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Hirnschlacht

Moderator
14 Mai 2007
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Oumpfgard
Ah, ich sehe den Fehler. Mit "du" meinte ich in dem Post den du referenzierst nicht DICH persönlich, das war als "man" zu verstehen.


Bevor mich da jemand falsch versteht, doch es geht explizit um die juristische Fragestellung bzw. die radikale/extremistische Anwendung von Gewalt.

Man sollte (!) Nazis immer hauen (frei nach Marc Uwe Kling), dennoch verurteile ich linksradikale Gruppierungen, die "Jagd" auf solche machen. Selbes Beispiel. Nein, nicht an den Haaren herbeigezogen.
Ich glaube auch, dass das in den aller meisten Fällen nicht das richtige ist, aber so richtig schlecht finden und verurteilen kann ich das dann irgendwie auch nicht. Ist ja nicht so, dass die Nazis dabei irgendwie zu armen unschuldigen Opfern werden. Und ich spreche jetzt von den richtig radikalen Pennern!

Du selbst sagtest Kriminell, kriminell ist juristisch und nicht moralisch.

Was kriminell ist, ergibt sich ja durch unsere Moral. Das sowas stand jetzt in vielen Ländern legal ist, ist mir bewusst. Das es das nicht richtig, gut oder gerecht macht, müssen wir hoffentlich nicht besprechen.
Alle gefährdeten Arten müssen geschützt werden und Wilderer hart bestraft werden.



Und diese müssen verfolgt und hart bestraft werden, genau so wie Haifischflossenfang.



Leben schützen ja, aber nicht auf Kosten anderer leben.



Richtig. Jedes Lebewesen zu töten oder in gefahrzubringen ist radikal
Warum ärgerst du dich dann nicht in erster Linie über Walfänger, Schlachter und allgemein Fleischessende Menschen als Radikale, sondern in erster Linie über diejenigen die das zu verhindern versuchen? Andere mögen dabei gefährdet werden, aber es ist im Vergleich ja immer noch viel weniger radikal den Aggressor gegebenenfalls auch aggressiv zu bekämpfen.
 
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Spartaner032

W:O:A Metalhead
23 Juni 2011
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Bad Bevensen
Was kriminell ist, ergibt sich ja durch unsere Moral. Das sowas stand jetzt in vielen Ländern legal ist, ist mir bewusst. Das es das nicht richtig, gut oder gerecht macht, müssen wir hoffentlich nicht besprechen.

Ne, was kriminell ist und was nicht ergibt sich durch die Gesetze. Die Gesetze werden durch die Moral gemacht und Moral prägt die Gesetze (dat ist so ein bisschen Huhn-Ei-Diskussion) gutes Beispiel dazu ist z.B. das Arbeiten für Frauen. Lange bräuchten Frauen gesetzliche eine Einverständniserklärung des Mannes, wenn sie arbeiten wollten. Nach dem sich die Moral geändert hat, haben sich Ich die Gesetze geändert. Aber genau so haben die Gesetze die Moral geprägt und viele Männer zu der Zeit hatten eher kein gleichberechtigtes Frauenbild.

ärgerst du dich dann nicht in erster Linie über Walfänger, Schlachter und allgemein Fleischessende Menschen als Radikale, sondern in erster Linie über diejenigen die das zu verhindern versuchen? Andere mögen dabei gefährdet werden, aber es ist im Vergleich ja immer noch viel weniger radikal den Aggressor gegebenenfalls auch aggressiv zu bekämpfen.

Aber ich kann beides. Ich kann sowohl den illegalen nicht nachhaltigen Walfang scheiße finden und Leute die bewusst andere Leute in Gefahr bringen.
Feuer mit Feuer bekämpfen war noch nie eine gute Idee, auch wenn es manchmal als einzige Lösung erscheint. Nachhaltig kann es nur sein, wenn es in den Gesellschaften (Japan z.B.) zu einem Umdenken in Bezug auf Walfleisch usw. Kommt. Passiert ja in Deutschland mit Schweinefleisch auch. Die Zeiten der 7 Mal die Woche Fleisch mit Kartoffeln und Brauner Soße sind auch vorbei. Nicht bei jedem, aber bei vielen.
 

casyo

W:O:A Metalhead
10 Juli 2018
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München
ON topic!!!

Geht hier nicht um Sea Shepherd.
Seit wann spielt das eine Rolle hier? :o (ernstgemeinte Frage)
Warum ärgerst du dich dann nicht in erster Linie über Walfänger, Schlachter und allgemein Fleischessende Menschen als Radikale, sondern in erster Linie über diejenigen die das zu verhindern versuchen?
Ich würde mich genauso darüber ärgern, wenn neben der Wacken Foundation der Walfangverein "Wellerman e.V." einen Stand hat und im Infield alle 2 Meter einem einer mit einem Merchgegenstand von denen über den Weg läuft.

Wir haben Zeitweise Sea Shepard Merch Bingo im Infield gespielt.

Und es kommt noch eine andere Komponente dazu: Walfang (exemplarisch) werden immer alle verurteilen. Da muss man auch nicht groß drüber Bescheid wissen. Sea Shepard muss man wissen, mit welchen Methoden die arbeiten. Da lehne ich mich gerne ein bisschen aus dem Fenster und behaupte, dass die wenigsten wissen, mit wem sie da sympathisieren (bzw. ihren Merch tragen).
 
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Hirnschlacht

Moderator
14 Mai 2007
43.827
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Oumpfgard
Ne, was kriminell ist und was nicht ergibt sich durch die Gesetze. Die Gesetze werden durch die Moral gemacht und Moral prägt die Gesetze (dat ist so ein bisschen Huhn-Ei-Diskussion) gutes Beispiel dazu ist z.B. das Arbeiten für Frauen. Lange bräuchten Frauen gesetzliche eine Einverständniserklärung des Mannes, wenn sie arbeiten wollten. Nach dem sich die Moral geändert hat, haben sich Ich die Gesetze geändert. Aber genau so haben die Gesetze die Moral geprägt und viele Männer zu der Zeit hatten eher kein gleichberechtigtes Frauenbild.



Aber ich kann beides. Ich kann sowohl den illegalen nicht nachhaltigen Walfang scheiße finden und Leute die bewusst andere Leute in Gefahr bringen.
Feuer mit Feuer bekämpfen war noch nie eine gute Idee, auch wenn es manchmal als einzige Lösung erscheint. Nachhaltig kann es nur sein, wenn es in den Gesellschaften (Japan z.B.) zu einem Umdenken in Bezug auf Walfleisch usw. Kommt. Passiert ja in Deutschland mit Schweinefleisch auch. Die Zeiten der 7 Mal die Woche Fleisch mit Kartoffeln und Brauner Soße sind auch vorbei. Nicht bei jedem, aber bei vielen.
Da macht man es sich aber ziemlich einfach und bequem. Ohne radikale Proteste und Aktivismus wären wir als Gesellschaft bei vielem heute noch im finsteren Mittelalter.

Was denkst du denn, wie die Frauen zu ihren Rechten gekommen sind? Nettes Bitte Bitte, bis die Gesellschaft mit einem in der Tat noch ungleichberechtigtem Frauenbild als heute, das dann mal netter weise beschließt? Radikalismus ist bei den meisten Debatten der Stein des Anstoßes und geht natürlich viel weiter. Das ist aber eben auch nötig, wenn man überhaupt Bewegung will.

Also Ja, es muss ein Umdenken in der japanischen Gesellschaft geben. Das wird es aber eben nie geben, wenn die Debatte gar nicht stattfindet. Der Gedanke dass durch reine Vernunft großer gesellschaftlicher Wandel stattfindet ist schön, aber in meinen Augen auch ein großes Stück naiv.

Das wir hier jetzt so weit sind, dass eine vegane Auswahl in Supermärkten Standart ist, liegt sicher nicht (nur) an irgendwelchen vernünftigen Einlenkungen von Gesellschaft, Politik und Großkonzernen, sondern daran das wir vor allen Dingen durch radikaleren Aktivismus immer und immer wieder über Jahrzehnte diese Debatte geführt haben und Gesellschaft, Politik und Großkonzerne Eingeständnisse machen mussten. Die Fortschritte sind keine aktive Bewegung von innen heraus, sondern ein reaktives Eingeständnis auf radikale Forderungen und Aktivismus.

Das ist jetzt sicher stark vereinfacht, aber exakt der Grund, weshalb radikale Kräfte nicht automatisch schlecht sind und oft eine Menge erreicht haben.

Seit wann spielt das eine Rolle hier? :o (ernstgemeinte Frage)

Ich würde mich genauso darüber ärgern, wenn neben der Wacken Foundation der Walfangverein "Wellerman e.V." einen Stand hat und im Infield alle 2 Meter einem einer mit einem Merchgegenstand von denen über den Weg läuft.

Wir haben Zeitweise Sea Shepard Merch Bingo im Infield gespielt.

Und es kommt noch eine andere Komponente dazu: Walfang (exemplarisch) werden immer alle verurteilen. Da muss man auch nicht groß drüber Bescheid wissen. Sea Shepard muss man wissen, mit welchen Methoden die arbeiten. Da lehne ich mich gerne ein bisschen aus dem Fenster und behaupte, dass die wenigsten wissen, mit wem sie da sympathisieren (bzw. ihren Merch tragen).
Also meines Wissens haben Sea Shepard noch keinen Menschen umgebracht oder ähnliches.

Wie gesagt, ich kritisiere viel an Sea Shepard, aber das geht eher in Richtung Faröer, indigene Stämme, etc.

Walfänger aktiv am Walfang hindern ist aber nichts, was ich sonderlich verurteilenswert finde.
 

Spartaner032

W:O:A Metalhead
23 Juni 2011
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Bad Bevensen
a macht man es sich aber ziemlich einfach und bequem. Ohne radikale Proteste und Aktivismus wären wir als Gesellschaft bei vielem heute noch im finsteren Mittelalter.

Ich hab nix gegen Proteste und Aktivismus gesagt. Es gibt nur kläre Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. In einen Hühnerstall einbrechen um die Missstände zu Dokumentieren? Und los!

Porsches anzünden, lass Mal nicht machen.


Für alles muss ein Mittelmaß gefunden werden. Im urbigens muss sich jede Bewegung auch im klaren sein, dass sie den Rückhalt der Bevölkerung brauchen für Veränderung. Das hat FFF erkannt ER nicht.

Also Ja, es muss ein Umdenken in der japanischen Gesellschaft geben. Das wird es aber eben nie geben, wenn die Debatte gar nicht stattfindet. Der Gedanke dass durch reine Vernunft großer gesellschaftlicher Wandel stattfindet ist schön, aber in meinen Augen auch ein großes Stück naiv.

Aber ich muss nicht immer ins extreme gehen um Debatten anzustoßen. Schau dir doch Streiks an, eins der besten Mittel für "Umdenken".



Das wir hier jetzt so weit sind, dass eine vegane Auswahl in Supermärkten Standart ist, liegt sicher nicht (nur) an irgendwelchen vernünftigen Einlenkungen von Gesellschaft, Politik und Großkonzernen, sondern daran das wir vor allen Dingen durch radikaleren Aktivismus immer und immer wieder über Jahrzehnte diese Debatte geführt haben und Gesellschaft, Politik und Großkonzerne Eingeständnisse machen mussten. Die Fortschritte sind keine aktive Bewegung von innen heraus, sondern ein reaktives Eingeständnis auf radikale Forderungen und Aktivismus.

Was hast du denn immer mit dem radikalen Aktivismus. Politik Gesellschaft und Konzerne müssen gegenüber Aktivisten gar nichts. Aktivisten sind immer die Minderheit gegenüber der Gesamtbevölkerung und die Politik hat immer die Möglichkeit Aktivismus zu unterbinden.
Ich sehe das also komplett anders als du. Echte Veränderung kann nur intrinsisch gesellschaftlich erfolgen, auch wenn das länger dauert. (Auch ich würde mir wünschen, dass es in vielen Dingen viel schneer geht)

Das ist jetzt sicher stark vereinfacht, aber exakt der Grund, weshalb radikale Kräfte nicht automatisch schlecht sind und oft eine Menge erreicht haben.

Ich finde dieseS Video und die Diskussion dazu sehr spannend

 

Hirnschlacht

Moderator
14 Mai 2007
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Oumpfgard
Ich hab nix gegen Proteste und Aktivismus gesagt. Es gibt nur kläre Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. In einen Hühnerstall einbrechen um die Missstände zu Dokumentieren? Und los!

Porsches anzünden, lass Mal nicht machen.


Für alles muss ein Mittelmaß gefunden werden. Im urbigens muss sich jede Bewegung auch im klaren sein, dass sie den Rückhalt der Bevölkerung brauchen für Veränderung. Das hat FFF erkannt ER nicht.
Ich behaupte so klar sind diese Grenzen nicht. Nimm mal die Stonewall Riots oder die Proteste in Hong Kong. War die Gewalt die da irgendwann auch von Demonstrierenden ausging wirklich unangebrachte Radikalität, oder ist es die völlig verständliche und nötige Gegengewalt gegen eine unterdrückende und missbrauchende Obrigkeit? Homosexuelle wurden in den 60er noch regelmäßig und von ganz oben herab misshandelt und schikaniert. Was in China heute noch mit Leuten passiert, wenn man nicht nach Linie läuft, will ich mir eigentlich nicht ausmalen.

FFF macht einen extrem wichtigen Job. ER am Ende aber auch. Die Kasper mit Anti-FFF Shirts gibt es auch so. Die Bevölkerung wehrt sich mit Händen und Füßen gegen ein Tempolimit. Ich behaupte wir wissen wie in dem 13-Fragen Video eigentlich zum größten Teil, dass die Leute eigentlich Recht haben. Wir wissen alle, dass wir eigentlich schon arg drüber sind und wir es mit dem Klima noch viel brutaler verkacken werden, bis wirklich was passiert. Eigentlich müssten also noch viel viel mehr Leute auf den Straßen sitzen. Aber ist auch doof, weil das irgendwie das aktuell doch wieder bequemere Leben stört.

Und nur um daran zu erinnern: Wir diskutieren aktuell gerade wieder über das Thema WEIL es radikale Gruppen gibt.

Aber ich muss nicht immer ins extreme gehen um Debatten anzustoßen. Schau dir doch Streiks an, eins der besten Mittel für "Umdenken".
Also ich kriege aus den allermeisten Ecken eigentlich nur großen Unmut darüber mit, dass jetzt Züge nicht fahren, oder Straßen gesperrt sind. "Ich krieg auch nicht mehr Geld!" heißt es dann voller Abscheu...
Was hast du denn immer mit dem radikalen Aktivismus. Politik Gesellschaft und Konzerne müssen gegenüber Aktivisten gar nichts. Aktivisten sind immer die Minderheit gegenüber der Gesamtbevölkerung und die Politik hat immer die Möglichkeit Aktivismus zu unterbinden.
Ich sehe das also komplett anders als du. Echte Veränderung kann nur intrinsisch gesellschaftlich erfolgen, auch wenn das länger dauert. (Auch ich würde mir wünschen, dass es in vielen Dingen viel schneer geht)



Ich finde dieseS Video und die Diskussion dazu sehr spannend

Ich habe es immer mit radikalem Aktivismus, weil das bequeme Abwarten bis die Gesamtbevölkerung sich mal zu Veränderung und Reflektion bequemt ein Luxus ist, den nicht jeder hat. Wenn du ständig verprügelt, schikaniert oder erniedrigt wirst, weil du Händchen mit einem anderen Mann hältst, ist dir irgendwann ein bisschen egal, ob die Gesellschaft gerade lieber Fußball gucken und keine politischen Diskussionen will.

Bei Sea Shepard ist es ähnlich. Was ist denn, wenn die Wale soweit zerfischt sind, dass es die meisten Arten einfach nicht mehr gibt? Ist es dann einfach zu spät, oder was ist dann?

Was ER angeht, stehen wir wie eben gesagt eigentlich schon über der Schwelle. Das bedeutet nicht, dass in 10 Jahren alles weg ist, aber das in wenigen Jahrzehnten die Welt so extrem hart in Chaos gestürzt wird, dass wir uns noch umgucken. Ich gebe dir Brief und Siegel drauf, dass in 20-30 Jahren von den Leuten die sich gerade über ER und Co. beschweren, dieselben Leute darüber meckern, dass nicht genug getan wurde. Weil Ja...in 20-30 Jahren wird die Gesellschaft es dann sicher auch endlich mal gecheckt haben. Nur leider 40-50 Jahre zu spät.

Und darum habe ich es immer mit radikalem Aktivismus. Weil es viel zu wenige nicht mit radikalem Aktivismus haben.
 
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23 Juni 2011
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Bad Bevensen
Ich behaupte so klar sind diese Grenzen nicht. Nimm mal die Stonewall Riots oder die Proteste in Hong Kong. War die Gewalt die da irgendwann auch von Demonstrierenden ausging wirklich unangebrachte Radikalität, oder ist es die völlig verständliche und nötige Gegengewalt gegen eine unterdrückende und missbrauchende Obrigkeit? Homosexuelle wurden in den 60er noch regelmäßig und von ganz oben herab misshandelt und schikaniert. Was in China heute noch mit Leuten passiert, wenn man nicht nach Linie läuft, will ich mir eigentlich nicht ausmalen.

FFF macht einen extrem wichtigen Job. ER am Ende aber auch. Die Kasper mit Anti-FFF Shirts gibt es auch so. Die Bevölkerung wehrt sich mit Händen und Füßen gegen ein Tempolimit. Ich behaupte wir wissen wie in dem 13-Fragen Video eigentlich zum größten Teil, dass die Leute eigentlich Recht haben. Wir wissen alle, dass wir eigentlich schon arg drüber sind und wir es mit dem Klima noch viel brutaler verkacken werden, bis wirklich was passiert. Eigentlich müssten also noch viel viel mehr Leute auf den Straßen sitzen. Aber ist auch doof, weil das irgendwie das aktuell doch wieder bequemere Leben stört.

Und nur um daran zu erinnern: Wir diskutieren aktuell gerade wieder über das Thema WEIL es radikale Gruppen gibt.


Also ich kriege aus den allermeisten Ecken eigentlich nur großen Unmut darüber mit, dass jetzt Züge nicht fahren, oder Straßen gesperrt sind. "Ich krieg auch nicht mehr Geld!" heißt es dann voller Abscheu...

Ich habe es immer mit radikalem Aktivismus, weil das bequeme Abwarten bis die Gesamtbevölkerung sich mal zu Veränderung und Reflektion bequemt ein Luxus ist, den nicht jeder hat. Wenn du ständig verprügelt, schikaniert oder erniedrigt wirst, weil du Händchen mit einem anderen Mann hältst, ist dir irgendwann ein bisschen egal, ob die Gesellschaft gerade lieber Fußball gucken und keine politischen Diskussionen will.

Bei Sea Shepard ist es ähnlich. Was ist denn, wenn die Wale soweit zerfischt sind, dass es die meisten Arten einfach nicht mehr gibt? Ist es dann einfach zu spät, oder was ist dann?

Was ER angeht, stehen wir wie eben gesagt eigentlich schon über der Schwelle. Das bedeutet nicht, dass in 10 Jahren alles weg ist, aber das in wenigen Jahrzehnten die Welt so extrem hart in Chaos gestürzt wird, dass wir uns noch umgucken. Ich gebe dir Brief und Siegel drauf, dass in 20-30 Jahren von den Leuten die sich gerade über ER und Co. beschweren, dieselben Leute darüber meckern, dass nicht genug getan wurde. Weil Ja...in 20-30 Jahren wird die Gesellschaft es dann sicher auch endlich mal gecheckt haben. Nur leider 40-50 Jahre zu spät.

Und darum habe ich es immer mit radikalem Aktivismus. Weil es viel zu wenige nicht mit radikalem Aktivismus haben.

Ich finde in diesen Artikeln wird das eigentlich ganz gut deutlich, was ich meine:


Hier wird das was ich gerade im Bereich Recht meine gut definiert und erklärt