Mit 0,0 wäre ich vorsichtig. Da trinkst Du ein Glas frischen Apfelsaft, der gerade angefangen hat zu gären (muß man nicht zwingend schmecken), und schon hast Du 0,1‰. Die bisherige Regelung mit einer generellen Mitschuld bei mer als Null finde ich da schon ganz gut. Nur halte ich die Strafen (nicht nur im Verkehr, sondern ganz allgemein in diesem Land) viel zu milde. Es geht zwar nicht darum jemanden der Mist gebaut hat finanziell zu ruinieren, aber richtig weh tun müssen Strafen, ansonsten wirken sie nicht. Über die MPU-Praxis will ich mich jetzt nicht auslassen, ich habe noch nie an einer teilnehmen müssen. Wenn da was schief läuft, muß das natürlich behoben werden, ist klar. An sich finde ich die Sache aber in Ordnung.
Übrigens habe ich meinen Führerschein seit sieben Jahren, bin in der Zeit zirka 130000km gefahren, und wenn ich fahren muß, dann trinke ich halt nur am Anfang des Abends ein einziges Bier, und gut ist. Wenn ich von Wacken heim fahre, dann war ich Samstag nicht nicht noch auf Konzerten. Das kostet mich zwar jedesmal mindestens eine interessante Band, aber nicht meinen Führerschein.
Einmal mußte ich meinen Lappen trotzdem abgeben, weil ich zu schnell gefahren bin. Sonntagmorgens um 0700h auf einer leeren Autobahn war ich mit 107 km/h unterwegs. Erlaubt waren wegen einer angeblichen Baustelle, die ich nicht gesehen habe, angeblich nur 60, was ich auch nicht gesehen habe. Da ich alleine auf der Straße war, bestand auch keine Gefährdung anderer. Meine Probezeit war gerade eben so noch nicht vorbei (also vor etwa fünf Jahren), deshalb wurde mir der Führerschein einen Monat lang abgenommen. Der Strafzettel kostete 40,-€, die Zustellbegühr nochmal 30,-€ und die Nachschulung ca. 350,-€. Der Hammer war aber, daß ich in Bayern geblitzt wurde, und deshalb meinen Führerschein nicht in BW bei der Polizei abgeben konnte, sondern extra deshalb nach Bayern fahren mußte! Das ist auch nicht richtig so. Trotzdem piense ich hier nicht rum wie ein kleines Kind, und will dabei ernst genommen werden wie ein Mann.