Die Frage ist ob man als Flüchtling aus einem sehr armen Land überhaupt den Unterschied zwischen "normal" und "superreich" in Deutschland sieht oder ob das für die alles "superreich" ist.
Geht aber argumentativ komplett an dem entscheidenden Punkt vorbei. Drückt man die aufgenommenen Flüchtlinge nur sozial benachteiligten Vierteln aufs Auge oder ist das eine gesammtgesellschaftliche Aufgabe die auch finanziell Privilegierte mitzuschultern haben?
Nein, ich würde generell keine FlüchtlingsHEIME bauen, sondern nach Möglichkeit den gewöhnlichen Wohnungsleerstand nutzen, damit sich die Flüchtlinge in kleinere Gruppen verteilen. Würde jede Gemeinde 5 Flüchtlinge aufnehmen, hätten wir keine bedrohlich wirkenden Ghettos.
So eine Ansammlung von über 100 Flüchtlingen möchte kaum jemand gerne vor der eigenen Haustür haben, was ich auch verstehen kann. Wenn das ganze aber weniger anonym stattfinden würde, dann wäre denke ich auch die Bereitschaft sich zu engagieren und auch die Akzeptanz größer.
Übrigens glaube ich schon, dass man auch aus armen Ländern zwischen Bonzen und Normalbevölkerung unterscheiden kann. Die bitter ärmsten, die schaffen es nicht mal bis nach Deutschland. Und natürlich gibt es auch Syrien ein soziales Gefälle.
Es geht gar nicht darum, dass sich die Oberschicht rausnehmen will. Ich glaube auch nicht, dass sie das will. Diese teilweise unterschwellige Abneigung gegen "die da oben", die manche haben, versteh ich nicht. Ich verstehe aber sehr wohl, dass so gut wie keiner - und da sind sich Bonzen, normale Familien und Alleinstehende recht ähnlich - keine Flüchtlingsheim mit vielen Personen vor der Haustür haben wollen. Das ist auch ein völlig legitimes und berechtigtes Interesse. Wenn aber jetzt in einem Wohnkomplex eine Wohnung rausgenommen wird oder zwei...dann wird das Thema denke ich überschaubarer.
Klar kann man dann meckern, dass im Villenviertel keine Villa abgestellt wird. Das führt aber dann genau wieder in so eine prinzipielle Diskussion, warum die bösen da oben...