Metal Festival ohne Metal?

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katmuse

Member
7 Aug. 2023
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Falls sich irgendwer diesen Thread noch still antut:

Es geht schlicht darum, dass man das Sicherheitsverhalten von 60.000 erfahrenen Metalfans im knietiefen Schlamm nicht mit dem einer 60.000er Schlager-Malle-Crowd gleichsetzen kann, ohne dass irgendwann etwas passiert.

Und um wieder zu einem Verhältnis wie früher zu kommen, muss Wacken eben auch wieder mehr Raum für Metal schaffen.

Womit wir wieder beim eigentlichen Threadthema wären.
 
Zuletzt bearbeitet:

Herr Jott

W:O:A Metalhead
7 Aug. 2007
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Hamburg
Ich sag ja nicht, dass ein gewisser Kommerz nicht OK ist. Aber manche Auswüchse sind selbst mir als studierten Ökonomin "säuerlich". :ugly:
(...)oder das schlimme ZDF Camp dessen Mitarbeiter sich daneben benommen hatten. Ist länger her. x.o

bin häufiger im Bambi Galore und ansonsten auch immer beim HOA unterwegs. Vielleicht ist man sich mal über den Weg gelaufen.
Ist ja keine Frage der Ökonomie sondern der Kultur. Der Scheller hat hier finde ich recht sinnvolle Standpunkte dazu vertreten:
Tl,dr: das Rebellische und vielleicht noch oberflächlich Antikommerzielle des Metal ist genauso Show wie alles andere daran.

Was haben denn diese ZDF-Leute so gemacht?
Ich fand die Moderatoren von T-Online ja ziemlich cringe. Wenn Jensen persönlich beim Interview das Schlammkult-Gerede bremst, ist das schon eine Nummer. Ich glaube, die letzten kritischen Fragen hat vor Jahrzehnten das Rock Hard gestellt..

Über den Weg gelaufen sind wir uns ziemlich sicher nicht, da ich seit Ewigkeiten in keinem Metalclub oder auf einem Konzert war (Ausnahme Sepultura kurz vor Corona).
Zum Wutzrock werde ich sicher hin wenn das Wetter stimmt. Habe schon überlegt, ob ich denen mal stecke, dass sie mit ihrer Finanzierung durch Getränke Alkoholmissbrauch fördern, aber das wäre gemein - dann gibt es wahrscheinlich erstmal ein nächtelanges Plenum darüber. ^^
 
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MasterChu19155

Moderatorin
6 Aug. 2003
19.461
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Hamburg & Berlin
Ist ja keine Frage der Ökonomie sondern der Kultur. Der Scheller hat hier finde ich recht sinnvolle Standpunkte dazu vertreten:
Tl,dr: das Rebellische und vielleicht noch oberflächlich Antikommerzielle des Metal ist genauso Show wie alles andere daran.

Was haben denn diese ZDF-Leute so gemacht?
Ich fand die Moderatoren von T-Online ja ziemlich cringe. Wenn Jensen persönlich beim Interview das Schlammkult-Gerede bremst, ist das schon eine Nummer. Ich glaube, die letzten kritischen Fragen hat vor Jahrzehnten das Rock Hard gestellt..

Über den Weg gelaufen sind wir uns ziemlich sicher nicht, da ich seit Ewigkeiten in keinem Metalclub oder auf einem Konzert war (Ausnahme Sepultura kurz vor Corona).
Zum Wutzrock werde ich sicher hin wenn das Wetter stimmt. Habe schon überlegt, ob ich denen mal stecke, dass sie mit ihrer Finanzierung durch Getränke Alkoholmissbrauch fördern, aber das wäre gemein - dann gibt es wahrscheinlich erstmal ein nächtelanges Plenum darüber. ^^

Ja natürlich geht es um Kultur. ;)
Die von ZDF oder ZDF Kultur? (meine es war jemand von denen...aber ehrlich nicht ganz sicher...) Jedenfalls Anfang der 10er Jahre mal...hatten dicht am Campground nen Stand und da lief ständig auf Anschlag HipHop und Musik die mit Wacken nix am Hut hat. Haben die demotivierten Mitarbeier angemacht. Ich fand das ziemlich daneben und unpassend. Wenn man es für sich selbst tut OK. Kein Thema...aber das ganze Areal beschallen fand ich unmöglich. Habs denen auch gesagt, dass es scheiße sei. Die meinten dann ich solle tolerant sein und ich, dass sie sich besser integrieren sollten oder eben für sich selbst leiser drehen.
 

nova80

Member
3 Juli 2023
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Und um wieder zu einem Verhältnis wie früher zu kommen, muss Wacken eben auch wieder mehr Raum für Metal schaffen.

Womit wir wieder beim eigentlichen Threadthema wären.

Also mir gehts da eher wie vielen Vorrednern, aufgrund meines breitgefächerten metalkonsums von Power bis Death Metal konnt ich am Ende nach reinhören über YouTube meine to-do Liste mit 40 Bands überhaupt nicht vor Ort abarbeiten und hatte regelmäßig palaver weil ich meine mitCamper täglich schon um 12 Richtung infield bewegen wollte ….

Am Anfang hab ich auch gehadert doofe/schwache headliner … aber auf der anderen Seite war soviel Neues da bzw. Bands die teilw. 10 Jahre und länger im Geschäft sind und noch nie in Wacken waren und konnte so viele neue bands entdecken die ich sonst nie gesehen hätte

Das Line Up war zwar sehr US-lastig dieses Jahr, und auch über die Platzierung von BAP (warum nicht eher Louder wie sonst Santiano oder Torfrock) oder Schandmaul / Dimmu getauscht (vor Harder kaum Betrieb dafür Wackinger wegen Überfüllung geschlossen) oder ähnliches kann man sicher diskutieren wie auch die Performance von GnR oder Papa Roach …. Aber über „ZU WENIG“ Metal konnte ich beim besten Willen nicht klagen, war bestens versorgt …

Und im Vergleich headliner 2025 zu 2026 ist 2026 natürlich ein Brett -> haben ja schließlich Jubiläum
 

Samael666

W:O:A Metalmaster
30 Juli 2021
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Puchheim / Bayern
@der-diener Was ist Deiner Meinung nach Metal das am W:O:A gespielt werden sollte?

Man könnte von jedem Metal Genre/Subgenre eine Band spielen lassen und dann wäre min. 2 Jahre lang das LineUp mit je einer Band voll
Die kleine Liste ist 100% unvollständig!

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Metalstilen

Und m. M. n. gehört Rock auch dazu. Ohne würde es keine Metal geben.

Es war jedes Mal eine nur den Rand des Metal/Rock streifende Band (OTTO / BAP / Alligatoah (hat irgenwie Metal ähnlich gespielt) da. So wenig man die Band auch persönlich mag. Solange es nicht komplett daneben ist... WARUM NICHT?

Sorry, aber immer dieses Mimimi, weil einem zu wenige Bands persönlich gefallen 🤮🤮🤮🤮🤮🤮
 

Rukster

W:O:A Metalhead
2 Juli 2021
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Magdeburg
Sorry, aber immer dieses Mimimi, weil einem zu wenige Bands persönlich gefallen 🤮🤮🤮🤮🤮🤮
Dieses.
Zumal wenn eine Band spielt, die "nicht Metal ist"™ spielen parallel 10 andere, die man sich aber dann nicht anschaut, weil man sie nicht kennt oder die zu klein sind und man "dafür nicht auf Wacken fährt".

Über sowas wie Alligatoah kann man sicher diskutieren. Ich hab reingeschaut ohne ihn jemals gehört zu haben. Fand's langweilig, kam aber scheinbar ganz okay an und hat sich ja auch ans Publikum angepasst, so what
 
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smi

W:O:A Metalhead
14 Juli 2011
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Schleswig-Holstein
Man muss das mal klar formulieren: Wacken war dieses Jahr nix für mich, und ich bin seit 15 Jahren dabei.
Das lag absolut nicht an der Truppe, mit der ich da war, wir hatten mit unseren Leuten wieder an zwei Tagen sehr viel Spaß in der Old Metal Bar im Ort Wacken, dort triffste immer noch wie in jedem Jahr auf eine echt coole Musikauswahl und krasse Leute, aber das W:O:A Festival selbst konnte einfach nicht mehr punkten. Die Veranstalter können nix für’s Wetter, OK, und damit kann ich in der Regel sehr gut leben. Aber für die Musikauswahl ist der Veranstalter verantwortlich und mein Fehler war, ein Ticket gekauft zu haben, ohne zu wissen, welche Bands wo und wann spielen werden. Und dann haste BAP zur besten Sendezeit auf der Hauptbühne, ebenso wie einen schlecht singenden Axel Rose und die kaum bekannte Michael Schenker Group. Papa Roach und Clawfinger waren gut, ist aber auch kein Metal. Sicher, wenn Du suchst, findest Du zur Unzeit und auf Nebenbühnen gute Bands, mit Musik, die eben auch dem Metal Genre entsprechen. Aber als Randerscheinung. Davon sah ich leider wegen der schlechten Wetterprognose für Samstag Nacht und unserer damit verbundenen vorzeitigen Abreise am Samstag Nachmittag nichts mehr. So war ich auf dem größten “Metal“ – Open-Air-Festival, ohne eine einzige Metal Band gesehen zu haben. Ist mein eigenes Dingen, Aber dies war mal ein Metal Festival mit Exoten auf den Nebenbühnen, nicht umgekehrt. Das kann’s doch nicht sein. Wahre Metal Fans mit langen Haaren waren unter dem Publikum ebenso die Minderheit, dafür haste eher kölsche Gutbürger reiferen Alters, die sich darüber aufregen, wenn man ihren Musikgenuss dadurch stört, dass man die schlechten Konzerte wie das von Guns n Roses vorzeitig verlässt und sie einmal zur Seite treten müssen, oder Ballermann – Gruppen auf dem Camp-Ground, die mit Mallorca-Hits permanent Musik spielen, die noch nicht mal im Entferntesten was mit Metal zu tun hat.
Dazu kommt die 110%ige Kommerzialisierung, man muss die Bühnen vor lauter Verkaufsbuden schon suchen. Ne, steht man auf Metal Musik, muss man sich andere, bessere Open Airs suchen, Wacken wurde spätestens in diesem Jahr vom Merch, der Kommerzialisierung, dem Gigantismus und dem Mainstream gekapert. Wem das gefällt – gerne. Wie Wacken zu sein hat, sagt Dir ja mittlerweile auch die BILD-Zeitung: Angst, Hass Titten und der Wetterbericht. Für mich ist dat wohl nix mehr
☹
. Nicht mehr, ohne dass ich weiß, welche Bands spielen. Oder ich fahr nach Wacken ohne Karte und bleibe im Ort oder so.
Spannend, seit 15 Jahren dabei und heute ist alles doof, kein Metal und Kommerz?

Sorry, ich kenne Leute die sind in den 90er/Anfang der 2000er ausgestiegen. Aber 2025 auf einmal?

Beispiele:
Gerade bei den Hauptbühnen sind die Stände alle sehr an die Seite geschoben und nur noch Bars in direkten Bereich. Insgesamt ist der Bereich vor dem Bühnen viel aufgeräumter als vor 10 Jahren oder so.

Man muss die Bühnen zwischen dem Kommerz suchen? Was für ein Lack hast du denn gesoffen? Die Bühnen standen doch, bis auf die gedrehte Jungle und die, glaube ich, minimal verschobene Wasteland ziemlich exakt wie letztes Jahr und sehr ähnlich zu allen nach Corona Ausgaben. Wenn man angeblich 15 Jahre da war sollte man sie finden...



Werbung und Quatsch Aktionen waren schon lange immer dabei. Pokerstars Pokertuniere, oilcatching Girls, E-Sport Zelt, diese Motorrad Circus etc.

"Nur noch Touristen": ich habe dieses Jahr wieder sehr viele Leute gesehen, die sehr viel Spaß am der Musik hatten, Shirt und kutten mit coolen Bands drauf. Und ein paar unangenehme Leute gibt es auch hier schon länger. Mag auch an Wetter gelegen haben, aber 10-15 Jahren habe ich viel mehr Schwänze unaufgefordert gesehen oder lustig Festival Spiele vor Camps oder Schilder "Titten raus als wegzoll"-Schilder.

Zur Musik: GnR Legenden, wollten Holger und Thomas sicher schon lange mal haben, das der Auftritt nicht so prall war, liegt sicher nicht besonders an Wacken eher an der Bands und den Wetter und deinen Standort. Und als Alternative Benediction eine seit über 35 Jahren aktive Death Metal Band.

BAP... Ja brauche ich auch nicht, besonders auf der Hauptbühne (genau wie Santiano oder Boss Boss schon vor Jahren). Aber weißt du was? Genau während BAP lief auch Umbra Conscientia, Black Metal Band.

Michael Schenker war Mitglied bei den Scorpions und deren Debüt Album und für die bekanntesten sind von Ufo mitverantwortlich. Ist ein ein bekannter Name, wenn man ihn nicht kennt ist das eher ein ich Problem als ein Line Up Problem. Und auch hier mit Hellbutcher eine Speed Metal Band als Alternative.

Papa Roach und Clawfinger sind halt moderne Vertreter hättet Gitarrenmusik. Ich würde auch die schon zum Metal zählen. Muss aber nicht jeder so machen.

smi
 

Metalstratege

W:O:A Metalhead
8 Aug. 2006
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"Nur noch Touristen": ich habe dieses Jahr wieder sehr viele Leute gesehen, die sehr viel Spaß am der Musik hatten, Shirt und kutten mit coolen Bands drauf. Und ein paar unangenehme Leute gibt es auch hier schon länger. Mag auch an Wetter gelegen haben, aber 10-15 Jahren habe ich viel mehr Schwänze unaufgefordert gesehen oder lustig Festival Spiele vor Camps oder Schilder "Titten raus als wegzoll"-Schilder.

Hmja, so um 2010 rum gabs ja die erste Welle merkwürdiger Typen, als RTL II das Festival für sich entdeckt hatte. Da wurden dann für eine "Doku" großbrüstige Mädels mit Kamera losgeschickt, die "kostenlose Schlafplätze" gesucht hatten. Das hat dann auch Rudi Rammler von seiner Couch aufgescheucht und der tauchte dann nacktschwänzig im Karnickelkostüm in Wacken auf. Ich hab damals tatsächlich auch Zeitgenossen kennengelernt, die in der Tat dachten, eine schlammverschmierte Metallerin sei gleichzusetzen mit dirty whore. Da gab es extrem unschöne Situationen und tatsächlich auch die ein oder andere Handgreiflichkeit. Aber das ist mehr als deutlich wieder abgeebbt.

Bei den aktuellen "Touristen" habe ich eher den Eindruck, dass es sich mittlerweile eher um diejenigen handelt, die Wacken mal für eine Kerbe in ihrem Schreibtisch besucht haben und da einfach nen Haken hinter setzen wollen. Bei dem / der ein oder anderen scheint dann auch das Bedürfnis vorzuherrschen, sich mal nen Wochenende lang wie Neandertaler zu benehmen und sich erst dann als richtiger "Metaller" zu fühlen. Aber wie ich schon schreib - alles höchst subjektive Eindrücke.

Letztere sind mir jedenfalls deutlich lieber als erstgenannte damals. Hab dieses Jahr auch wieder einige Gespräche mit "Neulingen" gehabt... da war auch eine überwiegende Zahl sehr angenehmer und lustiger Zeitgenossen dabei. Es ist halt leider wie so oft - einige wenige zerstören das Ansehen vieler.

BAP... Ja brauche ich auch nicht, besonders auf der Hauptbühne (genau wie Santiano oder Boss Boss schon vor Jahren). Aber weißt du was? Genau während BAP lief auch Umbra Conscientia, Black Metal Band.

Ich muss zugeben, dass ich mich über BAP gefreut habe und den Auftritt fand ich auch ziemlich prima :angel:

Michael Schenker war Mitglied bei den Scorpions und deren Debüt Album und für die bekanntesten sind von Ufo mitverantwortlich. Ist ein ein bekannter Name, wenn man ihn nicht kennt ist das eher ein ich Problem als ein Line Up Problem. Und auch hier mit Hellbutcher eine Speed Metal Band als Alternative.

Ich war sehr perplex, dass jemand Michael Schenker nicht kennt :ugly::D
 

Ischtar2

W:O:A Metalhead
1 Aug. 2023
130
128
58
Das RTL II Ding hatte ich schon wieder völlig verdrängt. Das war damals in der Tat für uns einer der Gründe nicht mehr nach Wacken zu fahren. Es wurde (zumindest temporär) sehr ungemütlich. Dass wir überhaupt je wieder gefahren sind, war im Grunde Zufall.
 

Benethor

W:O:A Metalhead
15 Dez. 2013
586
447
98
32
Kerpen
Papa Roach und Clawfinger sind halt moderne Vertreter hättet Gitarrenmusik. Ich würde auch die schon zum Metal zählen. Muss aber nicht jeder so machen.

Papa Roach zähle ich nicht als Metal, sondern als Rock. Das macht sie aber nicht fehl am Platz. Selbst in den frühen 90ern standen diverse Rockbands auf dem Acker. Rock war schon immer Teil des WOA. Wer behauptet Wacken sei früher ein reines trves Metal Festival gewesen, hat offensichtlich ganz objektiv keine Ahnung und sich noch nie die Mühe gemacht, die ganz frühen Line Ups einmal anzuschauen.