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Los Angeles (dpa/WEB.DE) - Hollywood-Star Marlon Brando, der zu den einflussreichsten Schauspielern des 20. Jahrhunderts gehörte, ist tot.

Der Oscar-Preisträger starb nach Angaben seines Anwalts am Donnerstag in einem Krankenhaus in Los Angeles. Über die Todesursache lagen bislang keine Angaben vor.

Brando gehörte bereits zu Lebzeiten zu den Ikonen Hollywoods wie Marilyn Monroe und James Dean. Mit seiner oft unterkühlten und zugleich spannungsgeladenen Art der Charakterdarstellung beeinflusste er Generationen von Schauspielern.

Zu den unvergesslichen Filmen des Stars, der vielen Kritikern und Kollegen als "der größte Schauspieler Amerikas" galt, gehören Klassiker wie "Endstation Sehnsucht", "Die Faust im Nacken" und "Der Wilde". Als skandalös galt 1972 seine Darstellung eines sexbesessenen Witwers in Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango" in Paris. Selbst aus Nebenrollen konnte Brando Kinoereignisse machen, wie er 1979 als dämonischer Dschungelherrscher in Francis Ford Coppolas Vietnamkriegsfilm "Apocalypse Now" bewies.

Seinen ersten Oscar bekam Brando für die Darstellung des Hafenarbeiters Terry Malloy in "Die Faust im Nacken" in der Regie von Elia Kazan. Für die Darstellung des Mafia-Bosses Don Corleone in Coppolas "Der Pate" ehrte ihn die US-Filmakademie ein zweites Mal. Brando lehnte den Oscar jedoch aus Protest gegen die Unterdrückung der amerikanischen Ureinwohner ab.










R.I.P.