Stromerzeuger auf dem Campground und der "Metal4nature" Gedanke

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pillchen

Member
6 Juli 2015
40
8
53
Elbregion
Moin!
In Zeiten von Dieselgate und einem allgemein wachsenden Trend, Verbrennungsmotoren in Frage zu stellen, kann ich mittlerweile den ausufernden Gebrauch von geschätzt Hunderten solcher Aggregate auf dem Campground in keiner Form mehr nachvollziehen. Die in der Campingordnung angedachte Beschränkung des Betriebes bis 0:00h war ohnehin eine Farce, div. Aggregate wurden heute (SA) nach dem Ende des letzten Konzertes einfach wieder angeschmissen, und zwar morgens um 4h...
Das ist die nervende Geräuschseite...
Noch nerviger ist die Ressourcenvergeudung, egal ob die Dinger nun max. 2500 W leisten, oder nur 1000 W, in dem meisten Fällen wird lediglich 1 Kühlschrank (zur Ausmusterung) und 1 Ghettoblaster oder Ähnliches damit betrieben, manchmal auch noch ne LED-Lichterkette.
Die 3 Dinge zusammen konsumieren max. 300 W, der Rest der Leistung verpufft in Form von Abgasen.
Um Getränke für die Dauer von 5 Tagen kühl (<8°C) zu halten, gibt es längst brauchbare gut isolierte Kühlboxen mit Kühlakkus, die das ohne externe Stromversorgung packen. Im Bereich der Musikdosen gibts auch schon so allerlei, was gut klingt, laut ist und von austauschbaren per Micro-usb angekoppelten Akku-packs geladen werden kann. Gleiches gilt für LED-Lampen.

Die benzinbetriebenen Stromerzeuger sind ein Anachronismus, deren Zulässigkeit auf künftigen Festivals aufgehoben werden sollte.
Ferner erhöhen die zahlreichen Benzinkanister ohnehin das Brandrisiko und das sollte möglichst minimiert werden, sicherlich auch eine aktuelle Forderung für zukünftiges Campen auf recht engem Raum.
 

Llares

Member
5 Aug. 2012
59
7
53
Fand die Generatoren für die Lichtmasten äußerst nervig. Wesentlich lauter als die kleinen privaten. War dem schlaf auf R2 nicht sonderlich zuträglich. Und dann kaufen die auch noch bis sieben Uhr, obwohl es schon seit 2 Stunden hell ist.
 

b3nE

W:O:A Metalhead
7 Juli 2009
1.207
194
88
Noch nerviger ist die Ressourcenvergeudung, egal ob die Dinger nun max. 2500 W leisten, oder nur 1000 W, in dem meisten Fällen wird lediglich 1 Kühlschrank (zur Ausmusterung) und 1 Ghettoblaster oder Ähnliches damit betrieben, manchmal auch noch ne LED-Lichterkette.
Die 3 Dinge zusammen konsumieren max. 300 W, der Rest der Leistung verpufft in Form von Abgasen.
Um Getränke für die Dauer von 5 Tagen kühl (<8°C) zu halten, gibt es längst brauchbare gut isolierte Kühlboxen mit Kühlakkus, die das ohne externe Stromversorgung packen. Im Bereich der Musikdosen gibts auch schon so allerlei, was gut klingt, laut ist und von austauschbaren per Micro-usb angekoppelten Akku-packs geladen werden kann. Gleiches gilt für LED-Lampen.

Und die Energie mit denen die Kühlakkus abgekühlt wurden und die Powerbanks geladen wurden, wurde aus Luft und Liebe erzeugt.

Lärm oder Abgase könnte ich noch als Argumente nachvollziehen aber zu sagen es sein Energieverschwendung, und gleichzeit verlangen vorher erzeugte und gespeicherte Energie als alternative zu verwenden ist mehr als nur kurzsichtig
 

SAVA

W:O:A Metalgod
4 Aug. 2014
61.988
35.995
168
Hansestadt
Gibt's hier keine Ingenieure, die ein geräuschloses Stromerzeugungsgerät erfinden, dass mit Schlapp oder wahlweise mit Stau betrieben wird?o_O:o
 

Mörv

W:O:A Metalmaster
8 Mai 2007
29.047
1.665
128
30
Ich wollte mir eigentlich für nächstes Jahr so ein teil kaufen :D
 

pillchen

Member
6 Juli 2015
40
8
53
Elbregion
aber zu sagen es sein Energieverschwendung, und gleichzeit verlangen vorher erzeugte und gespeicherte Energie als alternative zu verwenden ist mehr als nur kurzsichtig

Moin,
ein wenig Kenntnis über das Leistungsspektrum solcher Aggregate würde nicht schaden...

Wenn die Dinger angerissen werden laufen die, bzw. der Benzinmotor und ggf. dreht der Generator im Leerlauf mit, wenn z.B. der angeschlossene Kühlschrank grade nicht läuft, weil der Thermostat kein Kühlungsbedarf feststellt. Der Kühlschrank läuft, um die Temperatur konstant zu halten, sozusagen "getaktet". Der Stromerzeuger brummt hingegen durch und verbraucht.. ja genau, Benzin für nichts...
Ferner erzeugt das Aggregat rel. drehzahlunabhängig ein Minimum an (nicht benötigter) Leistung, was ohnehin nicht benötigt wird.
Die meisten der Geräte sind Baumarktqualität und fern jeder intelligenten Regelung (Inverter), die z.B. eine automatische Drehzahlregelung und / oder ein Autostart erst bei Leistungsanforderung in sich beherbergen. Aber bei 100-200 EUR für so ein Gerät kann man nix Gescheites erwarten.

Die aufgedruckten Lärmgrenzwerte sind ohnehin ein Witz, das Rasseln der Kette zur Diebstahlsicherung steigert das Lärmniveau unnötig.
Wie gesagt 85dbA ist das Maximum ...
Die Leuchtmasten mit den Stromerzeugern erfüllen diese Anforderung, lediglich die Ein- und Ausschaltzeiten könnten den tatsächlichen Tageszeiten besser angepaßt sein, das würde auch Sprit sparen..

aus dem Festival ABC:
  • Maximal 2kW Ausgangsleistung.
  • Pro Fahrzeug dürfen max. 5l Sprit in entsprechendem Kanister mitgeführt werden.
  • Außerdem sollte ein Feuerlöscher für den Notfall bereitstehen.
In der Zeit zwischen Mitternacht (24:00 Uhr) und dem nächsten Morgen (09:00 Uhr) sind die Aggregate zur Vermeidung von Ruhestörungen abzustellen.

Punkt 1 ist völlig oversized, 800W reichen...
Punkt 2: ich habe flächendeckend nur 20l Kanister im Einsatz gesehen..
Punkt 3: Feuerlöscher sah ich keine parat stehen... (gab es dieses Jahr nicht sogar einen Zwischenfall mit einem Brand?)
Punkt 4: Die nächtl. Betriebsruhe war eine Farce...

Wenn die Dinger weiterhin erlaubt bleiben sollen, dann nur solche, die den Anforderungen hinsichtlich Lärm, maximaler Leistung und ferner im Betrieb dann entsprechend durch die Security-Stewards entsprechend mit beaufsichtigt werden. Das betrifft dann auch Feuerlöscher (die Pflicht werden sollten) und die Einhaltung der Ruhezeiten.
 
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Quark

Der Beste
19 Juli 2004
98.951
3.348
170
Best, Nederland. Jetzt Belgien
Moin,
ein wenig Kenntnis über das Leistungsspektrum solcher Aggregate würde nicht schaden...

Wenn die Dinger angerissen werden laufen die, bzw. der Benzinmotor und ggf. dreht der Generator im Leerlauf mit, wenn z.B. der angeschlossene Kühlschrank grade nicht läuft, weil der Thermostat kein Kühlungsbedarf feststellt. Der Kühlschrank läuft, um die Temperatur konstant zu halten, sozusagen "getaktet". Der Stromerzeuger brummt hingegen durch und verbraucht.. ja genau, Benzin für nichts...
Ferner erzeugt das Aggregat rel. drehzahlunabhängig ein Minimum an (nicht benötigter) Leistung, was ohnehin nicht benötigt wird.
Die meisten der Geräte sind Baumarktqualität und fern jeder intelligenten Regelung (Inverter), die z.B. eine automatische Drehzahlregelung und / oder ein Autostart erst bei Leistungsanforderung in sich beherbergen. Aber bei 100-200 EUR für so ein Gerät kann man nix Gescheites erwarten.

Die aufgedruckten Lärmgrenzwerte sind ohnehin ein Witz, das Rasseln der Kette zur Diebstahlsicherung steigert das Lärmniveau unnötig.
Wie gesagt 85dbA ist das Maximum ...
Die Leuchtmasten mit den Stromerzeugern erfüllen diese Anforderung, lediglich die Ein- und Ausschaltzeiten könnten den tatsächlichen Tageszeiten besser angepaßt sein, das würde auch Sprit sparen..

aus dem Festival ABC:


Punkt 1 ist völlig oversized, 800W reichen...
Punkt 2: ich habe flächendeckend nur 20l Kanister im Einsatz gesehen..
Punkt 3: Feuerlöscher sah ich keine parat stehen... (gab es dieses Jahr nicht sogar einen Zwischenfall mit einem Brand?)
Punkt 4: Die nächtl. Betriebsruhe war eine Farce...

Wenn die Dinger weiterhin erlaubt bleiben sollen, dann nur solche, die den Anforderungen hinsichtlich Lärm, maximaler Leistung und ferner im Betrieb dann entsprechend durch die Security-Stewards entsprechend mit beaufsichtigt werden. Das betrifft dann auch Feuerlöscher (die Pflicht werden sollten) und die Einhaltung der Ruhezeiten.
Der Brand war in einem WoMo, und war durch 'nen Kabelbruch.
Und bei dem Benzinumfall ging's um statische Energie. Das hätte also jedem passieren können. (ja, ich hab die Polizeiberichten gelesen)