Münteferings Angriff auf dem Kapitalismus

Dieses Thema im Forum "Talk" wurde erstellt von mhb2116, 27. April 2005.

  1. mhb2116

    mhb2116 W:O:A Metalhead

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    Das ist meines Erachtens der erste kritische Thread gegen unsere Regierung in diesem Forum, sämtliche politische Äusserungen richten sich ja bisher ausschließlich gegen die Opposition.

    Sollte ich falsch liegen, so bitte ich um Berichtigung.

    Ich wünsche Herrn Müntefering viel Erfolg mit seinem Werbefeldzug für den Standort Deutschland!

    Hoffentlich reichen unsere Flächen auch aus, um die vielen Unternehmen hier anzusiedeln, die sich zu tausenden hier niederlassen wollen... :rolleyes:
     
  2. L_H

    L_H Member

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    Hat Münte eigentlich absolut Recht mit. Zu dumm, dass alles nur billige Wahlkampf-Taktik ist und er den Unternehmer praktisch gesehen in der Gesetzgebung auch weiterhin den Hintern knutschen wird :rolleyes: :rolleyes:
     
  3. PsychicVeteran

    PsychicVeteran W:O:A Metalmaster

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    Helmut Schmidt hat es vielleicht besser formuliert als er vor dem amerikanischen Raubtierkapitalismus gewarnt hatte - das 'soziale' in der sozialen Marktwirtschaft geht meines Erachtens leider immer stärker verloren und damit muss ich Munte recht geben - die Konzerne verlagern die Arbeit ins Ausland in Ländern wo Themen wie Demokratie, Arbeiterrechte und Arbeiterschutz keine grosse Rolle spielen - vielleicht sollte man die Standards in Deutschland auf diesem Niveau sinken lassen, um die Arbeitsplätze zu retten :rolleyes:
     
  4. mhb2116

    mhb2116 W:O:A Metalhead

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    Ich würde es eher die Rückkehr zur Eigenverantwortung und Leistungsentfaltung nennen und den Abbau der staatlichen Fürsorge und Bevormundung.
     
  5. mhb2116

    mhb2116 W:O:A Metalhead

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    Sind denn die meisten SPD-Anhänger nicht mehr aktiv beschäftigt und werden
    jetzt von ihrer Partei bezahlt??? :rolleyes:

    Könnte schon sein, da die Gewerkschaften ja die Arbeitslosenzahlen kräftig in die Höhe getrieben haben...
     
  6. Colamann3798

    Colamann3798 W:O:A Metalmaster

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    Genau! DIe deutsche Steinkohle ist auch selber schuld, daß sie auf dem internationalen Markt nicht konkurrenzfähig ist. Wenn die Arbeiter hierzulande für 30 Cent am Tag 14 Stunden malochen würden, und man sich nicht über ein Grubenunglück die Woche mit ein paar hundert Toten aufregen würde, dann hätte die Chinesische Konkurrenz bald nix mehr zu lachen!
     
  7. mhb2116

    mhb2116 W:O:A Metalhead

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    30 cent???

    Soviel... :D
     
  8. Fridi

    Fridi W:O:A Metalhead

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    Du hast Recht!


    Hier im Forum wird sehr einsitig und nur durch aufgrund einer zeitung diskutiert!(www.spiegel.de)

    Auf der einen Seite hat der Müntefering ja Recht das es nich geht das Menschen entlassen werden obwohl Milliarden Umsätze gemacht werden aber auf der anderen Seite muss man auch die Firmen sehen die irgendwie konkurrentsfähig bleiben müssen da der rest des Marktes ja nich schläft und die Preise immer weiter und weiter gedrückt werden!

    Ich bin nicht qualifiziert genug um da richtig mit zu reden!

    Das einfachste und populitischte ist es einfach zu sagen , dass die Industrie Schuld ist!

    Das stimmt aber so nicht!

    Alle reden immer das wir sozial und offen für alles sein müssen und auf der anderen Seite heulen sie das die Firmen die Löhne drücken wie sonst was!

    Man muss sich entscheiden ob wie Polen die Türkei und Co. in der EU haben will oder ob man das alles richtig überprüft und die Folgen früh sieht und dies verhindert!Ich denke das die Arbeitsplätze die durch die Scheinselbstständigkeit der Osteuropäer verloren gegangen sind hätten verhindert werden können!Da ist die Industrie nicht Schuld!Da ist unsere Regierung schuld und ihre bekackte Europapolitik!

    Da meckert hier niemand!Da stell ich mir die Frage wiso?Wahrscheinlich weil niemand den Fehler sehen will!
     
  9. Gorefield

    Gorefield W:O:A Metalmaster

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    Nur auf die böse Wirtschaft zu schimpfen und sich gegen jede Art von Reformen, die zu Lasten der Arbeitnehmer gehen, zu sträuben (wie es Teile der SPD machen), ist sicherlich genauso falsch wie nur auf die bösen Gewerkschaften zu schimpen und Entlastungen der Arbeitgeber bei gleichzeitigen massiven Beschränkungen der Arbeitnehmerrechte (Stichwort Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall) zu fordern (wie es Teile der CDU/FDP machen).

    Dennoch finde ich es durchaus legitim, das mangelnde Verantwortungsbewusstsein vieler deutsche Unternehmer für ihre Mitarbeiter anzuprangern, genauso wie es legitim ist, mangelndes Feingefühl einiger Gewerkschaften zu kritisieren.
     
  10. L_H

    L_H Member

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    Könnte gut sein :rolleyes:

    Meine Stimme kriegen diese Mitte-Rechts-Deppen eh nicht...DKP oder PDS? :D

    Durch praktische stagnierende Löhne bei massiv steigenden Gewinnquoten, ständig höherer Pruduktivität und Rekordexporten ?

    Löhne ordentlich hochpushen, dann steigt die Binnennachfrage und sinkt die Arbeitslosigkeit. Neoliberalismus hat uns in den letzten 20 Jahren schon genug "Erfolg" beschert :rolleyes:

    Zu dumm dass die Gewerkschaften sich Lohnerhöhungen nich mehr erlauben können sondern schon froh sein dürfen wenn sie die Reallöhne halten können...
     
  11. PsychicVeteran

    PsychicVeteran W:O:A Metalmaster

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    Wie man's nennt ist mir relativ egal - anstrebbar finde ich sowas nicht.

    Der Staat hat die Rolle übernommen, die in der Vergangenheit von der Kirche bzw. kirchliche Organisationen (und nicht von Unternehmen) wahrgenommen wurde - da sehe ich die Rückkehr zu frühen Tagen als kaum sozialverträglich zu gestalten. Wenn man zum Beispiel auf die ehemalige Sovietunion blickt, da ist die medizinische Versorgung mittlerweile katastrophal - unter dem totalitärischem Regime war diese Versorgung allerdings wirklich gut.

    Es gibt sicherlich Sachen die man in Deutschland verbessern könnte - allerdings habe ich mich bewusst in Deutschland niedergelassen, selbst wenn es für mich als EU-Mitbürger manchmal umständlicher wird...
     
  12. PsychicVeteran

    PsychicVeteran W:O:A Metalmaster

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    Hier sollte man zwischen Industrie und Kapital(ismus) unterscheiden. Das Kapital wird da angebracht wo man hohe Renditen erwartet - eine (Ab-)wanderung des Kapitals kann man nur durch Protectionismus verhindern, welches gegen den Prinzipien der EU verstoßen würde...
     
  13. mhb2116

    mhb2116 W:O:A Metalhead

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    Steigende Gewinnquoten???

    Die Rekordinsolvenzzahlen sprechen da aber eine andere Sprache :rolleyes:

    Löhne hochpushen und die Arbeitslosigkeit sinkt???

    Genau das Gegenteil ist der Fall, sie steigt.
    Oder kaufst Du mehr ein, wenn die Preise erhöht werden?
     
  14. Colamann3798

    Colamann3798 W:O:A Metalmaster

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    Übrigens kann man zwar der Industrie nicht allein den falschen Peter zuschieben, aber wenn ich mir die Arbeit meines Vadders so angucke... Dort ist die Belegschaft derart zusammengekürzt worden, daß statt den nötigen 6 Mann pro Schicht nur so 2-4 da sind. Zu Stoßzeiten stellt die Firma dann hübsch flexibel Zeitarbeiter ein, nur daß man mit denen nix anfangen kann solangte die nicht eingearbeitet sind. Das geht aber aus zwei Gründen nicht: 1. sind die dafür gar nicht lang genug da, 2. hat keiner Zeit die einzuarbeiten, weil die eigentlichen Mitarbeiter ja vor lauter Arbeit nicht mal zum Pinkeln kommen. Und wenn mein Vadder (als Vorarbeiter) seinem Chef dann erzählt, daß das hinten und vorn nicht funzt, dann meint der nur "Das müssen sie schon mir überlassen".
     
  15. PsychicVeteran

    PsychicVeteran W:O:A Metalmaster

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    Und damit haben wir der Kern des Problems:

    Kleinere Unternehmen genau so wie der einzelne Mitarbeiter werden von Großunternehmen unter Druck gesetzt und in den Ruin getrieben...
     

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