Nee..ist wirklich kein Problem. Das ist noch so "überliefert" muss man fast sagen

Vor 60 jahren galten ja sogar Vegetarier noch als lebensmüde
Der einzige "kritische" Stoff ist das Vitamin B12. Das kommt in vielen tierischen Produkten und sonst fast überall vor. So ekelig das auch ist, aber früher war selbst Zahnbelag ne zuverlässige Vitamin B12-Quelle

Das Zeug kommt in unbehandeltem Wasser, im Boden, praktisch überallvor, weil das von Mikroorganismen gebildet wird. Und gez kommt der Grund, warum vegane Ernährung so in Verruf geraten ist: Bis vor einigen Jahren, hab sich die Vegis immer auf indische Völker berufen, die seit Generationen aus religiösen Gründen rein pflanzlich leben. Damals wusste man noch nicht, dass schlechte hygienische Verhältnisse und das nicht-versprühen von Pestiziden (welche die Mikroorganismen auf Pflanzen abtöten) dafür veranwtortlich sind, dass die keinen Mangel haben. Bei uns ist aber alles verhältnismäßig steril und daher klappt das nich. Dass das Vitamin B12 n Problem darstellt, ist also kein Beweis, dass wir unbedingt tierische Sachen essen müssen, sondern nur Folge unserer modernen Landwirtschaft.
Dann galten Algen lange Zeit als Quelle, bis man herausfand, dass es "Pseudo-Cobalamine" gibt..also B12-Analoga, die chemisch eine identische Struktur haben, aber wirkungslos sind und die Aufnahme von echtem Cobalamin sogar hemmen können.
Alles kein Problem, weil in so gut wie jeden Mulitivtaminsaft ganz viel B12 drin is...ich hab son einen ausm Aldi, den ich eh schon immer gesoffen hab, da decken 2 kleine Gläser den Tagesbedarf. Aber zB in vielen Kellogs-Sachen und auch in vielen anderen Lebensmitteln ist das, teils natürlich, teils zugesetzt, enthalten. Da muss man sich echt keinen Kopp drum machen. Das wird auch über Jahre in der Leber gespeichert und man braucht nur verschwindend geringe Mengen. Man sollte aber schon gucken, dass man übern Daumen gepeilt genug davon zu sich nimmt, weil wenn erstmal ein Mangel da ist, ises zu spät und Nervenschäden können die Folge sein. Aber auch "Omnis" über 50 wird empfohlen, Präparate zu nehmen. Halt weil wir unsere Hauptquellen selber kaputt gemacht haben. Wenn man sich trotzdem Sorgen macht, gibts auch so Lutschbonbons inner Apotheke.
Ansonsten gilt die "Eisen + Vitamin C" Regel...also zu eisenhaltigem Gemüse oder so hin und wieder mal n Glas O-Saft trinken oder was in der Art, weil pflanzliches Eisen dadurch besser aufgenommen wird. Mangel ist nicht zu erwarten. Eisenmangel is eher n Vegetarier-Problem.
"Tiersches Eiweiß" isn Mythos. Menschlicher Körper braucht 22 Aminosäuren, 8 davon sind essentiell, können also nich selber gebildet werden. Diese 8 gibts auch alle in Pflanzen, in Soja sogar alle 8 auf einmal. Eiweißmangel ist ausgeschlossen.
Naja es gibt son paar "Kombinationen", die besonders vorteilhaft sind. zB Getreide und Hülsenfrüchte zusammen gegessen sind besonders gut (innen Salat zB einfach Mais und Kidneys mitreinschmeißen) , bei Gemüse "grün und orange" (so doof sich das anhört

) usw...aber das sind nur so faustregeln und man muss nich nach Plan kochen oder so

Ich kenne Leute, die sich fast nur von Pommes, Pudding, Schokolade, Soja-Burgern und Chips ernähren und die leben auch noch

Auf die Dauer ist das aber sicher nicht zu empfehlen
Es gibt irgendwo im Netz n ganz ausführliches Infoblatt..ich sooch das ma. Aber etliche Hochleistungssportler essen auch so. Der amtierende Bodybuildingweltmeister zB
Achja.... *schopfhuldich*

Und
hier findet man sogar coole Rezepte