In allen Nachrichten Sonnenfinsternis ohne Ende, auch die minimale Bafög-Erhöhung hat’s auf die Flimmerscheibe geschafft…
Dass das Bundeskabinett den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe still und leise beschlossen hat, ist nirgendwo aufgetaucht.
Damit verbunden ist der geplante Vorrang infrastruktureller Angebote (wo immer die auf dem platten Land auch herkommen sollen) und die Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts. Inkludiert ist somit eine Benachteiligung der ambulanten Hilfen. Darüber hinaus wird die Länderöffnungsklausel erweitert. Das SGB VIII wird also ein Flickenteppich und sinnvolle Hilfe vom richtigen Wohnort abhängig.
Keine Frage, eine Strukturreform wäre sinnvoll, aber als Rechte-, Qualitäts- und Ressourcenreform und nicht als kurzsichtige Einspar-Reform.
