Den Text hätte ich sicher vor einigen Jahren auch über Wacken exakt so geschrieben und habe mir immer mein Reset auch in Wacken geholt. Das geht inzwischen allerdings auf anderen, kleineren Festivals einfach (für mich) besser. Wacken ist halt zwischen beiden Welten - ner Metalwelt und einer Welt "da draußen", so dass aus beiden Richtungen viele Menschen heranströmen, ich fühl mich da nicht mehr so sehr in "meiner Metalwelt". Klar, ich fahre auch seit 30 Jahren auf Metalfestivals, da verschiebt sich der ein oder andere Anspruch und Gedanke - aber ich finde solche Texte wie hier auch deswegen schön, weil es immer noch viele Menschen gibt, die mit und in Wacken gut leben und sich ausleben können.
Ich muss gerade so ein bischen an Whisky denken - Deinen ersten guten Whisky vergisst Du nicht, aber im Laufe der Jahre trinkst Du einfach andere Whiskys. Das macht weder den ersten schlecht noch die anderen besser

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Wacken hat in meinen Augen auch immer noch eine echte Daseinsberechtigung, auch wenn Teile der Metalcommunity inzwischen ihr Seelenheil woanders suchen. Alleine für solche Erfahrungen wie von niphas. Klar hat da Wacken kein Monopol drauf, ich kenne aber eine Menge Leute, die auch heutzutage noch sehr sehr geflasht sind von ihrem ersten Wacken-Besuch und die dem "Holy Ground" immer noch verfallen.
Ist doch prima, gehet hin und habt Spaß und erleuchtet Euch. Und wenn das in Wacken ist - dann ists halt in Wacken

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