So, ich habe mir deinen text durchgelesen und mich mit ihm das ganze wochende beschäftigt. Da du unter deinem text sagtest, dass kommentare erwünscht sind, tu ich dies hiermit. (ich habe die verschiedenen abschnitte, über die ich rede, in den eckigen klammern angegeben!). Ich hoffe, du liesst wirklich alles! (ich weiss es ist viel, nur mit deinem habe ich mich intensiv auseinander gesetzt!)
Teil1:
Einleitung:[Nicht erst seit den ...............Überlegungen zu Papier zu bringen. ]
Meiner ansicht nach behandelst du hier Rassismus und Rechtsdakilismus(bzw rechtsextremismus) auf der gleichen ebene, was nicht korrekt is. Rechtsradikalismus bedeutet nicht gleich Rassismus! es gibt (mögl. Viele) leute die rechte gedanken hegen, nur dass muss nich gleich heissen, dass sie andere leute aufgrund ihrer hautfarbe oder so hassen. Genauso gibt es rassisten, die ausländer hassen, aber trotzdem keine nazis sind. Rechtsradikalismus bedeutet eine politische einstellung, die den demokratischen staat durch eine volksgemeinschaft ersetzen will, die auf Volks- ODER Rasse bezogenen Merkmalen basiert. Sie sehen eine fundamentale gleichheit der menschen als unmöglich an. Des weiteren sind ein mehrparteien system oder eine demokratische opposition nach der weltanschauung des Rechtsradikalismus volkszersetzend. Hingegen geht es beim Rassismus allein um den Hass/vorurteile geenüber Menschen aufgrund ihrer hautfarbe etc. Es werden rassenunterschiede aufgeführt, die als unüberbrückbar postuliert werden und daher wird automatisch auch eine höher bzw minderwertigkeit einer bestimmten rasse impliziert. Daher ist es in deinem fall falsch, rechtsextremismus und rassismus auf der gleichen ebene zu behandeln, da du ja über Rechtsextreme jugendliche schreiben willst, und deren motive, rechte parteien wie die NPD oder DVU zu wählen, wie deine überschrift besagt. Und das ein offener Rassismus von den betreffenden Parteien propagiert wurde und somit zu wählerzuwachs führte, wäre mir ehrlich gesagt neu.
Absatz1:[Nach meiner Erfahrung.....................................zu erlegen. ]
Zu beginn deiner argumentation führst du den ersten von drei gründen von rechtsextremismus bzw wie du es nennst, Rassismus an: Schlüsserlebnis in der Kindheit und daran anschliessend erweiterte defiziete durch einen mangel an Bildung. Dazu sei ersteinmal gesagt: Du unterscheidest NICHT zwischen Rassismus und rechtsextremismus (den bestehenden unterschied habe ich im vorhergehenden absatz erläutert)!!!! Du willst über die ursachen des rechtsextremismus mit bezug auf die ergebnisse der landtagswahlen schreiben, nur jetzt beginnst du, die (deiner ansicht nach bestehenden) Ursachen von fremdenfeindlichkeit zu erläutern. Nur hat Fremdenfeindlichkeit den parteien zu diesem Wahlerfolg verholfen???
Bitte differenziere also erst einmal ganz genau zwischen Rechtsradikalismus und Rassismus!!
Kommen wir nun zu dem ersten deiner aufgeführten Gründe: Schlüsselerlebnis der kindheit. Du gehst von deiner erfahrung aus, wie du schreibst, dass heisst, du hast so etwas mal in deinem Umfeld miterlebt/mitbekommen. Nur kannst du daraus folgend solch ein (wie von dir angeführtes schlüsselerlebnis) NICHT als einen OFTMALIGEN grund darlegen! Wenn du dieses sagen könntest, hättest du dies mindestens hunderfach (wenn nicht sogar in einer noch höheren zahl) bei menschen beobachten müssen, d.h. du hättest eine Studie durchführen müssen, und die daraus resultierenden ergebnisse bis ins kleineste Detail unter psychologischen und soziologischen Aspekten analysieren müssen, um diese behauptung fundiert untermauern und als „oftmaligen“ grund darstellen zu können (wenn dies die ergebnisse hergegeben hätten). Da du dies höchstwahrscheinlich nicht getan hast, ist diese behauptung falsch! Sie beruht auf deiner subjektiven Wahrnehmung in deinem Umfeld, nicht auf einer Objektiven Studie im grossen Rahmen. Des weiteren gehst du von kindischem Mitleid aus, welches sich dann durch gewaltefahrung in Verachtung bzw Hass umwandelt. Woher nimmst du diese These/Behauptung? Welches grundschulkind sitz da, und denkt sich: der tut mir leid, weil er nicht lesen kann. Ich denke mal, jedes Grundschulkind ist in erster Linie mit sich selbst beschäftigt und versucht die neuen aufgaben der Schule zu bewältigen. Vorurteile gegenüber ausländischen Kindern entstehen wohl eher, wenn sich gruppen (von z.b. ausländischen mitschülern) zusammentun, und dann einzelne, schwächere mitschüler mobben und sich für stärker halten. NUR dieses phänomän des Mobbings und der gruppenzusammenrottung gab es schon, als die ausländerrate in manchen schulen noch nicht so hoch war wie heute und vielleicht 2% oder 3% betrug und das dann vornehmlich deutsche kinder wahren. Du sprichst weiterhin die sprachlichen Defiziete, mangelnde anpassung und soziale ausgrenzung an. Drehen wird den spiess doch mal um, und nehmen an: Du wärst in die türkei umgezogen mit deiner familie, als du 5 oder 6 jahre alt gewesen bist und musst nun dort in eine klasse gehen. In einer völlig fremden Kultur, mit einer völlig fremden sprache. Würdest du gleich darein kommen: „juhu, hier bin ich. Ich will mich integrieren.“ Mit sicherheit nicht! Es kommt meiner meinung nach auch drauf an, wie lange die ausländische familie schon in deutschland wohnt und wie sehr sich die kinder bzw auch die eltern hier angepasst haben. Dieses überträgt sich dann später auf das weitere soziale verhalten in unserer gesellschaft, wenn sie älter werden. Wie dies bereits gesagt wurde: jeder ist das produkt seiner Umwelt, in der er gross wird!
Im weiteren gehst du jetzt auf die bildung ein, die ohne zweifel eine möglichkeit bietet, sich gegen rechte phrasen zu wappnen. Nur wie du dies aussführst, ist einfach nicht fassbar. Du sagst aus, dass schüler, die nach der realschule runtergehen oder auf der hauptschule waren, nicht die fähigkeit erlangen können, demagogie als solche zu erkennen. Nur woher willst du das wissen? Hat das nich eher was mit der persöhnlichen intelligenz zu tun? Man kann sachen lernen, nur es hat doch überhaupt nix damit zun, auf welcher schule man war. Mit dieser aussage sprichst du menschen, die nicht auf einem gymnasium waren die fähigkeit ab, unrecht von recht zu unterscheiden, um es mal so auszudrücken. Andersherum gesehn, ist garantiert nicht jeder Gymnasiast mit erreichtem abitur oder jemandem der auf solchem war, in der lage, Demagogie nicht zu verfallen. Die bildung is mit sicherheit sehr wichtig, nur kann man es nich auf so krasse weise verallgemeinern, wie du es tust. Im 2ten weltkrieg zu nazi zeiten gab es genug leute, die man als klug und gebildet hätte bezeichnen können, die aber trotzdem mit dem kollektiv gegangen sind. Ich weiss, dass dies jetzt ein hartes beispiel ist, nur die fähigkeit Unrecht von recht zu unterscheiden ( um es mal so zunennen in bezug auf die erkenntnis demagogischer oder rechtsextremer texte ) hat sehr viel mit eineger intelligenz zu tun und nich unbedingt, welche schulform man besucht hat. So wie du es ausdrückst in deinem text, sieht es aus, als wenn jeder nich gymnasiast leichter den rechten verfällt, als ein gymnasiast. Ich frage mich grad ernsthaft, wie du solch eine these vertreten kannst. Heutzutage kommt fast jeder auf ein gymnasium. Es ist dann nur die frage, wie er es abschliesst, und was er da mitnimmt. Nur das er dadurch quasi ein besserer mensch wird, bewzeifle ich.