Bloodtrain
W:O:A Metalhead
- 1 Nov. 2012
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Japp und dann versteht man hier öfters unter Digitalisierung, dass es ein Formular im Netz gibt, während in den Behörden das Zeug dann ausgedruckt wird und das Papier zu der nächsten Abteilung hochgetragen wird, damit die das dann wieder abtippen.
Hier ist einfach vieles vom Datenformat her nicht kompatibel. Man hat es versäumt verbindliche Schnittstellen zu definieren etc. Jedes Unternehmen, was spezielle Verwaltungssoftware anbietet macht so sein eigenes Süppchen und kann ordentlich Kasse machen, wenn ein Update erforderlich ist.
Und wir sind hier so krass unpragmatisch, weil alles von Anfang an perfekt und aufgebläht sein muss.
Alleine, dass immer noch keine Direktzahlungen an Bürger gemacht werden, obwohl das Tooling dafür angeblich fertig ist, zeigt auch, dass man sich nicht mal traut es im kleinen Rahmen auszuprobieren.
Dabei wäre das schon sehr hilfreich das knappe Steuergeld bei z.B. Krisenhilfen gezielt an bedürftige Bürger auszuzahlen anstatt Gießkannentankrabatte, Mehrwertsteuerdinge oder ähnliches zu machen...wo wir doch langsam alle wissen sollten, dass das Geld dann überwiegend bei den Konzernen landet.
Das ewige Problem bei der Digitialisierung. Man ist soweit hinten an, das man auf Hauruck irgendwas komplett fertig raus haben will und wundert sich dann dass es scheitert.....
Das "Digitale Rathaus" ist bei uns eine Formularsammlung. Man kann sich die PDF runterladen mit der man dann wieder da andackeln darf. Es wäre in Teilen wirklich so lächerlich einfach hier besser zu werden.

