Der was denkt ihr grad thread!!!!!!!

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Blake

Schnucki
5 Aug. 2014
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36
Rheinhessen
Dazu konnte ich bisher nichts so konkretes - im Gegensatz zu München - finden.

In allen Artikeln, die ich quer durch die Medienlandschaft dazu gelesen habe, hieß es exemplarisch:

Und:


Der komplette fraktionsübergreifende Beschlussantrag findet sich als PDF auf der Heidenauer Seite:
Am Ende geht es darum was die Betroffenen vor Ort möchten. Es gab in Heidenau schon Stolpersteine und es waren weitere geplant.
Wenn die jüdische Gemeinde vor Ort keine weiteren gewollt hätte, dann würde es diese Diskussion nicht geben.
Vor allem würden dann der Antrag nicht von der AfD kommen. Hier hat sich die CDU mal wieder vor den Karren spannen lassen was einfach dämlich ist.
 

luna.lunatik

W:O:A Metalmaster
16 Juli 2010
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2.379
118
Oberbayern am Land :-D
Es gab in Heidenau schon Stolpersteine und es waren weitere geplant.
Das war in München ja auch der Fall - insofern ist das durchaus vergleichbar.
Wenn die jüdische Gemeinde vor Ort keine weiteren gewollt hätte, dann würde es diese Diskussion nicht geben.
Das schreibt die Jüdische Allgemeine dazu:

Vor allem würden dann der Antrag nicht von der AfD kommen.
Nun, laut Bild sind in der Sitzung diese Äußerungen gefallen:
In der Sitzung sagte ein Stadtrat laut „Bild“: „Die Opfer werden hier mit Füßen getreten.“
Und:
Ein AfD-Stadtrat führte an: „In Berlin wird auf Stolpersteine gespuckt.“

Bemerkenswert finde ich folgende Passage aus dem Beschlussantrag:
Der Stadtrat der Stadt Heidenau beschließt, eine Gedenkfläche für die Opfer von Krieg, Terror, Diktatoren, Vertreibung und insbesondere des
Nationalsozialismus
in Heidenau, vorzugsweise auf der bestehenden Gedenkfläche des Heidenauer Nordfriedhofs zu integrieren oder zu
schaffen. Die Integration hat so zu erfolgen, dass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist. Dadurch soll ein würdevolles
Gedenken an die Opfer
von Krieg, Terror, Diktatoren, Vertreibung und des Nationalsozialismus gewährleistet werden.

So ich mich korrekt erinnere, war der Umstand, dass die Namen so "mit Füßen getreten" werden, aber auch schon ein Kritikpunkt, als der Künstler die Stolpersteine mitte der 1990er Jahre "erfunden" hat und seine Aktion bekannter wurde. Richtig Fahrt aufgenommen hat diese Diskussion dann 2004 mit dem Verbot in München.

Hier in der Region haben wir auch einen "Künstler", der gegen das Jodl-Familiengrab/Scheingrab auf der Fraueninsel im Chiemsee mit zweifelhaften Methoden angekämpft hat. Erreicht hat er durch seine Aktionen allerdings nur, dass die Existenz besagten Grabs einer deutlich breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde - also genau das Gegenteil.
Zur "Pilgerstätte" ist das Scheingrab trotzdem nicht geworden, Parken am Chiemsee und auch die Fähre auf die Insel sind doch relativ teuer.