Wacken Open Air launcht das W:O:A METAL MASTERS

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\m/Pizzajunkie\m/

W:O:A Metalmaster
4 Jan. 2009
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Bin mir relativ, bei Ozean (auch wenn es heute dafür den Begriff "Weltmeer" gibt) ganz sicher, dass es vor diesen aus anderen Sprachen übernommenen Begriffen keinerlei deutsche Begriffe dafür gab.

Keine Ahnung, ich bin erst 18, vielleicht gibt es hier Ältere, die mehr Ahnung als ich haben.:D

Aber im Idealfall wird ja der Jugendliche erwachsen und nicht der Erwachsene jugendlich, nech? Warum sollte es bei der Sprache anders sein? Oder anders gesagt: welchen 50-Jährigen kennst du, dessen Vokabular sich heute noch zum Großteil aus dem zusammensetzt, was in seiner Jugend als "Jugendsprache" durchging? ;) (Schade, mir fällt grad kein erheiterndes Beispiel für Jugendsprahce der 60er/70er ein, da gibt es so viele urkomische Begriffe... :D )

Das halte ich in dem Fall für dumm. Das würde z.B. gleichzeitig bedeuten, den Genitiv nicht mehr zu benutzen oder lauter "weil"-Sätze mit verkehrter Wortstellung zu verwenden, also ganz klare Fehler zu übernehmen. Und auch Anglizismen würden dir in der Deutschklausur (aus gutem Grund) angestrichen.

Zu den Älteren: Dann hat er sich ja irgendwie doch auch der Zeit angepasst oder jedenfalls mit ihr weiterentwickelt, wenn auch nicht ganz extrem, sonst würde er ja noch wie damals reden. :D
Nun ja, guck dir Texte von Goethe oder so an, viele Satzkonstruktionen oder Grammatik kommt in unserer heutigen Sprache auch nicht mehr vor und erscheint uns komisch. In 100 Jahren wird man sich wohl wundern, wie wir so sprechen konnten, wie du und ich hier kommunizieren, und werden ihren Sprechstil als Normalität betrachten, schätze ich mal.
Ich würde es weiterhin nicht als "Sprachverfall", sondern halt als "Sprachänderung" bezeichnen. In unseren Augen total falsch, aber in einigen Jahrzehnten/Jahrhunderten wahrscheinlich total normal.
Und ich bezweifle, dass Goethe uns beide vollkommen verstehen würde. :D

Ich gehe ja auch nicht demonstrieren, aber ich benutze Anglizismen in einem vernünftigen Rahmen (ganz kann sich wohl niemand davon freisprechen) und weise Leute mit übermäßigem gebrauch gern mal darauf hin, wie bescheuert sie klingen. Womit wir wieder beim Ausgangspunkt der Diskussion wären.

Ich als Verteidiger eines gewissen "Spracherhalts" bin 22. Es wird also vermutlich noch eine Weile dauern bis ich "wegsterbe". So wird sich dieser Mist also nicht so leicht etablieren. ;)

Nun ja, wie gesagt, die übertriebene Verwendung an Anglizismen finde ich als 18-Jähriger auch bescheuert, aber wie gesagt, Teile unserer Generation und die noch lebenden Generationen vor uns tun das, aber ich denke, in 100 Jahren wird das alles ziemlich normal sein für die dann lebenden Menschen, wenn auch mit Grammatik, die wir heutzutage als total falsch ansehen.
 

\m/Pizzajunkie\m/

W:O:A Metalmaster
4 Jan. 2009
6.257
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Abgesehen davon: Französisch war früher im 17. und 18. Jahrhundert auch ziemlich populär in Deutschland, viele sprachen nur noch franzözisch oder verwendeten franzözische Wörter in ihrer deutschen Sprache. Ähnliches mit Latein als Wissenschaftssprache für eine Zeit lang.

Und bis auf wenige Wörter sind die meisten Sachen auch wieder verschwunden, vielleicht ist es mit Englisch ähnlich, dass dieser Hype (verdammt, englisches Wort xD) irgendwann aufhören wird.

Und als nächstes kommt Chinesisch! xD
 

evilCursor

W:O:A Metalhead
17 Juni 2009
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Das halte ich in dem Fall für dumm. Das würde z.B. gleichzeitig bedeuten, den Genitiv nicht mehr zu benutzen oder lauter "weil"-Sätze mit verkehrter Wortstellung zu verwenden, also ganz klare Fehler zu übernehmen. Und auch Anglizismen würden dir in der Deutschklausur (aus gutem Grund) angestrichen.

Nunja, Sprache wandelt sich und auch von der Mehrheit verwendete grammatikalische Strukturen und Begriffe werden mit einer gewissen Verzögerung in die formell "richtige" Sprache aufgenommen. Wobei du Recht hast dass es Texte gibt (wie z.B. Klausuren und viele andere), die den aktuellen Regeln von formellem Sprachgebrauch unterliegen. Deshalb sollte man in jedem Fall den aktuell "richtigen" Sprachgebrauch beherrschen (ändert sich ja auch nur sehr langsam).

"Umgangssprache" oder "Neudeutsch"/Angliszismen sind nicht zuletzt Ausdruck der Distanz von dieser förmlicheren Ebene. Der Sprecher/Schreiber versucht immer sich dem Sprachgebrauch derjenigen anzupassen, an die er sich wendet. (Was in den News anscheinend häufiger mal scheitert)
 

Eliael

W:O:A Metalmaster
Abgesehen davon: Französisch war früher im 17. und 18. Jahrhundert auch ziemlich populär in Deutschland, viele sprachen nur noch franzözisch oder verwendeten franzözische Wörter in ihrer deutschen Sprache. Ähnliches mit Latein als Wissenschaftssprache für eine Zeit lang.

Und bis auf wenige Wörter sind die meisten Sachen auch wieder verschwunden, vielleicht ist es mit Englisch ähnlich, dass dieser Hype (verdammt, englisches Wort xD) irgendwann aufhören wird.

Und als nächstes kommt Chinesisch! xD

17., 18. und 19. Jhdt...und auch noch Anfang 20.

Und tatsächlich haben wir viele Worte aus genau dieser Zeit übernommen, aber eingedeutscht. Nur, was man übersieht, damals hat man sich genauso aufgeregt.

Und ND hat bei den drei Begriffen Recht:

Fenster -> lat. fenestra. Diesen Begriff gabs hier nicht. Weils das Fenster hier nich gab. :D
 

miarhpe

Member
1 Sep. 2009
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Oldenburg
Seht euch "Idiocracy" an und ihr wisst wo sprachen in 500 Jahren sind, wenn wir nicht aufpassen, wie wir damit umgehen. Naja, der Film spielt eigentlich auf die allgemeine Verblödung der Gesellschaft ab, aber dazu gehört auch die Sprache. Anglizismen machen an vielen Stellen wenig und an manchen Stellen viel Sinn. Aber im Grunde finde ich das Problem der Vernachlässigung der Grammatik deutlich schlimmer als die Anglizismen. Obwohl der Grund für diese Diskussion doch schon ein ziemlich unnötiger Anglizismus war.
 

Seatiger

W:O:A Metalmaster
1 Dez. 2008
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Stimmt. :) Vertragt euch alle und sagt gar nichts. :) Lasst uns das Forum stilllegen, denn Diskussionen sind schließlich nicht der Sinn eines Forums. :) Gutmenschen über alles.:)