nur weil ihr hier grade das schulsystem inzwischen in aller breite durchkaut auch mein senf dazu.
in der grundschule durfte ich in vielen fächern den anderen helfen (v.a. Mathe), da meine klasse damals nicht mit dem tempo mitkam in dem ich die aufgaben gelöst habe und der lehrer auch irgendwann keine "extra"-aufgaben mehr für mich hatte. ab ende der driten klasse hatte ich dann einen starken leistungseinbruch, weil ich den unterricht nicht mehr verfolgt habe.
trotzdem wurde ich dann für das gymnasium vorgeschlagen (bzw. meine eltern von den lehrern überzeugt mich dahin zu schicken, sie wollten eigentlich lieber, daß ich die realschule besuche). nachdem ich auf das gymnasium kam steigerten sich meine leistungen dann sehr schnell wieder. als die klasse dann auch wieder zu langsam wurde brach meine leistungsbereritschaft schließlich völlig zusammen. und letztendlich habe ich mein abi mit 10-15 minuten lernerei gemacht. die hätte ich mir auch sparen können, denn besser als 3,7 wurde es auch nicht.
die schuld an meinem schulischem versagen trägt unter anderem neben meinen eltern und mir auch unser schulsystem in dem der einzelne sich zu sehr der klasse anpassen muss. und wenn die klassen noch länger in gleicher zusammensetzung bleiben, dann sehe ich uns bei den nächsten studien noch viel schlechter abschneiden.
meines erachtens brauchen wir eine verbesserte förderung für lernschwache und auch begabte schüler. und dies erreicht man eher durch kleinere klassen und bei der gesamtschule (einheitsschule oder wie auch imemr ihr das nennen wollt) werden in unserem finanzschwachen land wohl auch über kurz oder lang große klassen mit hohem lestungsunterschied entstehen.
und wenn dies passiert dann fällt mir nur noch ein gutes altes zitat ein:
Denke ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.