Der was denkt ihr grad thread!!!!!!!

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Metalhead of switzerland

W:O:A Metalmaster
Unter strukturell verstand ich eben genau diese Aufzählung: "Geldgier, soziale Probleme, Gesellschaftskritik, Religion, Stellung des Individuums, gemeinsame Einflüsse aus der Literatur etc."
Lesenswert ist nur was noch von Nutzen und noch lehrreich sein kann, das ist ja nun das Minimum was man von einem eben so genannten lesenswerten Werk sagen kann. Deswegen gibt es ja auch Klassiker, weil diese egal wie alt sie sind noch zu denken geben.
Aber eben diese in irgendeiner Art und Weise zu vergleichen, ist halt wie gesagt interessant, aber sinnlos.;)

Okay, unter strukturell verstehe ich eher bestimmte Muster im sprachlichen Aufbau eines Werkes, wie sie Untersuchungsgegenstand im "klassischen" Strukturalismus sind.;)
Die Definition von Lesenswert würde ich so übernehmen, wobei ich da in der Literatur den künstlerischen Wert (sprachliche Qualität, Unterhaltungswert) nicht ausschliessen würde. Ein Buch mag inhaltlich noch so lehrreich, aber wenn es nicht ansprechend geschrieben ist, halte ich es für entsprehcend weniger Lesenswert.
Aber ich weiss nicht, ob ich Komparistik als komplett sinnlos abstempeln kann. Das es durchaus ergebnisreichere Disziplinen gibt, das stimme ich vorbehaltlos zu, aber da ich mich gerade erst intensiver mit Komparistik beschäftige, wird es noch etwas dauern, bis ich zu einer qualifizierten Beurteilung kommen kann.
 

*Fee

W:O:A Metalmaster
12 Juli 2005
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Nicht mehr Keller :eek:
www.myspace.com
Keine Ahnung. Alle anderen haben sich irgendeine Scheiße aus den Fingern gesogen.

Ja..kA :D Ich schreib meistens irgendwie, dass der Autor "vermutlich" etwas so oder so meint und begründe meine "Vermutung" dann :D Aber dass es so IST, das darf man glaub ich gar nich :confused:

*denk* Da unten spielen sich ja grad wieder Liebesdramen vor unserer Haustür ab :o Und ich muss da jetzt runter den Hund kacken lassen. Na toll :-I
 

Baskerville

W:O:A Metalgod
16 Feb. 2004
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Okay, unter strukturell verstehe ich eher bestimmte Muster im sprachlichen Aufbau eines Werkes, wie sie Untersuchungsgegenstand im "klassischen" Strukturalismus sind.;)
Die Definition von Lesenswert würde ich so übernehmen, wobei ich da in der Literatur den künstlerischen Wert (sprachliche Qualität, Unterhaltungswert) nicht ausschliessen würde. Ein Buch mag inhaltlich noch so lehrreich, aber wenn es nicht ansprechend geschrieben ist, halte ich es für entsprehcend weniger Lesenswert.
Aber ich weiss nicht, ob ich Komparistik als komplett sinnlos abstempeln kann. Das es durchaus ergebnisreichere Disziplinen gibt, das stimme ich vorbehaltlos zu, aber da ich mich gerade erst intensiver mit Komparistik beschäftige, wird es noch etwas dauern, bis ich zu einer qualifizierten Beurteilung kommen kann.
Unter "Struktur" verstand ich hier einfach nicht mehr als: Es geht inhaltlich immer mehr oder weniger um denselben Scheiß! Was ja auch zumeist der Fall ist.:D
Ästhetische Aspekt habe ich bewusst nicht mit einbezogen. Hierzulange war das Schönheitsideal auch mal "fette bleiche Frauen". Und auch in der Literatur ist der Geschmack wandelbar.
Ich habe nun während meines Studiums auch Komparatistik betreiben müssen, aber der größte Fehler ist es zu glauben, dass diese wissenschaftlich sei. Vergleiche erfordern Entscheidungen und da gibt es nicht den unbeteiligten Beobachter.
 

Hell's Ambassador

W:O:A Metalmaster
28 Mai 2007
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Ja..kA :D Ich schreib meistens irgendwie, dass der Autor "vermutlich" etwas so oder so meint und begründe meine "Vermutung" dann :D Aber dass es so IST, das darf man glaub ich gar nich :confused:

*denk* Da unten spielen sich ja grad wieder Liebesdramen vor unserer Haustür ab :o Und ich muss da jetzt runter den Hund kacken lassen. Na toll :-I

Man darf vieles nicht und trotzdem wirds gemacht... *schulterzuck* :D
 

Metalhead of switzerland

W:O:A Metalmaster
MUSS man das nich sogar so formulieren? Denn das ist ja auch völlig richtig so. So schreib ich das in Klausuren auch immer. (Also jetzt nich Wortlaut...aber in der Art halt :D )Kann man ja als Leser, also quasi "Außenstehender" auch gar nicht GENAU wissen, egal wie *vermeintlich* ausdrücklich etwas irgendwo steht.

Das Problem ist, das viele Menschen dies gar nicht realisieren bzw. gar nicht davon ausgehen, dass so schlichte Ansätze durchaus gültig sind.;) Genauso, wie man oft Werke überinterpretiert, weil man unglaublich konstruierte Ansätze verfolgt, oder vollkommen falsche Ansätze verfolgt. Ich denke da gerne an die Diskussionen über Kafkas Verwandlung zurück. "War das jetzt real oder ein Traum? Erkennt man das irgendwie?" Eine Frage, die a) nicht zu beantworten ist und b) eigentlich auch vollkommen vernachlässigbar ist, da es viel interessantere und ertragreichere Ansätze gibt.
 

Metalhead of switzerland

W:O:A Metalmaster
Unter "Struktur" verstand ich hier einfach nicht mehr als: Es geht inhaltlich immer mehr oder weniger um denselben Scheiß! Was ja auch zumeist der Fall ist.:D
Ästhetische Aspekt habe ich bewusst nicht mit einbezogen. Hierzulange war das Schönheitsideal auch mal "fette bleiche Frauen". Und auch in der Literatur ist der Geschmack wandelbar.
Ich habe nun während meines Studiums auch Komparatistik betreiben müssen, aber der größte Fehler ist es zu glauben, dass diese wissenschaftlich sei. Vergleiche erfordern Entscheidungen und da gibt es nicht den unbeteildigenten Beobachter.

Das stimmt allerdings absolut.:D
Stimmt auch wieder, ästhetische Aspekte sind nicht klar definierbar. Wobei
man doch von einem gewissen sprachlichen Niveau ausgeht, spricht man von lesenswerter Literatur.
Hm, das es der Komparistik an "Wissenschaftlichkeit" fehlt, habe ich allerdings auch schon bemerkt.;) Aber das ist ja generell die Krux der Literaturwissenschaft, wenn man jenseits sprachlicher Analyse arbeitet.

Edit: Man müsste schon verdammt ignorant sein, um das nicht zu bemerken.:D
 
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Baskerville

W:O:A Metalgod
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Das stimmt allerdings absolut.:D
Stimmt auch wieder, ästhetische Aspekte sind nicht klar definierbar. Wobei
man doch von einem gewissen sprachlichen Niveau ausgeht, spricht man von lesenswerter Literatur.
Hm, das es der Komparistik an "Wissenschaftlichkeit" fehlt, habe ich allerdings auch schon bemerkt.;) Aber das ist ja generell die Krux der Literaturwissenschaft, wenn man jenseits sprachlicher Analyse arbeitet.

Edit: Man müsste schon verdammt ignorant sein, um das nicht zu bemerken.:D

Sei doch froh! Es gibt noch viel krankere Ambitionen im Bereich der Germanistik, wo plötzlich die Leute anfangen zu behaupten Verständnis der Werke sei eine emotionale Sache, die man nur als ehrlicher Germanist erfahren könne.:o


Kein Scherz! Alles erlebt.:o
 

*Fee

W:O:A Metalmaster
12 Juli 2005
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Nicht mehr Keller :eek:
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Das Problem ist, das viele Menschen dies gar nicht realisieren bzw. gar nicht davon ausgehen, dass so schlichte Ansätze durchaus gültig sind.;) Genauso, wie man oft Werke überinterpretiert, weil man unglaublich konstruierte Ansätze verfolgt, oder vollkommen falsche Ansätze verfolgt. Ich denke da gerne an die Diskussionen über Kafkas Verwandlung zurück. "War das jetzt real oder ein Traum? Erkennt man das irgendwie?" Eine Frage, die a) nicht zu beantworten ist und b) eigentlich auch vollkommen vernachlässigbar ist, da es viel interessantere und ertragreichere Ansätze gibt.


*gg* Die Frage hab ich mir als ich Die Verwandlung gelesen habe kurzzeitig auch gestellt, bin dann aber auch zu dem Schluss gekommen, dass das eigentlich scheißegal is :D
 

Metalhead of switzerland

W:O:A Metalmaster
Sei doch froh! Es gibt noch viel krankere Ambitionen im Bereich der Germanistik, wo plötzlich die Leute anfangen zu behaupten Verständnis der Werke sei eine emotionale Sache, die man nur als ehrlicher Germanist erfahren könne.:o


Kein Scherz! Alles erlebt.:o

Ich beschwer' mich ja nicht, das ist lediglich eine Feststellung.;) Ich habe das Studium hautsächlich gewählt, weil es mich eben interessiert und ich mich gerne damit (im weitesten Sinne) hermeneutisch beschäftige, nicht weil ich absolut gültige, wasserdichte Definitionen bestimmen möchte. Diesbezüglich mache ich mir auch keine Illusionen. Derartige Definitionen sind in der Literatur höchstens in Bereichen möglich, die schlicht redundant sind.

Das es solche Ansätze gibt, glaube ich allerdings sofort. Es gibt ja auch mehr als genug Germanisten, die es unglaublich faszinierend und erkenntnisreich finden, hunderte von Seiten über die (potentiellen) Affären Goethes zu schreiben.
 
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Metalhead of switzerland

W:O:A Metalmaster
*gg* Die Frage hab ich mir als ich Die Verwandlung gelesen habe kurzzeitig auch gestellt, bin dann aber auch zu dem Schluss gekommen, dass das eigentlich scheißegal is :D

Natürlich stellt man sich diese Frage sofort, wenn man das Buch gelesen hat, es ist ja auch eine eindeutige Leerstelle, und die ziehen automatische die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich.;) Nur wenn man sich dann weiter damit beschäftigt, sollte man dann schon zum Schluss kommen, dass es eben egal ist.