Strom, Powerbank, Aggregat

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gape

Newbie
3 Aug. 2025
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Hey,

wir sechs Jungs aus Ösiland fahren nächstes Jahr das erste mal auf Wacken und haben Platz in Bauer Uwes Garten gefunden. Nun möchten wir unsere Hopfenschaumsüppchen natürlich gerne kalt genießen und auch Lebensmittel kühlen (= Kühlschrank), Handy, Tablet und kleine Lautsprecher laden. Um das zu betreiben kann man natürlich einerseits eine sehr große Powerbank oder ein Aggregat nutzen bzw. denken wir gerade daran jeweils ein mittleres zu kombinieren und das Aggregat nur tagsüber (auch wegen Nachbarn in der Nacht) laufen zu lassen um die Powerbank (600) zu laden. Der Rest läuft über die P-Bank. Wir haben auch an Kühlboxen gedacht, aber da bräuchte es Kompressor-Boxen, die wir nicht haben und auch recht teuer sind.

Wie habt ihr es die letzten Jahre mit Strom gehalten und wie plant ihr es für nächstes Jahr?
 

gape

Newbie
3 Aug. 2025
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@Snikkit
Danke für den Tipp. Mit Solar kenn ich mich nicht aus. Sind die Panels nicht recht teuer, wenn man genug Strom für Kühlschrank braucht?


Die KI besagt...


Um einen Kühlschrank und persönliche Geräte für sechs Personen eine Woche lang mit dem EcoFlow RIVER Max zu betreiben, benötigen Sie mehrere Solarmodule und eine realistische Erwartung an die Ladezeiten. Die Kapazität des RIVER Max allein reicht nicht für eine Woche Dauerbetrieb, weshalb kontinuierliches Aufladen erforderlich ist.

Grundlagen des Strombedarfs
Der Betrieb eines Kühlschranks stellt die größte Herausforderung dar, da er einen konstanten, wenn auch intermittierenden, Energiebedarf hat.
  • Kühlschrank: Ein durchschnittlicher Kühlschrank verbraucht etwa 1,5 bis 3 Kilowattstunden (kWh) pro Tag, was 1500 bis 3000 Wattstunden (Wh) entspricht.
  • Persönliche Geräte: Das Laden von sechs Smartphones und eventuell weiteren kleinen Geräten (z.B. Powerbanks, Tablets) kann grob auf zusätzliche 100 bis 200 Wh pro Tag geschätzt werden (ein Smartphone benötigt ca. 10 Wh pro Ladevorgang).
  • Gesamtbedarf pro Tag: Der geschätzte Gesamtbedarf liegt also bei ca. 1600 bis 3200 Wh pro Tag.
  • Gesamtbedarf pro Woche: Über eine Woche summiert sich dies auf 11,2 bis 22,4 kWh (11.200 bis 22.400 Wh).

Einschränkungen der EcoFlow RIVER Max
Die EcoFlow RIVER Max hat eine Batteriekapazität von 576 Wh. Diese Kapazität ist bei weitem nicht ausreichend, um den täglichen Bedarf (1600-3200 Wh) zu decken, geschweige denn den Wochenbedarf. Die Powerstation kann den Kühlschrank nur kurzzeitig mit Strom versorgen (z.B. für einige Stunden), weshalb das Aufladen durch Solar essenziell ist.
Die Powerstation kann mit Solarmodulen aufgeladen werden, die maximale Eingangsleistung und Ladezeiten variieren je nach Modell (RIVER Max oder RIVER 2 Max). Das neuere Modell RIVER 2 Max unterstützt beispielsweise den Anschluss von bis zu 220 W oder zwei 110 W Solarmodulen, die den Akku bei gutem Wetter in 3 bis 6 Stunden aufladen können.

Benötigte Solarmodule
Um den täglichen Energiebedarf von mindestens 1600 Wh zu decken, müssen Sie die Powerstation schnell und effizient aufladen, idealerweise mehrmals täglich. Unter der Annahme von etwa 4-5 Sonnenstunden pro Tag benötigen Sie eine erhebliche Solarleistung.
  • Täglicher Ladebedarf: Mindestens 1600 Wh.
  • Empfohlene Solarleistung: Um 1600 Wh pro Tag zu erzeugen, benötigen Sie bei 4 Sonnenstunden mindestens 400 W Solarleistung (1600 Wh / 4 h = 400 W).
  • Modulempfehlung: Sie benötigen mindestens zwei 200 W Solarmodule (oder vergleichbare Kombinationen), um den täglichen Betrieb aufrechtzuerhalten.
Wichtige Überlegungen:
  • Maximale Eingangsleistung: Stellen Sie sicher, dass die Gesamtleistung der Solarmodule die maximale Solar-Eingangsleistung Ihres spezifischen EcoFlow RIVER Max Modells nicht überschreitet.
  • Wetterbedingungen: Bei bewölktem Wetter oder geringer Sonneneinstrahlung (z.B. im Winter oder an bewaldeten Orten) kann die Ladezeit erheblich länger dauern. In solchen Fällen wird die Energieerzeugung geringer sein und Sie benötigen möglicherweise noch mehr Module.
  • Effizienz: Die tatsächliche Energieausbeute wird durch Faktoren wie Ausrichtung, Neigung und Verschattung beeinflusst.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein kontinuierlicher Betrieb über eine ganze Woche nur mit einer robusten Solaranlage und sorgfältigem Energiemanagement möglich ist.
 
Zuletzt bearbeitet:

Quark

Der Beste
19 Juli 2004
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Best, Nederland. Jetzt Belgien
Es gibt (Brennstoff-)Generatoren, die nicht größer sind als ein Kanister. Viel Lärm machen sie auch nicht. (Eigene Erfahrung, wir haben einen fürs Hörnerfest)

Natürlich aufpassen für die Abgase und den Lärm, dass er trotzdem macht. Sind aber kräftig genug für 2 kleine Kühlschränke und Licht bzw Handy aufladen.
Wenn man die kombiniert mit Solar,könnte man sogar Brennstoff sparen.
 
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firefox_mozilla

W:O:A Metalhead
21 Juli 2016
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Denk dran, dass die Leistung des Generator und die Menge an Treibstoff eigentlich reglementiert ist, auch wenn dies nie kontrolliert wurde. Der Umwelt und Nachbarn zulieber darauf verzichten.

Stromversorgung Handy und co: Miet-Powerbank oder Powerstation von zu Huase mitbringen. u.a. Bluetti hat da gutes Zeugs.

Kühlen: Grosse Styropor-Box mitbringen. 1x pro Tag bei den Dosenmatrosen Eis holen, bei sehr heissem Wetter 2x pro Tag. Hält das Bier wunderbar kalt und ist realitiv preisgünstig.
 
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Dev85

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4 Aug. 2024
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Kühlschrank: Ein durchschnittlicher Kühlschrank verbraucht etwa 1,5 bis 3 Kilowattstunden (kWh) pro Tag
Ich besitze bei mir zu Hause einen Kühlschrank und einen Tiefkühlschrank. Da müsste ich dann ja 3 bis 6 kWh pro Tag * 365 Tage = 1000 bis 2000 kWh pro Jahr nur dafür verbrauchen. Das passt vorsichtig ausgedrückt nicht zur jährlichen Abrechnung meines Stromanbieters...
Das ist eine amerikanische KI und die denkt vermutlich an einen 2m hohen und 1,5m breiten Side-by-Side Kühlschrank mit dünner Isolierung, weil der Strom dort günstig ist.

Empfohlene Solarleistung: Um 1600 Wh pro Tag zu erzeugen, benötigen Sie bei 4 Sonnenstunden mindestens 400 W Solarleistung
4 Sonnenstunden im Sommer sind eine sehr niedrige Schätzung. Außer es regnet dauerhaft wie 2025, aber dann ist der Kühlbedarf auch geringer.

Sind die Panels nicht recht teuer, wenn man genug Strom für Kühlschrank braucht?
Die Panels sind in den letzten Jahren sehr günstig geworden. Der Preis für die Akkus ist eher interessant.

Meine Kompressorkühlbox, die immer mit nach Wacken darf, hat 38 Liter Volumen und braucht eher so 400 bis 500 Wh pro Tag. Die würde ich vom Platz her als ausreichend für 3 Personen schätzen, wenn Grillfleisch + Getränke gekühlt werden sollen.
Die Box läuft an einem alten 100 W Solarmodul und einem gebrauchten KFZ-Akku zusammen mit einem billigen China-Laderegler.
Sie lief mit dem Setup völlig problemlos. Sowohl letztes Jahr bei Dauerregen und bewölktem Himmel als auch 2024 bei brütender Hitze...
 
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gape

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3 Aug. 2025
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Die Panels sind in den letzten Jahren sehr günstig geworden. Der Preis für die Akkus ist eher interessant.

Tja, die KI halt... selber keine Ahnung und habe nie gemessen was so ein Kühlschrank oder Froster tatsächlich braucht. Du wärst also der Meinung eine Powerbank mit 600Wh mit einem Panel würde für Kühlschrank und Kleinkram reichen?
 

Dev85

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4 Aug. 2024
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habe nie gemessen was so ein Kühlschrank oder Froster tatsächlich braucht.
Wenn es ein halbwegs aktueller Kühlschrank ist, einfach mal auf das Energielabel gucken, dass man online zu der Modellbezeichnung finden sollte. Sonst halt irgendeinen vergleichbaren Kühlschrank bei Amazon suchen und dort aufs Energielabel gucken.
Die aktuellen (also nicht >10 Jahre alten) Kühlschränke mit 80 bis 100 Liter Größe liegen wohl so bei 60 bis 100 kWh pro Jahr, also etwa 180 bis 275 Wh pro Tag. Das ist aber gemessen, wenn die Tür nur selten geöffnet wird, nichts warmes nachgelegt wird.

Geh also mal vom doppelten aus, dann sollte das passen wenn regelmäßig warme Bierdosen nachgelegt werden. Der Kühlschrank sollte natürlich im Schatten stehen und nicht in der prallen Sonne.

Oder du hängst einfach mal ein Energiekostenmessgerät an den Kühlschrank und lässt das 24 Stunden mitlaufen. Am besten wenn auch ein paar Flaschen Getränke nachgestellt werden. Dann hast du einen echten Messwert für deinen Kühlschrank.

Der Nachteil beim Kühlschrank ist, dass er 230 V braucht. Es muss in der Powerbank also ein Wechselrichter die 230 V erzeugen. Das funktioniert natürlich nicht mit 100 % Wirkungsgrad, sondern eher so 85 bis 90 %.
Den Wechselrichter kann man sich bei einer Kompressorkühlbox sparen, da die direkt mit 12 V DC läuft. Dafür ist ein Kühlschrank evtl. besser isoliert. In Summe ist das vermutlich kein riesiger Unterschied.

Ich würde also davon ausgehen, dass du etwa 600 Wh pro Tag für den Kühlschrank brauchst. Das sollte mit einem 150 W Solarmodul möglich sein, wenn es schattenfrei platziert wird. Meins befestige ich immer waagerecht auf dem Autodach (Dachgepäckträger). Durch die erhöhte Position ist meist kein Schatten der umgebenden Zelte auf dem Panel. Außerdem stört es da am wenigsten und niemand kann darüber stolpern.

Dann ist die Frage, was sonst noch so an Verbrauchern geplant ist. Wir haben meist noch eine LED Lichterkette im Pavillon hängen. Die braucht 5 W und ist abends vielleicht 5 Stunden an. Sind also lächerliche 25 Wh.
Sechs Handyladungen pro Tag sind noch mal knapp 100 Wh.

Der Akku der Powerbank sollte groß genug sein, dass er mind. 12 Stunden ohne Sonnenlicht überbrücken kann. Das sollte bei 600 Wh passen.
 
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KalleMitBart

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4 Aug. 2025
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Wenn Kühlschrank und Powerstation schon vorhanden sind, dann einfach mal testen wie lange die beiden zusammen durchhalten.
Dann hat man den Maximalwert, der sich durchs Öffnen/Schliessen und Nachlegen warmen Bieres aber reduziert.
Ggf. beim Test zwischendurch mal ne Palette warmes Bier nachlegen.
 
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Sullivan

W:O:A Metalhead
8 Jan. 2016
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Kurz gesagt: Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht, wie @Dev85
Kompressorkühlbox + Powerstation mit 500 Wh + 100 W Solarmodul auf dem Autodach.
Funktioniert wunderbar für 2-3 Personen, auch im Regenjahr 2025.
 
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gape

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3 Aug. 2025
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Danke für eure Rückmeldungen. Nehmen nun wohl die 600W Powerbank und 200W Panel mit um die Kleingeräte sowie Kühlschrank oder Froster zu betreiben.
 
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Dev85

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4 Aug. 2024
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Nehmen nun wohl die 600W Powerbank und 200W Panel mit um die Kleingeräte sowie Kühlschrank oder Froster zu betreiben.
Dann such dir auf jeden Fall eine Powerstation mit ausreichend kräftigem Wechselrichter aus. Kühlschränke ziehen einen recht ordentlichen Anlaufstrom.
600 Wh (Wattstunden) sind die Kapazität des Akkus in der Powerbank. Zusätzlich ist auch eine maximale Ausgangsleistung des Wechselrichters in W (Watt) angegeben und das sollten >= 1000 W sein. Dann würde ich davon ausgehen, dass man daran auch einen Kühlschrank betreiben kann, wenn es kein absoluter Billigwechselrichter ist.
Trotzdem wenn die Powerstation ankommt direkt einmal testen, ob der Kompressor vom Kühlschrank daran auch anläuft. Sonst stehst du nachher in Wacken auf dem Acker und nichts geht. Das wäre ärgerlich...
 
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Ammerländer

W:O:A Metalhead
17 Juli 2023
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Der Anlaufstrom kann das 10fache der Nennleistung im Kühlbetrieb sein. Mein Bierkoffer braucht einen 3kW Wechselrichter um zu starten. 1 Sekunde später zieht er nur noch 250 Watt im Kühlbetrieb. Unbedingt vor dem Festival testen!
 
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Ammerländer

W:O:A Metalhead
17 Juli 2023
442
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Beim Betrieb mit Autobatterien sind entsprechend dicke und kurze Kabel einzuplanen. 25mm2 sollte das Minimum sein, besser mehr.