25 Jahre Kult um "Pac Man"
Das beliebte Arcade-Game wurde in Japan am 12. Mai 1980 eingeführt und soll im 20. Jahrhundert über zehn Milliarden Mal gespielt worden sein. Hersteller Namco setzt auch künftig auf den gefräßigen gelben Smiley und plant weitere Veröffentlichungen.
"Pac Man" ist 25: Das Arcade-Game des japanischen Spieleherstellers Namco wurde am 12. Mai 1980 auf den Markt gebracht und schnell fand der wandelnde Smiley zahlreiche Anhänger.
Ursprünglich hieß das Spiel "Puck Man", als 1981 aber der US-Markt erobern werden sollte, wurde der Name abgewandelt, weil man befürchtete, dass halbwüchsige Spieler schnell darauf kommen würden, worauf sich "Puck" reimt.
Für viele war "Pac Man" der Einstieg in die Welt der Videospiele, im 20. Jahrhundert wurde der Klassiker Schätzungen zufolge auf Arcade-Computern weltweit über zehn Milliarden Mal gespielt. In Japan soll der Hype um den gelben Punktefresser kurzzeitig sogar einen Engpass an Yen-Münzen ausgelöst haben.
Die Idee zu "Pac Man" kam dem Entwickler Toru Iwatani beim Abendessen: Nachdem er das erste Stück einer Pizza verspeist hatte, erinnerte ihn das verbliebene Stück an einen Kopf mit geöffnetem Mund. Daraufhin stellte er sich vor, wie dieser Kopf sich auf Fresstour durch einen Irrgarten begibt.
Dass "Pac Man" schließlich nicht im Pizza-Outfit Karriere machte, ist auf technische Einschränkungen zurückzuführen.
"Pac Man" als Gruppenspiel
Das ungelöste Level 256
Das Konzept war simpel und zur Zeit der Einführung dennoch eine technische Höchstleistung: "Pac Man" wird per Joystick durch ein Labyrinth manövriert, in dem er so viele Punkte wie möglich fressen muss, läuft dabei aber selbst Gefahr, von den Geistern Blinky, Pinky, Inky und Clyde aufgefressen zu werden.
Nur wenn der Protagonist eine Kraftpille erwischt, kann er für kurze Zeit auch den Geistern gefährlich werden. Sind alle Punkte aufgefressen, gelangt er in den nächsten Level, dabei steigt die Spielgeschwindigkeit.
256 Level kann der Spieler durchlaufen, die Frage, ob Level 256 aber überhaupt durchgespielt werden kann, ist bis heute ungelöst. Dieser verfügt nämlich über einen zweigeteilten Screen: Auf der linken Seite ist das Labyrinth, rechts findet sich eine zusammenhanglose Abfolge von Zahlen und Symbolen.
1982 glaubte ein achtjähriger Junge, Level 256 beendet zu haben und meldete einen Punktestand von 6.131.940 Punkten. Er erhielt daraufhin einen Glückwunschbrief von Präsident Ronald Reagan, beweisen konnte er seinen Rekord jedoch nicht.
Der Kult hört nicht auf
"Pac-Man" hielt auch Einzug auf Spielkonsolen und PCs. Das 1999 veröffentlichte "Pac Man World" und im Jahr 2002 folgende "Pac Man World 2" verkauften sich jeweils über eine Million Mal. Für dieses Jahr hat der Hersteller Namco vier weitere Spiele rund um "Pac Man" angekündigt, auch für Sonys PSP sind entprechende Games bereits in Entwicklung.
Der Kult um "Pac Man" zog auch eine Reihe von Merchandisingartikeln mit sich: Von Sammelkarten über Brettspiele bis hin zu entsprechenden Frühstückscerealien wurde den Fans des Retro-Games im Laufe der Jahre so ziemlich alles geboten.
Letztes Jahr verwandelten Fans ihr Idol gar in Fleisch und Blut: Im Analogspiel "Pac-Manhattan" machte sich dabei ein als "Pac Man" eingekleideter Spieler in den Straßen New Yorks auf die Jagd nach imaginären Punkten, verfolgt von Inky, Blinky, Pinky and Clyde.
Die vier realen Geister und "Pac-Man" standen dabei permanent in Kontakt mit einem fünfköpfigen Controllerteam, das sie steuerte.