Und was ich so mitbekomme (nicht nur aus Funk und Medien) gibt es ja mittlerweile viele die genau diese Punkte kritisieren:
Extreme Kommerzialisierung ("Sellout"-Vorwurf): Der Verkauf von Anteilen an den US-Finanzinvestor KKR & Co. hat den Eindruck verstĂ€rkt, dass Profit zunehmend vor dem ursprĂŒnglichen Metal-Spirit steht. Es wird bemĂ€ngelt, dass das familiĂ€re Flair einem "VIP-Wahn" weicht.
Hohe Kosten (Abzocke-Vorwurf): Ticketpreise von ĂŒber 300 Euro, teures Essen/GetrĂ€nke und zusĂ€tzliche Kosten fĂŒr spezielle Camping-ZugĂ€nge (Car/Camper Access PĂ€sse) fĂŒhren zu Unmut. Das Festival wird von einigen als "Event fĂŒr Besserverdienende" wahrgenommen.
Hardcore-Metal-Fans (zu denen ich mich jetzt nicht zĂ€hlen wĂŒrde) kritisieren, dass das Festival zu einem "Event" fĂŒr Party-Touristen geworden ist, die weniger an der Musik als am "Karneval im Schlamm" interessiert sind.
Line-up Kritik: Einigen Fans ist das Line-up mittlerweile zu "mainstreamig". Es wird bemĂ€ngelt, dass weniger echte "Perlen" gebucht werden und stattdessen hĂ€ufig dieselben groĂen Bands auftreten.
Superstruct und besonders KKR kann und sollte man kritisieren, ja.
Aber die Kommerzialisierung ist auch spĂ€testens seit dem 2000er Jahren, allerspĂ€testens Ende der 2000er Jahre in vollen Gange und nichts neues. Zumindest war die anstrengenden und unnötigen ist es dann seit dem auch wieder besser geworden. Ist aber natĂŒrlich nichts neues.
Und ja, gĂŒnstig sind groĂe Festivals spĂ€testens seit Corona und Ukraine nicht mehr. Festivals haben in fast allen Bereichen auch mit Preissteigerungen zu arbeiten.
Die "Hardcore Metal Fans" sind aber schon in den 90er oder spĂ€testens Anfang der 2000er verschwunden. Und das Party Volk war Ende der 2000er auch deutlich anstrengender. Gerade bei dem was sie Woche Wacken in Summe kostet, lohnt sich das fĂŒr viele nur wenn man auch Bands guckt.
Ich denke bei 2 schlimmen Jahren, einem auch nur so mittel und einen guten Jahr in vier Jahren, sinkt halt bei vielen, gerade Stammbesuchern, die Motivation. So ist es zum Beispiel bei uns bei sehr vielen. Dazu das tlw schwache Handling und die schlechte bzw nicht vorhandene Kommunikation ist definitiv auch Kritik wĂŒrdig.
Die mich ist auch der sehr spĂ€te Time Table von 2025 im Kopf geblieben, da ich bei sovielen Bands schon gerne 4-6 Wochen vorher puzzeln wĂŒrde.
Und fĂŒr mich persönlich, dass einfach viel zu wenig "jawoll"-Bands fĂŒr mich dabei sind. Bekomme ich die Tage rum und sehr gute Bands? Klar. Aber wĂŒrde schon gerne mehr Band sehen die ich richtig richtig geil finde und nicht schon x-mal gesehen habe. Dabei muss ich sagen objektiv ist das LineUp schon gut.
smi