Und immer noch Gezänk um die Goldmedallien:
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Zwei Mal Gold?
Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) will beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) einen Vorstoß unternehmen, um den deutschen Vielseitigkeitsreitern nachträglich zwei zusätzliche Goldmedaillen zu übergeben. Das erfuhr die dpa in Athen aus sicherer FEI-Quelle. Der Einzelsiegerin Bettina Hoy und dem deutschen Team waren die Olympiasiege durch den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) wegen Regelverletzungen der FEI aberkannt worden.
Spitzen-Treffen
Bereits am Sonntag hatte es ein Treffen der spanischen FEI-Präsidentin Dona Pilar de Borbon mit IOC-Präsident Jacques Rogge gegeben. Über den Inhalt des Gesprächs ist nichts bekannt geworden. Am gleichen Tag hatte auch Bundesinnenminister Otto Schily mit dem 62 Jahre alten Belgier über den Fall der Vielseitigkeitsreiter gesprochen. Dabei habe sich Rogge "sehr zurückgehalten". Schily sprach sich für ein "salomonisches Urteil" aus.
Schon 'mal da gewesen
Einen spektakulären Fall einer zusätzlichen Medaillenvergabe hatte es 2002 bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City gegeben. Zunächst war die Goldmedaille an das russische Eiskunstlauf-Paar Jelena Bereschnaja/Anton Sikarulidse gegangen. Aufgrund von nachträglich erwiesener Manipulation durch eine französische Preisrichterin, die von einem russischen Geschäftsmann bestochen worden sein sollte, revidierte der Internationale Eislauf-Verband (ISU) die Ergebnisliste und setzte die Kanadier Jamie Sale/David Pelletier mit auf den ersten Platz. Auf der Basis der ISU-Veränderung vergab das IOC nachträglich auch dem kanadischen Paar eine Goldmedaille."
Was ein Akt...
