Logbuch des Kaeptns, Wacken, Tag 3 bis Ende
Die Verdünnung mit Mineralwasser stellte sich geschmacklich als die beste Variante dar. Die Kohlensäure brachte Spritzigkeit ohne durch extra Süße den "Geschmack" noch weiter zu übersüßen.
Dabei taten sich allerdings einige praktische Probleme auf.
Der Bestellprozess gestaltete sich schwierig. Ohne eine normierte Bestellnomenklatur war es mühsam, das gewünschte Produkt zu bennen. Wurde im Stand die Bestellung dann intern an die Einzelzapfstation weitergegeben, konnte auch dies für Verwechslungen sorgen. Teils wurde dann reguläres Alster/Radler ausgehändigt. Einmal gab es Mineralwasser und Limonade als Verdünnung. Selbst das war noch zu süß.
Das zweite Problem bestand darin, dass selbst ein verbessertes Bud in den letzten 20% Inhalt kein Vergnügen war. Man musste schneller konsumieren, um dem eckligen Bodensatz zu entgehen. Gepaart mit den 0,5l Bechern wurde schnell ein Massenstromproblem spürbar. Der Körper konnte nicht schnell genug entwässern und es bildete sich ein Wasserbauch. Dieser behinderte dann den weiteren Nahrungs- und Getränkekonsum.
Die oben geschilderten Probleme reduzierten den praktischen Nutzen der Mischung direkt wieder.
An Tag 3 und 4 fand für den Kaeptn und Crew mehr Programm vor den Hauptbühnen statt. Dort wurden einige Proben von den mobilen Händlern konsumiert. Optisch war dort die Karbonisierung deutlich besser, als an den festen Ständen, sichtbar an den starken Schaumkronen. Die Buds vor Ort waren auch besser trinkbar als die der vorherigen Tage. Also trinkbar im Sinne von nicht nach 2/3 würgen zu müssen aufgrund von Abgestandenheit. Der Geschmack war immer noch belanglos (Süßes Reiswasser).
Es ist aber gut möglich, dass der allgemeine körperliche Verfall im Verlauf des Festivals hier auch hereingespielt hat. Gegen Ende von Tag 4 waren auch wieder Biere von den stationären Ständen konsumierbar.
Fazit:
Festivalbier ist ein undankbarer Job. Im Plastikbecher, häufig vorgezapft, geht einiges an Qualität direkt verloren. Wenn das Bier ansich bereits mit Mängeln in Geschmack und Karbonisierung startet, bleibt davon am Ende halt nur Arsch-Wasser über.