NSBM: Faschos oder nicht?

Dieses Thema im Forum "Talk" wurde erstellt von Seoman666, 04. September 2006.

  1. Seoman666

    Seoman666 W:O:A Metalhead

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    Ich habe jetzt schon öfter diesen netten Slogan: NSBM-Fans gegen Faschos gesehen, und beim rumsurfen folgenden Eintrag bei Wikipedia zum Thema NSBM gefunden:

    National Socialist Black Metal bei Wikipedia.de

    National Socialist Black Metal (NSBM) ist eine Bezeichnung für neonazistische Strömungen innerhalb der Black-Metal-Subkultur.
    Inhaltsverzeichnis


    * 1 Definition
    * 2 Ursprung und Ideologie
    * 3 Gedankengut
    * 4 Organisation und Entwicklung
    * 5 Stellung im Black Metal
    * 6 Bekannte Bands
    * 7 Literatur
    * 8 Weblinks

    Definition

    Innerhalb der Black-Metal-Subkultur herrschen Kontroversen, inwiefern eine Band zum NSBM zählbar ist oder nicht. Als Kriterien für eine Einstufung als NSBM gilt landläufig die Erfüllung folgender Kategorien:

    * Die Musiker vertreten eine nationalsozialistische Gesinnung und verarbeiten diese Ideologie oder Aspekte derselben in ihrem Auftreten und der Musik
    * Die Musik sollte im Großen und Ganzen als Black Metal definierbar sein

    Diskutiert wird, ob eine Band als NSBM einzustufen ist, wenn die Musiker eine nationalistische Einstellung haben, diese allerdings nicht in ihren Texten verarbeiten. Umgekehrt existieren auch Bands, welche mit NS-Symbolik provozieren, dies nach eigener Aussage aber ohne politischen Hintergrund betreiben. Höchstwahrscheinlich ist es oftmals auch Absicht, sich in einer Grauzone aufzuhalten.

    Ursprung und Ideologie

    Oft als neue Erscheinung des Rechtsrock bezeichnet, fußt NSBM auf wesentlich komplexeren Wurzeln. Eine gänzlich falsche Aussage wäre es, zu behaupten, dass es sich bei NSBM um eine Art neuen Trend des Black Metal handelt, da rechte und antisemitische Gruppierungen schon immer in dieser Subkultur vorhanden waren. Dabei ist es egal, ob man vom misanthropischen oder antichristlich/satanistischem Black Metal spricht. Bei den meisten NSBM-Bands ist weniger eine Verherrlichung des Rechtsradikalismus zu erkennen, als vielmehr eine des Dritten Reiches, zumindest als brutales Geschichtsereignis. Für Black Metaller misanthropischer Gesinnung passt besagtes Ereignis hervorragend in ihr menschenhassendes Bild, selbige mit anti-christlicher Einstellung stützen sich auf das Argument, dass das Christentum aus dem Judentum hervorging, welches damals zu vernichten versucht wurde. Die Black-Metal-Szene ist allerdings sehr facettenreich geworden und der Großteil der Mitglieder ist als eher unpolitisch einzustufen .

    In letzter Zeit ist ein so deutliches Wachstum der NSBM-Szene zu beobachten, dass diese andererseits auch immer häufiger von antifaschistischen und politisch linken Organisation erkannt, angeprangert und bekämpft wird. Aktionen wie „Turn It Down“ oder die schon länger bestehende Kampagne „Rock gegen Rechts“ versuchen, Aufklärung zu leisten, finden jedoch in der Black-Metal-Szene selbst wenig Anklang, da eine Aufteilung in Lager der NSBM-Befürworter und -Gegner bereits besteht.

    Gedankengut

    Essentielle Grundlage der Ideologie sind das (Neu-)Heidentum in Form des Asatru oder Wotanismus/Odinismus sowie verschiedene okkultistische und esoterische Konzepte in einer manchmal neonazistischen, rassistischen und insbesondere antisemitischen Auslegung und Deutung. Die Arier (vedisch: „arya“; „die Edlen“) stammen demnach von den (nordischen) Göttern (Asen)) ab und sollen allen anderen Menschenarten daher überlegen sein.

    Als vermeintlicher Beweis dieser Überlegenheit dient neben der Berufung auf eine behauptete germanische Hochkultur, die jedoch geschichtswissenschaftlich nicht belegt ist, sowie auf die Kulturen der alten Griechen und Römer die Behauptung, dass auch alle anderen Hochkulturen wie die der Sumerer und alten Perser von „Ariern“ begründet worden sein sollen oder zumindest alles Herausragende von diesen übernommen worden sei. Ursachen für den Niedergang solcher alten Hochkulturen seien „Rassenmischung“ und „Entartung“ gewesen. Es gelte daher, an die „uralten Werte“ und Höhepunkte der „arischen Geschichte“ anzuknüpfen – zu denen ganz besonders das Dritte Reich zähle.

    Das Christentum, auch abfällig „Judäo-Christentum“ genannt, wird als jahrtausendealter Plan einer jüdischen Weltverschwörung betrachtet, um die Arier durch die Verdrängung ihres „Artglaubens“ und ihrer „ursprünglichen“ Kultur zu schwächen und dadurch leichter knechten zu können.

    Ein Teil der NSBM-Szene hängt neben dem Wotanismus einer eigenen Auslegung des Satanismus an, in der Satan als „ur-arische“ Gegenmacht zum „Judengötzen Jehova“, dem jüdisch-christlichen Gott, betrachtet wird. Genau wie Jehova der Stammvater der Juden sei, sei Satan der Stammvater – oder zumindest Erschaffer – der Arier. Diese Auslegung wird oft als „arischer Satanismus“ oder „völkischer Satanismus“ bezeichnet.

    Die NSBM-Szene ist zwar extrem rassistisch, ansonsten jedoch international ausgerichtet, da sie alle „weißen, arischen Völker“ als gleichwertig betrachtet. Chauvinismus gegenüber Angehörigen eines anderen solchen Volkes gilt in der NSBM-Szene daher als Verrat an einer behaupteten „weißen Rasse“. Dieser Grundgedanke entstammt der White-Power-Ideologie, die auch innerhalb der sonstigen Neonationalsozialismusszene – vor allem der Musikszene – immer größere Bedeutung gegenüber der NS-Rassenlehre gewinnt und jene sogar schon überwiegend abgelöst hat. Der NSBM gilt als Speerspitze dieser Entwicklung, da in ihm beispielsweise von Anfang an deutsche und polnische Aktivisten – sonst aus historischen Gründen meist Gegner – eng zusammengearbeitet haben. Das kommt in der sonstigen Neonaziszene, wegen der anti-slawischen Vorurteile von deutscher Seite, auch heute noch selten vor, wenngleich immer öfter.

    Die NSBM-Ideologen beziehen sich beispielsweise auf den bekannten schweizer Psychoanalytiker Carl Gustav Jung, den der SS angehörigen Esoteriker Karl Maria Wiligut, auch „Weisthor“ genannt, und die französisch-griechische Philosophin Savitri Devi Mukherji, die sich auch nach 1945 deutlich zum Nationalsozialismus bekannte.

    Organisation und Entwicklung

    Als einer der Wegbereiter der rechtsextremen Tendenzen im Black Metal gilt allgemein Varg Vikernes, einziges Mitglied der Band Burzum. Wenngleich seine Musik im allgemeinen nicht als NSBM eingeordnet wird, stellen seine Bücher doch eine geistige Grundlage in dieser Subszene dar.

    Die NSBM-Szene ist sehr international organisiert und agiert weitgehend konspirativ. In der Ukraine, Russland und Weißrussland verfügt die NSBM-Szene über ähnlich viele Bands wie der rechtsextremistische Teil der Skinheadszene, wodurch sie dort einen der wichtigsten Faktoren des subkulturell geprägten Rechtsextremismus überhaupt darstellt. Weitere geographische Schwerpunkte der NSBM-Szene sind unter anderem Polen, Griechenland und Frankreich sowie in Deutschland Thüringen, Sachsen, Franken und Brandenburg.

    Die NSBM-Szene verfügt über enge Kontakte und zum Teil auch personelle Überschneidungen mit den international agierenden, rassistischen Skinheadorganisationen „Blood & Honour“ und „Hammerskin Nation“.

    Stellung im Black Metal

    Der größte Teil der Black Metaller lehnt nationalsozialistische Ansichten sowie den wachsenden nationalsozialistischen Einfluss auf den Black Metal ab. Eine Umgangsform besteht darin, neonazistische Bands und ihre Labels zu boykottieren.

    So kommt es, dass viele Fans eine Trennlinie zwischen der Musik und den ihren Botschaften und Musikern ziehen. Sie achten nicht auf rechtsradikale Einstellungen, nach dem Credo: „Nur die Musik zählt“. Das Ausklammern der inakzeptablen Aspekte der Musik führt jedoch auch zu scharfer Kritik, da nach Meinung der Kritiker besonders im Black Metal Botschaft und Musik eine Einheit bilden würden; man würde den NSBM passiv unterstützen. Die großen Printmedien im Bereich des Black Metal, welche politisch eigentlich eher im mitte- bis linksliberalen Bereich anzusiedeln sind, tendieren zum Ignorieren von Tonträgern einschlägiger Bands.

    Bekannte Bands

    Eine Auswahl an Bands, die als NSBM zu klassifizieren sind:

    * Absurd (Deutschland)
    * Barad Dûr (Deutschland)
    * Capricornus (Polen)
    * Der Stürmer (Griechenland)
    * Graveland (Polen)
    * Nokturnal Mortum (Ukraine)
    * Thor’s Hammer (Polen)
    * Totenburg (Deutschland)

    Literatur

    * Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, 2005, ISBN 3-89771-817-0
    * Michael Moynihan/Didrik Soderlind: Lords of Chaos, Feral House Books/Promedia, ISBN 0-922915-48-2 (englisch) 1998 / ISBN 3-936878-00-5 (deutsch)


    Jetzt wüßte ich von euch ganz gerne, wie ihr zu der ganzen Sache steht...

    Ist NSBM wirklich rechts, oder wird das ganz einfach von den Medien so gepusht? Habt ihr Erfahrungen mit der Szene? Positiv, Negativ?

    Lasst euch mal richtig aus!
     
  2. Toffi Fee

    Toffi Fee W:O:A Metalgod

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    ...nix für ungut, aber Dein Artikel ist mir zu lang für dieses Thema, das hier nun schon zigtausendfach durchgekaut wurde.
     
  3. Seoman666

    Seoman666 W:O:A Metalhead

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    Kein sehr konstruktiver Beitrag... :o
     
  4. Toffi Fee

    Toffi Fee W:O:A Metalgod

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    Na und? Heul doch...
     
  5. KaeptnKorn

    KaeptnKorn W:O:A Metalmaster

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    Mehr wird wohl nicht kommen, das Thema ist total zerkaut.



    Und der Link hätte echt gereicht. :D
     
  6. Megatherion

    Megatherion W:O:A Metalmaster

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    Si
     
  7. Master of Hades

    Master of Hades W:O:A Metalgod

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    :confused: Die Frage finde ich irgendwie merkwürdig.......

    Du hast die Antwort doch schon selber gegeben:
    Die Frage ob eine Bezeichnung die mit "National Socialist" beginnt etwas mit rechter Einstellung zu tun hat ist doch wohl so überflüssig wie ein Kropf.....



    Zu Nazis oder was???


    Positive Erfahrungen mit der Naziszene???? :confused:
     
  8. Rain

    Rain W:O:A Metalmaster

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    Aye!
     

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