Viel zu früh und doch schon da: WM 2006-Thread

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monochrom

W:O:A Metalmaster
15 Aug. 2002
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Und ich sach mal so - das war der Shilton. Boumnijel ist jetzt 40, war in der Saison 97/98 nicht mehr erste Wahl in Gueugnon, saß dann fünf Jahre bei Bastia auf der Bank, hat dann noch mal ein paar Spiele für Rouen gemacht und läßt gerade zu Hause die Karriere ausklingen. Wie schon gesagt, für nen Afrikaner ganz okay.
:D
 

Karsten

W:O:A Metalgod
monochrom schrieb:
Und ich sach mal so - das war der Shilton. Boumnijel ist jetzt 40, war in der Saison 97/98 nicht mehr erste Wahl in Gueugnon, saß dann fünf Jahre bei Bastia auf der Bank, hat dann noch mal ein paar Spiele für Rouen gemacht und läßt gerade zu Hause die Karriere ausklingen. Wie schon gesagt, für nen Afrikaner ganz okay.
:D
Karriere ausklingen lassen hört sich gruselig an. Für einen afrikanischen Torwart besonders...:D
 
monochrom schrieb:
;)
Was da läuft ist echt irre. Ich glaube aber da hilft nichts ausser Lachen und auf die deutschen Gerichte hoffen. Die werden nämlich ganz sicher der FIFA nicht alle ihre abstrusen Regeln durchgehen lassen.

Wir mußten uns in der Redaktion SCHRIFTLICH verpflichten, die ganzen geschützten Begriffe zu vermeiden und bei Unsicherheiten den Chef zu fragen (als ob der nix besseres zu tun hätte)... :o Gut, daß ich nicht im Sport sitze... Aber ich denk mal, es geht bei uns ja stark um Werbung. Und um zu verhindern, daß wir oder unsere Anzeigenkunden Mecker vom Franz kriegen (oder wer dafür zuständig ist, die kleinen Agenturen in den Arsch zu treten ;)), weil sie unberechtigt für die WM werben, ging der Wisch halt raus.

In diesem Kaff kriegt man ja sogar Druck, wenn man VW erwähnt, obwohl der Chef der Firma, die nen PR kriegen, stundenlang nix anderes erzählt hat. :mad: Die gehen mir auf den Geist mit ihrem CI und TM und C und R. :rolleyes: Da vergißt man doch die Hauptsache. Was war das? Ach ja, FUSSBALL! :D
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
15 Aug. 2002
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Ecuador

Zum zweiten Mal hintereinander hat sich der ehemalige südamerikanische Prügelknabe für eine WM qualifiziert. Ausschlaggebend dafür war erneut die Heimstärke (23 von 28 Punkten holte man zu Hause), die zu einem ghuten Teil der luftigen Höhe von Quito geschuldet ist. Dem Gegner geht halt ab der 60. Minute die Luft aus. Trotz dieses wahrlich großen Heimvorteiles und dem kleinen Makel, der somit der Qualifikation Ecuadors anhaftet, muss man tiefen Respekt für die Leistung Ecuadors empfinden - sich in Südamerika durchzusetzen ist die Hölle, um da überhaupt mithalten zu können muss man einfach etwas draufhaben.

Was man spielt:
Der wohl unspektakulärste Fussball aller südamerikanischen Nationen hat Ecuador stark gemacht. Da man einfach nicht das Reservoir an hyperbegabten Ballkünstlern hat, auf das die anderen südamerikanischen Teams zurückgreifen können, muss man zwangsläufig mit viel Einsatz und einer kompakten Mannschaftsleistung reüssieren. Das tat man in den letzten Jahren zunehmend erfolgreich, und so kann meine sehr disziplinierte, hervorragend eingespielte Mannschaft erwarten, die wie bei der letzten WM kein bißchen südamerikanisch zaubern wird.

Das Personal

Torwart: 5,5
Entweder Edwin Villafuerte von Deportivo Quito, oder Veteran Francisco Cevallos von Barcelona de Guayaquil. Die beiden nehmen sich nicht viel, funktionieren gut mit der Abwehr gehören allerdings nicht gerade zu den stärksten Torhütern Lateinamerikas.

Abwehr: 7,5
Verdammt gut geölte Abwehr, die hart am Mann steht, kopfballstark ist und seit Jahren Großverdiener des Weltfussballs ganz schlecht aussehen lässt. Im Zentrum stehen Geovanny Espinoza (LDU Quito) und Ivan Hurtado (Al Arabi Doha in Katar), und das seit vielen Jahren. An eine Innenverteidigung ohne Hurtado können sich wohl nur sehr alte Ecuadorianer erinnern, seit 92 steht der da und hat bald 130 Länderspiele. Uns weitgehend unbekannt, da er die meißte Zeit in Mexico spielte, aber dennoch einer der großen Innenverteidiger der letzten 15 Jahre. Man wird rechts unterstützt von Ulysses de la Cruz (Aston Villa), der diese Saison ein paar Verletzungssorgen hatte, jetzt aber endlich wieder spielt. Ganz wichtiger Mann, der sich etwas überraschend ohne Probleme im britischen Fussball durchgesetzt hat. Spielt manchmal auch links, da der vierte Mann in der Abwehrkette (Ecuador spielt entweder mit 3 oder 4 Verteidigern), Neicer Reasco (FC Sao Paulo), eigentlich auch auch eher ein Rechtsverteidiger ist. Nachdem man während der Qualifikation nach und nach viele arrivierte Spieler verabschiedet hat, sind die Abwehrersatzleute international noch sehr wenig bekannt. Jose Valencia von Willem II Tilburg in Holland hat sich im letzten Jahr in den Vordergrund gespielt, und der wäre ein echter Linksverteidiger, genauso wie Oscar Bagui vom CD Olmedo. Jorge Guagua von El Nacional Quito und Jose Cortez, zwei international noch ziemlich grüne Spieler, sind die warscheinlichsten Anwärter auf den Ersatzmann für die Innenverteidigung, aber an vernünftigen Abwehrspielern mangelt es in Ecuador normalerweise eher nicht. Hinten sieht das bei Ecuador in jedem Falle ordentlich aus.

Mittelfeld: 7,0
Auch hier spielt der Stamm seit Jahren zusammen. Das Mittelfeld ist eher auf Effektivität als denn auf Spielfreude hin ausgelegt, man nimmt gerne nen zweiten defensiven Mittelfeldspieler ins Team, damit man das ecuadorianische Spielziel (Man stehe dem Gegner auf dem Fuss, dann kann er nicht Fussball spielen) leichter umsetzen kann. Verkörpert wird diese Philosophie von Marlon Ayovi, einem feinen zentralen Mittelfeldspieler der seine Offensivqualitäten gerne mal vergisst und einen bissigen Mittelfeldquälgeist gibt. Er spielt seit 1000 Jahren für Deportivo Quito. Er wird von dem noch deutlich humorloseren Edwin Tenorio (Barcelona de Guayaquil) unterstützt. Die beiden sind so gut eingespielt das sie wohl blind ein gegenerisches Spiel gemeinsam zerstören könnten. Edison Mendez (meißtens rechts) und Vicente Ambrosi (links), beide von LDU Quito, werden im Normalfall die Aussen besetzen. Wuselige, technisch starke Männer mit viel Drang zum Tor, besonders Mendez. Für Riesentalent Luis Valencia (derzeit von Villareal an den spanischen Zweitligisten RTecreativo Huelva ausgeliehen), scheint zumindest in der Anfangsformation noch kein Platz zu sein. Wenn man zusätzlich Beton anrühren will, bringt man vielleicht Leonardo Soledispa (Barcelona de Guayaquil), soll hingegen mehr Druck nach vorne gemacht werden, so könnte die Stunde von Roberto Mina schlagen, einem weiteren Großtalent das beim FC Dallas in den USA spielt. Die Große Klasse fehlt also im Mittelfeld ganz sicher, aber die hat in den letzten Jahren immer gefehlt und man sah trotzdem meißtens recht gut aus.

Sturm: 4,5
Nach dem Rücktritt von Alex Aguinaga heißt der Star jetzt Agustin Delgado. Und das sagt leider viel über ecuadorianische Sturmkraft aus, denn der hat seine besten Zeiten schon länger hinter sich, das war so gegen Ende der 90er. Ist nach einem erfolglosen Versuch beim FC Southampton Fuß zu fassen jetzt wieder in Ecuador, bei LDU Quito, und nicht so wahnsinnig in Form. Wird wohl trotzdem mitfahren, zittert aber um seinen Stammplatz. Carlos Tenorio von Al Sadd-Doha in Katar spielte in der Quali meißt neben ihm, besonders viel Torgefahr hat der aber international noch nie verbreitet. Der dritte erfahrene Stürmer ohne richtige Form heißt Jaime Kaviedes, spielt in Argentinien bei Argentinos Juniors, und ist auch primär dafür bekannt das er sich bei seinen Vereinen nicht so ganz durchsetzen kann. Soweit die arrivierten Kräfte. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht das sich die zweite Garde mächtig Hoffnungen auf einen WM-Einsatz macht. Franklin Salas von LDU Quito werden wir wegen seiner Vielseitigkeit wohl auf jeden Fall sehen, da er sowohl einen linken als auch einen rechten Aussenstürmer abgeben kann. Ähnliches gilt für Johnny Baldeon (Barcelona de Guayaquil), einem feinen Dribbelzwerg. Der einzige der in letzter Zeit wirklich trifft ist Felix Borja, das größte Stürmertalenmt Ecuadors. Er könnte binnen einen Jahres an allen seinen berühmteren Kollegen vorbeigezogen sein und sogar den Sprung in die Anfangsformation schaffen. Bleibt noch Cristian Lara (Bei dem man immer nicht weiß ob er jetzt ein offensiver Mittelfeldspieler oder eine hängende Spitze ist), der sich durch starke Leistungen bei El Nacional wieder ins Team gespielt hat. Ein Sturm, der vor allem viele Fragen offen lässt, zum Beispiel die, wie man gegen richtig gute Abwehrreihen Tore schießen will.

Chancen:
Eigentlich sieht es, nach der für Ecuador feinen Auslosung, so schlecht nicht aus. Man hat eine eingespielte Mannschaft die weiss was sie auf dem Platz will und das Wissen von der letzten WM und den Südamerikameisterschaften das man auch ohne Andengebirgshöhen Fussball spielen kann. Allerdings hat man in Freundschaftsspielen seit der erfolgreichen Quali fast nur noch verloren, und dabei kaum Tore erzielt. Insofern geht man als Aussenseiter in die Gruppe, wobei man sich warscheinlich in Wirklichkeit genau auf Augenhöhe mit Polen und Costa Rica befindet. Wenn man Ecuador unterschätzt und pomadig gegen sie spielt, verliert man übrigens, das nur als Warnung für Deutschland. Argentinien und Brasilien haben das in den letzten Jahren oft genug vorgemacht. Wenn alles gut läuft, dann ist Platz zwei möglich. Um richtig was zu reissen fahlen aber die Stars.
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
15 Aug. 2002
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Costa Rica

Die Mittelamerikaner feiern ihre dritte WM-Teilnahme, und sie haben einen ausgezeichneten Ruf zu verteidigen. Die Ticos warfen bei ihrem ersten Auftritt 1990 Schweden und Schottland aus dem Turnier und konnten dieses tolle Ergebnis bei der letzten WM mit einem starken dritten Platz in der Gruppe hinter Brasilien und der Türkei bestätigen. In den letzten vier Jahren hat man zunächst versucht eine neue Mannschaft aufzubauen, um nach anfänglichen Schwierigkeiten in der WM-Quali dann nach und nach fast alle alten Recken zu aktivieren. So lief es besser, und man konnte sich in der Finalrunde relativ mühelos Platz 3 hinter Mexiko und den USA sichern.

Was man spielt:
Es gibt viele Parallelen zu Paraguay und Uruguay - eigentlich sind diese Länder zu klein um mit den Titanen des lateinamerikanischen Fussballs mitzuhalten. Man tut es dennoch erfolgreich seit den Anfängen des Fussballs, und daraus ist ein enormes Selbstbewusstsein entstanden. Während Paraguay sein Selbstbewusstsein aus der Defensivstärke zieht, Uruguay seines aus der unbarmherzigen Härte, so ist es in Costa Rica die Freude am Offensivfussball. Gerade wenn es gegen Mexiko, Kolumbien oder Argentinien geht spielen die Ticos heillos offensiv, mit großer Begeisterung und einer unglaublichen Frechheit. Allerdings scheint das Team etwas zu sehr überaltert für eine WM, viele der wichtigen Akteure stehen im Herbst ihrer Karriere. Zum guten Teil kommen die Spieler von Clubs aus dem eigenen Lande, von den großen Vereinen Alajuelense, Saprissa und Herediano. Diese sind nicht zu unterschätzen und in den internationalen Wettbewerben auf Augenhöhe mit den Clubs aus Mexiko, eher stäker als die aus der USA.

Das Personal

Torwart: 5,0
Alvaro Mesen von Herediano oder Jose Porras von Saprissa. Beides sind ganz erfahrene Leute gut jenseits der dreissig und international gesehen Durchschnitt. In den Testspielen sah besonders Mesen in jüngster Zeit nicht immer glücklich aus.

Abwehr: 5,5
Hier gibt es in letzter Zeit Probleme, wobei Abwehrspieler in Costa Ricas Nationalelf es sowieso schwer haben, da man, wie schon erwähnt, gerne etwas wagemutiger spielt. Veteran Luis Marin (Alajuelense) und Gilberto Martinez (Brescia Calcio) bilden wohl die Innenverteidigung. Beide sind enorm wichtig für Costa Rica, Marin mit seiner Erfahrung und Martinez weil er seit Jahren sehhr erfolgreich gegen die besten Stürmer der Welt spielt. Leonardo Gonzalez (Herediano) ist der warscheinlichste dritte Mann, falls man mit einer Dreierkette spielen sollte, dieser kann aber auch auch als Spielzerstörer im defensiven Mittelfeld auflaufen. Die Alternative ist eine Viererkette, wobei dann entweder Martinez auf rechts rückt oder Jervis Drummond (Saprissa) zum Einsatz kommt. Zurückgekehrt ins Team ist Harold Wallace (Alajuelense), einer der Kandidaten für links. Douglas Sequeira (Real Salt Lake City), einigen Die-Hard-Fans vielleicht noch aus seiner Zeit bei Karlsruhe Ende der 90er bekannt, ist auch eher ein Mann für die rechte Seite. Pablo Chinchilla (Alajuelense) und Roy Miller (Bodö/Glimt in Norwegen) sind weitere Alternativen. Insgesamt wirkt das, wie schon bei der letzten WM, etwas anfällig, man könnte auch sagen: Für ein, zwei Gegentore ist diese Hintermannschaft immer gut.

Mittelfeld: 5,0
Hier hat man in letzter Zeit enorm viel ausprobiert, weil nicht immer alles stimmte. Nach vorne spielt man schon ganz gut, aber in der Defensivarbeit hapert es, da es ein Überangebot an Spielern gibt die glänzen wollen. Einige der nachrückenden Talente sehen sehr vielversprechend aus. Walter Centeno (Saprissa), der erfahrenste Mann im zentral/offensiven Mittelfeld, saß zuletzt immer öfter auf der Bank, und scheint seinen Stammplatz verloren zu haben. Ähnlich erging es seinen Mannschaftskollegen Alonso Solis und Steven Bryce von OFI Kreta. Damit wird das Mittelfeld der Ticos arg sphinxhaftig. Der ziemlich in die Jahre gekommene Mauricio Solis (Communicaciones in Guatemala) dürfte wohl die Fäden im defensiven Mittelfeld ziehen, Typ harter Beisser. Neben ihm in jüngster Zeit oft Cristian Badilla (Herediano), auch schon ein erfahrener Kämpe und noch etwas schneller. Carlos Hernandez (Alajuelense) ist einer der heute noch weitgehend unbekannten Spieler, die bei der WM groß rauskommen könnten. Er ist unheimlich torgefährlich und schnell, war die Neuentdeckung der WM-Qualifikation. Ähnliches, ausser der Abschnitt mit der Torgefahr, gilt auch für Cristian Bolanos (Saprissa). Carlos Castro (Alajuelense), der brilliant-schlampige Danny Fonseca (Cartagines) und der junge Randall Azofeifa (Saprissa) dürften das Mittelfeld ergänzen. Ganz schwierig einzuschätzen, da die Mannschaft in den letzten vier Jahren gerdae im Mittelfeld immer wieder ausgetauscht wurde. Man hat viele spielstarke Männer, die aber international (noch) wenig Glanz ausstrahlen. Mit eher defensiver Taktik sah man zuletzt meißt besser aus, und obwohl das gegen die Spielphilosophie geht wird man wohl eher versuchen zu kontern und mit langen Bällen die starken Stürmer einzusetzen.

Sturm: 7,5
Seit vielen Jahren das Prunkstück, und der Mannschaftsteil aus dem die meißten Stars der Ticos kommen. Nach Juan Cayasso und Hernan Medford (Der wahre Fussbalfan nickt jetzt) kamen Paolo Wanchope und Ronald Gomez, und siehe da, beide spielen noch. Beide sind nach vielen erfolgreichen Jahren in Europa und dem nahen Osten in die Heimat zurückgekehrt, und freuen sich jetzt auf die WM. Wanchope (Herediano)hatte seine große Zeit bei Manchester City und Derby, Gomez (Saprissa) bei OFI Kreta. Die alten Füchse darf man nie unterschätzen, sie treffen seit Jahr und Tag für Costa Rica, und das schon 43 bzw 23 mal. Hinter den beiden kämpft ein halbes Dutzend Spieler um die Plätze, die es auch ziemlich in sich haben. Dazu zählen Alvaro Saborio (Saprissa), geschmeidiger Flitzer der zuletzt sehr konstant traf, Froylan Ledezma (Akratitos Athen), etwas ins Hintertreffen gerückt, Winston Parks von Lokomotive Moskau, dem etwas das Etikett des ewigen Talents anheftet, oder Altmeister Rolando Fonseca von Communicaciones in Guatemala. Eine gute Auswahl an Stürmern haben die Mittelamerikaner da, am Sturm wird es also sicher nicht scheitern. Kennt man aber auch nicht anders von dieser Mannschaft.

Chancen:
Auf den ersten Blick nicht so gut wie bei den ersten beiden Malen, man scheint nicht in der ganz großen Form zu sein die Costa Rica einfach braucht um was Reissen zu können. Man ist wohl Aussenseiter in der Gruppe, rechnet sich aber zurecht gute Chancen auf Platz 2 aus. Historisch sind Spiele zwischen Costa Rica und Ecuador völlig offen, und auch diesmal scheint man sich in etwa auf einem Level zu befinden. Die Polen sind ähnlich überaltert, und wenn die Deutschen nicht ordentlich Druck ausüben dann kann auch für sie die Begegnung mit Costa Rica, wie für schon so viele, zu einem kleinen Alptraum werden.
 
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monochrom

W:O:A Metalmaster
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Südkorea

Den vierten Platz im eigenen Land hat Südkorea in den letzten vier Jahren eher nicht ganz bestätigen können. Bei der Asienmeisterschaft gab es ein frühes Aus gegen den Iran, in der Qualifikation war es zunächst knapp gegen den Libanon (nicht gerade eine Fussballweltmacht), dann etwas überzeugender in der Endrunde. Geglänzt hat man aber nicht, genauso wenig wie in den Freundschaftsspielen seit der geschafften Qualifikation. Das größte Plus, im Vergleich zu vor vier Jahren, ist sicherlich das es gleich mehrere Spieler geschafft haben, richtige Leistungsträger bei ihren europäischen Clubs zu werden. Auf der anderen Seite fehlt diesmal der Luxus der Intensivvorbereitung - vor vier Jahren hatte im Vorfeld der WM sogar die südkoreanische Liga pausiert.

Was man spielt:
Der südkoreanische Fussball ist wohl bekannt, und baut auf extreme Laufbereitschaft basierend auf einer großartigen Fitness. Da man oft körperliche Defizite wettmachen muss (man ist halt nicht so groß), ist ständiges Stören im Mittelfeld ein Muß. Dafür hat man klasse Leute, gerade auf den defensiven Mittelfeldpositionen ist Südkorea traditionell mehr als gut besetzt. Manchmal sieht das südkoreanische Spiel etwas bieder aus, da spektakuläre Einzelaktionen nur wenigen Offensivkräften vorbehalten sind. Wir können also, wie eigentlich immer, "Die Mannschaft ist der Star"-Fussball basierend auf schnellem Kurzpaßspiel erwarten.

Das Personal

Torwart: 6,0
Woon-Jae Lee von Suwon Samsung, ganz erfahrener Mann, harmoniert gut mit seiner Abwehr, seit Jahren der beständigste südkoreanische Tormann. Nicht der Größte, aber wie alle Südkoreaner sprungkräftig. Sein erster Ersatzmann ist Young-Kwan Kim (Chunnam Dragons), nach der WM wohl die neue Nummer 1. Keine große Torhüternation, was vorerst auch so bleibt.

Abwehr: 6,0
Man agiert meißt eher mit Dreier- als Viererkette, und hat dafür ein verstärktes defensives Mittelfeld. Man setzt hinten auf große, robuste Spieler. Am bekanntesten ist wohl Veteran Jin-Cheul Choi (Chonbuk Motors), als Organisator des Abwehrzentrums. Neben ihm erwartet man Kyung-Youl Yoo (Ulsan Tigers) und den jungen Jin-Kyu Kim (Jubilo Iwata in Japan), die im letzten Jahr erfahrenere Spieler wie Sang-Chul Yoo verdrängt haben. Young-Chul Kim (Seongnam Ilhwa) scheint der letzte gesetzte Spieler ganz hinten zu sein, es könnte Platz sein für einen der Debütanten von diesem Jahr. Warscheinlichster Kandidat ist Hak-Young Jang von Seongnam Ilhwa, der auch links spielen, und damit die Abwehr zur Viererkette erweitern, kann. Da mehrere der defensiven Mittelfeldspieler auch in der Abwehr fungieren können, könnte es das auch schon gewesen sein mit reinen Abwehrspielern. Eine relativ neue Formation, die wahrlich nicht immer sattelfest in den letzten Monaten aussah.

Mittelfeld: 7,5
Hier steht oder fällt das südkoreanische Spiel. Entweder setzt man auf die offensive Raute mit drei Stürmern oder es gibt ein dichtbepacktes defensives Mittelfeld mit zwei bis drei wütenden Terriern. Letztere Variante hat einen vor vier Jahren stark gemacht, kann gut sein das wir genau dieses Spiel wieder zu Gesicht bekommen. Im Endeffekt ist es aber fast egal, im Spiel wird man in jedem System versuchen in einem engen Mittelfeld mit jeweils drei angreifenden Spielern den ballführenden gegnerischen Spieler zu attackieren, und das 90 Minuten lang. Zwei phantastische Spieler, die jeder Mannschaft der Welt gut zu Gesicht ständen, sind Garant für diesen Kampf um jeden Mittelfeldmillimeter. Da ist zum einen Young-Pyo Lee von Tottenham, einer der wohl bissigsten Spielantreiber der Premier League. Er kann natürlich auch (wie bei Tottenham, wo er oft links hinten spielt) in der Abwehr eingesetzt werden. Beim PSV ist Lee auf Anhieb Stammspieler gewesen, bei Tottenham ebenso. Kein Wunder, der Mann ist ein taktischer Riese, der sich immer voll in den Dienst der Mannschaft haut. Zum anderen ist da Ji-Sung Park von Manchester United, er eher für die Offensive und das Flügelspiel zuständig. Ebenfalls mit einem Riesenkämpferherz gesegnet, ebenfalls auf Anhieb in der Premier League Fuß gefasst. Neben diesen beiden, auf jeden Fall gesetzten Spielern, hat man eine große Auswahl an tüchtigen, taktisch variablen Mitstreitern. Dong-Jin Kim (FC Seoul) wird wohl ins defensive Mittelfeld rücken, er ist einer diesaer Spieler bei denen man jetzt schon weiss das sie nach der WM keinesfalls mehr in Südkorea spielen werden. Wie Young-Pyo Lee kann auch er problemlos in die Abwehr rücken, als kopfballstarker Mann ist er eine echte Alternative fürs Zentrum. Beeindruckt durch seine Abgeklärtheit. Chun-Soo Lee ist nach einer eher mäßig erfolgreichen Zeit in Spanien zu Ulsan zurückgekehrt, und scheint für die rechte Seite prädestiniert. Er ist ein klassisches südkoreanisches Aufziehmännchen. Auch Nam-Il Kim (Suwon Samsung) hat den Sprung zurück ins Team geschafft, der immer wie von Sinnen rackernde Mann mit Hang zu grellen Haarfarben ist manchen vielleicht noch mit seinen famosen Auftritten bei der letzten WM in Erinnerung. Ähnliches gilt für Eul-Young Lee (Trabzonspor in der Türkei), erste Alternative für die linke Seite, oder auch für die Defensive. Für rechts kommt noch Jung-Woo Kim in Frage, junger Mann von Nagoya Grampus (Japan), für das Zentrum Do-Heon Kim (Seongnam), für die Defensive das Küken Ji-Hoon Baek (FC Seoul). Das ist insgesamt ganz schön stark, die nachrückende Generation scheint den schon hohen Standard des südkoreanischen Spiels halten zu können. Noch läuft nicht alles so gut geölt wie vor vier Jahren, von der Substanz her ist man aber sogar stärker geworden.

Sturm: 5,0
Ich nenne zwei Namen, und wir kennen das Problem: Jung Hwan Ahn (MSV Duisburg) und Doo-Ri Cha (Eintracht Frankfurt). Man trifft also nicht oft genug. Ahn hat eine ganz indiskutable Saison bei Duisburg, Cha eigentlich eine gute bei Frankfurt, torgefährlich wird der aber nicht mehr in diesem Leben. Immerhin, ballgewandt und schnell sind bekanntlich beide. Etwas besser läuft es für Aussenstürmer (Südkorea bringt traditionell 5 Flügelstürmer pro Mittelstürmer heraus, das dürfte nur in Mexico ähnlich schlimm sein) Ki-Hyeon Seol von den Wolverhampton Wanderers in der zweiten englischen Liga, ein Goalgetter ist halt auch der nicht. Damit bleibt für das Sturmzentrum wohl vor allem Dong-Gook Lee (Ja, Werder-Fans, ihr dürft jetzt grinsen), derzeit bei den Pohang Steelers. In der Nationalmannscht hat Lee eigentlich immer gut gespielt, Topstürmer sehen aber anders aus. Vor diesem Hintergrund steigen die Chancen für Chu-Young Park (FC Seoul), ähnlich wie Ahn eigentlich ein sehr offensiver Mittelfeldspieler, aber so jemand wird bei Südkoreas Stürmernot sofort umfunktioniert. Wohl zurecht, Park hat zuletzt am besten getroffen. Weitere Alternativen: Kyung-Ho Chung (Gwangju Sangmu), Jae-Jin Cho (Shimizu S-Pulse, Japan) und Jo-Guk Jung (FC Seoul). Man hat damit jede Menge wuseliger, spielstarker Stürmer, die aber eher selten das Tor treffen, das Portugalsyndrom der 90er also. Bei der letzten WM hat man diesen Umstand durch viel Mittelfeldunterstützung wettmachen können, mal gucken ob das wieder gelingt.

Chancen:
Es wird ganz schön schwer werden, aber man hat in der Gruppe durchaus nicht so schlechte Chancen. Togo sollte man beherrschen, alleine schon durch die überlegene Organisation. Gegen Frankreich haben kompakte, kampfstarke Mannschaften, wie wir aus den letzten Jahren wissen, ganz hervorragende Aussichten, und die jungen Schweizer sind zwar sicherlich brillianter, werden aber von den alten südkoreanischen Hasen auf ne arge Probe gestellt werden. In der Runde danach könnte man auf Spanien treffen, den Viertelfinalgegner von 2002. Ein Duell, welches die nach Revanche dürstenden Iberer sehnlichst herbeiwünschen dürften.
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
15 Aug. 2002
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Ukraine

Im dritten Anlauf gelang die erste Qualifikation, und sie gelang mit Bravour. Als erstes europäisches Team hatte man genügend Punkte für die WM zusammen, und das in einer der stärksten Gruppen überhaupt. Türkei, Dänemark, Griechenland, alle ließ man hinter sich und bescherte so einem der größten Stürmer aller Zeiten, Andriy Shevchenko, endlich den Auftritt auf der ganz großen Bühne. Wie so oft gehen politische Befreiung mit sportlichem Erfolg Hand in Hand, und obwohl es sicher eher Zufall ist scheint sich auch endlich der ukrainische Fussball von seinen starren, taktischen Zwängen zu befreien.

Was man spielt:
Seit dem Debüt von Shevchenko spielte die Ukraine eigentlich immer denselben Fussball. Ein Gerüst aus Spielern von Dynamo Kiew ergab ein sehr biederes 4-4-2, extrem defensiv ausgerichtet, ballsicher und nur zu einem Zweck da: Lange Bälle auf Shevchenko und Rebrov, die beiden überragenden Stürmer. Damit konnte man in Europa mitspielen, Achtungserfolge erringen, aber im Endeffekt war das zu ausrechenbar um sich auch nur für ein Turnier qualifizieren zu können. In den letzten sechs Jahren hat man kontinuierlich versucht diesen Grundfehler auszumerzen, zunächst mit der zunehmenden Hereinname von Spielern von Schachtjor Donezk (Dadurch wurde man flexibler und, vor allem durch Tymoschuk, kampfstärker) und später dann denen von Dnjepr Dnjepopetrowsk, der Talentschmiede des ukrainischen Fussballs seitdem bei Kiew und Donezk die meißten Positionen mit Ausländern besetzt sind. Und so hat man inzwischen ein paar Spieler in Abwehr und Mittelfeld, die aus dem Kollektiv angenehm herausstechen. Ballsicher und technisch erste Sahne ist man sowieso, aber das war ja noch nie ein Problem in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Das Personal

Torwart: 7,5
Seit Jahr und Tag ist Olexander Shovkovskiy (Dynamo Kiew) die Nummer 1. Er war zuletzt verletzt, steht jetzt aber wieder auf dem Platz. Shovkovskiy ist der sichere Rückhalt einer eingespielten Abwehr, beste Sowjet-Torwartschule. Auch seine eher unbekannten Ersatzleute sind keine Schlechten, Maksym Startsev von Kryvas Krivoj Rog und Bohdan Shust (Schachtjor Donezk, ganz junger Mann mit Riesenpotential) dürften wohl mitfahren. Hier sind keine größeren Probleme zu erwarten.

Abwehr: 7,0
Immer mehr zum Abwehrchef während der Quali wurde ausgerechnet ein ganz junger Mann - Andriy Rusol (Dnjepr Dnjepopetrowsk), ukrainischer Spieler des Jahres 2005. Rusol ist ganz sicher der beste Abwehrspieler, den die Ukraine im letzten Jahrzehnt hervorgebracht hat. Kopfballstark, elegant, immer kampfbereit - es würde einen schon wundern wenn das kein Großer wird. Der erfahrene Serhiy Fedorov (Dynamo Kiew) wird mit ihm ein starkes Innenverteidigerduo spielen. Links davon ist der Platz von Andriy Nesmachniy, Vereinskamerad von Fedorov und auch schon lange dabei. Rechts hat sich mit Volodymyr Yezerskyi (Dnjepr, ich kürz das mal jetzt ab, weil ich schreien muss, wenn ich noch 10x Dnjepopetrowsk zu schreiben habe) ebenfalls ein alter Hase etabliert. Bis auf Rusol sind das ziemlich unspektakuläre, aber effektive Leute. Warscheinliche Ersatzleute: Oleksandr Radchenko (Dnjepr) für die Aussenpositionen, Vyacheslav Shevchuk (Schachtjor Donezk) für links, theoretisch auch im Mittelfeld sowie Vladyslav Vaschuk (Dynamo Kiew) und Oleksandr Yatsenko (FK Kharkiv) für die Zentrale. Unspektakulär, aber es wissen alle was sie machen sollen und meißtens tut man das überzeugend.

Mittelfeld: 7,0
Uneingeschränkter Chef ist hier Anatoliy Tymoschuk, der bärenstarke Kämpfer mit der blonden Mähne von Schachtjor Donezk. Seit Jahren zeigt er in der Champions League wohl die besten Leistungen aller Ukrainer, Shevchenko mal ausgenommen. Sein Partner im zentralen Mittelfeld (manchmal spielt Tymoschuk auch links) ist Oleh Husev von Dynamo Kiew. Die beiden waren in der Quali superstark, und brachten Griechen und Dänen mit ihrem angriffslustigen, harten Spiel oft zur Verzweiflung. Ganz klar, an ihnen kann man den Aufschwung in der ukrainischen Spielkultur in den letzten Jahren festmachen. Abgesichert wird man von Andriy Husin (Krylya Sowetow Samara, Russland), jedem wohl bekannt durch ein Jahrzehnt Champions League mit Dynamo Kiew und bis heute eine unverzichtbare Größe. Oder Oleh Shelayev von Dnjepr kommt hier zum Einsatz. Einen Platz auf den Aussenbahnen (warscheinlich links), hat Ruslan Rotan (Dynamo Kiew) sicher, einer um das Konterspiel, das immer noch Grundlage aller ukrainischen Bemühungen sein wird, anzutreiben. Dazu kommen dann der torgefährliche Serhiy Nazarenko (Dnjepr), mit Serhiy Shyschenko (Metalurg Zaporoschje) ein echter Offensivallrounder, dazu dann vielleicht Serhiy Serebrennikov (SC Charleroi, Belgien) fürs offensive Mittelfeld und mit Maksym Kalynychenko (Spartak Moskau) eine Alternative für rechts. Zusammen wird man typisch osteuropäischen Konterfussball auf ziemlich gutem Niveau zelebrieren.

Sturm: 8,0
Ein Gigant, ein Genie, ein Stürmer wie es in jedem Jahrzehnt nur eine handvoll gibt: Andriy Shevchenko, der größte ukrainische Fussballer seit Oleg Blochin. Ohne Schwächen. Sein Sturmpartner ist Andriy Voronin von Bayer Leverkusen, natürlich kein Sheva, aber prächtig im Zusammenspiel mit seinem großen Kollegen. Stellt sich als idealer Konterstürmer quasi von alleine auf. Andriy Vorobey (Schachtjor Donezk) ist erste Alternative, könnte auch von Beginn an spielen wenn man auf eine Taktik mit drei Stürmern setzt (Hört sich offensiver an als es ist, Voronin und Vorobei werden hier zu Aussenstürmern mit vielen Defensivaufgaben und die Mitte wird zugestellt). Vorobeis beste Zeiten sind allerdings schon ein paar Jahre her, er ist Opfer der Totalaufrüstung von Donezk mit ausländischen Stars. Oleksiy Byelik, sein Mannschaftskollege, sieht da sehr viel stärker aus, allerdings ist er einer fürs Sturmzentrum und da ist schon Shevchenko. Wird gerne irgendwann eingewechselt. Die Veteranen Serhiy Rebrov (Erlebt gerade einen späten zweiten Frühling bei Dynamo Kiew) und Oleh Venhlynskyi (AEK Athen) sind weitere Anwärter auf Stürmereinwechselplätze. Ein sehr starker Sturm mit vielen Möglichkeiten, angeführt von einer tödlichen Waffe.

Chancen:
Recht gut für einen Debütanten, da das Losglück diesmal Pate war. Spanien scheint eine Nummer zu groß, versaubeutelt aber Eröffnungsspiele gerne. Saudi-Arabien muß man einfach schlagen, so das alles auf ein Finale mit Tunesien hinausläuft. Beide Mannschaften sehe ich dabei gleichstark, Shevchenko könnte das Zünglein an der Waage sein. Im Achtelfinale könnte dann das wankende Frankreich oder die Schweiz winken, beides schwere Gegner für die Ukraine und daher wohl Endstation.
 

TALKHEAVY

W:O:A Metalgod
monochrom schrieb:
Ukraine

Im dritten Anlauf gelang die erste Qualifikation, und sie gelang mit Bravour. Als erstes europäisches Team hatte man genügend Punkte für die WM zusammen, und das in einer der stärksten Gruppen überhaupt. Türkei, Dänemark, Griechenland, alle ließ man hinter sich und bescherte so einem der größten Stürmer aller Zeiten, Andriy Shevchenko, endlich den Auftritt auf der ganz großen Bühne. Wie so oft gehen politische Befreiung mit sportlichem Erfolg Hand in Hand, und obwohl es sicher eher Zufall ist scheint sich auch endlich der ukrainische Fussball von seinen starren, taktischen Zwängen zu befreien.

Was man spielt:
Seit dem Debüt von Shevchenko spielte die Ukraine eigentlich immer denselben Fussball. Ein Gerüst aus Spielern von Dynamo Kiew ergab ein sehr biederes 4-4-2, extrem defensiv ausgerichtet, ballsicher und nur zu einem Zweck da: Lange Bälle auf Shevchenko und Rebrov, die beiden überragenden Stürmer. Damit konnte man in Europa mitspielen, Achtungserfolge erringen, aber im Endeffekt war das zu ausrechenbar um sich auch nur für ein Turnier qualifizieren zu können. In den letzten sechs Jahren hat man kontinuierlich versucht diesen Grundfehler auszumerzen, zunächst mit der zunehmenden Hereinname von Spielern von Schachtjor Donezk (Dadurch wurde man flexibler und, vor allem durch Tymoschuk, kampfstärker) und später dann denen von Dnjepr Dnjepopetrowsk, der Talentschmiede des ukrainischen Fussballs seitdem bei Kiew und Donezk die meißten Positionen mit Ausländern besetzt sind. Und so hat man inzwischen ein paar Spieler in Abwehr und Mittelfeld, die aus dem Kollektiv angenehm herausstechen. Ballsicher und technisch erste Sahne ist man sowieso, aber das war ja noch nie ein Problem in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion.

Das Personal

Torwart: 7,5
Seit Jahr und Tag ist Olexander Shovkovskiy (Dynamo Kiew) die Nummer 1. Er war zuletzt verletzt, steht jetzt aber wieder auf dem Platz. Shovkovskiy ist der sichere Rückhalt einer eingespielten Abwehr, beste Sowjet-Torwartschule. Auch seine eher unbekannten Ersatzleute sind keine Schlechten, Maksym Startsev von Kryvas Krivoj Rog und Bohdan Shust (Schachtjor Donezk, ganz junger Mann mit Riesenpotential) dürften wohl mitfahren. Hier sind keine größeren Probleme zu erwarten.

Abwehr: 7,0
Immer mehr zum Abwehrchef während der Quali wurde ausgerechnet ein ganz junger Mann - Andriy Rusol (Dnjepr Dnjepopetrowsk), ukrainischer Spieler des Jahres 2005. Rusol ist ganz sicher der beste Abwehrspieler, den die Ukraine im letzten Jahrzehnt hervorgebracht hat. Kopfballstark, elegant, immer kampfbereit - es würde einen schon wundern wenn das kein Großer wird. Der erfahrene Serhiy Fedorov (Dynamo Kiew) wird mit ihm ein starkes Innenverteidigerduo spielen. Links davon ist der Platz von Andriy Nesmachniy, Vereinskamerad von Fedorov und auch schon lange dabei. Rechts hat sich mit Volodymyr Yezerskyi (Dnjepr, ich kürz das mal jetzt ab, weil ich schreien muss, wenn ich noch 10x Dnjepopetrowsk zu schreiben habe) ebenfalls ein alter Hase etabliert. Bis auf Rusol sind das ziemlich unspektakuläre, aber effektive Leute. Warscheinliche Ersatzleute: Oleksandr Radchenko (Dnjepr) für die Aussenpositionen, Vyacheslav Shevchuk (Schachtjor Donezk) für links, theoretisch auch im Mittelfeld sowie Vladyslav Vaschuk (Dynamo Kiew) und Oleksandr Yatsenko (FK Kharkiv) für die Zentrale. Unspektakulär, aber es wissen alle was sie machen sollen und meißtens tut man das überzeugend.

Mittelfeld: 7,0
Uneingeschränkter Chef ist hier Anatoliy Tymoschuk, der bärenstarke Kämpfer mit der blonden Mähne von Schachtjor Donezk. Seit Jahren zeigt er in der Champions League wohl die besten Leistungen aller Ukrainer, Shevchenko mal ausgenommen. Sein Partner im zentralen Mittelfeld (manchmal spielt Tymoschuk auch links) ist Oleh Husev von Dynamo Kiew. Die beiden waren in der Quali superstark, und brachten Griechen und Dänen mit ihrem angriffslustigen, harten Spiel oft zur Verzweiflung. Ganz klar, an ihnen kann man den Aufschwung in der ukrainischen Spielkultur in den letzten Jahren festmachen. Abgesichert wird man von Andriy Husin (Krylya Sowetow Samara, Russland), jedem wohl bekannt durch ein Jahrzehnt Champions League mit Dynamo Kiew und bis heute eine unverzichtbare Größe. Oder Oleh Shelayev von Dnjepr kommt hier zum Einsatz. Einen Platz auf den Aussenbahnen (warscheinlich links), hat Ruslan Rotan (Dynamo Kiew) sicher, einer um das Konterspiel, das immer noch Grundlage aller ukrainischen Bemühungen sein wird, anzutreiben. Dazu kommen dann der torgefährliche Serhiy Nazarenko (Dnjepr), mit Serhiy Shyschenko (Metalurg Zaporoschje) ein echter Offensivallrounder, dazu dann vielleicht Serhiy Serebrennikov (SC Charleroi, Belgien) fürs offensive Mittelfeld und mit Maksym Kalynychenko (Spartak Moskau) eine Alternative für rechts. Zusammen wird man typisch osteuropäischen Konterfussball auf ziemlich gutem Niveau zelebrieren.

Sturm: 8,0
Ein Gigant, ein Genie, ein Stürmer wie es in jedem Jahrzehnt nur eine handvoll gibt: Andriy Shevchenko, der größte ukrainische Fussballer seit Oleg Blochin. Ohne Schwächen. Sein Sturmpartner ist Andriy Voronin von Bayer Leverkusen, natürlich kein Sheva, aber prächtig im Zusammenspiel mit seinem großen Kollegen. Stellt sich als idealer Konterstürmer quasi von alleine auf. Andriy Vorobey (Schachtjor Donezk) ist erste Alternative, könnte auch von Beginn an spielen wenn man auf eine Taktik mit drei Stürmern setzt (Hört sich offensiver an als es ist, Voronin und Vorobei werden hier zu Aussenstürmern mit vielen Defensivaufgaben und die Mitte wird zugestellt). Vorobeis beste Zeiten sind allerdings schon ein paar Jahre her, er ist Opfer der Totalaufrüstung von Donezk mit ausländischen Stars. Oleksiy Byelik, sein Mannschaftskollege, sieht da sehr viel stärker aus, allerdings ist er einer fürs Sturmzentrum und da ist schon Shevchenko. Wird gerne irgendwann eingewechselt. Die Veteranen Serhiy Rebrov (Erlebt gerade einen späten zweiten Frühling bei Dynamo Kiew) und Oleh Venhlynskyi (AEK Athen) sind weitere Anwärter auf Stürmereinwechselplätze. Ein sehr starker Sturm mit vielen Möglichkeiten, angeführt von einer tödlichen Waffe.

Chancen:
Recht gut für einen Debütanten, da das Losglück diesmal Pate war. Spanien scheint eine Nummer zu groß, versaubeutelt aber Eröffnungsspiele gerne. Saudi-Arabien muß man einfach schlagen, so das alles auf ein Finale mit Tunesien hinausläuft. Beide Mannschaften sehe ich dabei gleichstark, Shevchenko könnte das Zünglein an der Waage sein. Im Achtelfinale könnte dann das wankende Frankreich oder die Schweiz winken, beides schwere Gegner für die Ukraine und daher wohl Endstation.


Nach Auskunft von Fahnen Brinkmann sollen die Ukrainischen Flaggen zur WM mit die teuersten sein. warum weiss ich nicht.
 

TALKHEAVY

W:O:A Metalgod
monochrom schrieb:
Costa Rica

Die Mittelamerikaner feiern ihre dritte WM-Teilnahme, und sie haben einen ausgezeichneten Ruf zu verteidigen. Die Ticos warfen bei ihrem ersten Auftritt 1990 Schweden und Schottland aus dem Turnier und konnten dieses tolle Ergebnis bei der letzten WM mit einem starken dritten Platz in der Gruppe hinter Brasilien und der Türkei bestätigen. In den letzten vier Jahren hat man zunächst versucht eine neue Mannschaft aufzubauen, um nach anfänglichen Schwierigkeiten in der WM-Quali dann nach und nach fast alle alten Recken zu aktivieren. So lief es besser, und man konnte sich in der Finalrunde relativ mühelos Platz 3 hinter Mexiko und den USA sichern.

Was man spielt:
Es gibt viele Parallelen zu Paraguay und Uruguay - eigentlich sind diese Länder zu klein um mit den Titanen des lateinamerikanischen Fussballs mitzuhalten. Man tut es dennoch erfolgreich seit den Anfängen des Fussballs, und daraus ist ein enormes Selbstbewusstsein entstanden. Während Paraguay sein Selbstbewusstsein aus der Defensivstärke zieht, Uruguay seines aus der unbarmherzigen Härte, so ist es in Costa Rica die Freude am Offensivfussball. Gerade wenn es gegen Mexiko, Kolumbien oder Argentinien geht spielen die Ticos heillos offensiv, mit großer Begeisterung und einer unglaublichen Frechheit. Allerdings scheint das Team etwas zu sehr überaltert für eine WM, viele der wichtigen Akteure stehen im Herbst ihrer Karriere. Zum guten Teil kommen die Spieler von Clubs aus dem eigenen Lande, von den großen Vereinen Alajuelense, Saprissa und Herediano. Diese sind nicht zu unterschätzen und in den internationalen Wettbewerben auf Augenhöhe mit den Clubs aus Mexiko, eher stäker als die aus der USA.

Das Personal

Torwart: 5,0
Alvaro Mesen von Herediano oder Jose Porras von Saprissa. Beides sind ganz erfahrene Leute gut jenseits der dreissig und international gesehen Durchschnitt. In den Testspielen sah besonders Mesen in jüngster Zeit nicht immer glücklich aus.

Abwehr: 5,5
Hier gibt es in letzter Zeit Probleme, wobei Abwehrspieler in Costa Ricas Nationalelf es sowieso schwer haben, da man, wie schon erwähnt, gerne etwas wagemutiger spielt. Veteran Luis Marin (Alajuelense) und Gilberto Martinez (Brescia Calcio) bilden wohl die Innenverteidigung. Beide sind enorm wichtig für Costa Rica, Marin mit seiner Erfahrung und Martinez weil er seit Jahren sehhr erfolgreich gegen die besten Stürmer der Welt spielt. Leonardo Gonzalez (Herediano) ist der warscheinlichste dritte Mann, falls man mit einer Dreierkette spielen sollte, dieser kann aber auch auch als Spielzerstörer im defensiven Mittelfeld auflaufen. Die Alternative ist eine Viererkette, wobei dann entweder Martinez auf rechts rückt oder Jervis Drummond (Saprissa) zum Einsatz kommt. Zurückgekehrt ins Team ist Harold Wallace (Alajuelense), einer der Kandidaten für links. Douglas Sequeira (Real Salt Lake City), einigen Die-Hard-Fans vielleicht noch aus seiner Zeit bei Karlsruhe Ende der 90er bekannt, ist auch eher ein Mann für die rechte Seite. Pablo Chinchilla (Alajuelense) und Roy Miller (Bodö/Glimt in Norwegen) sind weitere Alternativen. Insgesamt wirkt das, wie schon bei der letzten WM, etwas anfällig, man könnte auch sagen: Für ein, zwei Gegentore ist diese Hintermannschaft immer gut.

Mittelfeld: 5,0
Hier hat man in letzter Zeit enorm viel ausprobiert, weil nicht immer alles stimmte. Nach vorne spielt man schon ganz gut, aber in der Defensivarbeit hapert es, da es ein Überangebot an Spielern gibt die glänzen wollen. Einige der nachrückenden Talente sehen sehr vielversprechend aus. Walter Centeno (Saprissa), der erfahrenste Mann im zentral/offensiven Mittelfeld, saß zuletzt immer öfter auf der Bank, und scheint seinen Stammplatz verloren zu haben. Ähnlich erging es seinen Mannschaftskollegen Alonso Solis und Steven Bryce von OFI Kreta. Damit wird das Mittelfeld der Ticos arg sphinxhaftig. Der ziemlich in die Jahre gekommene Mauricio Solis (Communicaciones in Guatemala) dürfte wohl die Fäden im defensiven Mittelfeld ziehen, Typ harter Beisser. Neben ihm in jüngster Zeit oft Cristian Badilla (Herediano), auch schon ein erfahrener Kämpe und noch etwas schneller. Carlos Hernandez (Alajuelense) ist einer der heute noch weitgehend unbekannten Spieler, die bei der WM groß rauskommen könnten. Er ist unheimlich torgefährlich und schnell, war die Neuentdeckung der WM-Qualifikation. Ähnliches, ausser der Abschnitt mit der Torgefahr, gilt auch für Cristian Bolanos (Saprissa). Carlos Castro (Alajuelense), der brilliant-schlampige Danny Fonseca (Cartagines) und der junge Randall Azofeifa (Saprissa) dürften das Mittelfeld ergänzen. Ganz schwierig einzuschätzen, da die Mannschaft in den letzten vier Jahren gerdae im Mittelfeld immer wieder ausgetauscht wurde. Man hat viele spielstarke Männer, die aber international (noch) wenig Glanz ausstrahlen. Mit eher defensiver Taktik sah man zuletzt meißt besser aus, und obwohl das gegen die Spielphilosophie geht wird man wohl eher versuchen zu kontern und mit langen Bällen die starken Stürmer einzusetzen.

Sturm: 7,5
Seit vielen Jahren das Prunkstück, und der Mannschaftsteil aus dem die meißten Stars der Ticos kommen. Nach Juan Cayasso und Hernan Medford (Der wahre Fussbalfan nickt jetzt) kamen Paolo Wanchope und Ronald Gomez, und siehe da, beide spielen noch. Beide sind nach vielen erfolgreichen Jahren in Europa und dem nahen Osten in die Heimat zurückgekehrt, und freuen sich jetzt auf die WM. Wanchope (Herediano)hatte seine große Zeit bei Manchester City und Derby, Gomez (Saprissa) bei OFI Kreta. Die alten Füchse darf man nie unterschätzen, sie treffen seit Jahr und Tag für Costa Rica, und das schon 43 bzw 23 mal. Hinter den beiden kämpft ein halbes Dutzend Spieler um die Plätze, die es auch ziemlich in sich haben. Dazu zählen Alvaro Saborio (Saprissa), geschmeidiger Flitzer der zuletzt sehr konstant traf, Froylan Ledezma (Akratitos Athen), etwas ins Hintertreffen gerückt, Winston Parks von Lokomotive Moskau, dem etwas das Etikett des ewigen Talents anheftet, oder Altmeister Rolando Fonseca von Communicaciones in Guatemala. Eine gute Auswahl an Stürmern haben die Mittelamerikaner da, am Sturm wird es also sicher nicht scheitern. Kennt man aber auch nicht anders von dieser Mannschaft.

Chancen:
Auf den ersten Blick nicht so gut wie bei den ersten beiden Malen, man scheint nicht in der ganz großen Form zu sein die Costa Rica einfach braucht um was Reissen zu können. Man ist wohl Aussenseiter in der Gruppe, rechnet sich aber zurecht gute Chancen auf Platz 2 aus. Historisch sind Spiele zwischen Costa Rica und Ecuador völlig offen, und auch diesmal scheint man sich in etwa auf einem Level zu befinden. Die Polen sind ähnlich überaltert, und wenn die Deutschen nicht ordentlich Druck ausüben dann kann auch für sie die Begegnung mit Costa Rica, wie für schon so viele, zu einem kleinen Alptraum werden.


ich erinnere mich mit Schaudern an das Spiel Frankreich - costa Rica wo die Franzmaenner 60 Minuten trotz ueberlegenem Agierens zu fast keiner Chance kamen und CR mit zwei Kontern zwei Mal trafen. ert gegen Endee der partie als sich der jet lag der CR-Spieler deutlich bemerbar machte konnte Frankreich das ueberaus interessante Spiel in der Nachspielzeit noch fuer sich gestalten. technisch sind die hervorragend.
 

Geisteskrank

W:O:A Metalmaster
17 Juli 2002
26.841
1
83
Provinz Starkenburg
(Dnjepr, ich kürz das mal jetzt ab, weil ich schreien muss, wenn ich noch 10x Dnjepopetrowsk zu schreiben habe)

*LOL*


Meine Einschätzung Südkorea: Der Heimvorteil ist weg - damit ein Großteil der Euphorie und ein Stück Einsatzwillen...der Sturm is klarerweise die Kategorie "Chancentod" vom Allerfeinsten...nicht mal Stammspieler bei der Eintracht und in Duisburg...

Park spielt bei Manchester auch nicht immer, oder? Hmm...ich sehe wenig Chancen!


Ukraine: DA bin ich sehr gespannt...ich halte alles für möglich von Viertelfinale bis Vorrunden-Aus...

Zur Fahne = Vielleicht eine Frage der Nachfrage? Wenig NF = weniger Produktion = teurere Stückkosten?
 

TALKHEAVY

W:O:A Metalgod
Geisteskrank schrieb:
*LOL*


Meine Einschätzung Südkorea: Der Heimvorteil ist weg - damit ein Großteil der Euphorie und ein Stück Einsatzwillen...der Sturm is klarerweise die Kategorie "Chancentod" vom Allerfeinsten...nicht mal Stammspieler bei der Eintracht und in Duisburg...

Park spielt bei Manchester auch nicht immer, oder? Hmm...ich sehe wenig Chancen!


Ukraine: DA bin ich sehr gespannt...ich halte alles für möglich von Viertelfinale bis Vorrunden-Aus...

Zur Fahne = Vielleicht eine Frage der Nachfrage? Wenig NF = weniger Produktion = teurere Stückkosten?


ich haette in dem Fall eher auf togo oder Elfnbeinkueste gewettet.
 

monochrom

W:O:A Metalmaster
15 Aug. 2002
15.501
4
83
54
Hamburg
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TALKHEAVY schrieb:
ich erinnere mich mit Schaudern an das Spiel Frankreich - costa Rica wo die Franzmaenner 60 Minuten trotz ueberlegenem Agierens zu fast keiner Chance kamen und CR mit zwei Kontern zwei Mal trafen. ert gegen Endee der partie als sich der jet lag der CR-Spieler deutlich bemerbar machte konnte Frankreich das ueberaus interessante Spiel in der Nachspielzeit noch fuer sich gestalten. technisch sind die hervorragend.

Technisch sind alle mittelamerikanischen Teams ganz, ganz groß. Sie haben halt nicht die Leistungsdichte an Spielern um mit der ersten Garde Nationalmannschaften mithalten zu können.