Feedback zur Barrierefreiheit und dem Umgang mit Gästen mit Handicap beim W:O:A 2025

  • Als neues Loginsystem benutzen wir die Wacken.ID. Damit du deinen jetzigen Account im Wacken Forum mit der Wacken.ID verknüpfen kannst, klicke bitte auf den Link und trage deine E-Mail Adresse ein, die du auch hier im Forum benutzt. Ein User mit deinem Benutzernamen und deiner E-Mail Adresse wird dann automatisch angelegt. Du bekommst dann eine E-Mail und musst deine Wacken.ID bestätigen.

    Sollte es Probleme geben, schreibt uns bitte.

    Klicke hier, um deinen Account in eine Wacken.ID zu migrireren.

Angie777

Newbie
4 Aug. 2025
3
17
3
34
Liebes Wacken-Team,

ich möchte Euch hiermit mein ehrliches Feedback zu meiner Teilnahme am diesjährigen Wacken Open Air geben. Leider war mein Erlebnis in diesem Jahr in vielerlei Hinsicht enttäuschend, vor allem im Hinblick auf die Barrierefreiheit und den Umgang des Personals mit meiner Einschränkung.

Ich bin gehbehindert, habe aufgrund eines Unfalls 32 Operationen am Fuß hinter mir, eine Fußheberschwäche sowie ein versteiftes Sprunggelenk. Das Gehen fällt mir besonders auf unebenem oder matschigem Gelände sehr schwer. In diesem Jahr war das Festivalgelände – wie ihr selbst wisst – durch die Witterungsbedingungen extrem schwierig zu begehen. Trotz meiner Einschränkungen habe ich mich bemüht, das Festival zu genießen. Leider stieß ich bei mehreren Versuchen, Unterstützung zu bekommen, auf Unverständnis oder Ablehnung seitens des Sicherheitspersonals.

Besonders enttäuschend war eine Situation am Samstag beim Zugang zu Wheels of Steel. Ich bat einen Guard freundlich, mir eine Abkürzung zu ermöglichen, da mir der normale Weg im tiefen Schlamm kaum möglich war. Die Reaktion war sehr unfreundlich und abweisend. Ich fühlte mich nicht ernst genommen. Im Gegensatz dazu hatten mir die Guards im Vorjahr sehr hilfsbereit Zugang über Notausgänge gewährt, als sie sahen, dass ich große Schwierigkeiten beim Laufen hatte. In diesem Jahr war ich zudem gezwungen, Gummistiefel zu tragen, wodurch ich meine Orthese – die meine Behinderung sichtbar macht – nicht tragen konnte. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass meine Einschränkung in Frage gestellt wurde, als sei sie „unsichtbar“ gleich „nicht existent“.

Zum Vergleich: 2019, als ich schwanger war und ebenfalls eingeschränkt mobil, wurde mir vom Team vorbildlich geholfen. Ich durfte mein Zelt in der Nähe der Sanitäranlagen bei Camp S aufbauen – das war eine echte Erleichterung und gelebte Inklusion.

Dieses Jahr dagegen fühlte ich mich allein gelassen, unverstanden und stellenweise sogar als lästig empfunden. Ich konnte aufgrund der Bedingungen und fehlender Unterstützung nur sehr wenig vom Festival erleben, was mich ehrlich gesagt tief enttäuscht hat.

Ich wünsche mir von Euch eine Stellungnahme zu meinem Anliegen und einen konstruktiven Ausblick, wie Wacken künftig inklusiver gestaltet werden kann – sowohl in der Infrastruktur als auch im Verhalten des Personals. Menschen mit sichtbaren wie unsichtbaren Behinderungen sollten sich auf einem Festival wie Wacken willkommen und unterstützt fühlen – nicht ausgegrenzt.

Mit freundlichen Grüßen
Angie
 

Angie777

Newbie
4 Aug. 2025
3
17
3
34
Mir wurde der Zugang verwehrt weil ich kein extra Bändchen hatte... ich bin nicht behindert genug um das nutzen zu dürfen. Es ist sooo traurig.
 
  • Like
Reaktionen: viking

Rukster

W:O:A Metalhead
2 Juli 2021
247
291
88
32
Magdeburg
Mir wurde der Zugang verwehrt weil ich kein extra Bändchen hatte... ich bin nicht behindert genug um das nutzen zu dürfen. Es ist sooo traurig.
Ich kann dich voll verstehen als jemand der ebenfalls krass Probleme mit den Füßen hat und dann Freitag Abend kaum noch in Gummistiefeln laufen konnte.
Aber: Die Entscheidung, dass man da ohne Bändchen nicht durchkommt ist richtig und für die Rollstuhlfahrenden auch wichtig. Wie mit dir geredet wurde vielleicht nicht, aber die Bändchen gibt's aus einem Grund. Wenn da am Ende "jeder" durchläuft verstopft man nämlich die Wege von denen, die wirklich keinerlei andere Option haben.
 

Angie777

Newbie
4 Aug. 2025
3
17
3
34
Mir wurde das Bändchen verwehrt weil meine Behinderung nicht sichtbar war. Ich war darauf angewiesen. Ich finde es sehr gut, dass nicht jedem der Weg gewehrt wird aber das Verhalten der guards war unter aller Kanone! Ich habe soetwas in Wacken wirklich noch nie erlebt. Letzten Endes wurde ich im wahrsten Sinne des Wortes von meinem besten Freund freund durch den Schlamm abgeschleppt und halber durchgetragen.
 
  • Like
Reaktionen: viking

Quark

Der Beste
19 Juli 2004
109.819
8.559
170
Best, Nederland. Jetzt Belgien
Im Grunde: Die Kommunikation bzgl des Bändchens, wurde schlecht bzw NICHT kommuniziert von der Orga. Und ich hatte das gleiche Problem!
Mir wurde gesagt, es gäbe'ne Möglichkeit so'n Bändchen zu bekommen. Mit Ausweis usw gegangen, aber dort wussten die Leute auch nichts zu sagen. Und da war ich ebenfalls nicht allein!! Standen noch 'n Paar Leute mit exakt der gleichen Frage!
 
4 Aug. 2025
1
5
3
35
Leider war mein Erlebnis in diesem Jahr in vielerlei Hinsicht enttäuschend, vor allem im Hinblick auf die Barrierefreiheit und den Umgang des Personals mit meiner Einschränkung.

Amen, Schwester!
Du sprichst mir aus der Seele 🙏

Mir fiel es dieses Jahr nicht nur aufgrund der unwittrigen Umstände schwer, Spaß zu haben.
Ich konnte mich nicht davon loslösen, mir vorzustellen, wie die Lebensrealität von Mitmenschen mit (Geh-)Behinderung auf dem diesjährigen Wacken zu jeder erdenklichen Tageszeit gewesen sein muss.

Ich finde es absolut beschämend, was das "größte deutsche Metal-Festival" seinen Besucher*innen in Sachen Infrastruktur zumutet, wenn das Wetter mal nicht ganz mitspielt. Klar, kein Veranstalter hat Einfluss darauf, aber wie damit umgegangen wird, sehr wohl!
Und dazu zählt auch adäquate Vorbereitung.

Es ist ja auch kein neues Problem!
Ich hatte das Privileg, schon 2007 auf dem Wacken feiern zu dürfen. Bis 2012 haben wir daraus eine Tradition gemacht und ich erinnere mich an Zeiten, wo mit Mulch o.ä. ausgebessert worden ist, wo mehr Gitter und Böden verlegt worden sind und wo ihr euch noch damit gerühmt habt, die Wiesen vor unserer Anreise mit Helikoptern "trocken-geföhnt" zu haben.

Jetzt stellt die Bundeswehr da 'n Flugzeug hin, anstatt n Brückenpanzer zur Bühne zu legen und rekrutiert unter Leuten, die Anti-Kriegs- & -Establishment-Hymnen feiern 🥴 Kannste dir nicht Ausdenken...
Aber das ist n anderes Fass.

BTT:
Nach über 10 Jahren möchte ich mir die Kirmes nochmal anschauen und muss feststellen, dass das ganze Gerede von Inklusion, was ihr euch so groß auf die Fahne malt, auch nur Heuchelei ist.

Vom Umgang des Personals habe ich noch garnicht angefangen:
Deren Job sollte es sein, den Festivalbesuchern zu helfen und nicht grimmig rumzustehen und willkürlich arrangierte Zäune und Barrikaden wie unsere Grenzen zu bewachen.
Ich kann garnichtmehr Zählen, wie oft ich gesehen habe, dass gehbehinderten Menschen eine Abkürzung oder ein Entgegenkommen über ein klitzekleines Stück Grünfläche o.ä., verwährt wurde, weil wegen Vorschriften oder so 🙃
Oder wie oft jemand im Rollstuhl vor sanitären Einrichtungen sich selbst überlassen worden ist, während Personal herumstand, auf dem Handy gezockt hat oder auch einfach nicht da war. Einfach entwürdigend sowas.
Anstatt Festivaltickets mit Rädchen-Drehen zu verlosen, solltet ihr Besuchern 'ne halbe Stunde 'n Abzieh-Wischer vor den WCs/Duschen in die Hand geben und so am Gewinnspiel partizipieren lassen - nur mal 'ne konstruktive Idee.

Der Mangel an Infrastruktur und das arrogante Im-Stich-Lassen der bedürftigen Gäste war einfach ein Armutszeugnis.
Das wird hoffentlich allen, die letzte Woche zwei Augen und ein Herz hatten, auch so ergangen sein.

Und kommt nicht mit Ausreden, von wegen: "das ist zu groß, zu viele Menschen, die Wiesen werden danach noch genutzt, ..."
Ich gehe seit 20 Jahren auf Festivals jeglicher Größenordnung und andere Veranstalter kriegen das auch hin! V.a. bei den dermaßen gesalzenen Preisen!
Lasst euch zwei Stunden durch-den-Schlamm-waten bitte nicht als experience verkaufen.
Das ist schiere Gier.
Und Arroganz!
Sich dann auf die Bühne zu stellen und Witze über die Zustände zu reißen... 🤮

Danke, aber ich war wirklich das aller Letze Mal dabei 🙌
 

Spacer

Member
3 Aug. 2025
31
25
8
Aus meiner Club Zeit kenn ich es dass Rollstuhlfahrer über Treppen getragen wurden, einen Rollstuhlpit bekommen haben auf dem Dancefloor, aus meiner guten Stube kenn ich es dass man Frauen mit Kinderwagen und Beeinträchtigen hilft, von Stadien/Hallen kenn ich es dass es extra Plätze und Eingänge gibt, aus dem Internet kenn ich gemotze und Ignoranz!

Nun gut, es ist Festival, Wackööön nur einmal im Jahr und so...wer mag da schon jemand Fremdes auf dem Heiligen Boden helfen. :angel:
Jetzt könnte man sagen dass es einem Veranstalter bekannt sein müsste dass Ignoranz und gemotze herrscht.

An dieser Stelle klinke ich mich ein und sage es schön Deutsch: Das ist WEIL - das Festival ist nicht genormt! (running treppen sound gag oder so)

Damit einhergehend eine Ordnungsbehörde welche das Festival somit nicht Normgerecht zulässt.
DIN 18040 sollte hier Anwendung finden gefolgt von einer Menge an DGUV und ASR Vorgaben incl. der LBO von Schleswig-Holstein.

Es ist bestens Bekannt unter welchen Aspekten das Festival stattfindet, wenn man für Beeinträchtigte wirbt sollte man das auch entsprechend umsetzen.

Auch wenn ich den Besucher nicht in die ASR quetschen könnte so bewegt sich dieser auf dem BETRIEBSGELÄNDE aka Festivalgelände.

Damit sind nach meinem Verständnis Hindernisse grösser 4mm unzulässig, die Wege wären entsprechend auszulegen von Zeltzugang über Sanitär bis hin zu den Stages, von den ganzen Hilfmittel, Wegbreiten, Zugangsbreiten gar nicht erst zu sprechen - denn - es ist den Beeinträchtigten Personen ZU ERMÖGLICHEN !

Siehe hierzu auch NDR Ticker Wacken 2025 - Barrierefreiheit , es gibt einen weiteren Report eines Rollstuhlfahrer der es nicht einmal auf das Festivalgelände geschafft hat. Man beachte dass sich dieser Rollstuhlfahrer "Manuel" wenigstens mehr Hackschnipsel wünscht...es ist nicht so dass Beeinträchtigte auf Gold gebettet werden wollen...ich find es aber auch einfach Mau!

Daher:
Als Beeinträchtigte Person würde ich meine Rechtsschutzversicherung kontaktieren, heulen im Netz prallt gern ab und wird missbraucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Like
Reaktionen: Wulfiw und Angie777

Saypren_Shepard

W:O:A Metalmaster
3 Aug. 2015
14.422
29.200
128
33
Delmenhorst
Im Grunde: Die Kommunikation bzgl des Bändchens, wurde schlecht bzw NICHT kommuniziert von der Orga. Und ich hatte das gleiche Problem!
Mir wurde gesagt, es gäbe'ne Möglichkeit so'n Bändchen zu bekommen. Mit Ausweis usw gegangen, aber dort wussten die Leute auch nichts zu sagen. Und da war ich ebenfalls nicht allein!! Standen noch 'n Paar Leute mit exakt der gleichen Frage!

Kommunikation und Organisation... Da haben wir es wieder einmal.....
Es ist so ein Armuzszeugnis......
 
Zuletzt bearbeitet:

IDontKnow

W:O:A Metalhead
18 Aug. 2012
909
508
88
Hamburg
Ich weiß nicht so recht was man darauf antworten soll. Das Fehlverhalten einzelner schlecht geschulter Personen mal ausgeklammert, ist und bleibt das aber halt ein Festival auf einem Kuhacker, was mit realistischen Erwartungen verbunden sein muss. Ich meine Wacken macht generell gesagt schon viel für Inklusion (ich halte die ganzen Anstrengungen rund um Wheels of Steel jedenfalls nicht für eine Selbstverständlichkeit), aber in Jahren mit Extremwetter in denen alles absäuft wird das m.E. niemals Spaß machen, da kommt man doch gar nicht gegen an? Mal ernsthaft, wie viele Kilometer Stahlplatten willst du bitte verlegen? Die Anbieter für sowas sind auch endlich, so viele mobile Straßen existieren doch gar nicht mal, wie man bräuchte um alles zugänglich zu machen. Die karren jetzt schon jedes Jahr Hackschnitzel hunderte Kilometer nach Wacken, weil wir hier so viel schlicht gar nicht haben... also bei allem Respekt und Veständnis für die schlechte Erfahrung, ich sehe nicht wie man Bodensituationen wie dieses Jahr wirklich signfikant verbessern könnte, ohne Millionen in die Hand zu nehmen und den Charakter des Festivals zu ändern (Beton und Asphalt).

Ich finde es absolut beschämend, was das "größte deutsche Metal-Festival" seinen Besucher*innen in Sachen Infrastruktur zumutet, wenn das Wetter mal nicht ganz mitspielt. Klar, kein Veranstalter hat Einfluss darauf, aber wie damit umgegangen wird, sehr wohl!
Und dazu zählt auch adäquate Vorbereitung.
"Mal nicht ganz mitspielt" :ugly: :ugly: Das war mein 15. Wacken und locker das schlimmste Jahr an das ich mich erinnern kann, 2015 und 2023 darin eingeschlossen. Wir hatten viele Jahre in denen es heftige Regenmengen gab, aber dazwischen/danach auch immer trockene Tage. So einen ätzend Dauerregen die komplette Festivalwoche lang, der das Gelände jeden Tag aufs neue platt gemacht hat, das war jedenfalls auch für mich neu. Das war jetzt imho schon recht nahe am Worst Case Szenario, 2023 hat es halt "nur" die Anreisetage schlimmer getroffen.

Es ist ja auch kein neues Problem!
Ich hatte das Privileg, schon 2007 auf dem Wacken feiern zu dürfen. Bis 2012 haben wir daraus eine Tradition gemacht und ich erinnere mich an Zeiten, wo mit Mulch o.ä. ausgebessert worden ist, wo mehr Gitter und Böden verlegt worden sind und wo ihr euch noch damit gerühmt habt, die Wiesen vor unserer Anreise mit Helikoptern "trocken-geföhnt" zu haben.
Das ist doch herrlichster Revisionismus! 2007 war Chaos und die Infrastruktur ein Witz im Vergleich zu heute, da gab es ein bisschen Stroh vor die Bühne und gut war. Heutzutage wird für die Wege auf dem Hauptgelände so viel gemacht wie nie zuvor... die Wirkung hat aber eben Grenzen, wenn einfach alles absäuft...
 

Rukster

W:O:A Metalhead
2 Juli 2021
247
291
88
32
Magdeburg
Das war mein 15. Wacken und locker das schlimmste Jahr an das ich mich erinnern kann, 2015 und 2023 darin eingeschlossen.
Finde ich spannend, für mich ist 2025 quasi knapp an der Top 3 vorbeigeschrammt, ich fand 2012, 2015 und 2023 schlimmer. Ist sicherlich auch sehr davon abhängig, wie lange man da ist und vor allem wo auf dem Ground man war.
Gerade dass an wichtigen Eckpunkten (außer dem Weg zum Schuttle :rolleyes:) auch viel Schlamm abgepumpt wurde hat aus meiner Sicht echt viel geholfen. Der Weg von W4 zum Infield war sicherlich nicht top, aber gut machbar für mich. 2023 kamen wir kaum von unserem Campingground weg, weil da (ungelogen) 30-50cm tiefe Spurrillen waren, durch die wir durch mussten (waren irgendwo ziemlich im Norden des Campinggrounds). Und 2012 wurde fairerweise erst gegen Ende übel, aber da bin ich durch knietiefen Schlamm gelaufen um in der letzten Nacht irgendwie ins Dorf zu kommen wo meine Mitfahrgelegenheit wartete. Solche Zustände habe ich dieses Jahr Freitag und Samstag nicht gesehen.

Damit will ich definitiv nicht sagen, dass es alles schön und toll war dieses Jahr, nicht falsch verstehen, aber ich fand es definitiv nicht so übel wie in den genannten Jahren. Aber wie gesagt, sicher abhängig davon wo man lang musste und wie lange man da war. ^^
 

Spacer

Member
3 Aug. 2025
31
25
8
Ich weiß nicht so recht was man darauf antworten soll. Das Fehlverhalten einzelner schlecht geschulter Personen mal ausgeklammert, ist und bleibt das aber halt ein Festival auf einem Kuhacker, was mit realistischen Erwartungen verbunden sein muss. Ich meine Wacken macht generell gesagt schon viel für Inklusion (ich halte die ganzen Anstrengungen rund um Wheels of Steel jedenfalls nicht für eine Selbstverständlichkeit), aber in Jahren mit Extremwetter in denen alles absäuft wird das m.E. niemals Spaß machen, da kommt man doch gar nicht gegen an? Mal ernsthaft, wie viele Kilometer Stahlplatten willst du bitte verlegen? Die Anbieter für sowas sind auch endlich, so viele mobile Straßen existieren doch gar nicht mal, wie man bräuchte um alles zugänglich zu machen. Die karren jetzt schon jedes Jahr Hackschnitzel hunderte Kilometer nach Wacken, weil wir hier so viel schlicht gar nicht haben... also bei allem Respekt und Veständnis für die schlechte Erfahrung, ich sehe nicht wie man Bodensituationen wie dieses Jahr wirklich signfikant verbessern könnte, ohne Millionen in die Hand zu nehmen und den Charakter des Festivals zu ändern (Beton und Asphalt).
Hackschnitzel? Hab ein Sägewerk vor der Haustür, die wisssen nicht wohin damit und fahren das Zeug per Zug durch ganz Europa!

Ihre Aussage strotzt vor "Beeinträchtigte - bleibt zu Hause" und das ist wohl langsam wieder Modern ?! ...schäm er sich tiefer als ihn der Matsch verschlucken kann!

Definitiv macht der Veranstalter was, definitiv muss sich der Gast damit abfinden wohin er sich begibt, hier gibt es mehr als ab und zu geben sonst hätte man wie 23 auch sagen müssen "Pforte zu".

Und dann gibt es aber leider Vorgaben für Beeinträchtigte die eben die Vorgaben für Normalsterbliche übersteigen! Da gibt es nichts ran zu rütteln, und nichts gut zu reden! Nichts!
 

steff

W:O:A Metalhead
29 Nov. 2007
322
364
88
Berlin
Das ist doch herrlichster Revisionismus! 2007 war Chaos und die Infrastruktur ein Witz im Vergleich zu heute, da gab es ein bisschen Stroh vor die Bühne und gut war. Heutzutage wird für die Wege auf dem Hauptgelände so viel gemacht wie nie zuvor... die Wirkung hat aber eben Grenzen, wenn einfach alles absäuft...
Zumal es 2007 als offiziellen Anreisetag nur Mittwoch gab und es zwar ordentlich vorher geschüttet hatte, aber dafür dann durchgehend trocken war. Der Schlamm war ab Freitag im Wesentlichen trittfest. Dafür hat mindestens zweimal das Stroh angefangen zu brennen, weil Raucher:innen der Meinung waren, dass es eine gute Idee ist, Kippen wegzuschnippen...