Ich hatte über Ostern Freunde aus Holland und Deutschland zu besuch. Sie waren bis vor Corona auch regelmässig beim Wacken. So war am Wochende auch das ein Thema und warum sie noch kein Ticket hätten. Der Tenor war im Grundsatz: Der Zauber ging verloren. 2022 versuchte man zwar noch an Tickets zu kommen, gab dann aber schnell auf. Für 2023 hatte man es gar nicht versucht, weil bereits 2022 Berichte wegen Überkommerzielisierung gab. Die angekündigten Verbesserungen der Wege seien begrüssenswert, rechtfertigen aber noch kein Ticket zu dem Preis. Des Gesamtpaket stimmt einfach nicht mehr, zu Mal es gleichwertige und bessere Alternativen gibt. Zwei werden sich spontan auf dem Drittmarkt ein Ticket für max. 120€ schiessen. Sie werden dann auch nicht eine ganze Wochen kommen, sondern durch Donnerstag bis Samstag.
Ein anderer, sehr interessanter Diskussionsaspekt war The Core. Was man damit erreichen will etc.
Einer der Freunde ist Data Analyst und meinte, dass die Gamification zwar zum Kauf anregen soll. Aber hauptsächlich würde es doch darum gehen möglich viele, vollständige Kundendaten zu haben. Jeder, der jemals ein Ticket hatte, sollte ein eigene Wacken.ID haben. Durch das Einpflegen alter Tickets, die Verknüpfung des RFID-Chips, des Forums, der Social-Media-Kanäle lassen sich digitale Profile von einem Grossteil der Metalcommunity anlegen. Wenn man dann noch das Konsumverhalten während und nach dem Festival anlysieren kann ist das nicht nur für ICS und deren Investor interessant, sondern auch für Partner, Spondoren etc. Vorallem erreicht(e) Wacken eine grosse Mehrheit der Metalcommunity im DACH-Raum, aber auch einen grossteil in Europa und teilweise auch weltweit. Solche umfangreiche und vollständie Daten dürften in Zukunft sehr viel Wert sein.
(Ich staunte nicht schlecht, als ich heute auf LinkedIn eine Stellenanzeige von ICS sah, wo ein Data Analyst gesucht wird.)