Walt Disney sah sich als Patriot und Antikommunist, besonders nachdem die Gewerkschaftsbewegung in Hollywood anfing, auch die Trickfilmzeichner mit zu organisieren, und infolge dessen sein Betrieb 1941 bestreikt wurde. Ihm wurde eine enge Verbindung zum FBI vorgeworfen. Dabei soll er als Informant Berichte über kommunistisch aktive Mitarbeiter seines Konzerns an das FBI geliefert haben. Zu Zeiten McCarthys bedeutete dies für die in den Berichten genannten Personen, dass sie inhaftiert oder auf eine schwarze Liste gesetzt wurden. Inwieweit Disney bei seinen Berichten dabei unter Druck gesetzt wurde, ist umstritten. Sicher ist, dass er sich der Konsequenzen seiner Aussagen bewusst war. Eine Gruppe von Filmemachern in Hollywood (The Hollywood Ten) verweigerte dem FBI Berichte dieser Art – und wurde inhaftiert.
Politisch war Disney Anhänger der Republikanischen Partei. Er unterstützte unter anderem bei der Präsidentschaftswahl 1964 den äußerst konservativen Republikaner Barry Goldwater, der aber gegen Lyndon B. Johnson deutlich verlor. 1966 unterstützte er bei den Gouverneurswahlen von Kalifornien seinen Freund und ebenfalls konservativen Republikaner Ronald Reagan, der gewann.
Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl von 1944 bewarb sich Disney als Wahlmann für das Electoral College. Da Disney sich als Republikaner bewarb, Kalifornien aber das Demokratengespann Roosevelt/Truman wählte, konnte Disney nicht Wahlmann werden.