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Hurrabärchi

nur zum Pöbeln hier
Oct 9, 2012
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Um es mal ganz plump zu sagen: Entlastet wird genau eine Bevölkerungsgruppe, nämlich junge gesunde Menschen, die einem typischen Mittelständlerjob nachgehen und im Speckgürtel einer Stadt leben; sprich der Wählerschaft der beiden "kleinen" Koalitionspartner. Auch wenn sie in finanzieller Hinsicht einen Löwenanteil an Steuern und Sozialabgaben leisten, haben sie es ehrlich gesagt eigentlich gar nicht nötig. Das ist ein bisschen teure Bauchpinselei, die mit dem Tankrabattdesaster dazu noch ordentlich in die Hose gegangen ist.
Das ganze ist in einem Land, in dem das Gesundheits- und Pflegesystem häufig nach denselben betriebswirtschaftlichen Kriterien wie ein Autobauer betrieben wird, im Bildungssystem hinten und vorne Gelder und Personal fehlen und der Gipfel der Inklusion ein Handlauf an einer öffentlichen Treppe ist, schon zynisch.
 

Beckz

W:O:A Metalmaster
Sep 25, 2012
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Ich wüsste nicht wo ich es die nächsten 3 Monate benötige bzw nutzen könnte.
Ich kann da deinen Unmut komplett nachvollziehen. Aufm Dorf ist die Anbindung desaströs, kenn ich selber aus meiner Heimat. Wird Zeit dass der ÖPNV stärker ausgebaut wird, das ist die Zukunft.
 

The_Demon

W:O:A Metalmaster
Mar 29, 2017
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Thüringen
Ich kann da deinen Unmut komplett nachvollziehen. Aufm Dorf ist die Anbindung desaströs, kenn ich selber aus meiner Heimat. Wird Zeit dass der ÖPNV stärker ausgebaut wird, das ist die Zukunft.
Naja was heißt Unmut. Es war klar, dass uns das nichts bringt.
 

Hex

W:O:A Metalgod
Mar 4, 2004
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Um es mal ganz plump zu sagen: Entlastet wird genau eine Bevölkerungsgruppe, nämlich junge gesunde Menschen, die einem typischen Mittelständlerjob nachgehen und im Speckgürtel einer Stadt leben; sprich der Wählerschaft der beiden "kleinen" Koalitionspartner. Auch wenn sie in finanzieller Hinsicht einen Löwenanteil an Steuern und Sozialabgaben leisten, haben sie es ehrlich gesagt eigentlich gar nicht nötig. Das ist ein bisschen teure Bauchpinselei, die mit dem Tankrabattdesaster dazu noch ordentlich in die Hose gegangen ist.
Das ganze ist in einem Land, in dem das Gesundheits- und Pflegesystem häufig nach denselben betriebswirtschaftlichen Kriterien wie ein Autobauer betrieben wird, im Bildungssystem hinten und vorne Gelder und Personal fehlen und der Gipfel der Inklusion ein Handlauf an einer öffentlichen Treppe ist, schon zynisch.
!!!
 

saroman

W:O:A Metalmaster
Aug 7, 2013
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Am falschen Isar-Ufer
Ich kann da deinen Unmut komplett nachvollziehen. Aufm Dorf ist die Anbindung desaströs, kenn ich selber aus meiner Heimat. Wird Zeit dass der ÖPNV stärker ausgebaut wird, das ist die Zukunft.
Ausbau ist das eine. Muss dann aber auch erschwinglich sein. Ich wohn jetzt ja in ner Gegend, die da im Prinzip gut ausgestattet ist. Wobei ich beispielsweise in die Arbeit mit Rad oder Auto ca. 15min von Tür zu Tür brauch, öffentlich mind. 35 und zu Fuß 45-50. Ganz ehrlich, da überlegt man sich auch 3x, ob man sich das antut. Und als jemand, der den ÖPNV halt nicht täglich braucht (aus oben beschriebenen Gründen), ist er bei uns einfach unverhältnismäßig teuer. Da komm ich oft selbst mit aktuellen Spritpreisen mim Auto meist günstiger. 60€ für ein Monatsticket müssen sich halt erst mal lohnen. Würds die Hälfte kosten, hätte ich vermutlich einfach ein Abo, aber so wägt man schon sehr genau ab, ob sich das den Monat lohnt oder nicht.
 
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Blake

Schnucki
Aug 5, 2014
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Rheinhessen
Wieso sollte es undemokratisch sein, wenn Unternehmen, die durch eine Krise viele Gewinne durch die Gemeinschaft einfahren, die auch wieder ein wenig an selbige ausbezahlen?
Für mich macht es einen Unterschied, ob sich jemand an einer Krise unnötig bereichert, oder einfach mehr Gewinn macht.
Dräger hat z.B. durch Corona plötzlich viel mehr Beatmungsgerät verkauft und dementsprechend durch die Krise erstmal gewonnen. Soll man jetzt Dräger etwa extra besteuern, nur weil ihr Produkt durch die Corona-Krise viel häufiger verkauft wurde? In meinen Augen nicht, solange der Preis des Produktes nicht unnötig erhöht wurde.
Der Spritpreis setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen und wenn man am Ende beweisen kann, dass die Ölkonzerne ihre Marge erhöht haben, dann haben die sich unnötig bereichert und sollten dementsprechend auch in irgendeiner Art und Weise belangt werden. Aber eigentlich sollte in so einem Fall das Kartellamt eingreifen.
 
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Hirnschlacht

Moderator
May 14, 2007
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Oumpfgard
Um es mal ganz plump zu sagen: Entlastet wird genau eine Bevölkerungsgruppe, nämlich junge gesunde Menschen, die einem typischen Mittelständlerjob nachgehen und im Speckgürtel einer Stadt leben; sprich der Wählerschaft der beiden "kleinen" Koalitionspartner. Auch wenn sie in finanzieller Hinsicht einen Löwenanteil an Steuern und Sozialabgaben leisten, haben sie es ehrlich gesagt eigentlich gar nicht nötig. Das ist ein bisschen teure Bauchpinselei, die mit dem Tankrabattdesaster dazu noch ordentlich in die Hose gegangen ist.
Das ganze ist in einem Land, in dem das Gesundheits- und Pflegesystem häufig nach denselben betriebswirtschaftlichen Kriterien wie ein Autobauer betrieben wird, im Bildungssystem hinten und vorne Gelder und Personal fehlen und der Gipfel der Inklusion ein Handlauf an einer öffentlichen Treppe ist, schon zynisch.
Sry, aber das ist doch wirklich sehr kurz gedacht. Wieso betrifft das nur junge Menschen? Jeder Mensch mit einer Monatskarte hat einen Vorteil davon. Das sind junge, ältere und auch viele irgendwie Beeinträchtigte, oder Kranke. Und auch nicht jedes Dorf ist komplett vom ÖPNV abgeschnitten. Das sind ansonsten auch junge Familien und allein erziehende, die sich über jeden gesparten Euro freuen. Auch ältere, irgendwie beeinträchtigte Menschen nutzen den ÖPNV. Die einzigen, denen es nicht viel bringt, sind offenbar Hartz-4 Empfänger...

Was soll am Rest aber zynisch sein? Das die Bahnen maßlos überfüllt sind, wenn sie bezahlbar wären, zeigt doch eher noch wie dringend da Nachholbedarf ist.
 

Hirnschlacht

Moderator
May 14, 2007
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Oumpfgard
Für mich macht es einen Unterschied, ob sich jemand an einer Krise unnötig bereichert, oder einfach mehr Gewinn macht.
Dräger hat z.B. durch Corona plötzlich viel mehr Beatmungsgerät verkauft und dementsprechend durch die Krise erstmal gewonnen. Soll man jetzt Dräger etwa extra besteuern, nur weil ihr Produkt durch die Corona-Krise viel häufiger verkauft wurde? In meinen Augen nicht, solange der Preis des Produktes nicht unnötig erhöht wurde.
Der Spritpreis setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen und wenn man am Ende beweisen kann, dass die Ölkonzerne ihre Marge erhöht haben, dann haben die sich unnötig bereichert und sollten dementsprechend auch in irgendeiner Art und Weise belangt werden. Aber eigentlich sollte in so einem Fall das Kartellamt eingreifen.
Was wäre denn aber so undemokratisch daran, wenn mehr Gewinn auch mit mehr sozialer Verantwortung verbunden wird?

Wir diskutieren immerhin gerade wieder darüber, wie gut es doch offenbar für jüngere Leute wäre, wenn sie der Gesellschaft ein soziales Jahr zur Verfügung stellen.
 

giftjuwel

W:O:A Metalhead
Jul 9, 2019
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Fuchsloch
Is die Logik also wie bei einem Rabattcoupon zu betrachten, wer Geld ausgibt wird entlastet? Beim Hartz IV Empfänger dann eben das zuständige zahlende Amt und seine Börse ist so nicht entlastet? Dann muss die Entlastung eben über eine 3 monatige Sonderzahlung der Differenz erfolgen. Diese sollten dann fairerweise aber alle bekommen und nicht nur die, die das Ticket benötigen, denn sonst ist es keine Entlastung für alle mehr.
Diese kann immerhin teilweise durch die Ersparnis des Amtes am 9€ Ticket finanziert werden. Das muss ja dort dann übrig wenn es die Rückzahlung wirklich fordern sollte.
 
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Blake

Schnucki
Aug 5, 2014
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Rheinhessen
Was wäre denn aber so undemokratisch daran, wenn mehr Gewinn auch mit mehr sozialer Verantwortung verbunden wird?

Wir diskutieren immerhin gerade wieder darüber, wie gut es doch offenbar für jüngere Leute wäre, wenn sie der Gesellschaft ein soziales Jahr zur Verfügung stellen.
Man zahlt doch automatisch mehr Steuern durch den größeren Gewinn.
Hier geht es aber um eine extra Steuer und nur weil die Konjunktur für ein spezielles Unternehmen gerade günstig ist, sollte es nicht extra belastet werden.
Ich kann mir bei dem Beispiel Dräger zum Beispiel vorstellen, dass sie erstmal weniger Beatmungsgeräte verkaufen, weil jeder erstmal ein neues Gerät besitzt.
Wenn so eine populistische Steuer gefordert wird, dann muss man auch unterscheiden zwischen Gewinn, einfach weil mehr Gewinn durch mehr Marge.
 
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giftjuwel

W:O:A Metalhead
Jul 9, 2019
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Fuchsloch
Ne kann ich nicht. 😅

Wie bzw wann komm ich denn wieder nach Hause? Glaub mir, in manchen Dörfern ist das nicht möglich.
Ich glaube es war gemeint das unsereins nur zum nächsten Ort mit Bahnhof fahren müsste und dann weiter mit dem Zug aber ich weiß was du meinst, wann geht denn der letzte Zug in die regionale Kleinstadt mit Bahnhof...da muss man das Konzert ab der Halbzeit verlassen um noch heim zu kommen oder bis zum ersten Morgenzug durchfeiern. Ich fahr schon über 20km um an einen Bahnhof mit besseren Zeiten zu gelangen, würde ich über 40km fahren dann wäre es sogar mit Taktung durch die ganze Nacht aber huch...da bin ich ja dann eh schon fast nach München gefahren. Führt das ganze dann ad absurdum.
 
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Alkrocker

W:O:A Metalmaster
Jul 19, 2019
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Man kann nicht nur eine Maßnahme aus dem Paket raus nehmen und sagen, es werden ja nicht alle entlastet.
auch wird niemand entlastet was die erhöhten Lebensmittel Preise angeht. Sondern geht es um eine Entlastung für die gestiegenen Energie Preise. Dafür gibt es einmal das 9€ Ticket welches hauptsächlich die Leute in Bereichen mit gutem OPNV hilft und die Steuersenkung auf Benzin und Diesel für die anderen, welche leider gerade verpufft. Das Energiegeld gibt es ja auch noch, was aber auch für die aller wenigsten ansatzweise die Steigerung der Heizkosten kompensiert.
Ob aufgrund der Inflation der Satz angepasst werden muss ist aber eine ganz andere Diskussion. Da aber ein ALG2 Empfänger nicht durch die höheren Energie direkt belastet werden, wir Sava ja erklärt hat. Sehe ich hier auch keine Grund zur Entlastung.
 
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