Edith: Ich nehme hier wahr, dass wir durchaus alle auf der selben Seite stehen, aber uns wegen Kleinigkeiten ankeifen
Ein zunehmendes Problem im politischen Diskurs. Es gibt quasi fast keinen mehr. Alles wird viel zu schnell auf persönliche Ebene runtergedrückt. Dabei ist es egal, ob man sich nun selbst sofort in einer Opferrolle wähnt, oder man Leute in eine Ecke drängt. Nichts davon ist zielführend.
Ich zitiere an der Stelle John McCain, der im Präsidentschaftswahlkampf folgendes über Obama sagte: "He's a decent family man [and] citizen that I just happen to have disagreements with on fundamental issues"
Und man unterschätzt gerne, wie unfassbar mächtig und gutartig diese Aussage ist. DAS ist der politische Diskurs den man braucht. Das Zulassen von Meinung (Faschismus ist keine Meinung, nicht falsch verstehen), ohne sofort auf persönlicher Ebene anzugreifen. Und das gilt letztenendes für alle Seiten.
Natürlich merk ich selbst, dass man müde davon ist, sachlich zu argumentieren nur um dann als "scheiß Grüner" betitelt zu werden. Ich hab Zeit meines Lebens noch nicht die Grünen gewählt, aber man ist ja auch nicht automatisch "grün" weil man Windkraftanlagen nicht für die Erfindung des Teufels hält.
Diskussionen auf sachlicher Ebene machen im übrigen auch UNFASSBAR viel Spaß, wenn sie im gegenseitigem Respekt passieren. Das vergisst man auch, wenn man ständig nur den Negativbeispielen in den asozialen Medien ausgeliefert ist.
Damit meine ich übrigens explizit nicht dieses Forum. Hier macht es meistens eher halt noch Spaß über diese Dinge zu sprechen. Wenn es doch mal etwas ausartet, lässt sich das fast immer argumentativ relativieren. So wie hier ja auch geschehen.