seine Muskeln eingeölt hatte, gings dann rüber zum Döner, da war aber so viel los, dass wir zum Drehspieß auf der anderen Straßenseite mussten. War so übel aber jetzt auch nicht. Gestärkt ging es dann zur Posthalle, wobei die Stärke mit einem Weihnachtsbier der Kesselring-Brauerei, von dem mir der werte Herr netterweise etwas abgab, noch gestärkt wurde. Als Sava verwundert war, dass um kurz vor 17:00 noch kein Einlass war, musste ich ihn erstmal aufklären, dass erst um 17:00 Einlass und nicht schon Beginn ist. :ugly: Also ging unsere feierliche Pilgerfahrt erstmal wieder zum Bahnhof, um dem heiligen Bierverkauf ein paar Münzen gegen eine Kellerbiersegnung darzubieten. Vor der Halle trafen wir dann auch den nuclear_demon, bei dessen finanzieller Hingebung zu Slayer wohl sogar Waldi vor Neid erblassen würde.

    The spells have been cast, the veil has been lifted, we are leaving this world, Elysium beckons, the Golden Bough opens the gate.
    Es ging dan auch irgendwann rein. Allerdings recht zäh, da hätte man fast noch ein Bier trinken können. :o Ganz so schlimm wie annodazumal zu Scorpion Child wars allerdings nicht, als ich fast den ganzen Gig der Band verpasste, obwohl ich pünktlich in der Schlange stand. Drinnen wurden dann erstmal die Tickets für 2020 sowie für das Metal Assault, sowie ein Patch des diamantenen Königs und ein Weizenbier (für freche 4,20! Hat mich aber nicht abgehalten, leider. :() erstanden, der Mantel abgegeben und der Crestfallen Queen gelauscht.

    Her voice is calling you, the goddess stands unveiled, in the light of the evening star.
    Na ja, ganz so unveiled stand sie nicht da, die Sängering, sondern hatte so nen ulkigen güldenen Augenvorhang an der Stirn hängen, der ständig verrutscht ist, sodass er alle paar Sekunden gerichtet werden musste. Irgendwie albern, aber auch sympathisch. Das Teil ist dann auch nach dem ersten Song gleich den Weg alles Irdischen gegangen :D. An sich nett, allerdings gefiel mir das immer dann besser, wenn die Sängerin ihren Cleangesang hat Cleangesang sein lassen und die Musik zu gar feinem Death Doom wurde. Aber cooler Opener.

    Over the mountain, to the hidden temple, where the pillar of flames shall be summoned by the priest.
    Als sich der olle Frodo zum Schicksalsberg aufmachte, hätte er dort sicherlich lieber statt einer fiktiven Zerstörungsmethode für Objekte (beste Google-Beschreibung!) die gar mächtigen Orodruin aufgefunden. Vielleicht isser auch nur falsch abgebogen. Ich jedenfalls freute mich riesig auf die seltenen Gäste, die uns nicht nur mit einer ihrer raren Shows, sondern auch mit einem neuen Album erfreuten und das immerhin stolze 16 Jahre nach Epicurean Mass. Ich wurde nicht enttäuscht, groß, groß, groß! So geht klassischer Doom! Leider waren nach der Show alle Tonträger vergriffen, sodass ich mich mit einem Patch zufrieden geben musste. Vielleicht hat auch der blöde Frodo alle aufgekauft.

    Unspoken terrors lurk in the night...
    Neben dem Weizenbier nämlich auch die Briten von Antimatter. Der erste Song war gut, der Rest Käse. Ich mag ja auch neuere Anathema, aber die ehemaligen Kollegen sind einfach ein paar Ligen besser. Fand ich vor Jahren schon, finde ich immer noch. Muss nicht sein, nächste Band.

    Idols break, devouring rage, brimstone, fire and smoke.
    Nachdem sich Trouble ja immens unbeliebt gemacht haben, weil sie aufgrund zu geringer Gage ihren Gig abgesagt haben, wurden kurzerhand The Skull um das singende Räuchermännchen, nicht aus dem Erzgebirge, sondern aus den USA, Eric Wagner mit demselben Psalm-9-Set gebucht. Geile Aktion! Das Special-Set hab ich zwar genauso vergeblich gesucht wie die zwölf Schachteln Zigaretten auf der Bühne, macht aber nix, das war spitze! So sehr Trouble mit Kyle Thomas regeln, sorry, Eric Wagner regelt halt einfach härter. Es gab ein einen bunten Strauß aus Troublehits und am Ende hatte Christ doch noch Mercy und der Herr Wagner hat doch noch eine geraucht.

    And endless reigns the elder king...

    Ja, und wie setzt man so einem tollen Tag die Krone auf? Man lässt den ollen Uli, den Jon, den Roth ein Scorpions-Set spielen. Ja, da muss man nicht viel zu sagen, die Band, die er um sich geschart hat, ist einfach grandios und der große alte Mann ein Meister an der Gitarre, der zudem noch mit kauzig-sympathischen Ansagen punktet. Mit In Trance, We'll Burn the Sky und Sails of Charon hat er auch meine absoluten Lieblings-Scorpions-Nummern gespielt. Neben dem Meister muss auf jeden Fall der großartige Sänger hervorgehoben werden, ein phantastischer Bursche. Zum Ende hin spielte dich der Uli allerdings selber in Trance und gniedelte irgendwie nur noch abgefahren in der Gegend rum, das war dann doch etwas überflüssig. Trotzdem ein schöner Auftritt.

    The spells of the temple bring doom to their halls...
    Danach: Aftershowparty. Ich wollte sie meiden. Ging nicht. Und sie brachte zwar keinen Doom auffe Ohren, sondern Doom ins Hürn. Bier inhaliert, gehailt und gekillt, den Bergkönig beim Verrücktwerden unterstützt und die Witch Geanglet. Am Ende war ich so voll, dass ich sogar an Cowboys From Hell Spaß hatte, eieiei, es geht zuende mit mir...

    Led to black mountains into the caves, never to see our home again.
    Der Heimweg gestaltete sich entsprechend schwierig, das war schon ein astreiner Slalomparkour. Um drei war ich im Bett, oh je. Um halb neun bin ich aufgewacht und auf meinem Nachttisch lag ein halber Döner. Auch schön, lecker, lecker. So asi und immer noch voll wie ich war, hab ich ihn sodann verspiesen :ugly: Mit der Kraft des Drehspieß konnte ich mich dann auch zum Duschen aufraffen. Als ich fertig war und ich meine elende Fresse zum ersten Mal an diesem Tag sah, klopfte ein Sava an der Tür, um mich zu fragen, ob ich denn schon fit sei. Als ich dies verneinte, gab er immerhin zu, dass er es auch nicht war :ugly:
     
  14. Hurrabärchi

    Hurrabärchi W:O:A Metalmaster

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    To the tombs of kings doom approaches, the dead are awake.
    Na ja, so halb awake halt. Café Michel war aber voller als ich, also sind wir zum Fuego, wo es erstmal Kaffee, Bratkartoffeln, Eier und Speck gab. Sava hat bestellt wie ein Neunzigjähriger und sich nicht von der Bedienung helfen lassen, ein kostengünstigeres Frühstück zu bestellen. Hat wohl genuch, der Herr. :o Es trudelten andere Leute ein, nach der Stärkung konnte auch dann doch ein Bier versucht werden. Leider war die Bedienung sehr langsam, sodass der Herr Sava gleich wieder standesgemäß lospöbelte. :D Mit einem ordentlichen Aufgewärmten ging es dann wieder zur Halle.

    The king will rise from his throne and sweep these dogs from our lands.
    Vielleicht macht er das ja mit einem Thronehammer. Ok mir gehen echt langsam die Überleitungen aus :ugly: Thronehammer waren ein überraschend guter Einstieg, irgendwie hatte ich die krawalliger abgespeichert, lief gut rein und eröffnete den Tag äußerst unterhaltsam. Nur das gefühlt ewig gestreckte letzte Lied, bei dem etwa dreihundert mal "We are the mighty Thronehammer!" geschmettert wurde, war dann doch etwas zäh. Sei ihnen aber verziehen.

    Grotesque idols out of times before the light, torture, death and slavery our fate.
    Danach, äh ja. Iron Walrus. Blöder Name, blöde Mützen (
    [​IMG]
    , blöde Musik. Noch dazu ein grauenhaftes Cover von Breaking the Law. Wenigstens habense keinen guten Priest-Song verhunzt. :o Highlight war Savas Zitat aus dem Nichts: "Deswegen hass ich ja die Deutsche Bahn, sie hat unseren El Duce totgefahren." Ich hab mich nimmer eingekriegt. :D

    The poet's song, her voice in the wind, as darkness descends, we call out her eternal hail.
    Danach waren Tanith eine wahre Wohltat. Auch wenn ich leider etwas enttäuscht wurde. Nach dem Walrosskrawall ging es eher gechillt, Siebzigerlastig zu, ich hatte mich auf die Wishboneashigeuriahheepung gefreut. Leider harmonierte der zweistimmige Gesang on Satan-Russ und der Dame nicht wirklich, beide sind einfach keine begnadeten Sänger, so war das schon ziemlich krumm. Unterm Strich somit leider nur nett. Mir fallen jetzt echt keine Kodex-Zeilen mehr ein, deshalb weiter im Text. Messa aus Italien machten weiter, auch hier krankte das am leider etwas dünnen Gesang, musikalisch alerdings top! Muss man vielleicht nochmal in Ruhe anhören, war bis dahin trotzdem eines der Tageshighlights. Mirror of Deception verquatscht, Lord Vicar gemütlich von der Seite begutachtet. Diesmal der erste Auftritt der Band, den ich gesehen habe und bei dem nix schief gelaufen ist, Respekt! :D Wie immer souverän, Chritus ist einfach ein sympathischer Fronter und die Songs zeigen eindeutig, wo der klassische Doomhammer hängt. Super! Nur dass sie Funeral Pyre nicht gespielt haben, fand ich schade. Khemmis, ja die sollten sich in die Reihe der Gesangsenttäuschungen einreihen. Befremdliches Bühnenacting, schlechter Sound, krummer Nichtgesang. Haben wohl einen schlechten Tag erwischt :confused: Wirklich schade, denn ich finde die Band ja eigentlich bockstark auf Platte. Swallow the Sun wurden dann verfressen, das, was ich gehört habe, war halt Melodeath, brr... Also nach hinten, wo ich den Waldi getroffen habe. Allerdings zollte das Weizenbier seinen Tribut, ich war am Arsch und musste mich ausruhen, sodass ich bis auf ein paar akustische Fetzen Scald verpasst habe, ich Vollidiot :uff: Dafür wurde ich dann aber entschädigt.

    Kneel before the Atlantean Kodex, bow your head, Atlantean Kodex!
    Und wie! Alter! Ich hatte das neue Album ja erst zwei, drei Mal gehört, die Leute um mich rum wohl ein, zwei mal öfter, denn ab dem ersten Ton sangen 1.500 zahlende Gäste fast geschlossen jede Silbe mit. Dazu ein Epic Metal, wie er besser nicht geht. Auf Platte schon geil, live einfach nur ein göttlicher Abriss. :heart: Und ab der Hälfte konnte ich dann auch endlich mitsingen. :D Echt, das ist einfach ein unglaubliches Erlebnis, wenn so ein Knaller wie Sol Invictus angespielt wird und um einen rum bricht einfach die Hölle los. Dazu eine super aufgelegte Band und der Auftritt ist perfekt. Überragend übrigens auch Coralie an der Gitarre, die Michael Kochs Spiel nicht einfach imitiert, sondern den Songs noch eine eigene Note mitgibt, so muss das! :cool: Und als dann eigentlich alle schon vor dem Kodex kneelten, haben sie mit Course of Empire noch einen hinterhergehauen. Einfach nur groß! Nur irgendwie glaube ich, die haben kürzer gespielt als angekündigt, der Auftritt verging wie im Flug.

    Wie immer ein sehr schönes Festival, ich freue mich aufs nächste Mal. :)
     
  15. BreitPaulner

    BreitPaulner W:O:A Metalmaster

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    Dann kann ich den Vorhang im Dezember nicht mehr bewundern? Schade:(
     

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