*DoromiteinerGutemorgengeschichteaufweckt*
MORBIDES WISSEN Teil 3:
Eine Kindsgeburt nach dem Tode ist sehr selten, denn mit dem Tod ersterben bald alle Lebensvorgänge. Zuerst erlöschen Atmung, Kreislauf und Nerventätigkeit. Die Muskulatur kann noch nach Stunden reagieren, am längsten die Pupille. Die Muskulatur des schwangeren Uterus bleibt ebenfalls noch längere Zeit erregbar. Deshalb kann die Frucht auch nach dem Tod ausgestoßen werden, sofern die Geburtswege bereits eröffnet waren. Wehen treten nach dem Tod jedoch nur dann auf, wenn sie noch vor dem Tode begonnen haben. Ein Arzt, der sich mit postmortaler Wehentätigkeit befasste, stellte in einem extremen Fall noch 24 Stunden nach dem Tod Wehen fest.
Dieser Vorgang darf jedoch nicht mit der sogenannten Sarggeburt verwechselt werden. Diese wird durch die Leichenfäulnis bewirkt, durch den Druck der Fäulnisgase in der Bauchhöhle kommt es zur Ausstoßung der Frucht.