für Fee

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Bluudy

W:O:A Metalmaster
Aug 7, 2005
18,068
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81
38
Bremen
Tomatentöter said:
dann können wir uns mit Korn begnügen. Hab ich hier im Regal stehen. Keine 2 Meter von hier :D

korn ... och nö .. muss nich
ich nehm lieber n bier :D
 

Tomatentöter

W:O:A Metalgod
Aug 23, 2004
117,931
12,781
168
Metalfranken
Kadatha said:
Teil Sieben

Wie wäre es wohl gewesen, hätte ich die Sojabohnen, die mich in diesen Komaartigen Zustand gebracht hatten, nicht gegessen? Wäre ich noch am Leben? Würde mein Königreich noch existieren?
All diese Fragen stellte ich mir mit Gewißheit, niemals Gewißheit zu erlangen. Und dennoch werden gerade diese Fragen, diese Gedanken, mich mein Leben lang begleiten und stets eine Warnung sein, lieber Sojabohnen, anstatt Hackbraten, vor, oder zwischen, dem Schlafengehen zu essen und vor allem viel des hoch angesehenen Lebenswassers zu trinken.
So schlief ich nun da. In meinem königlichen Bett. Doch was meine Diener im Bett sahen, war nur mein Körper, meine Hülle, denn meine Seele, in Form einer Fleischwurst, so hatte sie jedenfalls damals mein Seher beschrieben, befand sich in einer anderen Welt, befand sich im Kampfe, in dem Kampfe, von dem bereits meine Ahnen gesprochen hatten, vor dem sie gewarnt hatten!
„Eines Tages, werdet Ihr für Eure Sünden büßen!“, hatten sie prophezeit. „Es wird der Tag der Vergeltung kommen, an dem Eure Welt zerstört wird, also weinet nicht, denn Ihr könnt nichts dagegen tun, denn Sünde ist Eure Natur!“
Als ich meine Augen zum ersten Male in der Traumwelt öffnete hallten diese Worte in meinem Kopf. Dumpf. Bedrohlich. Und Finster war auch, was ich erblickte, in diesen ersten Momenten der Ungewißheit und der Angst.
Wo war ich? Was war passiert? Warum stand ich hier?
In einer dunklen Höhle, vor einem dunklen Grab auf dem… mein Name stand. In großen Buchstaben war er dort in den harten Stein gemeißelt. Bedeckt von Moos und anderem Gewächs, Schnecken krochen langsam über ihm, es roch nach Tod… Noch bevor mir noch dramatischere Beschreibungen einfallen konnten, merkte ich, daß ich beobachtet wurde. Hinter mir stand jemand und als ich mich umdrehte, langsam und mit imaginärem, futuristischem Soundtrack im Hintergrund, erblickte ich sie, die Fee der Traumwelt!
Ihr schwarzes Haar wehte im imaginären Wind, wie auch ihr weißes Gewand, die Schürsenkel, ich denke so bezeichnete sie sie später, ihrer recht seltsamen, schwarzen Schuhe schaukelten ebenfalls in dieser merkwürdigen Brise.
„Mnemosyne Castanea…“, wisperte sie in meine Richtung und doch schien es eher so, als würde sie mit sich selber sprechen, auch wenn sich ihre Augen in die meinen zu bohren schienen.
Noch bevor ich meinen Mund öffnen konnte, um der Fee zu antworten, sprach sie mit ihrer engelhaften und doch düsteren und tiefen Stimme weiter.
„Wer hat euch bloß diesen seltsamen Namen gegeben? War es euer Vater, der Faulpelz? Oder doch eher Eure Mutter, die Ihr noch nie erwähnt habt?“
„Eigentlich war ich es selbst, die mich so benannt hat. Denn ich war es auch, die sich „Vornamen“ ausgedacht hat.“, antwortete ich mit ernster Stimme, denn gefangen hatte ich mich bereits.
„So so.“, murmelte die Fee. „Wisst Ihr denn auch, Königin mit dem seltsamen Namen, warum ihr hier seid?“
„Feiert Ihr ein Sojabohnen Fest?“, fragte ich, denn ich erinnerte mich, daß mein Urgroßvater von einem solchen im Zusammenhang mit der Prophezeiung gesprochen hatte.
„In der Tat.“, sprach die Fee weiter. „Und wißt Ihr wo Ihr seid?“
„In einer dunklen Höhle, am Rande meine Königreiches? Ich schätze die Sache so ein.“, fing ich an. „In meine Sojabohnen habt Ihr mir ein Schlafmittel geschüttet, welches mich in der Tat sehr schläfrig gemacht hat und dazu auch noch wehrlos. Ihr habt einige Männer der Königs SoundSo Müllers angeheuert, die sich in meinen Palast geschlichen haben, mich entführt haben und hierher verschleppt haben.“
„Nun. Wenn ich aber die Königin der Traumwelt bin, wie Ihr es schließlich auch selber gemerkt habt, können wir schlecht in der Euren Welt, Eurem Königreiche sein, denn wie jedes Kind wie, existieren Traumwesen nur in Traumwelten und können nur von denen gesehen werden, die schlafen.“
„Um einen Mann aus einer anderen Dimension zu zitieren, den mein Seher mir letzte Woche in seiner Kristallkugel gezeigt hatte: Eure Schlußfolgerung owned mich!“, mußte ich zugeben und senkte mein Haupt.
Die Fee aber lächelte.
„Kommt!“, forderte sie mich auf, drehte sich um und verschwand im Dunklen. Schnell folgte ich ihr den mir nun sichtbaren Gang entlang und schließlich, nach einem Tag Dunkelheit und keinen weiteren Worten zwischen uns, erreichten wir das Feen-Traumwelt Land, welches von unbeschreibbarer Größe und Farbe ist.
Hier waren Wälder, Seen, Bäche, Berge, Täler, Bären, Rehntiere, Elefanten, Eichhörnchen, Katzen, Tiger, Rehe, Hirsche, Antilopen, Mäusschen. Es war das Paradies, so wie ein ähnliches Gebilde vor vielen, vielen Jahren einst Mal bezeichnet wurde.
„Nun, was habt Ihr während des Ganges gelernt?“, fragte mich die Fee, als wir Minutenlang nur auf die Landschaft gestarrt hatten.
„Das Sojabohnen Fest muß auch in meinem Königreich gefeiert werden, ein Tag, an dem wir Menschen keine Tiere essen, sondern uns nur von Pflanzen ernähren, denn sonst wirst du, die Fee der Traumwelt, zur Fee der Finsternis und du wirst mein Königreich und all lebende Wesen zerstören und essen, so wie wir die Tiere essen und nicht die Sojabohnen!“, antwortete ich ihr in einem tranceartigen Zustand, diese Worte sprudelten aus mir heraus, als hätten sie schon immer in meinem Herzen geschlummert, gebrodelt und als hätten sie nur auf den Ausbruch gewartet.
Die Fee nickte zufrieden.
„Lebt wohl, Königin!“, wisperte sie und flog davon.
Ich wachte auf.
Es waren 7 Tage vergangen.

Sofort ließ ich das Sojabohnen Fest einführen und manch einer fand Gefallen das Fleisch wegzulassen. So hatte ich eine Rasse erfunden, die sich fortan „Vegetarier“ nannte.
Ich reiste noch öfter zu der Fee und ließ mich von Ihr in einen tranceartigen Zustand versetzen um wüste und dunkle Prophezeiungen zu produzieren die ich eines Tages alle zusammenfaßte und unter dem Titel „Die Bibel“ zusammenfaßte.

Das war ein schöner Teil meiner Kindheit, oh ja…
ich kann sogar Parallelen zur Realität erkennen :D