Judas Priest

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von QRT, 14. Juli 2008.

  1. QRT

    QRT W:O:A Metalhead

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    Mich ärgert es immer wieder, wenn viele mit Mühe geschriebene Zeilen verschwinden, wie im Bandwunschthread. Deshalb versuche ich es hier einmal, in der Hoffnung das Forum niemt den Thead als vernünftige Diskussionsgrundlage an und Interessierte schreiben ihre Meinung egal ob diese positiver oder negativer Art sind. Hauptsache vernünftig.

    Hier ein Beitrag zur neuen Nostradamus CD: Quelle

    Eines vorweg. Wer sich dem Opus "Nostradamus" wie einem normalen Priest-Werk nähert, dürfte aller Voraussicht nach enttäuscht aus der Wäsche schauen. Eine Metal-Oper - oder -Musical, je nach Sichtweise - musste es diesmal sein. Im Vorfeld zeigte sich bereits, dass nicht alle Priest-Fanatiker gewillt sind, diesen Weg mitzugehen.
    Was das Thema des Konzeptalbums angeht, finden sich hier Parallelen zu den Haggard-Alben "And Thou Shalt Trust ... The Seer" und "Awaking The Centuries " in denen die deutschen Klassik-Metaller das Leben des mythenumrankten Franzosen bereits abgekaspert haben. Die Herangehensweise von Priest ist musikalisch kaum mit den ausgetüftelten Stücken der Bayern vergleichbar, bemüht aber nichtsdestotrotz einen ambitionierten Ansatz.

    Die Kompositionen atmen jeden Buchstaben des Wortes 'Bombast' mit einer beeindruckenden Inbrunst. So, als wollten die Briten mittels instrumentaler Üppigkeit der epochalen Themenvorlage gerecht werden. Das funktioniert über weite Strecken erstaunlich gut. Da die Priester - was die textliche Seite anbelangt - bislang gänzlich unverdächtig waren, seriösen Stoff zu verarbeiten, nötigt ihr "Nostradamus" doch einigen Respekt ab.

    Die Arrangements sind dem angepasst: ausufernd episch. Die Instrumentierung gestaltet sich ebenso vielseitig. Üppiger Streicher-Einsatz, Akustik-Gitarren und Synthesizer erweitern das Hartwurst-Programm um etliche Nuancen. Mit der gestiegenen Abwechslung im Soundkostüm kann Sänger Rob Halford nicht ganz mithalten. Da sein Organ in den Extrembereichen nicht mehr so zuverlässig ist wie noch vor 20 Jahren, belässt es der Shouter bei vereinzelten Schrei-Attacken, die nicht allzu heftig ausfallen, orientiert sich ansonsten am Stimmbereich, den er noch gut bewältigen kann.

    Die typischen Priester offenbaren sich dem Hörer nur selten. Neben "Prophecy" verbucht man noch "Persecution" und besonders den ganz am Ende auftauchenden Titeltrack unter dem Aktenzeichen Metal. Dann aber auch richtig, mit ordentlich gniedelnden Tipton/Downing-Licks, schön wummernden Doublebass-Einsatz und einem Refrain mit Hymnen-Potenzial. Der überwiegende Rest des der Songs zuckelt im bedächtigeren Midtempo dahin.

    Dass Judas Priest es nicht nur bei der Ambition belassen, sondern auch Taten folgen lassen, zeigen Beispielhaft Tracks wie "War". Düster, mit industrialartigen Tom-Attacken versehen, baut sich eine unheilschwangere Soundtrack-Atmosphäre auf, die dem apokalyptischen Text zur Ehre gereicht. Mit ordentlichem Schmackes hallen Samples von Kampfgetümmel und Donnergrollen von Links nach rechts und veredeln eine ohnehin schon wunderbare Komposition.

    Dass Priest mit dem Doppelpack unter Umständen einige Fans überfordern, dürfte anhand der Vielseitigkeit des Materials letztlich kaum überraschen. Wer Dem Album jedoch eine faire Chance und einige Umläufe gibt, darf sich auf einen überaus unterhaltsamen Ohrenfilm gefasst machen, selbst wenn die musischen Ausdrucksmittel mit dem, was sich nicht wenige Priest-Anhänger gewünscht haben, kaum etwas gemein haben dürfte. Und selbst das Unwort 'Synthesized Guitars' ist nicht wirklich eines, denn im Gegensatz zu "Turbo"-Zeiten, als diese noch als tragende Säulen des Sounds agierten, sind sie Anno 2008 nur begleitende Elemente.

    Statt des straighten Dampfhammers agieren Judas Priest in progressiveren Gefilden und machen dabei letztendlich eine gute Figur. Das Unternehmen Konzeptalbum geht letztendlich mehr als in Ordnung. Fehlt in letzter Konsequenz nur noch eine aufwändige Bühnen-Umsetzung, die dem Projekt Musical/Oper auf visueller Ebene ebenso gerecht wird.
     
  2. QRT

    QRT W:O:A Metalhead

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    Wenn alternde Metaller, und seien sie noch so verdient wie Judas Priest, sich an einer historischen Figur vergreifen, ist gemeinhin Gefahr im Verzug. Vor allem auf textlicher Ebene. Wenn diese Figur noch Nostradamus ist, blickt man entsetzt auf und erhofft sich den typisch metallisch-verklärtem Schwachsinns-Esotherik-Schwurbel, der hier, glaubt man den Bandaussagen erstens nicht stattfindet und zweitens auch nicht Ausgangspunkt war. Es ging einfach um eine angeblich interessante Person. Gut soweit.

    Rein musikalisch erwachte aber mein Interesse, weil womöglich mehr Songs epischer Natur. Und so ist es auch. Die Scheibe besticht durch einige wunderschöne Momente voller Drama und Emotion und dem bisher besten Halford überhaupt. Leidenschaftlich in mittelhoher Tonlage verleiht er den Songs Kraft und Ausdruck. Manchesmal ist man sogar zu Tränen gerührt.

    Leider schwächelt die Scheibe manchesmal, vor allem dann, wenn akzent-groovende Gitarren brav und powerlos auf Halbmast riffen. Dann klingt es etwas nach halbgaren Kommerzrockscheiben („Alone“, „Visions“,Future Of Mankind“), oder wenn vermeintliche Pathos-Songs einfach zu flach und zu wenig melancholisch sind („New Beginnings“).

    Glücklicherweise eher selten der Fall. Im brutaleren Metalkontext killt die Scheibe gar nur beim schnellen Titelstück „Nostradamus“, das eine der Bandhymnen überhaupt darstellt und mit genialen Soliparts und einer tollen Refrainhymne glänzt. Sämtliche Akkustik-Intros sind herausragend schön und zeigen einen mörderisch guten Rob Halford. Auch im düsteren Doombereich funktioniert die Scheibe ganz hervorragend.

    Genial und meine Faves: Die beiden Doppelsongs: „Awakening/Revelations“ (heavy und bombastisch) und „Solitude/Exiled“ (Traummelodie)

    Fazit: Epischer Bombast-Metal mit guten Arrangements. Die Gitarren könnten aber ruhig öfter krachen, aber emotionell einer der besten Judas Priest Scheiben überhaupt.

    Auf 2 CD’s :

    ND 01. Dawn of Creation
    02. Prophecy
    03. Awakening
    04. Revelations
    05. The Four Horsemen
    06. War
    07. Sands of Time
    08. Pestilence and Plague
    09. Death
    10. Peace
    11. Conquest
    12. Lost Love
    13. Persecution
    14. Solitude
    15. Exiled
    16. Alone
    17. Shadows In the Flame
    18. Visions
    19. Hope
    20. New Beginnings
    21. Calm Before The Storm
    22. Nostradamus
    23. Future Of Mankind

    Quelle
     
  3. Carcass25

    Carcass25 Newbie

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    Judas Priest waren live nicht so tolle, sind halt olle :o
    Das neue Album brauche ich mir glaube ich nicht zu kaufen.
    Vielleicht zur Belustigung Halford sein Black Metal Projekt :D
     
  4. Heisenmü

    Heisenmü W:O:A Metalgod

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    der anfang war gut, der schluss zu prosaisch. :(

    ich hätte geschrieben: das neue album sich zu kaufen, es nicht lohnt dafür zu laufen, doch erstehen das neue projekt von halford - ja DAS ist doch mal ein wort. :o
     
  5. Baumkuchen

    Baumkuchen W:O:A Metalhead

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    In der Tat er ist ein wahrer Wortkünstler :D
     
  6. Heisenmü

    Heisenmü W:O:A Metalgod

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    *vernike*

    *handküssewerf*

    :D
     
  7. Baumkuchen

    Baumkuchen W:O:A Metalhead

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  8. Baumkuchen

    Baumkuchen W:O:A Metalhead

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    Judas Priest Sänger Rob Halford sagt NOSTRADAMUS-Album einen Grammy voraus

    Jetzt dreht Halford durch!!!!!!!!!!! :o

    In einem kürzlich veröffentlichten Interview hat Judas Priest Sänger Rob Halford noch einmal seinen Glauben an das aktuelle Album NOSTRADAMUS zum Ausdruck gebracht und sieht am Horizont eine Grammy-Ehrung.

    Auch die eingefleischten Judas Priest Fans würden auf lange Sicht von NOSTRADAMUS überzeugt. Da ist Judas Priest Sänger Rob Halford absolut sicher.

    Es sei wie ein guter Film, den man von vorne bis hinten sehen müsse. „Wir haben keinerlei Sorgen deswegen, denn wir glauben an die Musik und die Art, in der sie dich in die Geschichte zieht,“ erklärt er.

    Deswegen traut er sich sogar die Verhersage zu, mit NOSTRADAMUS einen Grammy gewinnen zu können und vielleicht sogar eine Aufführung des Konzeptes in Las Vegas zu sehen.

    Von den zurzeit massiv stattfindenden Festival-Gigs der Band zeigen sich Fans allerdings des Öfteren arg enttäuscht, so dass abgewartet werden muss, wie realistisch diese Vorhersagen sind.

    Qelle - http://www.metal-hammer.de/Judas_Priest_Rob_Halford_NOSTRADAMUS_Grammy_Vorhersage_15_07_08.html
     
  9. Emideos

    Emideos W:O:A Metalhead

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    Kopfkrank sicher der Mann :o

    --- «Nostradamus» - Judas Priest (Sony/BMG)

    Offensichtlich ist es völlig egal, was die Heavy-Metal-Legende Judas Priest für ein Album herausbringt. Unmittelbar nach der Veröffentlichung wurde «Nostradamus» bereits auf Platz fünf der deutschen Album-Charts notiert. Ein bemerkenswerter Erfolg für die Recken um Frontmann Rob Halford, die seit mehr als 30 Jahren auf eine weltweite Fangemeinde bauen können. Dabei ist «Nostradamus» keineswegs eines der eingängigen Metal-Alben wie beispielsweise «Angel Of Retribution» oder «Ram It Down», um nur zwei CDs der Band zu nennen, die mit brachialem Rock 'n' Roll für schweißtreibende Unterhaltung sorgen. Ein gutes halbes Jahrtausend nach seiner Geburt haben Judas Priest das Leben des Michel de Nostredame, besser bekannt als Nostradamus, in den Mittelpunkt einer Heavy-Metal-Oper gestellt, die aufmerksames und ausdauerndes Zuhören verlangt. Zum einen ist «Nostradamus» eine Doppel-CD geworden, die fast zwei Stunden Spielzeit bietet. Zum anderen ergibt dieses Monumentalwerk nur für den einen Sinn, der sich die Texte konzentriert zu Gemüte führt.

    Im aufwendig gestalteten Booklet sind sie alle nachzulesen und führen in schönen Bildern auf die Fährte des Nostradamus, dessen Prophezeiungen immer noch Menschen auf der ganzen Welt in den Bann ziehen. Musikalisch haben Halford, Glenn Tipton, K.K. Downing (beide Gitarre), Ian Hill (Bass) und Scott Travis (Schlagzeug) das Faszinosum eher getragen umgesetzt. Travis' brillanter Doppel-Bass kommt nur wenig zum Einsatz, schnelle Gitarren-Parts sind selten, statt dessen setzt die Band viel Elektronik ein, lässt Geigen erklingen und tut auch sonst einiges, um unweigerlich Parallelen zum Album «Turbo» aufkommen zu lassen. Diese von Synthesizern durchsetzte Scheibe ließ 1986 viele Fans vor Grausen erschauern und sorgte für heftige Debatten. «Nostradamus» allerdings ist anders, in sich schlüssig und insgesamt so gereift, wie sich das von einer Band auch erwarten lässt, deren Musiker so langsam dem gesetzlichen Rentenalter entgegenstreben. Vielleicht hätten es ein paar weniger Stücke auch getan. Aber mutig waren Priest allemal, mit «Nostradamus» noch einmal neue Wege einzuschlagen, anstatt auf Bewährtes zu setzen. Dieser Mut sollte mit ausdauerndem Hören belohnt werden. (Stefan Lange)
     
  10. QRT

    QRT W:O:A Metalhead

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  11. Agents of Steel

    Agents of Steel W:O:A Metalhead

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    http://instroemen.blogspot.com/2008/08/judas-priest-nostradamus.html

    Eigentlich mag ich keine Keyboards. Erst recht nicht, wenn mit diesem Instrument ein Orchester simuliert wird. Aber in diesem Fall muss ich wohl eine Ausnahme machen, denn: das neue Album der britischen Metal-Legende Judas Priest ist einfach richtig gut. Kritiker könnten es kitschig, schwülstig, pathetisch oder überladen nennen - aber genau das zeichnet dieses zwei CDs und damit fast zwei Stunden lange Epos aus.
    Wer sich apokalyptischem Kopfkino hingeben möchte, der höre sich den Song "War" an, in dem neben netten Gitarren auch noch viel nettere Samples klirrender Schwerter zu hören sind. Fast meint man, die vier Reiter der Apokalypse direkt vor sich zu sehen, wie sie, Gittaren, Bass und Schlagzeug (und... ja, genau, und Keyboard) schwingend in den Weltuntergang reiten.
    Was wurde den Priestern von angeblichen "alten Fans" doch alles vorgeworfen: das Album sei zu wenig "Metal", es sei zu viel "Kitsch", die Texte seien "doof" oder das gut gemachte Booklet informiere "in schlechtem Wikipedia-Stil" mit "falschen Fakten" über die historische Person Nostradamus. All das ist vergessen, wenn man sich einfach die zwei Stunden Zeit nimmt und es durchlaufen lässt. Auch sprachliche Fehler seien Herrn Halford verziehen, wenn sie so voller Inbrust vorgetragen werden, wie in "Pestilence and Plague".
    Dieses Album ist zwar völlig untypisch für die hochgeschätzten Judas Priest, in seiner epischen, tatsächlich überladenen Machart aber ein Meisterwerk, dem man eine Chance geben sollte. Und das sage ich, der ich sonst eigentlich kaum Metal höre!
     
  12. Baumkuchen

    Baumkuchen W:O:A Metalhead

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    Deutsche Albumcharts Platz 5, im RH Platz 6!
     
  13. Emideos

    Emideos W:O:A Metalhead

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    Amerika Platz 11 nur zur Info, obwohl die Charts keine Aussage sind über die Qualität eines Albums. Übrigens singt die Wunderstimme Time Owens bei Yngwie Malmsteen, zuvor Judas Priest; Iced Earth. Mal sehen wie lange das gut geht :o


    "Rumors have been circulating for some time, but Guitar World has confirmed that Ripper Owens is indeed the new lead singer for Yngwie Malmsteen. Yngwie announced the news to the Guitar World staff today when he came to the magazine's New York headquarters for an exclusive interview and photo shoot.

    Malmsteen and Owens, who formerly fronted Judas Priest, are hard at work on a new CD, which is currently scheduled for a July release."
     
  14. Agents of Steel

    Agents of Steel W:O:A Metalhead

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    der Ripper ist ein looser :o
     
  15. METALPOPE667

    METALPOPE667 W:O:A Metalmaster

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    der ewige ersatzmann .. ;)
     

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