Thema der Vorlesung ist die wechselseitige Dynamik von Persönlichkeit und interpersonellem Verhalten. Um kein einseitiges Bild der Persönlichkeit zu erhalten, ist es notwendig, das Bild einer Person von sich selbst (Handelnder) in Beziehung zu setzen zu dem Bild, das andere von ihr haben (Beobachter). Diese theoretisch und methodisch wichtige Doppelbetrachtung lässt sich gut am Beispiel der Selbstdarstellung des Handelnden veranschaulichen: Selbstdarstellung führt zu Eindrücken oder Außenbildern, die vom Beobachter mehr oder weniger deutlich zurückgemeldet werden, wodurch ein Prozess gegenseitiger Beeinflussung in Gang kommt. Unterschiedliche persönlichkeitspsychologische Ansätze aus den beiden vorausgehenden Vorlesungen (I, II und III), werden unter dieser interpersonellen Perspektive neu interpretiert. Inhaltlich geht es vor allem um eine differentielle Psychologie der Kommunikation, die Konstrukte wie Selbstdarstellung (und ähnliche Konzepte wie Selbstexpressivität, Selbstinterpretation, Self-Monitoring), Kommunikationsstile (z.B. histrionische Persönlichkeit, mitteilungsfreudig-dramatisierender Stil) und Interaktionskompetenzen (z.B. soziale und emotionale Intelligenz) umfasst. Die Relevanz des Themas soll sowohl in den verschiedenen psychologischen Teildisziplinen (z.B. Emotionspsychologie; Organisationspsychologie; Gesundheitspsychologie) als auch in unterschiedlichen Lebensbereichen und Anwendungsfeldern (z.B. Mode, Politik, Literatur, Kunst, Theater, Film) veranschaulicht werden. Breiten Raum sollen auch Ergebnisse von Forschungsprojekten des Lehrstuhls einnehmen.
Wieso kommt mir das alles so bekannt vor? Ich glaube der macht echt jedes Semester die gleiche Vorlesung...