Auf welchem Konzert wart ihr und wie wars?

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The_Demon

W:O:A Metalmaster
Mar 29, 2017
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Thüringen
ZZ Top in Halle am 02.07.

Anfangs wollte ich nicht, aber es lag halbwegs auf dem Weg zum RockHarz, also warum nicht. Ob ich dort stundenlang im Stau stehe und mich später betrinke, oder ein geiles Konzert besuche, da ist die Antwort einfach. Ein paar Tage vorher hab ich das Ticket für 50€ bei Kleinanzeigen geschossen, völlig ok.

In Halle angekommen hab ich auf dem Parkplatz einen älteren Typen aus Dresden kennengelernt. Er hat den Weg gesucht und ich hab geholfen. Kein Plan wie der hieß, aber wir haben das Konzert dann zusammen geguckt. Ganz angenehm wenn man in der Schlange und den Pausen etwas quatschen kann.

Einlass war 18 Uhr, Beginn 18:15 Uhr. Wir standen noch draußen in der Schlange, als der erste Ton der Vorband Sloper erklang. Die letzten 2-3 Songs des 30 minütigen Sets konnte ich noch sehen. War aber insgesamt eher unspektakulär, langweiliger blusiger Radiorock.

Die nächste Vorband fand ich wieder um einiges spannender. Monokel aus Ostberlin waren mir bereits ein Begriff. Eine Legende halt. Sie spielen Kraftblues mit deutschen Texten. Wer Grönemeyer, Westernhagen, BAP usw mag, der muss unbedingt mal den Ossi Pendant abchecken. Ich empfehle "Kindertraum". Leider durfte die Band auch nur 30 Minuten spielen. Hätte gern länger gehen können.

Nun aber zu ZZ Top. Es wurde ein Countdown nach unten gezählt und dann standen die drei Amis da. Billy setzte das Riff zu "Got Me Under Pressure" an und Frank am Schlagzeig und der neue Ellwood am 20 saitigen Bass (von denen er nur zwei genutzt hat) stiegen mit ein. Es gibt einfach keine Band die so eine Coolness auf die Bühne bringt. Kein anderes Wort beschreibt die Band besser! Die Blues Sachen der Band mag ich eher weniger, aber live macht das Spaß. Man schaut der Band einfach gern zu. Die 80er Songs wie "Gimme All Your Lovin'", "Pearl Necklace", "Legs", "Sharp Dressed Man" usw. sind dann eher nach meinem Geschmack und es wurde tüchtig mitgewackelt und -gesungen.
Zum Ende des Konzerts fing es leider an zu regnen und es hörte einfach nicht mehr auf. So war das nicht angesagt und ich somit natürlich nicht darauf vorbereitet. Poncho lag im Auto und ich dann inklusive Jeans und Jeans Jacke komplett durch. Egal, ZZ Top wecken Sommer Gefühle in mir.
Für eine Zugabe ließ die Band aus diesem Grund nicht lang auf sich warten. "La Grange" muss einfach sein als krönender Abschluss. Nach 75 Minuten war Schluss.
Danach ging es ab ins Auto, Heizung auf die höchste Stufe und dann durch den Regen in Richtung Harz.

War definitiv ein geiles Konzert und ich bin froh dabei gewesen zu sein. ZZ Top wird es nicht mehr all zu lang geben.
 
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The_Demon

W:O:A Metalmaster
Mar 29, 2017
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Thüringen
RockHarz 2024

Spät am Abend kam ich auf dem Gelände bei Ballenstedt an. Ich musste nichts mehr zahlen und musste auch nicht im Stau stehen. Perfekt! Ab zum Forumscamp, Bier auf und entspannen. Für die nächsten Tage stand ein Bandmarathon an (jedenfalls wenn der Suff einem keinen Strich durch die Rechnung macht).

Mittwoch Mittag vor den Bands ging es ein mal über den gesamten Campingplatz alle Bekannten besuchen. Hier die Kasseler Bekannten und da die Thüringer Kollegen aus meiner Ecke. Danach hatte ich schon ziemlich einen im Turm. Um so besser haben die Bands bei mir gezündet.
(Ich hab vieles gesehen und vieles war gut, aber ich erwähne mal nur die die mich richtig abgeholt haben und die schlechten lasse ich sowieso weg)
Erstes Highlight Bruce Dickinson! Er ist einfach eine Legende. Ich muss zugeben, dass ich mich mit seinem Solo Kram erst seit der neuen Platte so richtig beschäftige. Die Songs sind nicht so eingängig wie die Maiden Sachen, aber live war das eindeutig ne Schippe geiler! Ich sehe Bruce auf der Bühne einfach gern zu.
Weiter gings mit meinem Lieblingszwerg Udo Dirkschneider. Hätte ich ihn nicht schon so oft gesehen wäre das der beste Auftritt des Festivals gewesen. Auch wenn die Setlist meist aus den gleichen Hits besteht, die kicken einfach immer wieder bei mir. 1h komplett durchdrehen!
Zu später Stunde als Abschluss standen noch die Black Metaller Kanonenfieber auf der Bühne. Ihr wisst, ich mag so Musik eigentlich gar nicht, aber das ganze Drumherum war einfach sehenswert. So macht man eine Show. Würde ich mir noch mal ansehen.

Donnerstag ging es früh los. Vor 2 Jahren hat mich Hammer King beim RockHarz bereits weggeblasen und dieses Jahr erneut. Machen einfach Spaß.
Für Bullet ging es in die erste Reihe. Genau meins! Ich liebe die Schweden einfach. Ähnlich wie Dirkschneider, einfach simpler, stampfender Heavy Metal zum mitsingen. Mehr brauche ich nicht um glücklich zu sein.
Hammerfall waren stark wie immer, die wissen wie der Hase läuft. Manchmal etwas zu einstudiert, aber die Songs (auch die neueren) machen trotzdem Spaß. Das einzig nervige sind die Backgroundvocals vom Band.
Totalabriss dann bei Kreator. In Wacken hab ich die Band nur von der Seite und weiter hinten gesehen, hier dann voll dabei. Das war schon ziemlich geil!

Freitag früh wurde irgendwie dem Pfeffi zu viel gehuldigt. Irgendwann hat es mich aus den Latschen gehauen. Anfangs war ich aber noch standhaft. Erste Band Surgical Strike hat den ganzen Alc im Körper durchgeschuttelt, aber immerhin war ich noch fit genug für The Night Eternal. Alter haben die auf der großen Bühne abgeräumt. Ich hatte ja etwas Sorgen, dass die da etwas unter gehen und nicht gut ankommen, aber denkste! Die haben richtig abgeliefert und wurden dafür zurecht abgefeiert! In Wacken letztes Jahr war das Gegenteil der Fall.
Danach hab ich ein paar Gedächtnislücken und Aussetzer. Ich weiß nur, dass ich schlafend im infield von Thüringer Kollegen gefunden und mit literweise Wasser wieder aufgepeppelt wurde. Das wars mit Alkohol für diesen Tag.
Für Kissin Dynamite stand ich wieder direkt vor der Bühne und hab Party gemacht. Alter hat das Spaß gemacht! Stand jetzt hat die Band das Sommeralbum des Jahres veröffentlicht. Macht einfach Spaß.
Für Suicidal Tendencies ging es auch ziemlich weit nach vorn, zweite Reihe oder so. So mag ich Hardcore! Bin froh die Band endlich mal gesehen zu haben.
Alestorm haben die Party aufrecht erhalten. Krass was die immer für eine Stimmung zaubern. Das alles ist so doof, dass es wieder geil ist. Wird nicht langweilig.
Nun die Überraschung des Festivals, Nanowar Of Steel. Nichts erwartet, nicht vorher reingehört, aber viel bekommen. Ähnlich wie bei Alestorm, so doof, dass es wieder geil ist. Ich sag nur Fluch des Kaptain Iglo und Das Rote Pferd. PARTY! Perfekter Tagesabschluss.

Samstag hab ich den Tag mal ruhiger begonnen. Weniger Suff und die erste Band weggelassen. Erstes Highlight waren Knife. Was ein Abriss! Im März fand ich sie auf kleiner Bühne nicht so überzeugen, aber hier haben sie ähnlich wie The Night Eternal am Vortag einfach abgeräumt. Freue mich für so kleine Underground Bands einfach.
Für Nestor haben wir uns einen Platz in der ersten Reihe gesichert und dann kam die Durchsage "Absage/Unterbrechung wegen Gewitterwarnung". Was eine scheiße. Evakuierung des infields. Wir also ins Camp und das beste draus gemacht. Um Nestor ist es schade. Es sind insgesamt drei Bands ausgefallen.
Mit Oden Ogan ging es weiter. Klasse Auftritt. Die Band hat ihr standing erreicht. Mir gefällt so Power Metal zwischendurch auch immer wieder.
Headliner des Fesrivals waren die Metal Gods Judas Priest. So gut hab ich sie noch nicht gesehen. Rob kam mir zwar manchmal etwas verwirrt vor und er konnte nicht wirklich ins Publikum gucken, aber stimmlich einfach top. Stimmung war im Vergleich zu den letzten Wacken Auftritten auch einfach viel, viel geiler. Falls das das letzte Judas Priest Konzert gewesen sein soll, dass ich gesehen hab, dann haben sie sich mit einem Knall verabschiedet.
Zum Abschluss gab es noch eine Runde Horror Show mit Lordi. Die Band hab ich tatsächlich schon seit 2006 auf dem Schirm, als sie den ESC gewonnen hatten. Musik fand ich zwar scheiße, aber die Masken usw fand ich ganz cool. Heute mag ich alles und hatte eine gute Zeit. Das war das RockHarz 2024!

Geiles Festival, geile Zeit, geiles Camp! Kann man nicht anders sagen. Ich weiß nicht wirklich was besser geht. Denke nächstes Jahr muss ich wieder hin.

Top 5 Bands:
1. Bullet
2. Dirkschneider (eigentlich 1, aber sehr oft gesehen)
3. Judas Priest (gleiches wie bei Udo)
4. Alestorm
5. The Night Eternal
 

The_Demon

W:O:A Metalmaster
Mar 29, 2017
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Thüringen
Klash of the Ruhrpott 2024

Die Big 4 des deutschen Thrash Metal quasi am Geburtsort an einem Abend? Da musste mein Bruder und ich dabei sein. Ich hab zwar alle Bands schon mehrmals gesehen, sogar dieses Jahr mehrmals, aber wir wussten, dass das einzigartig wird!
Auch wenn es viel zu heiß, das Amphitheater Gelsenkirchen zu überfüllt, und die Bier- und Wasserversorgung beschissen war, war das eine absolut geile Veranstaltung! Man hat richtig gemerkt, dass jeder extrem Bock auf die Bands hat. Und auch andere Bands hatten Bock darauf. Ich habe Mitglieder von The Night Eternal, Darkness, Space Chaser, Eradicator, Taskforce Toxicator gesehen. Am meisten habe ich mich aber gefreut Flo von den Mechanic Tyrants getroffen zu haben. Tommy von Wizard war auch da, aber da konnte ich nur kurz hallo sagen.
Aber nun zu den Bands:

Bei Tankard wurde direkt alles gegeben. Der Pit wurde schon während dem ersten Song eröffnet. Manchen Leuten war es wohl noch nicht warm genug. Ich bin jedenfalls im Stehen geschmolzen. Es war so extrem, dass es sogar an den Beinen runtergelaufen ist. Naja, versuchen zu ignorieren und Party!
Am Schlagzeig gab es leider einen Wechsel. Neu dabei ist Gerd Lücking von Holy Moses. Er passt und hat seinen Job zwar perfekt gemacht, aber ich finde es trotzdem schade, dass Olaf raus ist. Muss mich wohl noch an ihn gewöhnen.
Der Rest der Band war auch gut gelaunt wie immer, nur Gerre merkte man an, dass er am Knie operiert wurde. Anfangs noch alles normal später dann etwas am humpeln und oft mit schmerzverzerrten Gesicht. Der sollte mal lieber etwas langsam machen. Man sieht sich in Wacken wieder.

Gefühlt etwas leerer war es zu Beginn bei Destruction. Keine Ahnung warum, ich fand die haben an dem Tag mächtig abgeliefert. Aber mit "Curse the Gods" und "Invincible Force" am Anfang hat man die Leute wieder in der Tasche. Stimmung wieder top und der Pit wurde noch größer. Ein Thrash Feuerwerk vom Feinsten, kann man nicht anders sagen.

Sodom haben wohl ein ähnliches standing wie der Headliner im Pott. Da ging natürlich ab dem ersten Ton die Post ab. Besonderheit für mich war endlich mein Lieblingslied "Napalm in the Morning" live zu erleben. Mal sehen was sie fürs Headbangers Open Air spezielles vorbereitet haben.

Und nun zum Headliner Kreator. Der Vorhang fiel, "Hate Über Alles" und die Hölle brach los. Was zum Teufel ging da ab? Die Stimmung war bei den anderen Bands perfekt, aber bei Kreator war es einfach krank.
Weiter ging es mit "Phobia" aus den 90ern. Ich kannte den Song gar nicht mal, aber da war ich wohl der einzige. Gefühlt hat das gesamte Amphitheater mitgesungen. Alter war das geil! Highlight des Sets!
Während Krearor spielten wurde es immer dunkler und windig. Eigentlich ganz angenehm, bis es dann anfing zu pissen und irgendwann wie aus Eimern kam. Wir sind dann einfach weiter vor und standen geschützt unter dem Bühnendach. Als ich dann mal nach rechts geguckt habe und die extremen Wolken und Blitze gesehen habe, wusste ich was bald passieren wird. Nach ein paar weiteren Songs, ca. 1h war es so weit. Der Veransatlter kam auf die Bühne und beendete das Konzert. Das Gelände musste evakuiert werden...

Scheiße, aber ich hab es erwartet. Wir haben dann noch etwas unter dem Dach gewartet, aber der Regen wurde eher schlimmer. Nützt ja nicht, also Augen zu und durch. Wir mussten um die 20 Minuten bis zum Auto laufen und glaubt mir, so nass war ich noch nie. Konzerterfahren wie ich bin hatte ich nicht mal Wechselklamotten dabei. War auf jeden Fall ein angenehmes Erlebnis. Ironie off.

Alles in allem war das dennoch ein absolut geiles und denkwürdiges Festival. Ich bin froh dass ich dabei war. Falls das ganze nächstes Jahr wiederholt wird, muss ich wohl wieder hin. Kreator hatten da noch einige Old School Klassiker im Gepäck, die sie nicht spielen konnten.
 

DerIncubus

W:O:A Metalmaster
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Klash of the Ruhrpott 2024

Die Big 4 des deutschen Thrash Metal quasi am Geburtsort an einem Abend? Da musste mein Bruder und ich dabei sein. Ich hab zwar alle Bands schon mehrmals gesehen, sogar dieses Jahr mehrmals, aber wir wussten, dass das einzigartig wird!
Auch wenn es viel zu heiß, das Amphitheater Gelsenkirchen zu überfüllt, und die Bier- und Wasserversorgung beschissen war, war das eine absolut geile Veranstaltung! Man hat richtig gemerkt, dass jeder extrem Bock auf die Bands hat. Und auch andere Bands hatten Bock darauf. Ich habe Mitglieder von The Night Eternal, Darkness, Space Chaser, Eradicator, Taskforce Toxicator gesehen. Am meisten habe ich mich aber gefreut Flo von den Mechanic Tyrants getroffen zu haben. Tommy von Wizard war auch da, aber da konnte ich nur kurz hallo sagen.
Aber nun zu den Bands:

Bei Tankard wurde direkt alles gegeben. Der Pit wurde schon während dem ersten Song eröffnet. Manchen Leuten war es wohl noch nicht warm genug. Ich bin jedenfalls im Stehen geschmolzen. Es war so extrem, dass es sogar an den Beinen runtergelaufen ist. Naja, versuchen zu ignorieren und Party!
Am Schlagzeig gab es leider einen Wechsel. Neu dabei ist Gerd Lücking von Holy Moses. Er passt und hat seinen Job zwar perfekt gemacht, aber ich finde es trotzdem schade, dass Olaf raus ist. Muss mich wohl noch an ihn gewöhnen.
Der Rest der Band war auch gut gelaunt wie immer, nur Gerre merkte man an, dass er am Knie operiert wurde. Anfangs noch alles normal später dann etwas am humpeln und oft mit schmerzverzerrten Gesicht. Der sollte mal lieber etwas langsam machen. Man sieht sich in Wacken wieder.

Gefühlt etwas leerer war es zu Beginn bei Destruction. Keine Ahnung warum, ich fand die haben an dem Tag mächtig abgeliefert. Aber mit "Curse the Gods" und "Invincible Force" am Anfang hat man die Leute wieder in der Tasche. Stimmung wieder top und der Pit wurde noch größer. Ein Thrash Feuerwerk vom Feinsten, kann man nicht anders sagen.

Sodom haben wohl ein ähnliches standing wie der Headliner im Pott. Da ging natürlich ab dem ersten Ton die Post ab. Besonderheit für mich war endlich mein Lieblingslied "Napalm in the Morning" live zu erleben. Mal sehen was sie fürs Headbangers Open Air spezielles vorbereitet haben.

Und nun zum Headliner Kreator. Der Vorhang fiel, "Hate Über Alles" und die Hölle brach los. Was zum Teufel ging da ab? Die Stimmung war bei den anderen Bands perfekt, aber bei Kreator war es einfach krank.
Weiter ging es mit "Phobia" aus den 90ern. Ich kannte den Song gar nicht mal, aber da war ich wohl der einzige. Gefühlt hat das gesamte Amphitheater mitgesungen. Alter war das geil! Highlight des Sets!
Während Krearor spielten wurde es immer dunkler und windig. Eigentlich ganz angenehm, bis es dann anfing zu pissen und irgendwann wie aus Eimern kam. Wir sind dann einfach weiter vor und standen geschützt unter dem Bühnendach. Als ich dann mal nach rechts geguckt habe und die extremen Wolken und Blitze gesehen habe, wusste ich was bald passieren wird. Nach ein paar weiteren Songs, ca. 1h war es so weit. Der Veransatlter kam auf die Bühne und beendete das Konzert. Das Gelände musste evakuiert werden...

Scheiße, aber ich hab es erwartet. Wir haben dann noch etwas unter dem Dach gewartet, aber der Regen wurde eher schlimmer. Nützt ja nicht, also Augen zu und durch. Wir mussten um die 20 Minuten bis zum Auto laufen und glaubt mir, so nass war ich noch nie. Konzerterfahren wie ich bin hatte ich nicht mal Wechselklamotten dabei. War auf jeden Fall ein angenehmes Erlebnis. Ironie off.

Alles in allem war das dennoch ein absolut geiles und denkwürdiges Festival. Ich bin froh dass ich dabei war. Falls das ganze nächstes Jahr wiederholt wird, muss ich wohl wieder hin. Kreator hatten da noch einige Old School Klassiker im Gepäck, die sie nicht spielen konnten.

Wir waren in einer Pension und daher hatte ich zum Glück wenigstens Wechselklamotten dabei darunter auch ne trockene kurze Hose. Sind dann zum Teil aber in Badelatschen heim, weil die Schuhe komplett vollgelaufen sind :ugly:

Kann ich alles so unterschreiben. Leider wurden zu Beginn paar neue Songs gespielt von Kreator mit denen ich nix anfangen kann, aber es entwickelte sich in die richtige Richtung. Naja dann war Schluss und auch wir waren glaube alle noch nie so nass in unserem Leben :D

Schade das wir uns nicht gesehen haben, aber war auch echt viel los und ich hab relativ wenige Bekannte gesehen, obwohl super viele da waren
 

Hurrabärchi

nur zum Pöbeln hier
Oct 9, 2012
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Klash of the Ruhrpott 2024

Die Big 4 des deutschen Thrash Metal quasi am Geburtsort an einem Abend? Da musste mein Bruder und ich dabei sein. Ich hab zwar alle Bands schon mehrmals gesehen, sogar dieses Jahr mehrmals, aber wir wussten, dass das einzigartig wird!
Auch wenn es viel zu heiß, das Amphitheater Gelsenkirchen zu überfüllt, und die Bier- und Wasserversorgung beschissen war, war das eine absolut geile Veranstaltung! Man hat richtig gemerkt, dass jeder extrem Bock auf die Bands hat. Und auch andere Bands hatten Bock darauf. Ich habe Mitglieder von The Night Eternal, Darkness, Space Chaser, Eradicator, Taskforce Toxicator gesehen. Am meisten habe ich mich aber gefreut Flo von den Mechanic Tyrants getroffen zu haben. Tommy von Wizard war auch da, aber da konnte ich nur kurz hallo sagen.
Aber nun zu den Bands:

Bei Tankard wurde direkt alles gegeben. Der Pit wurde schon während dem ersten Song eröffnet. Manchen Leuten war es wohl noch nicht warm genug. Ich bin jedenfalls im Stehen geschmolzen. Es war so extrem, dass es sogar an den Beinen runtergelaufen ist. Naja, versuchen zu ignorieren und Party!
Am Schlagzeig gab es leider einen Wechsel. Neu dabei ist Gerd Lücking von Holy Moses. Er passt und hat seinen Job zwar perfekt gemacht, aber ich finde es trotzdem schade, dass Olaf raus ist. Muss mich wohl noch an ihn gewöhnen.
Der Rest der Band war auch gut gelaunt wie immer, nur Gerre merkte man an, dass er am Knie operiert wurde. Anfangs noch alles normal später dann etwas am humpeln und oft mit schmerzverzerrten Gesicht. Der sollte mal lieber etwas langsam machen. Man sieht sich in Wacken wieder.

Gefühlt etwas leerer war es zu Beginn bei Destruction. Keine Ahnung warum, ich fand die haben an dem Tag mächtig abgeliefert. Aber mit "Curse the Gods" und "Invincible Force" am Anfang hat man die Leute wieder in der Tasche. Stimmung wieder top und der Pit wurde noch größer. Ein Thrash Feuerwerk vom Feinsten, kann man nicht anders sagen.

Sodom haben wohl ein ähnliches standing wie der Headliner im Pott. Da ging natürlich ab dem ersten Ton die Post ab. Besonderheit für mich war endlich mein Lieblingslied "Napalm in the Morning" live zu erleben. Mal sehen was sie fürs Headbangers Open Air spezielles vorbereitet haben.

Und nun zum Headliner Kreator. Der Vorhang fiel, "Hate Über Alles" und die Hölle brach los. Was zum Teufel ging da ab? Die Stimmung war bei den anderen Bands perfekt, aber bei Kreator war es einfach krank.
Weiter ging es mit "Phobia" aus den 90ern. Ich kannte den Song gar nicht mal, aber da war ich wohl der einzige. Gefühlt hat das gesamte Amphitheater mitgesungen. Alter war das geil! Highlight des Sets!
Während Krearor spielten wurde es immer dunkler und windig. Eigentlich ganz angenehm, bis es dann anfing zu pissen und irgendwann wie aus Eimern kam. Wir sind dann einfach weiter vor und standen geschützt unter dem Bühnendach. Als ich dann mal nach rechts geguckt habe und die extremen Wolken und Blitze gesehen habe, wusste ich was bald passieren wird. Nach ein paar weiteren Songs, ca. 1h war es so weit. Der Veransatlter kam auf die Bühne und beendete das Konzert. Das Gelände musste evakuiert werden...

Scheiße, aber ich hab es erwartet. Wir haben dann noch etwas unter dem Dach gewartet, aber der Regen wurde eher schlimmer. Nützt ja nicht, also Augen zu und durch. Wir mussten um die 20 Minuten bis zum Auto laufen und glaubt mir, so nass war ich noch nie. Konzerterfahren wie ich bin hatte ich nicht mal Wechselklamotten dabei. War auf jeden Fall ein angenehmes Erlebnis. Ironie off.

Alles in allem war das dennoch ein absolut geiles und denkwürdiges Festival. Ich bin froh dass ich dabei war. Falls das ganze nächstes Jahr wiederholt wird, muss ich wohl wieder hin. Kreator hatten da noch einige Old School Klassiker im Gepäck, die sie nicht spielen konnten.
Ich bin gerade mittelschwer entsetzt, dass du Phobia nicht kanntest. :eek:
 

Hurrabärchi

nur zum Pöbeln hier
Oct 9, 2012
51,242
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170
Das hat mich auch geschockt. DER Kreator Klassiker überhaupt.
Ich glaube, das war der erste Song von denen, den ich überhaupt gehört habe. :D
Der läuft auch immer auf den PoHa-Aftershow-Partys. Wobei ich da verstehen kann, wenn man nicht mehr alles so genau mitbekommt. :ugly: