Versagen der Drainage

Dieses Thema im Forum "Lob & Kritik / praise & criticism" wurde erstellt von gecka88, 06. August 2017.

  1. gecka88

    gecka88 Member

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    Hallo,
    die Ticketerhöhung wurde ja unter anderem mit dem aufwändigeren Verbesserungen des Inflieds begründet. Davon habe ich nicht viel gemerkt, im Gegenteil, dass war im Prinzip wortwörtlich die gleiche "gequirlte Scheiße" wie jedes Jahr. Als wir Dienstag Abend ankamen, schien es ja noch so weit in Ordnung. Am Mittwoch gab es einen kurzen aber heftigen Regen. Im Vergleich zu den anderen Jahren war das aber nichts, wenn ich an 2015 denke, hat es stundenlang so geschüttet wie in den 5 Minuten und das Infield sah quasi gleich aus.
    Wundert mich, dass das neue Infield von so einem Schauer so überfordert ist. Nach dem Schauer gab es ja auch genug trockene Stunden wo das Wasser hätte abfließen können. Klar hat es auch die Tage/Wochen vorher gut geregnet, aber ich dachte das Wasser wäre durch die Drainage dann weitesgehend weg? Oder wurde das falsch rum angeschlossen und es wurde Wasser vom Kanal ins Infield gepumpt ;)

    Ich hatte auf jedenfall deutlich mehr erwartet, zumal die Wetter Umstände wirklich nicht so krass waren, da ärgert mich die Ticketerhöhung dann doch nachträglich. Ich hatte mich schon gefreut mal endlich ohne kiloschwere Matschstiefel durchs Infleid zu laufen, dafür hätte ich dann auch die Erhöhung gerne in Kauf genommen.
     
  2. Sorrownator

    Sorrownator W:O:A Metalhead

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    Naja, Mittwoch auf Donnerstagnacht hat es noch relativ stark von 03:00 bis 08:30 geregnet. Das war nicht "nur" der zugegeben starke Platzregen am Mittag. Außerdem muss man auch noch die Wochen davor dazu rechnen, wo Wacken auch ziemlich was abbekommen hat und der Boden dann schon wieder recht gesättigt war. Trotzdem hast du natürlich recht, dass das Infield ziemlich matschig war.
    Wäre es nicht eine Möglichkeit den Schlamm durch Stroh etwas zu verfestigen? Auf dem Metal Markt lag vor ein paar Ständen Stroh, dort ist der Schlamm dann deutlich fester geworden. Stroh würde sich ja auch selbst zersetzen und müsste im Gegensatz zu Hackschnitzeln und Schotter nicht wieder raus geholt werden.
     
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  3. Broardsword

    Broardsword Member

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    Ich hätte mir von der viel verprochenen Drainage auch deutlich mehr erwartet, dieses mal war das Infield bereits am Donnerstag Mittag, nach dem zugegeben extremen Platzregen, schon komplett hinüber und glich einer schlamigen Seenlandschaft. Interessanterweise war ausgerechnet der Bereich um die Drainage besonders schlammig. :rolleyes:
    Im letzten Jahr hat es, meiner Erinnerung nach, mehr geregnet als dieses Jahr, trotzdem war das Infield im lezten Jahr erst am Samstag so hinüber wie dieses Jahr bereits am Donnerstag. Also da würde ich auch von einem kompletten Versagen der Drainage sprechen.
    Die anderen Maßnahmen wie die Aufschotterung der Zugänge zum Wackinger und zum Metalmarket waren klasse, das hätte ich mir im gesamten Bereich vor dem Infield gewünscht. ;) Und für die mit Metallplatten befestigten Wege zum Campground vielen Dank, die waren absolut spitze. :)
     
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  4. Philbee

    Philbee W:O:A Metalhead

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    Ist mir auch aufgefallen. Klar die Mecklenburgische Seenplatte vom letzten Jahr ist verschwunden aber der erhoffte aha-effekt blieb aus. Mittwoch sah es ja noch relativ gut aus auf sämtlichen Flächen. Wit waren begeistert, dass Menschen auf dem Boden saßen auf der Plaza, dem Wackinger und vor dem Beergarden.
    Was aber gut war, der Schlamm blieb ersteinmal nicht. Am Freitagabend war es bei turbonegro vor der partystage doch extrem schlammig. Am nächsten Mittag bei Russkaja war das weitesgehend gefestigt, wenn icj mich richtig erinnere.
    Was mir zudem aufgefallen ist, dass die Flächen "parallel" zu besagter drainage extrem wässrig waren, hat da jemand ne Erklärung dazu?
     
  5. Bob Kelso

    Bob Kelso W:O:A Metalhead

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    Eine Drainage leitet ja nur das versickernde Wasser besser weg. Donnerstag hat es direkt zu Doors Open enorm gepisst und wir haben dann mit unseren Stiefeln den feuchten Boden direkt so verhärtet, dass das Wasser gar keine Chance hatte in die Drainage zu fließen. So wie ich es verstanden habe, wurde deswegen die Spreizung ins Gelände gebracht, die Kiesellinie mit der Hauptdrainage war ja der tiefste Punkt, sodass das Oberflächenwasser sich dort sammeln konnte, wenn es auf normale Art und Weise nicht mehr versickert.

    Was man definitiv gemerkt hat: Die tiefen Seen (bwz. die Seenplatte) waren kein wirkliches Thema. Samstag war der Boden ja die allermeiste Zeit echt top.

    Insgesamt dauert es aber wohl eh 2-3 Jahre bis eine Drainage wirklich effektiv arbeitet, zumindest hat mir das Freitag ein Typ erklärt, der sowas beruflich macht.

    Und vielleicht wäre es ohne die Maßnahmen viel viel schlimmer gewesen, im Juli kamen ja schon ~100 Liter runter in Wacken.
     
  6. Revalon

    Revalon W:O:A Metalmaster

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    Interessant zu wissen.

    Aber auch ohne diese Info frage ich mich, bei dem, was ich so gehört und gelesen habe, was manche erwartet haben.
    Dachten die, das läuft jetzt einfach ab wie in 'nem Badezimmer? Wie soll denn bitte so etwas die Bildung von Schlamm verhindern? Dafür müsste man schon betonieren.

    Also um zu behaupten, die Drainage hätte versagt, müsste man ja mindestens wissen, an welchen Punkten sie ansetzt, was ihr Nutzen ist.

    Ich wüsste aber dennoch gerne mal, wie die Veranstalter das beurteilen.
    Wobei die oben zitierte Info natürlich deutlich macht, dass zur abschließenden Beurteilung noch ein paar Jahre vergehen müssen.
     
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  7. PopoMetal

    PopoMetal W:O:A Metalhead

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    Ich fand den Schlamm sehr harmlos dieses Jahr natürlich stört er aber man kam noch überall hin und das Festival konnte normal ablaufen.
    Weiß nicht was hier einige erwarten komplett fester Boden auf dem Infield nach Wolkenbrüchen?
     
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  8. Revalon

    Revalon W:O:A Metalmaster

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    Jap. Abgesehen von ein paar Stellen, die unter Wasser standen, war es nur Schlamm, und der war außer teils Donnerstag (direkt nach dem Wolkenbruch) echt gut auszuhalten.
    Unglücklich war eine längere recht tiefe Stelle vor dem Ausgang vom Bühnengelände an der Faster, aber da standen dann ja sogar Mitarbeiter drin, damit man das sieht.
     
  9. IDontKnow

    IDontKnow W:O:A Metalhead

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    Das nicht, aber ich dachte zumindest diese großen Schlammseen mit stehendem Wasser hätte man durch die Planierung und die Drainage im Infield abgestellt. Für mich sah das 1:1 so aus wie im letzten Jahr, die gleichen Schlammseen an genau den gleichen Stellen (vor allem zwischen Harder und Louder). o_O

    An anderen Stellen war es mit Gummistiefeln unproblematisch und am Samstag konnte man teilweise auch schon wieder mal sitzen. Letzteres ist für mich das Hauptproblem, an Schlammtagen gibt es zu wenig Sitzmöglichkeiten im Infield, ansonsten ist mir das alles relativ egal ehrlich gesagt.

    Hatte mir bloß von den ganzen Arbeiten irgendwie mehr erwartet, die müssen ja wohl auch recht teuer gewesen sein... diese "Solid Infield"-Werbung von einer der Firmen am Donnerstag war jedenfalls mal ein Witz :ugly:
     
  10. HapHap

    HapHap Member

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    Fand das Infield in diesem Jahr nicht besser als 2015/16. Die Seen waren weitgehend verschwunden, haben uns trotzdem mehrfach gefragt, ob die Begradigung insgesamt so eine gute Idee war. So war über wiete Strecken alles gleich matschig, bei verhältnismäßig langen Regenpausen. Wir hatten uns allesamt mehr erwartet für die 30 Euro Aufschlag. Ist bestimmt eine komplexe Aufgabe, da muss trotzdem dringend nochmal nachgebessert werden. Dann kann man vielleicht auch wieder im Infield sitzen
     
  11. Deuce

    Deuce W:O:A Metalhead

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    Ich konnte auch keine Verbesserung im Infield und auf den Wegen feststellen.

    War das nicht auch so das das zum Teil einmalige Baumaßnahmen waren? Warum wird der Ticketpreis dann jetzt nicht wieder etwas nach unten angepasst (nicht das ich es wirklich erwartet hätte), wenn diese Investitionen dieses Jahr wegfallen. Oder wird da noch weiteres durchgeführt?
     
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  12. HapHap

    HapHap Member

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    Gute Frage. Vielleicht kommt da was von den Veranstaltern, vermutlich aber nicht. Wo waren denn eigentl. die Wegverstärkungen genau? Hab bei der Anreise einige Verstärkungen an den Kreuzungen gesehen (z.B. bei S), beim eigentlichen Festival waren die aber nicht mehr zu sehen.
     
  13. dennis0030

    dennis0030 Newbie

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    Ich bin derselben Meinung das es im Infield auch nicht viel besser war als die letzten beiden Jahre, man darf nicht vergessen das es in diesem Jahr 2 Regenschauer gab Donnerstag morgen und den Orkanartigen Regenguss am Donnerstag nachmittag.
    Die Jahre davor hat es jeden Tag regelmässig mehr oder weniger geregenet und von den Befestigungen der Wege hab ich auch nichts gesehen oder gemerkt.
    Allein schon die komplette Querverbindung hinterm Wackinger am Duschcamp S3 würde mal eine Überarbeitung gut vertragen, weil diese immer auch komplett aufweicht...wäre ja mal ein Traum nicht zum Duschen sich immer in Gummistiefel oder seine Boots quetschen zu müssen um trockenen fusses zum Camp zurückkommt. Wobei dieses Duschcamp S3 dieses Jahr das allerletzte war.... Toiletten waren aufgrund Probleme mit der Pumpe mindestens 3-4 mal gesperrt.....
     
  14. Mörv

    Mörv W:O:A Metalmaster

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    Ich konnte auch keine Verbesserung feststellen zu den letzten jahren.
    Das was mich aber wirklich genervt hat, war das man nirgendwo sitzen kann im infield wenn es geregnet hat. Vielleicht sollte man da nochmal dran arbeiten.
    Es gibt halt einfach viele Leute die nicht mehr so lange stehen können.
     
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  15. m_baeumer

    m_baeumer Newbie

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    Das gilt insbesondere für Schwer / Gehbehinderte und Rolli-Fahrer. Für die war es (mal wieder) eine Quälerei, auch vor den Bühnen. Da hilft auch die (viel zu kleine) Tribüne nicht, da man da auch nicht sitzen kann. Sich da hinzustellen ist schon anstrengend, aber wenn die Tribünen voll sind und man im Schlamm bleiben muss, ist es fast unmöglich, ein Konzert durchzuhalten :(
     
    Zuletzt bearbeitet: 06. August 2017

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