Ich war dieses Jahr zum ersten mal auf dem RE Graveyard. Wollte es trotz der hohen Kosten mal ausprobieren, da ich mit dem Shuttle anreise und mich das Schleppen letztes Jahr körperlich ziemlich gekillt hat. Also die Hauptmotivation waren kurze Laufwege zum Bus und zum Gelände. Das habe ich auch bekommen, soweit so gut, aber ansonsten hat mir die Erfahrung nicht besonders gut gefallen.
Anreisechaos
Am Anfang ging es schon gut los, es gab keine Anreiseinformation für Leute die mit dem Bus kommen. Man kam vom Busplatz, wollte logischerweise direkt rechts auf RE abbiegen - ging nicht. Die Security meint man braucht erst beide Bänder. Ich so, ernsthaft? Gibt ja keine Bandausgabe am Busplatz mehr, muss ich erst ersthaft mit meinem Kram doch wieder zur Plaza? Er: "Scheint so, mehr weiß ich auch nicht." Also zur Plaza gekraucht, da natürlich nur das Hauptbändchen bekommen und wieder zu RE zurück geschickt worden, wer hätte es gedacht.
Dort wieder angekommen erneut nicht eingelassen worden, das zweite Bändchen fehlt. Dann festgestellt, es gibt ja doch noch einen Seitenweg, der zum nördlichen RE Eingang führt, wo die PKW Anreisenden ankommen und nur dort geht es rein. Leute, das kann man ausschildern, per Mail ankündigen oder wenigstens das Personal schulen...
Dort dort angekommen zu allen anderen in die Schlange gestellt, was auch sonst. Als ich endlich dran war hieß es dann, ja äh nee, hier ist jetzt nur eine normale Bandausgabe (warum steht die nicht auf dem Gelädeplan??), das RE Bändchen gibt es erst an der Rezeption in einem anderen Zelt. Nice... zwei Stunden verplempert
Im Verlauf des Festivals habe ich, wenn ich zufällig am unteren Eingang vorbei kam, immer wieder anderen Busreisenden erklären müssen wie es läuft, weil der Secu die auch am Dienstag noch wieder zur Plaza schicken wollte...
Unklare Regelungen
In anderen Threads wurde ja schon die dünne Informationslage zum Grillverbot angesprochen. Obwohl ich aus Berichten anderer Besucher wusste, dass kleine Gas- und Esbitkocher zumindest wohl auf dem Graveyard wohl kein Problem sein sollen, wollte ich mir nochmal die offizielle Freigabe holen, also wandte ich mich an die Rezeption. Wieder: Niemand hat Ahnung. Drei Mitarbeiter gefragt, keiner konnte eine klare Antwort liefern. Das ist echt schwach.
Am Ende hatte meine Zeltnachbarn Gasgrills dabei und niemanden hat es gejuckt, von daher... aber ich würde mir wünschen, dass von offizieller Seite genauere Informationen kommen als "Es herrscht Grillverbot".
"Premium Austattung"
Was das Gastro Zelt auf dem Gelände angeht... ganz nett. Habe aber nicht ganz verstanden, wofür es das wirklich braucht, wenn die Plaza mit den ganzen Essensständen direkt um die Ecke liegt.
Die Sanitäreinrichtungen wirken erstmal hochwertiger (Keramikwaschbecken, Duschkabinen), waren aber wenig durchdacht und damit für mich sogar schlechter als bei den regulären Sanitärcamps.
- Die Waschbecken waren sehr flach und zudem hoch angebracht. Zum Händwäschen noch okay, aber mal bei Zähneputzen den Mund ausspülen, Geschirr abwaschen oder einen Wasserbehälter auffüllen war sehr unbequem und nervig. Eine normale Wasserstation für Kanister etc. und zum Abwaschen gab es gar nicht.
- Es gab immer Klopapier und Seife, was natürlich erstmal super ist, allerdings hat sich das bei den regulären Sanitärstationen dieses Jahr auch extrem gebessert (großes Lob!), sodass es sich nicht als Vorteil angefühlt hat.
- Die Duschen waren scheinbar so konzipiert, dass man sich in der Kabine selbst umziehen sollte. Dafür waren die Dinger aber zu eng und zu schwitzig (gerade an den heißen Tagen), sodass sich die Leute am Ende dann doch schon außerhalb der Kabine umgezogen haben. Dafür hatte ich vollstes Verständnis und bin dann auch nur noch in Unterwäsche in die Kabine rein. Das war aber wohl problematisch, weil es keine Geschlechtertrennung gab... ich habe zwar nichts mitbekommen, aber es scheint einiges an Beschwerden gegeben zu haben, denn am letzten Tag stand plötzlich ein Bauzaun als Trennung im Duschzelt. Dumm nur, dass es viel mehr männliche Besucher gab und nun eine Seite der Dusche plötzlich überfüllt war, während man die ganzen Tage zuvor nie warten musste... alles nicht so richtig zu Ende gedacht.
Ich muss sagen, ich habe mit dem regulären Duschzelten nie Probleme gehabt und irgendwie war damit weniger Heckmeck als mit diesen Premiumkabinen.
Ruhezone??
Am meisten gestört hat mich aber, dass am Gelände so überhaupt nichts los war. Ich bin jetzt niemand der Extase und Druckbeschallung bis 03:00 Uhr braucht, aber ein bisschen Campground Atmosphäre gehört für mich zu einem Festival dazu. Der Graveyard hatte aber einen passenden Namen, denn da war wirklich Totenstille. Hier und da wurde mal auf Zimmerlautstärke Musik gehört, aber nirgendwo war wirklich Party.
Einzige Ausnahme: Am Dienstagmorgen haben ein paar Bayern(?) irgendeine Art Morningshow abgezogen und hart aufgerissen, sodass ich senkrecht im Zelt stand. Leider wurde sehr viel Schlagerscheiß gespielt, zudem leidet der Typ am Mikro definitiv an Main Character Syndrome. Offenbar waren viele Leute davon verärgert, ich fand vor allem die Musikwahl auch ziemlich mies, war aber doch irgendwie froh, dass zumindest ein paar Leute auf dem Campground doch etwas machen.
Das gab es aber nur am Dienstag, denn offenbar wurden die so zusammengeschissen, dass sie sich danach nicht mehr getraut haben. Als ich Dienstagabend abends gegen gerade einmal 00:30 Uhr zum Zelt zurückkam, habe ich mitbekommen, wie sich andere Besucher bei denen beschwert und die Orga involviert hatten. Habe nicht alles mitgehört, aber da fielen Sätze wie es gäbe eine Nachtruhe ab 00:00 Uhr auf dem Gelände und das stünde ja in den AGB. Ist das wirklich so?? Ich habe dazu nichts in den AGB gefunden und es wird auf der Wacken Website auch nicht so kommuniziert, dafür gibt es stattdessen ja Silent Doom.
Offenbar schien es aber Usus zu sein, dass man auf RE ruhig zu sein hat. Immer wenn ich nach den letzten Konzerten zurückkam, herrschte absolute Stille und um mich herum schliefen die Leute schon*, sodass ich mich sogar noch schlecht fühlte noch herumzurascheln. Das war für mich wirklich unerwartet. Ist das echt von offizieller Seite so gedacht, RE = Silent Doom Premium? Wenn ja, warum wird das nicht kommuniziert? Fand ich echt ärgerlich, dass es da zugeht wie im Altersheim hätte ich gerne vorher gewusst. Also wie gesagt, Beschallung bis spät in die Nacht brauche ich auch nicht, aber um 00:00 Uhr gehe ich doch nicht mal an normalen Tagen schlafen, geschweige denn aufm Festival... WTF?
*abgesehen von dem einem Kollegen, der Mittwoch Nacht eine Dame mit ins Zelt brachte. Tut mir echt Leid, aber da es ansonsten so unfassbar still war, habe ich wirklich jedes Detail des Aktes mitgehört
Und auch das "Gespräch danach". Falls du das zufällig liest: Meine Güte, mach dich doch nicht selbst so runter man!! Das ist kein Leistungssport und die Frauen erwarten auch keinen Porno-Hengst! Ihr hat's doch offensichtlich gut genug gefallen, spar dir solche Entschuldigungen in Zukunft. So eine zur Schau gestellte Unsicherheit wirkt unattraktiv.
Fazit
Die Lage ist zwar top, aber ich werde RE wohl nicht noch mal buchen. Mit der harten Abschottung vom Rest des Geländes und der Stille habe ich mich leider nicht wohl gefühlt, es hatte was von "Gated Community", man fühlte sich weit weg vom Festival mit seiner typischen Atmosphäre.
Meine Bitte an die Veranstalter: Schafft ein Angebot für Busreisende, das eine Parzelle in guter Lage mit kurzen Fußwegen bietet, aber ohne das ganze Brimborium von RE drumherum. Also quasi TeNT ohne Tent, ich möchte nichts mieten, nur den sicheren Platz und in Schlammjahren ohne Herzinfarkt zum Bus kommen...
Anreisechaos
Am Anfang ging es schon gut los, es gab keine Anreiseinformation für Leute die mit dem Bus kommen. Man kam vom Busplatz, wollte logischerweise direkt rechts auf RE abbiegen - ging nicht. Die Security meint man braucht erst beide Bänder. Ich so, ernsthaft? Gibt ja keine Bandausgabe am Busplatz mehr, muss ich erst ersthaft mit meinem Kram doch wieder zur Plaza? Er: "Scheint so, mehr weiß ich auch nicht." Also zur Plaza gekraucht, da natürlich nur das Hauptbändchen bekommen und wieder zu RE zurück geschickt worden, wer hätte es gedacht.
Dort wieder angekommen erneut nicht eingelassen worden, das zweite Bändchen fehlt. Dann festgestellt, es gibt ja doch noch einen Seitenweg, der zum nördlichen RE Eingang führt, wo die PKW Anreisenden ankommen und nur dort geht es rein. Leute, das kann man ausschildern, per Mail ankündigen oder wenigstens das Personal schulen...
Dort dort angekommen zu allen anderen in die Schlange gestellt, was auch sonst. Als ich endlich dran war hieß es dann, ja äh nee, hier ist jetzt nur eine normale Bandausgabe (warum steht die nicht auf dem Gelädeplan??), das RE Bändchen gibt es erst an der Rezeption in einem anderen Zelt. Nice... zwei Stunden verplempert

Im Verlauf des Festivals habe ich, wenn ich zufällig am unteren Eingang vorbei kam, immer wieder anderen Busreisenden erklären müssen wie es läuft, weil der Secu die auch am Dienstag noch wieder zur Plaza schicken wollte...
Unklare Regelungen
In anderen Threads wurde ja schon die dünne Informationslage zum Grillverbot angesprochen. Obwohl ich aus Berichten anderer Besucher wusste, dass kleine Gas- und Esbitkocher zumindest wohl auf dem Graveyard wohl kein Problem sein sollen, wollte ich mir nochmal die offizielle Freigabe holen, also wandte ich mich an die Rezeption. Wieder: Niemand hat Ahnung. Drei Mitarbeiter gefragt, keiner konnte eine klare Antwort liefern. Das ist echt schwach.
Am Ende hatte meine Zeltnachbarn Gasgrills dabei und niemanden hat es gejuckt, von daher... aber ich würde mir wünschen, dass von offizieller Seite genauere Informationen kommen als "Es herrscht Grillverbot".
"Premium Austattung"
Was das Gastro Zelt auf dem Gelände angeht... ganz nett. Habe aber nicht ganz verstanden, wofür es das wirklich braucht, wenn die Plaza mit den ganzen Essensständen direkt um die Ecke liegt.
Die Sanitäreinrichtungen wirken erstmal hochwertiger (Keramikwaschbecken, Duschkabinen), waren aber wenig durchdacht und damit für mich sogar schlechter als bei den regulären Sanitärcamps.
- Die Waschbecken waren sehr flach und zudem hoch angebracht. Zum Händwäschen noch okay, aber mal bei Zähneputzen den Mund ausspülen, Geschirr abwaschen oder einen Wasserbehälter auffüllen war sehr unbequem und nervig. Eine normale Wasserstation für Kanister etc. und zum Abwaschen gab es gar nicht.
- Es gab immer Klopapier und Seife, was natürlich erstmal super ist, allerdings hat sich das bei den regulären Sanitärstationen dieses Jahr auch extrem gebessert (großes Lob!), sodass es sich nicht als Vorteil angefühlt hat.
- Die Duschen waren scheinbar so konzipiert, dass man sich in der Kabine selbst umziehen sollte. Dafür waren die Dinger aber zu eng und zu schwitzig (gerade an den heißen Tagen), sodass sich die Leute am Ende dann doch schon außerhalb der Kabine umgezogen haben. Dafür hatte ich vollstes Verständnis und bin dann auch nur noch in Unterwäsche in die Kabine rein. Das war aber wohl problematisch, weil es keine Geschlechtertrennung gab... ich habe zwar nichts mitbekommen, aber es scheint einiges an Beschwerden gegeben zu haben, denn am letzten Tag stand plötzlich ein Bauzaun als Trennung im Duschzelt. Dumm nur, dass es viel mehr männliche Besucher gab und nun eine Seite der Dusche plötzlich überfüllt war, während man die ganzen Tage zuvor nie warten musste... alles nicht so richtig zu Ende gedacht.
Ich muss sagen, ich habe mit dem regulären Duschzelten nie Probleme gehabt und irgendwie war damit weniger Heckmeck als mit diesen Premiumkabinen.
Ruhezone??
Am meisten gestört hat mich aber, dass am Gelände so überhaupt nichts los war. Ich bin jetzt niemand der Extase und Druckbeschallung bis 03:00 Uhr braucht, aber ein bisschen Campground Atmosphäre gehört für mich zu einem Festival dazu. Der Graveyard hatte aber einen passenden Namen, denn da war wirklich Totenstille. Hier und da wurde mal auf Zimmerlautstärke Musik gehört, aber nirgendwo war wirklich Party.
Einzige Ausnahme: Am Dienstagmorgen haben ein paar Bayern(?) irgendeine Art Morningshow abgezogen und hart aufgerissen, sodass ich senkrecht im Zelt stand. Leider wurde sehr viel Schlagerscheiß gespielt, zudem leidet der Typ am Mikro definitiv an Main Character Syndrome. Offenbar waren viele Leute davon verärgert, ich fand vor allem die Musikwahl auch ziemlich mies, war aber doch irgendwie froh, dass zumindest ein paar Leute auf dem Campground doch etwas machen.
Das gab es aber nur am Dienstag, denn offenbar wurden die so zusammengeschissen, dass sie sich danach nicht mehr getraut haben. Als ich Dienstagabend abends gegen gerade einmal 00:30 Uhr zum Zelt zurückkam, habe ich mitbekommen, wie sich andere Besucher bei denen beschwert und die Orga involviert hatten. Habe nicht alles mitgehört, aber da fielen Sätze wie es gäbe eine Nachtruhe ab 00:00 Uhr auf dem Gelände und das stünde ja in den AGB. Ist das wirklich so?? Ich habe dazu nichts in den AGB gefunden und es wird auf der Wacken Website auch nicht so kommuniziert, dafür gibt es stattdessen ja Silent Doom.
Offenbar schien es aber Usus zu sein, dass man auf RE ruhig zu sein hat. Immer wenn ich nach den letzten Konzerten zurückkam, herrschte absolute Stille und um mich herum schliefen die Leute schon*, sodass ich mich sogar noch schlecht fühlte noch herumzurascheln. Das war für mich wirklich unerwartet. Ist das echt von offizieller Seite so gedacht, RE = Silent Doom Premium? Wenn ja, warum wird das nicht kommuniziert? Fand ich echt ärgerlich, dass es da zugeht wie im Altersheim hätte ich gerne vorher gewusst. Also wie gesagt, Beschallung bis spät in die Nacht brauche ich auch nicht, aber um 00:00 Uhr gehe ich doch nicht mal an normalen Tagen schlafen, geschweige denn aufm Festival... WTF?
*abgesehen von dem einem Kollegen, der Mittwoch Nacht eine Dame mit ins Zelt brachte. Tut mir echt Leid, aber da es ansonsten so unfassbar still war, habe ich wirklich jedes Detail des Aktes mitgehört

Und auch das "Gespräch danach". Falls du das zufällig liest: Meine Güte, mach dich doch nicht selbst so runter man!! Das ist kein Leistungssport und die Frauen erwarten auch keinen Porno-Hengst! Ihr hat's doch offensichtlich gut genug gefallen, spar dir solche Entschuldigungen in Zukunft. So eine zur Schau gestellte Unsicherheit wirkt unattraktiv.Fazit
Die Lage ist zwar top, aber ich werde RE wohl nicht noch mal buchen. Mit der harten Abschottung vom Rest des Geländes und der Stille habe ich mich leider nicht wohl gefühlt, es hatte was von "Gated Community", man fühlte sich weit weg vom Festival mit seiner typischen Atmosphäre.
Meine Bitte an die Veranstalter: Schafft ein Angebot für Busreisende, das eine Parzelle in guter Lage mit kurzen Fußwegen bietet, aber ohne das ganze Brimborium von RE drumherum. Also quasi TeNT ohne Tent, ich möchte nichts mieten, nur den sicheren Platz und in Schlammjahren ohne Herzinfarkt zum Bus kommen...
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Fand den aber nett und erhat auch 3 Tage durchgehalten bis er verstummte.
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