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Kadatha

W:O:A Metalmaster
7 Aug. 2005
5.338
0
81
BREMEN!!! / Hamburg
Teil 9

Oh welch Wunder einem begegnen, rechnet man nicht mit ihnen, sondern blickt nur stur und streng dem Horizont entgegen, mit einer solch niedrigen Erwartung des Tagesanbruchs- und Verlaufes, daß sich so manch einer von der Klippe stürzen würde, doch solch ein frivoler Gedankengang war für eine Königin anstößig, abwertend, ja einfach gar unmöglich und so stand ich da und blickte der sich hebenden Sonne entgegen, als mein Berater Dave Hoff sich zu mir gesellte und mir vorschlug und ich ihm darauf befahl einen Spaziergang durch den königlichen Garten, welcher sich über 50 Meilen erstreckte, zu tätigen. Und wie der Befehl ausgesprochen war, eilten äußert mißgebildete, oder einfach nur häßliche, junge Bauernfrauen heran, die mein Vater als königliche Dienstmädchen eingestellt hatte, eiligst herbei und kleideten mich an. Und sofort brachen wir auf, die Sonne nun bereits über unseren Köpfen, strahlend, blendend und trotzdem irgendwie auch lächelnd, froh über die von der gelben Kugel kommende Wärme, aber auch irgendwie genervt, denn die Erfindung der Sonnenbrille lag noch weit vor uns und so mußten wir unsere Augen mit langen, Samtstoff abschirmen, was schon so oft zu derben Verletzungen geführt hatte, wuchsen doch überall in meinem Königreich große, dicke Bäume.
Und als wir den wirren, fast schon Labyrinthartigen Weg, durch die Gärten schlenderten, hörten wir den süßen Klang der Harfe, der uns wie die Blumen die Bienen zu sich herlockte. Die Musik erfüllte unsere Körper, unsere Seelen und wie Elfen, die graziös und doch niedlich mit ihren feinen Flügeln schlagen, schwebten wir förmlich zu der Quelle dieser seltsam angenehmen Töne um eine skurrile Gestalt vorzufinden, eine alte, runzelige Frau, mit sehr viel Farbe und glänzenden Steinen im Gesicht, in der Nase und in den Ohren. Sobald wir direkt vor ihr standen sprach sie zu uns, ohne die Harfe abzulegen.
„Weit, weit von draußen komme ich her,
wo ich eben war, seid Ihr nicht mehr.
Dinge habe ich gesehen,
die könntet Ihr niemals verstehen.
Doch eine Geschicht’, verschweige ich nicht.
Ihr, meine Königin, Göttin der Schönheit,
seid nicht immer so gescheit,
wie Ihr es sein solltet und Fehler werdet Ihr begehen,
Fehler, die ICH habe gesehen!
Drum nun soll lasten über Euch ein Fluch,
in Reimen werdet Ihr sprechen, bis ihr Sagt: GENUCH!“
Mit diesen Worten löste sie sich in Luft auch, wie auch der Klang der Harfe, der noch immer in meinem Kopf zu hallen schien. Schwindelig und übel wurde mir und meinem Berater schien es nicht anders zu gehen.
„Dave Hoff, sagt mir, seid ihr verletzt?
Hat euch der Klang der Harfe ach zugesetzt?“
Mit Schrecken mußt eich feststellen, daß ich meine Zunge nicht mehr kontrollieren konnte. Wie von Geisteshand entsprangen nur noch Reime meinem Munde.
„Eure Majestät, aber warum redet Ihr geschwollen,
dies würde Euer Vater sicherlich nicht wollen!“
Diese seltsame Krankheit, der Fluch, schien auch Ihn befallen zu haben.
„MAJESTÄT! Auch ich kann nur noch in Reimen sprechen,
dieses alte Weib, welch ein Verbrechen!“, rief Dave Hoff aus.
„Mein lieber Berater, behaltet nur die Ruh’,
ich rufe meinen Magier – vorbei ist der Spuk im Nu!“, beruhigte ich ihn und in Windeseile liefen wir zurück zum Palast. Reimend. Und die Reime wurden mit Vers zu Vers schlimmer.
Im Palast angekommen, reimten wir den Wachen und den restlichen Beratern vor, sie sollen den Magier Pyrmontus zu und schicken, welches auf meinen gereimten Befehl auch sofort geschah, doch was mußte ich feststellen?
„Eure Majestät, ich bereue zu tiefst, die folgenden Worte die verlassen meinen Mund,
doch ist Euer ganzes Volk nicht so völlig gesund.
Ein Fluch der bösen, schwarzen Magie,
lastet auf uns schwer, schwer wie noch nie.
Auch ich kann hier nun nichts mehr machen,
außer über meine erbärmlichen Reime lachen.
Diesen Tag nur müssen wir überstehen,
danach sollte alles normal weiter gehen.“, sprach, bzw. reimte, mein persönlicher Magier und wir alle wußten, daß dieser Tag zur Hölle werden würde.
Auf seltsame und ebenfalls magische Weise wurde ein männliches Wesen zu und geschickt, welche sich Goethe nannte und so begeistert von dem Fluch zu sein schien, daß er sich, meinem Seher nach, jeden Tag aufs Neue in diese Vergangenheit schicken lies und ein großes Werk fertigte, welches sich „Faust“ nannte.

Doch irgendwann, war auch dieser Tag vorbei,
und mein Hirn fühlte sich an wie Brei.
Auch Dave Hoff war am Ende, völlig entsetzt,
daß er sich hatte in Reinem gefetzt.
Warum diese Fluch – wer weiß das schon,
Dem der noch reimt – verkürz ich den Lohn.
 

Tomatentöter

W:O:A Metalgod
23 Aug. 2004
119.082
13.021
168
Metalfranken
Kadatha schrieb:
Teil 9

Oh welch Wunder einem begegnen, rechnet man nicht mit ihnen, sondern blickt nur stur und streng dem Horizont entgegen, mit einer solch niedrigen Erwartung des Tagesanbruchs- und Verlaufes, daß sich so manch einer von der Klippe stürzen würde, doch solch ein frivoler Gedankengang war für eine Königin anstößig, abwertend, ja einfach gar unmöglich und so stand ich da und blickte der sich hebenden Sonne entgegen, als mein Berater Dave Hoff sich zu mir gesellte und mir vorschlug und ich ihm darauf befahl einen Spaziergang durch den königlichen Garten, welcher sich über 50 Meilen erstreckte, zu tätigen. Und wie der Befehl ausgesprochen war, eilten äußert mißgebildete, oder einfach nur häßliche, junge Bauernfrauen heran, die mein Vater als königliche Dienstmädchen eingestellt hatte, eiligst herbei und kleideten mich an. Und sofort brachen wir auf, die Sonne nun bereits über unseren Köpfen, strahlend, blendend und trotzdem irgendwie auch lächelnd, froh über die von der gelben Kugel kommende Wärme, aber auch irgendwie genervt, denn die Erfindung der Sonnenbrille lag noch weit vor uns und so mußten wir unsere Augen mit langen, Samtstoff abschirmen, was schon so oft zu derben Verletzungen geführt hatte, wuchsen doch überall in meinem Königreich große, dicke Bäume.
Und als wir den wirren, fast schon Labyrinthartigen Weg, durch die Gärten schlenderten, hörten wir den süßen Klang der Harfe, der uns wie die Blumen die Bienen zu sich herlockte. Die Musik erfüllte unsere Körper, unsere Seelen und wie Elfen, die graziös und doch niedlich mit ihren feinen Flügeln schlagen, schwebten wir förmlich zu der Quelle dieser seltsam angenehmen Töne um eine skurrile Gestalt vorzufinden, eine alte, runzelige Frau, mit sehr viel Farbe und glänzenden Steinen im Gesicht, in der Nase und in den Ohren. Sobald wir direkt vor ihr standen sprach sie zu uns, ohne die Harfe abzulegen.
„Weit, weit von draußen komme ich her,
wo ich eben war, seid Ihr nicht mehr.
Dinge habe ich gesehen,
die könntet Ihr niemals verstehen.
Doch eine Geschicht’, verschweige ich nicht.
Ihr, meine Königin, Göttin der Schönheit,
seid nicht immer so gescheit,
wie Ihr es sein solltet und Fehler werdet Ihr begehen,
Fehler, die ICH habe gesehen!
Drum nun soll lasten über Euch ein Fluch,
in Reimen werdet Ihr sprechen, bis ihr Sagt: GENUCH!“
Mit diesen Worten löste sie sich in Luft auch, wie auch der Klang der Harfe, der noch immer in meinem Kopf zu hallen schien. Schwindelig und übel wurde mir und meinem Berater schien es nicht anders zu gehen.
„Dave Hoff, sagt mir, seid ihr verletzt?
Hat euch der Klang der Harfe ach zugesetzt?“
Mit Schrecken mußt eich feststellen, daß ich meine Zunge nicht mehr kontrollieren konnte. Wie von Geisteshand entsprangen nur noch Reime meinem Munde.
„Eure Majestät, aber warum redet Ihr geschwollen,
dies würde Euer Vater sicherlich nicht wollen!“
Diese seltsame Krankheit, der Fluch, schien auch Ihn befallen zu haben.
„MAJESTÄT! Auch ich kann nur noch in Reimen sprechen,
dieses alte Weib, welch ein Verbrechen!“, rief Dave Hoff aus.
„Mein lieber Berater, behaltet nur die Ruh’,
ich rufe meinen Magier – vorbei ist der Spuk im Nu!“, beruhigte ich ihn und in Windeseile liefen wir zurück zum Palast. Reimend. Und die Reime wurden mit Vers zu Vers schlimmer.
Im Palast angekommen, reimten wir den Wachen und den restlichen Beratern vor, sie sollen den Magier Pyrmontus zu und schicken, welches auf meinen gereimten Befehl auch sofort geschah, doch was mußte ich feststellen?
„Eure Majestät, ich bereue zu tiefst, die folgenden Worte die verlassen meinen Mund,
doch ist Euer ganzes Volk nicht so völlig gesund.
Ein Fluch der bösen, schwarzen Magie,
lastet auf uns schwer, schwer wie noch nie.
Auch ich kann hier nun nichts mehr machen,
außer über meine erbärmlichen Reime lachen.
Diesen Tag nur müssen wir überstehen,
danach sollte alles normal weiter gehen.“, sprach, bzw. reimte, mein persönlicher Magier und wir alle wußten, daß dieser Tag zur Hölle werden würde.
Auf seltsame und ebenfalls magische Weise wurde ein männliches Wesen zu und geschickt, welche sich Goethe nannte und so begeistert von dem Fluch zu sein schien, daß er sich, meinem Seher nach, jeden Tag aufs Neue in diese Vergangenheit schicken lies und ein großes Werk fertigte, welches sich „Faust“ nannte.

Doch irgendwann, war auch dieser Tag vorbei,
und mein Hirn fühlte sich an wie Brei.
Auch Dave Hoff war am Ende, völlig entsetzt,
daß er sich hatte in Reinem gefetzt.
Warum diese Fluch – wer weiß das schon,
Dem der noch reimt – verkürz ich den Lohn.
:)

gefällt mir :)
Jetzt weiss ich endlich warum Goethe seinen Faust geschrieben hat.
 

Odin

W:O:A Metalmaster
24 Nov. 2001
6.157
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43
Hannover
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Kadatha schrieb:
Teil 9

Oh welch Wunder einem begegnen, rechnet man nicht mit ihnen, sondern blickt nur stur und streng dem Horizont entgegen, mit einer solch niedrigen Erwartung des Tagesanbruchs- und Verlaufes, daß sich so manch einer von der Klippe stürzen würde, doch solch ein frivoler Gedankengang war für eine Königin anstößig, abwertend, ja einfach gar unmöglich und so stand ich da und blickte der sich hebenden Sonne entgegen, als mein Berater Dave Hoff sich zu mir gesellte und mir vorschlug und ich ihm darauf befahl einen Spaziergang durch den königlichen Garten, welcher sich über 50 Meilen erstreckte, zu tätigen. Und wie der Befehl ausgesprochen war, eilten äußert mißgebildete, oder einfach nur häßliche, junge Bauernfrauen heran, die mein Vater als königliche Dienstmädchen eingestellt hatte, eiligst herbei und kleideten mich an. Und sofort brachen wir auf, die Sonne nun bereits über unseren Köpfen, strahlend, blendend und trotzdem irgendwie auch lächelnd, froh über die von der gelben Kugel kommende Wärme, aber auch irgendwie genervt, denn die Erfindung der Sonnenbrille lag noch weit vor uns und so mußten wir unsere Augen mit langen, Samtstoff abschirmen, was schon so oft zu derben Verletzungen geführt hatte, wuchsen doch überall in meinem Königreich große, dicke Bäume.
Und als wir den wirren, fast schon Labyrinthartigen Weg, durch die Gärten schlenderten, hörten wir den süßen Klang der Harfe, der uns wie die Blumen die Bienen zu sich herlockte. Die Musik erfüllte unsere Körper, unsere Seelen und wie Elfen, die graziös und doch niedlich mit ihren feinen Flügeln schlagen, schwebten wir förmlich zu der Quelle dieser seltsam angenehmen Töne um eine skurrile Gestalt vorzufinden, eine alte, runzelige Frau, mit sehr viel Farbe und glänzenden Steinen im Gesicht, in der Nase und in den Ohren. Sobald wir direkt vor ihr standen sprach sie zu uns, ohne die Harfe abzulegen.
„Weit, weit von draußen komme ich her,
wo ich eben war, seid Ihr nicht mehr.
Dinge habe ich gesehen,
die könntet Ihr niemals verstehen.
Doch eine Geschicht’, verschweige ich nicht.
Ihr, meine Königin, Göttin der Schönheit,
seid nicht immer so gescheit,
wie Ihr es sein solltet und Fehler werdet Ihr begehen,
Fehler, die ICH habe gesehen!
Drum nun soll lasten über Euch ein Fluch,
in Reimen werdet Ihr sprechen, bis ihr Sagt: GENUCH!“
Mit diesen Worten löste sie sich in Luft auch, wie auch der Klang der Harfe, der noch immer in meinem Kopf zu hallen schien. Schwindelig und übel wurde mir und meinem Berater schien es nicht anders zu gehen.
„Dave Hoff, sagt mir, seid ihr verletzt?
Hat euch der Klang der Harfe ach zugesetzt?“
Mit Schrecken mußt eich feststellen, daß ich meine Zunge nicht mehr kontrollieren konnte. Wie von Geisteshand entsprangen nur noch Reime meinem Munde.
„Eure Majestät, aber warum redet Ihr geschwollen,
dies würde Euer Vater sicherlich nicht wollen!“
Diese seltsame Krankheit, der Fluch, schien auch Ihn befallen zu haben.
„MAJESTÄT! Auch ich kann nur noch in Reimen sprechen,
dieses alte Weib, welch ein Verbrechen!“, rief Dave Hoff aus.
„Mein lieber Berater, behaltet nur die Ruh’,
ich rufe meinen Magier – vorbei ist der Spuk im Nu!“, beruhigte ich ihn und in Windeseile liefen wir zurück zum Palast. Reimend. Und die Reime wurden mit Vers zu Vers schlimmer.
Im Palast angekommen, reimten wir den Wachen und den restlichen Beratern vor, sie sollen den Magier Pyrmontus zu und schicken, welches auf meinen gereimten Befehl auch sofort geschah, doch was mußte ich feststellen?
„Eure Majestät, ich bereue zu tiefst, die folgenden Worte die verlassen meinen Mund,
doch ist Euer ganzes Volk nicht so völlig gesund.
Ein Fluch der bösen, schwarzen Magie,
lastet auf uns schwer, schwer wie noch nie.
Auch ich kann hier nun nichts mehr machen,
außer über meine erbärmlichen Reime lachen.
Diesen Tag nur müssen wir überstehen,
danach sollte alles normal weiter gehen.“, sprach, bzw. reimte, mein persönlicher Magier und wir alle wußten, daß dieser Tag zur Hölle werden würde.
Auf seltsame und ebenfalls magische Weise wurde ein männliches Wesen zu und geschickt, welche sich Goethe nannte und so begeistert von dem Fluch zu sein schien, daß er sich, meinem Seher nach, jeden Tag aufs Neue in diese Vergangenheit schicken lies und ein großes Werk fertigte, welches sich „Faust“ nannte.

Doch irgendwann, war auch dieser Tag vorbei,
und mein Hirn fühlte sich an wie Brei.
Auch Dave Hoff war am Ende, völlig entsetzt,
daß er sich hatte in Reinem gefetzt.
Warum diese Fluch – wer weiß das schon,
Dem der noch reimt – verkürz ich den Lohn.

super, dann lasse ich dich in Zukunft wieder ruhig schlafen :D
 

*Fee

W:O:A Metalmaster
12 Juli 2005
38.515
0
81
42
Nicht mehr Keller :eek:
www.myspace.com
Kadatha schrieb:
Teil 9

Oh welch Wunder einem begegnen, rechnet man nicht mit ihnen, sondern blickt nur stur und streng dem Horizont entgegen, mit einer solch niedrigen Erwartung des Tagesanbruchs- und Verlaufes, daß sich so manch einer von der Klippe stürzen würde, doch solch ein frivoler Gedankengang war für eine Königin anstößig, abwertend, ja einfach gar unmöglich und so stand ich da und blickte der sich hebenden Sonne entgegen, als mein Berater Dave Hoff sich zu mir gesellte und mir vorschlug und ich ihm darauf befahl einen Spaziergang durch den königlichen Garten, welcher sich über 50 Meilen erstreckte, zu tätigen. Und wie der Befehl ausgesprochen war, eilten äußert mißgebildete, oder einfach nur häßliche, junge Bauernfrauen heran, die mein Vater als königliche Dienstmädchen eingestellt hatte, eiligst herbei und kleideten mich an. Und sofort brachen wir auf, die Sonne nun bereits über unseren Köpfen, strahlend, blendend und trotzdem irgendwie auch lächelnd, froh über die von der gelben Kugel kommende Wärme, aber auch irgendwie genervt, denn die Erfindung der Sonnenbrille lag noch weit vor uns und so mußten wir unsere Augen mit langen, Samtstoff abschirmen, was schon so oft zu derben Verletzungen geführt hatte, wuchsen doch überall in meinem Königreich große, dicke Bäume.
Und als wir den wirren, fast schon Labyrinthartigen Weg, durch die Gärten schlenderten, hörten wir den süßen Klang der Harfe, der uns wie die Blumen die Bienen zu sich herlockte. Die Musik erfüllte unsere Körper, unsere Seelen und wie Elfen, die graziös und doch niedlich mit ihren feinen Flügeln schlagen, schwebten wir förmlich zu der Quelle dieser seltsam angenehmen Töne um eine skurrile Gestalt vorzufinden, eine alte, runzelige Frau, mit sehr viel Farbe und glänzenden Steinen im Gesicht, in der Nase und in den Ohren. Sobald wir direkt vor ihr standen sprach sie zu uns, ohne die Harfe abzulegen.
„Weit, weit von draußen komme ich her,
wo ich eben war, seid Ihr nicht mehr.
Dinge habe ich gesehen,
die könntet Ihr niemals verstehen.
Doch eine Geschicht’, verschweige ich nicht.
Ihr, meine Königin, Göttin der Schönheit,
seid nicht immer so gescheit,
wie Ihr es sein solltet und Fehler werdet Ihr begehen,
Fehler, die ICH habe gesehen!
Drum nun soll lasten über Euch ein Fluch,
in Reimen werdet Ihr sprechen, bis ihr Sagt: GENUCH!“
Mit diesen Worten löste sie sich in Luft auch, wie auch der Klang der Harfe, der noch immer in meinem Kopf zu hallen schien. Schwindelig und übel wurde mir und meinem Berater schien es nicht anders zu gehen.
„Dave Hoff, sagt mir, seid ihr verletzt?
Hat euch der Klang der Harfe ach zugesetzt?“
Mit Schrecken mußt eich feststellen, daß ich meine Zunge nicht mehr kontrollieren konnte. Wie von Geisteshand entsprangen nur noch Reime meinem Munde.
„Eure Majestät, aber warum redet Ihr geschwollen,
dies würde Euer Vater sicherlich nicht wollen!“
Diese seltsame Krankheit, der Fluch, schien auch Ihn befallen zu haben.
„MAJESTÄT! Auch ich kann nur noch in Reimen sprechen,
dieses alte Weib, welch ein Verbrechen!“, rief Dave Hoff aus.
„Mein lieber Berater, behaltet nur die Ruh’,
ich rufe meinen Magier – vorbei ist der Spuk im Nu!“, beruhigte ich ihn und in Windeseile liefen wir zurück zum Palast. Reimend. Und die Reime wurden mit Vers zu Vers schlimmer.
Im Palast angekommen, reimten wir den Wachen und den restlichen Beratern vor, sie sollen den Magier Pyrmontus zu und schicken, welches auf meinen gereimten Befehl auch sofort geschah, doch was mußte ich feststellen?
„Eure Majestät, ich bereue zu tiefst, die folgenden Worte die verlassen meinen Mund,
doch ist Euer ganzes Volk nicht so völlig gesund.
Ein Fluch der bösen, schwarzen Magie,
lastet auf uns schwer, schwer wie noch nie.
Auch ich kann hier nun nichts mehr machen,
außer über meine erbärmlichen Reime lachen.
Diesen Tag nur müssen wir überstehen,
danach sollte alles normal weiter gehen.“, sprach, bzw. reimte, mein persönlicher Magier und wir alle wußten, daß dieser Tag zur Hölle werden würde.
Auf seltsame und ebenfalls magische Weise wurde ein männliches Wesen zu und geschickt, welche sich Goethe nannte und so begeistert von dem Fluch zu sein schien, daß er sich, meinem Seher nach, jeden Tag aufs Neue in diese Vergangenheit schicken lies und ein großes Werk fertigte, welches sich „Faust“ nannte.

Doch irgendwann, war auch dieser Tag vorbei,
und mein Hirn fühlte sich an wie Brei.
Auch Dave Hoff war am Ende, völlig entsetzt,
daß er sich hatte in Reinem gefetzt.
Warum diese Fluch – wer weiß das schon,
Dem der noch reimt – verkürz ich den Lohn.


*applaudier* :D :D

Wunderbar...WUUUNDERBAAAR :D :p haha


Wann kommt denn ENDLICH(!!!) Teil 10?? :o :D
 

Bluudy

W:O:A Metalmaster
7 Aug. 2005
18.067
0
81
40
Bremen
hab heute wieder von kadda geträumt, naja so halb
ich wollte zu ihr und hab alle salatvorräte, die meine eltern für ein büfet vorbereitet haben geplündert und mitgenommen. ohne zu fragen :o