membarus braucht einen rechtlichen rat!

Dieses Thema im Forum "Talk" wurde erstellt von Membarus, 11. April 2002.

  1. Membarus

    Membarus W:O:A Metalmaster

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    es gejht um ein auto, welches ich gekauft habe. mein schreiben an den verkäufer sagt diesbezüglich alles:


    am 05.03.2002 habe ich -gemeinsam mit den Eheleuten X- den von mir
    jetzt gekauften PKW Ford Mondeo besichtigt. Dabei stellten wir keine
    Schäden, außer dem von Ihnen nachträglich erwähnten Auffahrschaden fest, der
    angeblich vollständig durch eine Werkstatt beseitigt wurde.

    Im Kaufvertrag vom 07.03.2002 haben Sie ausdrücklich nur diesen v.g.
    Schaden, und dies auch erst auf explizite Nachfrage, angegeben und im
    Folgenden im Vertrag zugesichert, dass das Fahrzeug keine weiteren
    Unfallschäden oder sonstige Beschädigungen aufweist.

    Am Freitag, den 15.03.2002 haben meine Mutter und ich den PKW erst in der
    Nacht abholen können und erst jetzt feststellen müssen, dass folgende
    Schäden am PKW vorhanden sind:

    - Stoßstange vorne wurde notdürftig geflickt- daher schließe ich auf einen
    weiteren Unfall, der von Ihnen nicht erwähnt wurde,
    - der Kotflügel vorne links wurde zwischenzeitlich erneuert,
    - beide v.g. Teile wurden nicht fachmännisch lackiert
    - beide Scheinwerfer sitzen nicht passgenau
    - beide Radkappen sind auf der rechten Seite defekt- ein Stück ist jeweils
    abgebrochen,
    - weiter ist am Kotflügel vorne rechts eine kleine Beule, die auch auf einen
    Unfall hinweist
    - das Fahrzeug zieht jetzt stark nach links, wenn ich stärker bremse.
    Ich gehe davon aus, dass der PKW nach unserer Besichtigung und Probefahrt
    von Ihnen bewegt wurde und ein Teil der Schäden nachträglich entstanden
    sind, wobei die Radkappen und die Spur etc. in Mitleidenschaft gezogen
    wurden, für den anderen Teil weisen alle obigen Tatsachen auf einen
    Frontunfall hin.

    Das Verschweigen dieser Schäden, insbesondere des Frontunfalls sowie des
    Bremsendefektes, sind nach der Rechtslage arglistiges Verschweigen, auch
    wenn die Schäden nicht durch Sie entstanden sind. Sie waren in jedem Falle
    dazu verpflichtet diese auch unaufgefordert anzugeben.

    Zudem mußte ich bei der Anmeldung des PKW feststellen, dass seit einem Jahr
    keine gültige Abgassonderuntersuchung vorgenommen wurde. Sie war
    abgelaufen, obwohl Sie uns versichert haben, dass alles hinsichtlich der
    Fahrtüchtigkeit und dem TÜV von Ihnen unternommen worden ist.






    Durch die Schäden und Mängel an dem PKW, die nicht von Ihnen erwähnt wurden
    und ggfls. auch nach unserer Besichtigung entstanden sind, sind mir
    erhebliche Mehrkosten entstanden, für die Sie schadenersatzpflichtig sind.

    Ich habe zwischenzeitlich eine Fachwerkstatt beauftragt, sich den Wagen
    genauer anzusehen. Ein Kostenvoranschlag für die Beseitigung der Mängel
    liegt diesem Schreiben als Kopie bei. Auch hier wurde mir der Frontunfall
    bestätigt. Die mir entstandenen bzw. noch entstehenden Kosten liste ich
    nachfolgend auf. Weiterhin hat sich der Wert des Fahrzeugs, insbesondere
    durch weitere Unfallschäden gemindert, weshalb ich hierfür ebenfalls
    Schadenersatz geltend mache.

    Der Schaden setzt sich zur Zeit wie folgt zusammen:

    - ASU inkl. zusätzlicher Fahrtkosten zur Werkstatt 49,50
    - Werkstattkosten lt. beiliegendem Kostenvoranschlag 1135,87
    - Nutzungsausfallentschädigung (ca. 3 Tage), alternativ Leihwagenkosten
    120,00
    - Wertminderung 400,00

    Summe 1705,37

    Die vorstehende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und die
    genannten Beträge verstehen sich in Euro inkl MwSt..

    Bedauerlicherweise konnte ich Sie trotz mehrerer Versuche bisher telefonisch
    nicht erreichen, so dass ich Ihnen auf diesem Wege mitteilen möchte, dass
    ich mit der Art der Abwicklung des Kaufes und dem Verschweigen der diversen
    Mängel nicht einverstanden bin.

    Ich möchte betonen, dass mir an einer gütlichen Einigung gelegen ist und
    hoffe, dass wir zu einer Einigung hinsichtlich des Ersatzes des bisherigen
    Schadens sowie der noch festgestellten Schäden kommen werden.

    Daher sehe ich zunächst Ihrer Stellungnahme zu meinem Schreiben bis zum


    29. März 2002

    entgegen. Sollten Sie die Frist jedoch verstreichen lassen, ohne sich zu
    melden, bedaure ich rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Bitte
    beachten Sie bei Ihrer Entscheidung, dass sich die gesetzliche Lage seit dem
    1. Januar 2002 - speziell für PKW-Verkäufe für die Käufer erheblich
    gebessert hat. Ungeachtet dieser geänderten Rechtslage war es auch schon vor
    dem 01.01.2002 ein schuldhaftes Verhalten Ihrerseits u.a. Unfallschäden
    nicht anzugeben (BGH DAR 95, 322).




    Mit freundlichem Gruß
     
  2. Membarus

    Membarus W:O:A Metalmaster

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    nun die antwort des anwalts des verkäufers:

    [...]
    Ihre Ausführungen im Schreben vom 22.03.2002 entsprechen im Wesentlichen nicht
    den Tatsachen. Sie haben sich- sogar im Beisein mehrerer Personen-das Fahrzeug
    ausgiebig angeschaut und inspiziert. Es hat keinen weiteren Unfall gegeben. Auf
    kleine von Ihnen festgestellte Beschädigungen haben sie vor Kaufvertragsabschluß
    ausdrücklich hingewiesen-darunter auch die nicht einmal nennenswerten optischen Mängel
    zu bezeichnende Beschädigung der Stoßstange bzw. Kartzern am Kotflügel etc. Die
    Mandantschaft hat diese offensichtlichen, bei einem 8 Jahre alten Auto aber keineswegs
    überdurchschnittlichen "Beschädigungen" sodann auch selbst in Augenschein genommen und
    bestätigt. . Die sie begleitende Frau X hat ihnen noch zugerufen, sie söllten sich einen
    Neuwagen Kaufen, wenn sie ein KFZ ohne Kratzer wünschten. Der vorgefundene Zustand des
    Fahrzeuges hat seinen Ausdruck in der Höhe des Kaufpreises gefunden, den die
    Mandantschaft-wie sie sicher noch bestens wissen- erheblich reduziert hat.

    Die Mandtantschaft verbittet sich die Unterstellung, dass die von ihnen behaupteten
    "Beschädigungen" zwischen Kaufvertragsabschluß und Abholung-mithin auf allenfalls noch
    gefahrenen 50km- entstanden seien. Nutzen sie hier bitte das Kaufvertragliche
    Entgegenkommen der Eheleute nicht aus, die in ihrem Sinne auf eine sofortige ZUG-um-Zug
    Abwicklung verzichtet haben.

    Nach alldem sollten sie auch etwas vorsichtiger mit dem Vorwurf des "arglistigen
    Verschweigens" umgehen.

    Zudem sollten sie in ihre Zahlungsvorderungen auch nicht allzu offensichtlich eine
    Bereicherungsabsicht einfließen lassen. Es ist schon ein starkes Stück, dass sie sich
    überhaupt trauen, neben ungekürzten Reparaturkosten für ein 8 Jahre altes Auto- ohne
    Berücksichtigung eines Abzuges "neu-für-alt"- auch noch eine Wertminderung von sage und
    schreibe EUR400,-- zu verlangen. Ihrer Forderung fehlt es an jeder Ernsthaftigkeit.
    Stattdessen indiziert sie, dass auch die übrigen Ausführungen in ihrem Schreiben ohne
    beachtliche Grundlage sind.

    Richtig ist, dass die Mandantschaft ihnen versehentlich eine falsche AU-Prüfbescheinigung
    ausgehändigt hat. Hätten sie anschließend noch einmal nachgefragt, wäre ihnen eine
    neuerliche AU erspart geblieben. Die Mandantschaft hätte ihnen dann die hier beigefügte
    Prüfbescheinigung vom 21.03.2001 nachgereicht.

    Zusammenfassend werden irgendwelche Gerwährleistungsansprüche bereits dem grunde
    nach bestritten. Allein um einen weiteren Kontakt mit ihnen abzuwenden und ohne
    Anerkenntnis einer rechtlichen Verpflichtung bietet unsere Mandantschaft ihnen zur
    Abgeltung aller wechselseitigen Ansprüche die Zahlung eines Pauschalbetrages von
    EUR500,-- an. An diesen Vergleichsvorschlag hält sie sch bis zum 24.04.2002 gebunden.
    Das Einverständnis wäre schriftlich zu erklären.

    MFG
     
  3. Membarus

    Membarus W:O:A Metalmaster

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    also ich meine,dass die ziemlich tief in der scheiße stecken und deshalb soviel bieten und das eine und andere umdrehen

    (auto ist 7, nicht 8; die leute haben nichts von den schäden erwähnt, rein garnichts!; auf dem abmeldedingsda steht drauf, dass zur zeit der abmeldung keine gültige AU vorliege)

    was soll ich davon halten? soll ich annehmen oder meinen anwalt kontaktieren??
     
  4. Blackmetalboy

    Blackmetalboy W:O:A Metalhead

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    Ich würde auf jeden Fall mit einem Anwalt sprechen. Ich finde die Formulierung des Briefes, den du bekommen hast, nicht besonder sachlich. Wenn der von einem Anwalt sein soll, dann Mahlzeit. Ich glaube das nicht, da er nicht einmal seine Ausführungen mit klaren Rechtsgrundlagen belegt. Allein das sie dir in diesem Brief erst alle Vorwürfe wiederlegen (bis auf die AU) aber dann 500 Öcken anbieten, stinkt gewaltig.

    Meine Meinung!
     
  5. Membarus

    Membarus W:O:A Metalmaster

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    danke! :)

    sowas in der art dachte ich mir auch...aber wollte trotzdem nochmal nachhorchen
     
  6. Sister Vulcana

    Sister Vulcana W:O:A Metalhead

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    geh notfalls mit allem was du hast, zur verbraucherzentrale (kostenlose rechtsberatung)
    die sind sehr sehr hilfsbereit, was das angeht
    das mit dem "zugerufen" find ich am besten
    ich glaub nicht, daß das vonnem anwalt ist
    laß dich nicht mit ner pauschale abspeisen
     
  7. Membarus

    Membarus W:O:A Metalmaster

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    oh! das, was mich an der sache noch am meisten ärgert, hab ich ja noch garnicht erwähnt :(

    der verkäufer ist ein Metaller! :\

    wenn er nach abschluß des kaufvertrages ans telefon gegangen wäre, hätten wir das alles schön friedlich lösen können :\
     
  8. Lord Horb

    Lord Horb W:O:A Metalhead

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    öhm.. definitiv Anwalt!!! so'n Scheiß würd ich mir nicht bieten lassen!!!
     
  9. S_dzha_Raidri

    S_dzha_Raidri W:O:A Metalmaster

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    hmhm.. klingt derbe nach einschüchterung.... finde ich, bin aber alles andere als ein fachmann auf dem gebiet. für den fall, dass das schreiben tatsächich von nem anwalt is,... äähm.. sollte sich der typ mal überlegn, ob er nich vielleicht den beruf verfehlt hat,.. wie schwesterchen schon sagte... die stelle mit dem zugerufen... *lol* das tät nichmal ICH so formulerin wenn ich anwalt spielen sollte. wie schon gesagt, versuch verbaucherzentrale...
     
  10. WildCat

    WildCat W:O:A Metalhead

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    Jap, dass sie hinterher 500 € bieten aber alles abstreiten stinkt gewaltig..... würdest du die 500 € annehmen wäre alles gegessen - und genau das wollen sie.Sie erzählen dir erst dass du keine Chance vor Gericht hättest um dir dann ein augenscheinlich "großzügiges" Angebot zu unterbreiten, dass dir bei annahme sämtliche Rechtsansprüche streichen würde.

    Tipp:
    Zuerst zur Verbraucherzentrale (Aus Kostengründen ;))
    Wenn das nix bringt oder die dir aus sonst irgendeinem Grund nicht helfen können werden sie dir wohl zumindest sagen ob es sich lohnt einen Anwalt einzuschalten.....

    PS:
    Unter allen "Gattungen" gibt es Arschlöcher..... Leider auch im Metal-Bereich..... Zudem kann sich mancher Autoverkäufer gut verstellen um seine Kunden einzuwickeln ;)
     
  11. Membarus

    Membarus W:O:A Metalmaster

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    @raidri: du bist ein mädchen???
     
  12. xantia

    xantia W:O:A Metalmaster

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    oh mann, membarus.. da hast aber echt was an den arsch geklebt bekommen .. beileid!
     
  13. xantia

    xantia W:O:A Metalmaster

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    und... nein raidri is kein mädl :D
     
  14. S_dzha_Raidri

    S_dzha_Raidri W:O:A Metalmaster

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    hä? wieso sollte ich´n mädel sein...? *wunderstaun*
     
  15. Omegatherion

    Omegatherion W:O:A Metalhead

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    Da würd ich auch nen Anwalt mit dazuziehen.
    Das klingt fast so, als ob der das öfter machen würde.
     

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