Goldeimer beim W:O:A 2026

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KPF70

W:O:A Metalhead
27 Juli 2026
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Ist mir klar ;)

Das ganze nennt sich "Niederschlagswassergebühr", und da die bei uns schon seit Äonen in der Dorf-Satzung steht, wird sie auch erhoben.

Als ich den Gedanken mit der Regenwassser-Toilettenspülung hatte, haben die mir im Rathaus recht schnell klargemacht, dass sich - selbst wenn die Hälfte des Niederschlagwassers dauerhaft bis zum "Verbrauch" in eine Zisterne ginge - nix an deren Berechnungsgrundlage und den für unsere Dachfläche berechneten Abgaben ändern würde. Desweiteren müssten wir jedoch zusätzlich für das zur Toilettenspülung zwischengespeicherte Niederschlagswasser den vom Wasserzähler (mit regelmäßiger Eichpflicht, selbstverständlich) erfassten "Verbrauch" zahlen - und damit doppelt für jeden einzelnen Liter.
On Top wären dann noch die ganzen anderen Auflagen gekommen - wie die Zisterne beschaffen sein muss, in welcher Tiefe eingegraben, Leitungsquerschnitt, und und und.

Ausserdem muss es ja weiterhin möglich sein, die Spültoilette eben auch mit Trinkwasser zu betreiben (Zisterne leer wegen Dürre, gefroren wegen strengen Frosts). Da sich Regen- und Leitungswasser keinesfalls mischen dürfen, brauchts zwei voneinander getrennte Leitungssysteme, das fürs Regenwasser mit Hauswasserautomat (Pumpe, die nur fördert, wenn sich der Spülkasten wieder füllen soll) und Spezialfilter, sowie an der Entnahmestelle (Spülkasten) auch zwei separate Ventile/Einläufe.
Klingt so, als ob es einfach nicht gewollt ist😞
 
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luna.lunatik

W:O:A Metalmaster
16 Juli 2010
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Oberbayern am Land :-D
Klingt so, als ob es einfach nicht gewollt ist😞
Zumindest zu dem Zeitpunkt nicht.

Ich habe einen Bekannten, der hat Anfang der 1990er im Nachbarort Neu gebaut, und hat eine Riesenzisterne fürs Regenwasser unterm Haus anstatt einem Keller. Genutzt wird das gefilterte Niederschlagswasser als Toilettenspülung, und für die Waschmaschine (netter Nebeneffekt: der Waschmittelverbrauch ist aufgrund des weichen Regenwassers enorm niedrig).
Jetzt wars wohl zum Zeitpunkt seines Hausbaus noch so, dass die Auflagen deutlich niedriger waren (der zahlt nur für seine Dachfläche die Abwassergebühr und hat keinen zusätzlichen "Regenwasser-Verbrauchszähler"), als dann +15 Jahre später, wo ich das bei mir umsetzen wollte. Der hat sich nur an den Kopf gefasst, wie ich ihm das alles berichtet hab - und meinte wie du: "das ist offenbar nicht mehr gewollt".
Bei ihm ist das Manko, dass er an den Waschbecken, Dusche und Badewanne sowie in der Küche Trinkwasserzuleitungen hat, für Toiletten und Waschmaschine aber nur Leitungen fürs gefilterte Regenwasser. Heisst: wenn seine Zisterne leer läuft, muss er die mit Leitungswasser mittels Schlauch befüllen, dass da weiterhin gewaschen bzw. die Toiletten gespült werden können, immerhin zahlt er dann trotzdem nicht doppelt.

Strom ist mittlerweile aber auch ein Thema, diese Hauswasserautomaten laufen ohne natürlich nicht. Anfang der 1990er war unsere Stromversorgung weder so volatil noch gefährdet, wie das mittlerweile der Fall ist.