Viel zu früh und doch schon da: WM 2006-Thread

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Na, wenn Du sowas beim Einlaß ins Stadion vorträgst, biste auf jeden Fall drin. Und bengalische FAckeln machen sich auch gut.

Nur Vorsicht bei Wasser- oder Brauseflaschen aus Plastik und Schinkenwürstchen und Butterkeksen. Die werden als Wurfgeschoß gewertet und von den Ordnern einkassiert. :rolleyes: (So ging's uns zumindest bei den letzten fünf Besuchen im Stadion - in verschiedenen Städten wohlgemerkt... Obwohl es jetzt beim Schreiben und Drübernachdenken irgendwie logisch klingt, warum gerade DIESE Sachen immer wieder aussortiert werden... :eek: )
 

TALKHEAVY

W:O:A Metalgod
Nov 1, 2002
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Muenster, Deutsche Kulturhauptstadt
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Mosherqueen said:
Na, wenn Du sowas beim Einlaß ins Stadion vorträgst, biste auf jeden Fall drin. Und bengalische FAckeln machen sich auch gut.

Nur Vorsicht bei Wasser- oder Brauseflaschen aus Plastik und Schinkenwürstchen und Butterkeksen. Die werden als Wurfgeschoß gewertet und von den Ordnern einkassiert. :rolleyes: (So ging's uns zumindest bei den letzten fünf Besuchen im Stadion - in verschiedenen Städten wohlgemerkt... Obwohl es jetzt beim Schreiben und Drübernachdenken irgendwie logisch klingt, warum gerade DIESE Sachen immer wieder aussortiert werden... :eek: )
Ich weiss zwar nicht mit wem du grade redest... aber... ja! :D

Einfach mal positiv sein!
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
Aug 15, 2002
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Polen

Für Polen ist es die siebte WM-Teilnahme, und die zweite in Folge nach einer längeren Durststrecke. Man qualifizierte sich souverän hinter England als einer der zwei punktbesten Zweiten der Europagruppen, und das mit herzerfrischendem Offensivspiel. Nach erfolgter Qualifikation kam man allerdings etwas ins Schleudern, die Leistungen in den Freundschaftsspielen waren stark schwankend. Könnte gut daran liegen das Polens Mannschaft aus ganz alten, abgezockten Hasen besteht, die sowas langweiliges wie Freundschaftsspiele nicht mehr ernst nehmen.

Was man spielt:
Alles, aber in irgendeiner Form offensiv. In den meißten Fällen läuft es schon auf ein 4-4-2 hinaus, wie viele andere osteuropäische Teams besetzt man allerdings viele ungewöhnliche Mittelfeldpositionen, so das man an einem stark fast nur mit einem Flügel spielt, am nächsten ein 4-5-1 mit ganz, ganz vielen Außenspielern. Noch dazu hat man viel rumprobiert in den letzten Jahren, besonders jetzt auch in den Freundschaftsspielen. Es ist also wirklich schwer vorherzusagen welches Spielsystem es denn nun sein wird. Es ist auch eigentlich die falsche Frage - diese Mannschaft besteht zu einem guten Teil aus Schwejks, zu einem guten Teil aus harten Brocken und fast alle haben sie in ihren langen Karrieren mehrere Auslandsstationen hinter sich. Alles an diesem Team schreit laut "Turniermannschaft".

Das Personal

Torwart: 9,0
Auf dieser Position hatte Polen noch nie wirkliche Probleme, so auch zur Zeit nicht. Jerzy Dudek ist zwar beim FC Liverpool nicht mehr erste Wahl, fast jede Ländermannschaft wäre aber verdammt froh wenn sie Dudek zwischen den Pfosten hätte. Er hat allerdings harte Konkurrenz bekommen, denn Artur Boruc spielt bei Celtic nicht nur, er war schlichtweg in seiner ersten Saison der helle Irrsinn. Der Riese aus der Legia-Jugend hielt was nur zu halten war, und so hat er tatsächlich Chancen auf die Nummer 1. Als dritter Mann kommt vor allem Wojciech Kowalewski von Spartak Moskau in Frage, auch ein sehr sicherer Torhüter. Luxuriöse Auswahl für den Trainer.

Abwehr: 7,0
Seit über einem dutzend Jahren verteidigt Jacek Bak für Polen, das heißt er spielt stur seine Kopfballstärke aus. Der Innenverteidiger hatte seine großen Zeiten bei Lyon und Lens, spielt jetzt für Al-Rayyan in Katar. Fast genau so lange (allerdings mit ein paar Unterbrechungen) gehört die linke Abwehrseite Tomasz Rzasa (ADO Den Haag), sicherlich noch aus seiner Zeit bei Feyenoord ein Begriff. Und auf rechts regiert Marcin Baszczynski (Wisla Krakau). Diese drei scheinen ziemlich gesetzt, etwas unklarer ist der zweite Innenverteidigerplatz neben Bak. Zwei Ex-Bundesligaspieler sind unter anderem Kandidaten, die Tomasze nämlich, und zwar der Klos von Wisla Krakau (Ex-Lauterer) und der Hajto von Derby County (War bekanntlich Zebra und dann königsblau). Hajto hat sich in der zweiten englischen Liga allerdings ziemlich aus dem Kader gespielt. Auch etwas wackelig ist inzwischen Arkadiusz Glowacki, der nächste Krakauer, und so wird wohl Mariusz Jop (FK Moskau) nach Deutschland mitfahren. Auf rechts ist Michal Zewlakow (RSC Anderlecht) eine Alternative, er könnte etwas Eleganz in die ansonsten eher aus Meta-Boliden bestehende Abwehr bringen. Alle anderen Alternativen sind erst in jüngster Zeit aktiviert worden - wie schon erwähnt wurde gerade in den Freundschaftsspielen noch mal viel ausprobiert. Es sind dies für links Marcin Adamski (Rapid Wien) und Dariusz Dudka (Wisla Krakau), für rechts Bartosz Bosacki (Lech Posen) und Marcin Kus (Queen's Park Rangers), sowie zentral Seweryn Gabczarczyk (Metalist Charkow, Ukraine). Diese Abwehr zeichnet sich durch drei Dinge aus - sie ist unglaublich kopfballstark (kein Wunder bei dieser Ansammlung an slawischen Riesen), sie ist sehr gut aufeinander abgestimmt, und sie ist ganz schön langsam.

Mittelfeld: 6,5
Hier war noch ärgeres Experimentieren angesagt, man hat aber auch sehr unterschiedliche Spielertypen versammelt. Auf links spielt meißtens der nächste ehemalige Kaiserslauterer, Kamil Kosowski, zuletzt ausgeliehen an Southampton und dort auch nicht so wirklich der Bringer. Der offensivere Jacek Krzynowek (Bayer Leverkusen) wird eher bei einem 4-3-3 oder 4-5-1 als Halbstürmer eingesetzt. Myroslaw Szymkowiak ist so eine Art zentraler Ballverteiler, bei Trabzonspor deutlich offensiver ausgerichtet als in der Nationalelf. Eher defensiv hingegen Radoslaw Sobolewski (Wisla Krakau), im Ausland noch weitgehend unbekannter Veteran der polnischen Liga. Von defensiv bis offensiv, immer mit einer linken Schlagseite, hat Sebastian Mila (Austria Wien) eigentlich alles drauf - er ist aber der nächste Kandidat der nicht immer bei seinem Verein zum Zuge kommt. Noch einer mit schwer deutbarer Position ist Mariusz Lewandowski (Schachtjor Donezk, Ukraine), eigentlich spielt der immer da wo gerade ein Platz frei ist. Da die rechte Seite oft etwas unterbesetzt ist, kommt Ebi Smolarek (Borussia Dortmund) dort manchmal als Halbstürmer zum Einsatz, oder er geht gleich richtig in die Spitze. Alternativ gibt es für diese Position noch Damian Gorawski (FK Moskau). Will man defensiv beeindrucken, dann kommt Arek Radomski (Austria Wien) ins Spiel, ein giftiger Bursche der den Zweikampf liebt. Dazu hat man eine Vielzahl weiterer Spieler ausprobiert, von denen ich nur noch die wichtigsten aufzählen möchte, weil ich den Klang polnischer Namen so geil finde: Piotr Giza (Cracovia Krakau), Przemyslaw Kazmierczak (Pogon Stettin) und Marcin Burkhardt (Legia Warschau). Das sind also zwei drei nette Namen von denen man ungefähr weiß wo sie normalerweise spielen, und eine Batterie von Mitläufern plus ein paar Talente die das Mittelfeld je nach Bedarf auffüllen. Manchmal klappt es gut, wie in der Qualifikation, letzte Woche beim 0:1 gegen Litauen wars ne Katastrophe.

Sturm: 7,5
Noch vor einem Jahr mußte man sich ernsthafte Sorgen machen - da trafen eigentlich alle polnischen Stürmer. Derzeit befinden sich einige in einer Formkrise. Allerdings nicht Maciej Zurawski von Celtic Glasgow, der vorne im Sturm so einschlug wie Boruc hinten im Tor, und trotz zeitweiligem Verletzungsausfall in 24 Spielen bisher 16 mal traf. Zurawski spielt jede Position im Sturm, und er spielt sie alle gut. Eine eher durchwachsene Saison hatte sein Partner Grzegorz Rasiak, der in der Saison gleich für drei englische Clubs (Derby, Tottenham und jetzt Southampton) auf Torejagd ging. Er ist ein klassischer Mittelstürmer. Tomasz Frankowski, früher jahrelang Sturmpartner von Zurawski bei Wisla Krakau, komplettiert das auf der Insel aktive Stürmertrio, er spielt bei den Wolverhampton Wanderers. Der im polnischen Team auffällig kleine Frankowski wuselt gerne über die Flügel, er kann auch mit Smolarek eine extrem unangenehme Zange bilden, wobei Zurawski dann in die Mitte rückt. Nachdem Rasiak und Frankowski etwas schwächeln, haben auch im Sturm die Alternativen mehr Spielzeit bekommen. Andrzej Niedzielan vom NEC Nijmegen (Niederlande, als ob man das bei einer Stadt die die Buchstabenkombi ij beinhaltet dazu sagen müßte) hat in Holland gut getroffen, und dürfte als Allrounder zumindest einer für die Bank sein. Altmeister Marek Saganowski musste zwar eine schlimme Saison mit Vitoria Guimaraes (Portugal) durchstehen, an ihm lag es aber nicht, er hat seine Tore gemacht. Weitere Kandidaten: Pawel Brozek (Wisla Krakau, merke: Der aktuell treffsicherste Stürmer von Wisla ist immer ein Kandidat), Ireneusz Jelen (Wisla Plock), Grzegorz Piechna (Korona Kielce) und mit Lukasz Sosin sogar einer, der in Zypern (bei Apollon Nikosia) sein Geld verdient. Sie haben also einen echten Knaller, und dazu ne ganze Menge unterschiedlicher Optionen. Es wundert nicht, das diese Mannschaft in den letzten Jahren sehr viele Tore erzielt hat - man hat wegen der vielen guten Stürmer neben Brasilien fast als einziger regelmäßig mit der Offensivraute gespielt, das heißt vor einer Viererabwehrkette und zwei defensiven Mittelfeldspielern agierte man in Wirklichkeit mit 3 1/2 Stürmern. Sowas kann nur eine Mannschaft mit extrem viel Erfahrung erfolgreich spielen, und davor sollte man Respekt haben.

Chancen:
Die Polen sind wohl mit die größte Sphinx unter allen Mannschaften. Keiner weiß wie gut sie sind, sie selber warscheinlich auch nicht. Mal spielt man sich in einen Rausch, und mal zwingt man den Gegner dazu sich in einen Rausch zu spielen. Gut möglich das man mit Gewieftheit sehr weit im Turnier kommt, wär ja ein klassisches Team um die Engländer im Achtelfinale per Elferrittern heimzuschicken. In der Vorrunde werden sie ja allgemein als das Team nach Deutschland gesehen, es könnte aber auch sehr gut auf ein unangenehmes Gruppenendspiel gegen Costa rica geben. Dies ist übrigens sehr zu hoffen, denn so käme man wohl in den Genuss des offensivsten Spieles dieser Vorrunde. Costa Rica und Polen wollen nämlich beide immer nach vorne.
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
Aug 15, 2002
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Kroatien

Seitdem es das lustig geformte Ländchen gibt, ist es ein Dauerbrenner bei Welt- und Europameisterschaften. Verwundert nicht weiter, prägen doch Fussballspieler vom Balkan seit dem Beginn des letzten Jahrhunderts das Spiel. Die Qualifikation war ein Kinderspiel, zusammen mit den Schweden marschierte man durch die Gruppe. Nach der großen Generation der 90er Jahre hat man ziemlich kontinuierlich ein Team aufgebaut, das bei der WM auf jeden Fall die erste Runde überstehen soll. Nach dem grandiosen Erfolg unlängst beim 3:2 gegen Argentinien in einem wahrhaft sehenswerten Freundschaftsspiel ist die Stimmung gut, das kroatische Kollektiv funktionierte reibungslos.

Was man spielt:
Noch vor ein paar Jahren war es einfsch den kroatischen Fussball zu beschreiben - technisch ausgezeichnet, knüppelhart und spektakulär. Konservativ spielen sie auch heute sicherlich nicht, aber doch sehr viel disziplinierter. Man hält sich allgemeinen streng an das branchenübliche 4-4-2, hat aber natürlich wie immer genug technisch feine Spieler an Bord, die taktisch sehr variabel reagieren können. Es fehlt ein überragender Star, dafür hat man so 25 Klasse B- bis C-Stars, lauter bekannte Namen im europäischen Fussballbetrieb. Da man gut eingespielt ist, ganz besonders in der Defensive, leistet man sich neben Prso gerne noch mal einen zweiten Spinner (ich meine das höchst anerkennend) im Offensivbereich.

Das Personal

Torwart: 7,5
Eigentlich sollte Tomislav Butina vom FC Brügge im Tor stehen, aber der plagt sich noch mit Verletzungssorgen. Butina gehört klar zu den Besseren seines Faches, war ein sicherer Rückhalt in der Qualifikation. So ist Stipe Pletikosa (Hajduk Split) ins Tor zurückgekehrt, der bei Schachtjor Donezk nicht so richtig glücklich wurde. Pletikosa schießt manchmal nen Bock, ist jetzt aber auch kein Schlechter. Der in Australien geborene Joe Didulica hat bei Austria Wien die letzten drei Jahre sehr gut gehalten, und sich in der kroatischen Nationalelf immer weiter nach vorne gespielt. Feine Auswahl, keine Probleme.

Abwehr: 7,5
Igor Tudor (AC Siena) steht in der Viererkette entweder rechts zentral oder ganz rechts aussen. Für Juventus hat es vor einiger Zeit nicht mehr gereicht, im Abstiegskampf mit Siena zeigte Tudor allerdings Steherqualitäten, naja, so ein Monstrum wie Tudor macht sich halt auch in jedem Abstiegskampf gut. Tudor fliegt auch ganz gerne mal vom Platz, aber welcher kroatische Abwehrspieler tut das schon nicht. Am ehesten wohl noch Josip Simunic von der Hertha, der beläßt es meißtens bei gelb, hat ansonsten aber ähnliche Qualitäten wie Tudor. Der nächste gute Bekannte, und warscheinlich der zentrale Partner von Simunic, ist Robert Kovac (Juventus Turin). Der nominelle Linksverteidiger ist eigentlich Anthony Seric (Panathinaikos Athen), zuletzt hat man allerdings meißtens gelernte Innenverteidiger auf dieser Position eingesetzt, und das sah auch nicht schlecht aus. Stjepan Tomas von Galatasaray Istanbul ist hier zu nennen, Mario Tokic von Austria Wien, Mate Neretljak (Suwon Bluewings, Südkorea) oder Veteran Dario Simic vom AC Mailand. Ganz neue Entdeckungen sind Marijan Bulat (Dinamo Zagreb) und Vedran Jese (Inter Zapresic). Eine feine Verteidigung ist das, vielleicht ein wenig überaltert, aber hart und kompromisslos wie man das wünscht.

Mittelfeld: 8,0
Wenn es keine Verletzungsschwierigkeiten gibt, steht das 4-er Mittelfeld der Kroaten bombenfest. Auf rechts spielt Dario Srna (Schachtjor Donezk, Ukraine), sehr torgefährlich durch seinen Mordwumms und natürlich (Wie alle Spieler die sich bei schachtjor durchsetzen) rasend schnell. Niko Kovac (Hertha BSC) ist zentral der Chef, seit nunmehr einem Jahrzehnt in Kroatiens Nationalelf eine feste Größe. Offensiv vor Kovac agiert mit Niko Kranjcar (Hajduk Split) das größte Talent des kroatischen Fussballs und heisser Anwärter auf den Titel "Neuentdeckung der WM". Er bringt zumindest alles mit. Auf der linken Seite finden wir in Marko Babic (Bayer Leverkusen) den nächsten Bundesligaspieler, bei Leverkusen hat Babic in dieser Saison etwas geschwächelt, in der Nationalef spielt er eigentlich immer. Will man nur mit Dreierkette agieren, kommt im defensiven Mittelfeld zusätzlich Jurica Vranjes von Werder Bremen zum Zuge. Weitere ganz feste Größen sind eigentlich nur die Leko-Brüder, also Ivan Leko (FC Brügge) der zentral und links einspringen kann, sowie Jerko Leko (Dynamo Kiew) der gerne im Laufe des Spieles auf rechts eingewechselt wird. Alle anderen sind Ergänzungsspieler, mit eher wenig WM-Chancen. Luka Modric, zentral/offensives Talent von Dinamo Zagreb vielleicht noch am ehesten, Srebrenko Posavec (Varteks Varazdin) möglicherweise auf links, oder dessen Vereinskamerad Nikola Safaric als Ersatzspielgestalter. Die superb eingespielte Erstformation und die gut mit diesen Spielern harmonierenden Ersatzleute lassen das kroatische Mittelfeld zu einem der stärkeren im Turnier werden - die wissen wenigstens genau was sie auf dem Platz machen wollen.

Sturm: 7,5
Die Zeit der ganz großen kroatischen Stürmer ist vorrübergehend vorbei, aber sechs, sieben Leute die vorne für ne Menge Betrieb sorgen können wird dieses Land wohl immer zu Verfügung haben. Derzeit haben wir ein sich ziemlich klar abzeichnendes Sturmduo, in dem Dario Prso von den Glasgow Rangers der spektakulärere Akteur ist. Nachdem Prso nach Cuauthemoc Blanco aber wohl der irrste Vogel ist, der im letzten Jahrzehnt über die Fussballplätze tobte, wundert das auch nicht weiter und keinesfalls als Kritik an seinen Partner Ivan Klasnic (Werder Bremen) gerichtet. Klasnic ergänzt sich nämlich als Flügelmann perfekt mit dem zentral agierenden Prso. Braucht man noch mehr Offensivkraft, so kann man mit Bosko Balaban (FC Brügge) noch einen Flügelstürmer bringen. Balaban hat nach frustrierenden Zeiten auf der Bank von Aston Villa in Belgien wieder das Treffen gelernt, und war sofort zurück in Kroatiens Kader. Ivan Bosnjak (Dinamo Zagreb) ist der derzeit treffsicherste Schütze in der heimischen Liga, und sollte seinen Bankplatz genauso sicher haben wie Ivica Olic von CSKA Moskau. Während Bosnjak ein absoluter Sturmallrounder ist, spielt Olic einen ganz klassichen Mittelstürmer. Dahinter stehen im Falle von Verletzungen noch Leon Benko (Varteks Varazdin), der eingebürgerte Brasilianer Leonardo da Silva (Dinamo Zagreb), der erfahrene Davor Vugrinec (NK Rijeka) und Mladen Petric (FC Basel) bereit. Einen feinen Sturm hat man also auch noch zu bieten, was diese ausgeglichen besetzte Mannschaft vortrefflich abrundet.

Chancen:
Die Kroaten sind in ihrer Mannschaftsfindung sehr viel weiter als eigentlich alle Teams ausser Brasilien. Gegen ausgerechnet die wurde man allerdings schon in der Vorrunde gelost, und das auch noch gleich zum Auftakt. Eines ist sicher - Brasilien wird alles abverlangt werden, und wir wissen danach ob die brasilianische Abwehr vielleicht wirklich zu alt und langsam ist. Mit Japan und Australien hat man zwei weitere schwere Vorrundengegner, die gerade auch kämpferisch alles geben werden. Aufgrund der eigenen Stärken muss man aber als Favorit auf Platz zwei in der Gruppe gelten. Sofern man den erreicht, trifft man wohl auf Italien oder die Tschechen, sollte Kroatien also weit kommen dann haben sie es sich wirklich verdient.
 

Rain

W:O:A Metalmaster
Nov 16, 2004
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*malvorsichtigumdieeckeschielunddabeiaugenundohrenlieberzuhalt*

Das muss ich jetzt ja mal loswerden: nachdem ich schon vorweg von der WM total genervt war wegen der ganzen doofen Werbung und dem Fimmel, dass zur Zeit überhaupt alles irgendwie Fußballfarbe oder Form oder Länderfarbe oder weiß der Geier was nicht noch alles (wahrscheinlich gibt es bald auch Fußballgeschmack...) hat, hab ich mich gestern mit der WM versöhnt!:)

Das hier is nämlich echt lecker! Und es erinnert mich an Norwegen, da gabs nämlich so ein ähnliches Eis!:):D:p
 

Geisteskrank

W:O:A Metalmaster
Jul 17, 2002
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Provinz Starkenburg
monochrom said:
Kroatien

Dario Prso

Ich dachte immer, der hieße "Dado" oder so...hab ich da so oft daneben gehört???

edit: Nein - hab ich nicht:

http://www.fussballdaten.de/spieler/prsodado/

http://de.wikipedia.org/wiki/Dado_Pršo

Aber hast recht - ein irrer Vogel ist er...

monochrom said:
Allerdings nicht Maciej Zurawski von Celtic Glasgow, der vorne im Sturm so einschlug wie Boruc hinten im Tor

Den find ich auch total klasse...frage mich langsam, warum ich Rangers-Fan bin, wo ich dauernd Spieler von Celtic gut finde... :D
 

TALKHEAVY

W:O:A Metalgod
Nov 1, 2002
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