Und dadurch steigt ein Wort wie "gut" in der Bedeutung ab - mit "gut" assoziiert man mittlerweile ja auch nicht mehr gute Sachen, sondern Dinge, die eher so lala, ganz okay sind.
Wodurch dann eben auch "In Ordnung" absteigt, und meist impliziert, das etwas gerade so toleriert werden kann. Wodurch "schlecht" dann kaum noch benutzt wird, da man kaum mehr direkte negative Sätze verwendet, da ehemals positiv konotierte Begriffe deren Platz eingenommen haben, wodurch die Sprache an sich "unehrlich" wird. Und z.B. im englischsprachigen Raum sucht man dann nach neuen Superlativen wie "astronomically epic" usw., statt die ehemalige Hierariche widerherzustellen. Den typischerweise erschafft der Mensch lieber neue Begriffe, statt alte zu rehabiliteren, weshalb wir ja auch viele "tote" Begriffe haben, wie etwa "knorke". Womit wir wieder beim Menschen als Gewohnheitstier wären.

Und willkommen in der wunderbaren Welt der semantischen Analyse.
