SO sieht das aus !!!
Studie: Wer mehr MP3s tauscht, kauft mehr CDs
München (mb) – Die Musikindustrie musste in den letzten Jahren deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Schuldigen dafür waren schnell gefunden: Tauschbörsen im Internet. Dass die Problematik etwas differenzierter ist, als die Musikindustrie zugeben möchte, zeigen zwei aktuelle Studien.
"Spiegel Online" berichtet von einer Studie der University of Connecticut und der State University of New York laut der es zwar zutrifft, dass die Umsätze durch das Internet zurückgehen, allein die Begründung ist eine völlig andere. Früher hätten nach Auffassung der Wissenschaftler die Musikhörer alles gekauft, was prominente Künstler auf den Markt gebracht haben. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, sich vorher ausführlich zu informieren - und dann auf den einen oder andern Kauf zu verzichten. Die Wissenschaftler sprechen von "Sampling".
Umgekehrt profitieren Newcomer von diesem Verfahren. Auch wer keinen großen Namen hat, kann durch das Internet eine große Zielgruppe erreichen. Die Studie belegt dies durch eine Auswertung der Billboard-Charts der letzten zehn Jahre. Die Anzahl der dort vertretenen Künstler stieg um 30 Prozent. Fanden sich Anfang der neunziger Jahre noch 400 Künstler in den Charts eines Jahres waren es im Jahr 2000 bereits 600. Die Empfehlung der Wissenschaftler an die Musikindustrie: Anstatt die Filesharing-Dienste juristisch zu verfolgen, sollten die Plattenfirmen selber sinnvolle Dienste anbieten, die den Kunden das Sampling ermöglichen.
Noch härter wird die Musikindustrie die aktuelle Jupiter-Studie treffen, wie das Online-magazin "Newsbytes" berichtet. Die kommt nämlich sogar zu dem Ergebnis, dass die fleißigsten Nutzer der Filesharing-Tools die eifrigsten Kunden der Musikindustrie sind. In einer Umfrage von Jupiter gaben 29 Prozent der Befragten an, dass neue Technologien ihre Musiknutzungsgewohnheiten geändert hätten. Davon sagten 19 Prozent, dass sie mehr Geld für Musik ausgeben - aber nur zehn Prozent geben weniger aus. Musikfans, die Filesharing-Tools nutzen, sind eher bereit, mehr Geld auszugeben als normale Musikhörer. Die Marktforscher bringen es auf eine einfache Formel: Mehr Zeit im Internet bedeutet in der Regel auch mehr Musikkäufe.
Auch Gründe für die Umsatzrückgänge werden in der Studie genannt. So befinde sich die Musikindustrie in der Mitte eines normalen Marktzyklus. Außerdem sei die Konkurrenz durch beispielsweise Video-Spiele oder DVDs größer geworden. Und schließlich habe die CD als Musikformat ihren Zenit überschritten.
Das Fazit von Jupiter entspricht dem der Wissenschaftler aus Connecticut und New York. Anstatt die "Phantom-Bedrohung" Filesharing weiterzuverfolgen, solle man das Geld lieber in Online-Marketing und Distribution investieren - und die Kunden zurückgewinnen.
Info: www.spiegel.de/netzwelt
www.newsbytes.com
Kann ich für mich unterschreiben !!! Aber die Industrie wird uns warscheinlich weiter kriminalisieren !!!!
Studie: Wer mehr MP3s tauscht, kauft mehr CDs
München (mb) – Die Musikindustrie musste in den letzten Jahren deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Schuldigen dafür waren schnell gefunden: Tauschbörsen im Internet. Dass die Problematik etwas differenzierter ist, als die Musikindustrie zugeben möchte, zeigen zwei aktuelle Studien.
"Spiegel Online" berichtet von einer Studie der University of Connecticut und der State University of New York laut der es zwar zutrifft, dass die Umsätze durch das Internet zurückgehen, allein die Begründung ist eine völlig andere. Früher hätten nach Auffassung der Wissenschaftler die Musikhörer alles gekauft, was prominente Künstler auf den Markt gebracht haben. Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, sich vorher ausführlich zu informieren - und dann auf den einen oder andern Kauf zu verzichten. Die Wissenschaftler sprechen von "Sampling".
Umgekehrt profitieren Newcomer von diesem Verfahren. Auch wer keinen großen Namen hat, kann durch das Internet eine große Zielgruppe erreichen. Die Studie belegt dies durch eine Auswertung der Billboard-Charts der letzten zehn Jahre. Die Anzahl der dort vertretenen Künstler stieg um 30 Prozent. Fanden sich Anfang der neunziger Jahre noch 400 Künstler in den Charts eines Jahres waren es im Jahr 2000 bereits 600. Die Empfehlung der Wissenschaftler an die Musikindustrie: Anstatt die Filesharing-Dienste juristisch zu verfolgen, sollten die Plattenfirmen selber sinnvolle Dienste anbieten, die den Kunden das Sampling ermöglichen.
Noch härter wird die Musikindustrie die aktuelle Jupiter-Studie treffen, wie das Online-magazin "Newsbytes" berichtet. Die kommt nämlich sogar zu dem Ergebnis, dass die fleißigsten Nutzer der Filesharing-Tools die eifrigsten Kunden der Musikindustrie sind. In einer Umfrage von Jupiter gaben 29 Prozent der Befragten an, dass neue Technologien ihre Musiknutzungsgewohnheiten geändert hätten. Davon sagten 19 Prozent, dass sie mehr Geld für Musik ausgeben - aber nur zehn Prozent geben weniger aus. Musikfans, die Filesharing-Tools nutzen, sind eher bereit, mehr Geld auszugeben als normale Musikhörer. Die Marktforscher bringen es auf eine einfache Formel: Mehr Zeit im Internet bedeutet in der Regel auch mehr Musikkäufe.
Auch Gründe für die Umsatzrückgänge werden in der Studie genannt. So befinde sich die Musikindustrie in der Mitte eines normalen Marktzyklus. Außerdem sei die Konkurrenz durch beispielsweise Video-Spiele oder DVDs größer geworden. Und schließlich habe die CD als Musikformat ihren Zenit überschritten.
Das Fazit von Jupiter entspricht dem der Wissenschaftler aus Connecticut und New York. Anstatt die "Phantom-Bedrohung" Filesharing weiterzuverfolgen, solle man das Geld lieber in Online-Marketing und Distribution investieren - und die Kunden zurückgewinnen.
Info: www.spiegel.de/netzwelt
www.newsbytes.com
Kann ich für mich unterschreiben !!! Aber die Industrie wird uns warscheinlich weiter kriminalisieren !!!!