Das Problem fing doch schon weit vor KI an.
Sieh dir doch mal die Popmusik von heute an und vergleich sie mit den frühen 2000ern (ich erwarte nun nicht, dass du aktiv hörst... will dich ja nicht quälen

). Aber gibt es da nen echten Unterschied?
Sind die Lieder irgendwie anders geschrieben als damals? Irgendwie nicht, teilweise ist es auch nur das gleiche Lied (oder zwei ineinander gematscht) als "remix".
Man merkt finde ich schon, dass viel Musik, gerade was so standardmäßig im Radio läuft, einfach nur noch generisch ist: so wie immer, bisschen anders abgemischt, vielleicht mal mit ner Männerstimme statt ner Frauenstimme. Und das seit Jahrzehnten. (Gibt es echte Unterschiede zwischen Shakira und Tailor Swift? Abgesehen von der Stimmlage?)
Das ist auch einer der Gründe, warum ich beim Meddl gelandet bin: es hört sich, auch wenn die Band schon ein viertel Jahrhundert alt (oder älter) ist, noch irgendwie "frisch" an. Klar folgen viele Lieder einem Muster (Intro, 2x Strophe+2x Refrain, Bridge, Refrain, Ende), aber man muss ja nicht immer so ausufern wie z.B. Tool. Und ja, es gibt auch "Popmusik beim Metal" (so manche Symphonic- oder Powermetal-Band). Aber gerade das macht es auch so wertvoll Bands wie die von dir genannten (
@Norrøn) als Kunst anzusehen. Und dann auch gerne zu hören, auch wenn es ggf. früher gar nicht seine Musikrichtung war (z.B. Behemoth bei mir).
AI Slop sieht man ja im Moment extrem viel. Und gerade der "Slop" Teil ist das, was mich nervt: ich mach mir mal 150 Bilder/Lieder zu dem Text-prompt, den ich eingegeben habe, und ich wähle mir die "besten" 10 aus und veröffentliche sie dann. Die Kreativität daran? Wie man den Prompt schreibt und welche KI man dafür verwendet. Der Rest ist Datenmanagement. Und die KI bedient sich meist nur aus bereits vorhandenen Datenbanken, also kann ja nie was neues raus kommen, nur ein weiterer Remix von dem, was es schon lange gab. Also quasi wie Popmusik seit den 2000ern. Und das macht die Musik dann auch langweilig.