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Der dicke und der dünne Bub

Es begab sich aber in Ashkelon, dass zwei Weiber kamen zum Herrn, als er in der Stemmstube der Stadt das Freihantelgebet verrichtete. Eine jede führte ihr Kind mit sich; es waren aber zwei Buben, von denen einer sehr dünn und abgezehrt war; der andere aber, trotz seines jungen Alters, ein propperer Speckbrocken mit rosigen Wangen. Und die Weiber traten heran und sprachen: Sieh, Herr, wir sind die Ammen dieser Buben; der meinige spart an der Kost und mag die Fleischmatzen nicht verzehren; der ihre aber will nicht satt werden; was man ihm auch reicht, schlingt er hinunter wie dereinst der Moloch die Kadmoniter; dicklich ist sein Leib und seine Gier uns eine große Last. Wir können aber nur einen von beiden ernähren. - Da besah sich der Herr die beiden Buben und sprach: horchet auf, ihr Weiber, ich sage euch: aus einem Batzen Hefe kann ein prächtiger Kuchen werden; aber aus einem gebrochenen Zweig wird kein Zedernstamm erwachsen. So ist es auch unter den Stemmenden; denn dieser dicke Bub wird sich einst in einen stämmigen Ochsen verwandeln, der dünne aber wird immer ein Lappen bleiben. Ihr wisset nun, welchen ihr in die Wüste schicken sollt.
- Schwarzeneggerbriefe, 18.2