Bericht auf musikreviews.de

Dieses Thema im Forum "W:O:A 2010<br>Lob & Kritik / praise & criticism" wurde erstellt von kingrandy, 12. August 2010.

  1. kingrandy

    kingrandy W:O:A Metalhead

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    So, unser Bericht vom Donnerstag auf musikreviews.de ist schon mal online, Rest folgt in Kürze. Viel Spaß!
     
  2. Undomiel

    Undomiel W:O:A Metalmaster

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    SEHR geil :) Hab auch nix anderes erwartet von Euch. Aber was macht der a.T. da im backstage... :D :D
     
  3. Lao Tse

    Lao Tse Newbie

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    "Insgesamt eine gelungene Vorstellung mit der besten Musik des Tages - ganz subjektiv natürlich."

    Eure Meinung zu Ghost Brigade macht euch sympathisch. :cool: Bin schon mal gespannt auf die folgenden beiden Tage. ;)
     
  4. evilCursor

    evilCursor W:O:A Metalhead

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    wirklich guter Bericht
     
  5. kingrandy

    kingrandy W:O:A Metalhead

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    Danke für das Lob. :) Weiter geht's mit dem Freitag.
     
  6. Asche

    Asche W:O:A Metalhead

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    Toller Bericht vom Freitag! :)
    Aber kurze Frage. Bei Endstille steht, dass jedes Album berücksichtigt wurde. Was ist mit Operation Wintersturm? Oder hab ich das einfach nicht mehr richtig in Erinnerung? :confused:
     
  7. -Corpsegrinder-

    -Corpsegrinder- W:O:A Metalmaster

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    :o
     
  8. Asche

    Asche W:O:A Metalhead

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    Äh, ähm oh... :D

    Hab ich wohl irgendwie falsch gelesen.
     
  9. Lao Tse

    Lao Tse Newbie

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    Ich mißbrauche deinen Thread mal, um von meinen eigenen Erfahrungen zu berichten.

    Eines gleichmal vorweg: Ich bin mit sehr niedrigen Erwartungen zu dem Festival hingefahren, da ich immer wieder auf Kritik wie zu viele Idioten dort, zu teuer, zu viele Besucher usw. gestoßen bin. Das Billing hatte mich allerdings überzeugt und ich dachte mir, daß ich es dieses Jahr mal versuchen werde, da auch einige Freunde mit von der Partie waren. Ich wurde nicht enttäuscht, es war ganz klar eines der geilsten Festivals bisher.

    Wir sind mit nem Wohnmobil von Wien nach Wacken gefahren, das war einigermaßen geräumig, von der Fahrzeit her mit rund 15 h und einer Höchstgeschwindigkeit von 90 kmh und kaputten Scheibenwischern bei Dauerregen aber auch verdammt anstrengend. Wir waren zwei Fahrer und ich hab den Teil ab Dresden übernommen. Ein paar Leute hatten uns dann schon was auf Campingplatz E freigehalten und alles hat reibungslos funktioniert. Super Platz mit wirklich in 90 % der Fälle sauberen Dixies gleich in der Nähe und rund 10 min bis zum Konzertgelände, einfach die Metal Main Street geradeaus entlang, auch nach ein paar Bier noch super zu finden.

    Nun aber zu den Bands:

    Am Mittwoche gabs nur so ein Rahmenprogramm, also hab ich den Anvil Film gesehen und mich mal bei den Merchständen umgesehen. Start des Festivals war dann der Donnerstag. Weder ALICE COOPER noch IRON MAIDEN haben mich überzeugt. Das Gelände war einfach zu voll und ich hatte nicht die geringste Lust auf Drängereien, also hab ich mir das "Spektakel" aus sicherer Entfernung gegeben. Ich fand beides langweilig und hab die Bands praktisch nur auf der Leinwand mitbekommen, Fernsehen kann ich auch zu Hause und soundmäßgi war da auch nicht alles optimal. Da micht Cooper nicht vom Hocker reißt schau ich kurz mal auf die Zeltbühne da dort grad der Metal Battle Winner Brazil spielen soll. Ich hoffe auf Thrash Metal und sollte recht behalten, cooler Auftritt der noch sehr jungen Band. Gut, daß zwischen den beiden Hauptbands GHOST BRIGADE auf der W.E.T. Stage (einer kleinen Zeltbühne) spielten. Grandioser Auftritt, fand ich viel besser wie auf Platte und ein echtes Highlight am ersten Tag. Nach Maiden seh ich mir noch die zweite Konzerthälfte von GOJIRA an, reißt mich nicht so vom Hocker, ich denke der Sound war nicht so gut, oder ich war für den komplexen Death Metal einfach nicht mehr aufnahmefähig.

    Mit gemischten Gefühlen bin ich dann also am Freitag wieder in Richtung Bühne geschlendert um mir AMORPHIS anzusehen. Das Gelände war noch immer gut gefüllt aber nicht zu voll, Amorphis sind halt ne ziemlich bekannte Band, die viele Metalfans ansprechen. Ich fand den Auftritt ziemlich langweilig, da ich die härteren Songs mag. Da die Band aber v.a. auf ihre Balladen und Songs mit sehr viel Klargesang setzte hab ich mich die meiste Zeit über fadisiert. Mir gefallen die neueren Sachen durchaus, aber nur Songs wie "Leaves Scar" oder "Weaving the Incantation", nichts was in Richtung "House of Sleep" geht und das neue ruhige Album ist auch nicht meins. Die Band danach - ORPHANED LAND! Endlich bekomme ich die Israelis mal live zu Gesicht und sie überzeugen auf ganzer Linie! Jeder Song ein Volltreffer mit zwar wenigen aber enthusiastischen Fans vor der Bühne, soundmäßig alles top, sehr spielfreudige Band die mit Spaß bei der Sache ist... Ich war hin und weg und möchte fast meinen, daß sich das Wacken Ticket alleine für diesen Auftritt ausgezahlt hätte! Toll auch, daß Kobi zu einem Teil die weiblichen Gesangsparts übernimmt, da Shlomit Levi nicht dabei ist, so müssen die weiblichen Vocals nicht vom Band kommen und Kobi macht die Sache auch wirklich gut. Danach dreh ich dann mal ein paar Runden im Metalmarkt, sind einige klasse Verkaufsstände dabei, und ich tätige die ersten Platteneinkäufe.

    Um 15:30 spielen VOIVOD. Leider etwas schwacher Sound, aber sehr sympatische Band mit wahnsinnig gut aufgelegtem Sänger. Kannte von der Band noch nicht so viele, am besten gefallen mir die älteren Sachen und das Pink Floyd Cover am Ende.

    Dann ist für mich erstmal Pause und für mich interessante Bands spielen erst wieder um 11 Uhr abends. Da 2 Leute aber gerne Kamelot und Arch Enemy sehen möchte geh ich mit und trink inwzsichen ein paar Bierchen. Becks fand ich jetzt nicht so schlecht, bisserl bitter und nicht sehr malzig, etwas dünn aber für ein Sommerbier ok. KAMELOT gefallen mir erwartungsgemäß überhaupt nicht, so Power Symphonic Zeug ist nicht meins. ARCH ENEMY sind ganz gut und mach Spaß, kenn aber nichts von der Band außer "Revolution Begins" und muß die Songs auch nicht auf CD haben.

    Danach herrscht erstmal Unklarheit, ob auf der W.e.t. Stage zuerst Ihsahn oder Secrets of the Moon spielen werden. Ich will beides sehen und eine der beiden Bands wird sich jedenfalls mit Slayer überschneiden. Zum Glück ist die Black Stage gleich in der Nähe, und so kann ich mir den Großteil von SLAYER noch ansehen. Schon zweimal gesehen und die Band legt wieder mal nen tollen Auftritt hin. Nach der Hälfte des Gigs muß ich weg, somit hab ich großteils Songs des neuen Albums und von Sesons in the Abyss mitbekommen.

    Ich versäume leider den Beginn von IHSAHN. Ich fürchte auch, daß ich dadurch vielleicht meinen Lieblingssong "Misanthrope" versäumt haben könnte, aber der Rest des Auftritts ist ebenfalls große Klasse. Der Sound ist anfangs etwas matschig, wird aber immer besser, was sich auch in der Stimmung im Publikum bemerkbar macht. Hightlights: Called by the Fire, Invocation, Unhealer, Frozen Lakes on Mars.

    Danach gehts weiter mit IMPERIUM DEKADENZ, ner deutschen Black Metal Band. Langsame Riffs, melancholische Grundstimmung, gefällt mir ganz gut aber am Wiedererkennungswert der Songs könnte man noch etwas arbeiten. Die Ansagen der Songs müsste man auch nicht unbedingt mit Black Metal Gekeife bringen, normale Vocals würden es in dem Fall auch tun und weniger pseudoböse wirken.

    Danach mein Highlight des Tages - SECRETS OF THE MOON. Was habe ich dem Auftritt dank dem genialen letzten Albums engegengefiebert. Es ist schon fast 2 Uhr morgens, was auch den Vorteil hat, daß nur mehr der "harte Kern" vor der Bühne steht, was man an der Stimmung während des Auftrittes auch merkt. Es paßt einfach alles, der Sound ist druckvoll und transparent (wie übrigens meistens auf der kleinen Zeltbühne!), der Gesang kommt live genauso gut wie auf Platte rüber, die Setlist für mich absolut großartig, schon während des Konzerts fliegen reglemäßig Drumsticks ins Publikum. Fans von alten SOTM werden möglicherweise enttäuscht, mir gefallen aber ohnehin die doomigen letzten beiden Alben am besten. Die kurze Spielzeit von 45 min hat auch ihre Vorteile, so ergeben sich während des ganzen Sets keine Längen. Die Setlist dürfte wie folgt gewesen sein: I Maldoror, Sulphur, Ghost, Lucifer Speaks, Queen Among Rats und ein weiterer Song, den ich vergessen habe, wahrscheinlich was älteres. Mit Queen among Rats beenden SOTM einen ihren grandiosen Auftritt und werfen noch ein paar Gratisshirts ins Publikum. Wenn man unbedingt etwas negatives finden möchte, dann war etwas zuviel Rauch auf der Bühne, wodurch man den Drummer nicht gut sehen konnte, was bei seiner energetischen Spielweise etwas schade ist.
     
  10. Lao Tse

    Lao Tse Newbie

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    Samstag, letzter Tag. Am frühen Nachmittag gehts zu UNLEASHED. Ich kenn nicht viel von der Band, kann also nur sagen, daß mir die Songs von der Hammer Battalion recht gut gefallen, hatte allerdings auf "Black Horizon" und "Execute them All" gehofft. Die Hitze ist unerträglich und ich verzicht daher auf Overkill und geh zum Zelt zurück, um den gestrigen Auftritt von Sotm unter unserem schattigem Pavillon bei der Lektüre der Gesänge des Maldoror Revue passieren zu lassen. Ich sammle Kraft für den Abend, bei dem noch einige meiner Lieblingsbands bis tief in die Nacht spielen werden.

    Um 8 Uhr abends gehts dann los. Wegen einem nicht eingeplantem Dixiaufenthalt verpasse ich leider den Anfang von SOLSTAFIR, dürften aber nur ein paar Minuten gewesen sein, falls der erste Song des Sets tatsächlich "Köld" war. Ich bin mit dem Songmaterial der Band noch nicht vertraut, jedenfalls ist der abschließende 15-minütige Track "Rituals of Fire" sowas von großartig, daß ich mir schleunigst die Alben der Band besorgen muß.

    Ich schau mal zur Party Stage und Candlemass beim Aufbauen zu, die ganze Band ist schon auf der Bühne und stimmt ihre Gitarren, Sänger Robert Lowe macht ein paar Witzchen mit den paar Leuten die schon anwesend sind und in der ersten Reihe stehen. Dann: Rüber zur W.et. Stage wegen LAKE OF TEARS. Ganz fiese Überschneidung mit Candlemass, weshalb ich nur die Hälfte des Auftritts sehen kann, welcher mir überaus gut gefällt und die passende Einstimmung für Candlemass ist. Hoffe ich bekomme nochmal die Chance Lake of Tears live zu sehen. Herzlich Dank nochmal an die Idioten, die 2 der wohl ohnehin nur 3 Doom Bands gleichzeitig spielen lassen.

    CANDLEMASS: Zum Glück ist am Gelände nicht so viel los, ich komme also schnell zur Party Stage rüber und höre am Weg dorthin schon den Marche Funebre erklingen. Einstieg dann mit "Dark are the Veils of Death". Die Bühne in blutrotes Licht getaucht und kaum betritt Lowe die Bühne wird man vom Charisma des Manns regelrecht erschlagen. Ich glaube ich hab noch nie ein dermaßen geniales, souveränes, atmosphärisches, furchteinflößendes und zugleich sympathiches und witziges Auftreten auf einer Bühne wie von Lowe erlebt. Der Mann, der während des Soundchecks noch so nett und entspannt gewirkt hat ist ein richtig guter Grimassenschneider und sieht dabei aus wie der Leibhaftige in Person. In Verbindung mit der geschmackvollen, nicht überladenen Lightshow wirkt der Auftritt dadurch noch besser.

    Es geht weiter mit Mirror Mirror, Samarithan, The Gallows End, Emperor of the Void, If I ever die, The Hammer of Doom, The Bleeding Baroness, Solitude. Fast perfekte Setlist, auch wenn ich wirklich gerne mal Demons Gate und Embracing the Styx live hören möchte. Bei Samarithan und The Gallows End gefällt mir Lowe sogar besser als Messiah, da Lowe Gesang etwas wärmer, melancholischer, weniger opernhaft ist. Bei manchen Songs baut er auch ein paar Growls ein, welche Black- u. Death Metal Vocalisten in nichts nachstehen. Paßt bei härteren Songs wie "The Hammer of Doom" ganz hervorragend.

    Die leichten Soundprobleme lösen sich bald in Wohlgefallen auf und traten auch am Anfang nur selten auf, die Band ist gut aufeinander eingespielt und extrem gut drauf. Lowe "nervt" während der Show die Gitarristen indem er sich hinter sich stellt und so tut, also würde er mit ihnen gemeinsam spielen und dem Publikum die Riffs erklären, geht mal backstage und holt sich ein Bier um dem Publikum zuprosten zu können, was ihm Leif dann nachmacht, und meint am Ende dann auch noch als Anspielung auf den für eine Doomband recht seltsamen Bühnennamen auf der sie spielen müssen: "We ve got one more song for you, and then we ll get off that...ähm...party stage!" Ich muß allerdings sagen, daß die Bühne schon gepaßt hat, denn trotz des düsteren Songmaterials hatte man bei Candlemass dank des lockeren Stageactings und der witzigen Zwischenansagen mehr Spaß und mehr zu lachen als bei manchen selbsternannten "Stimmungskanonen". Grandios. Bewegend. Einsame Spitze. Ganz herzlichen Dank nach Schweden.

    Danach rüber zur True Metal Stage zu SOULFLY. Mir gefällt die Band nicht wirklich und bin v.a. wegen der Sepultara Songs da. "Prophecy" kommt allerdings richtig gut, von Sepultura gibts Refuse/Resist, Troops of Doom und Roots Bloody Roots zu hören. Der Sound ist recht matschig, baßlastig, zu wenig Gitarre zu hören. Ich wollte Roots mal live hören, aber wenn die genialen Parts alle vom Publikum mitgesungen werden kann ich drauf verzichten. Irgendwie klingt auch der Gesang von Max nicht gut, so genial der Song auf Platte ist, diese Liveversion gefällt mir überhaupt nicht und der Auftritt der Sepultura mit Derrick am Metalfest gefiel mir viel besser.

    Dann wieder rüber zur Party Stage, wo TIAMAT ihr Album "Wildhoney" gleich komplett spielen werden. Die letzten beiden Tiamat Konzerte fand ich eher durchschnittlich, zuviel von den neuen Gothic Sachen, und die Band wirkte irgendwie nicht so motiviert. Heute paßt aber alles, Edlund kann noch immer growlen und die Songs klingen genauso genial wie auf Platte bzw. live noch besser. Ansagen zwischen den Songs gibts keine, nur am Schluß ein kurzes Danke. Das Album wird ohne Ansagen durchgespielt und das ist auch gut so. Die Stimmung im Publikum ist dennoch großartig, auf so eine Jubiläumsshow haben offenbar viele gewartet. Lästig nur, daß in den ruhigen Passagen der Auftritt von der Black Stage etwas zu hören ist, aber nicht extrem störend. die kurzen Zwischenstücke des Albums gibts nur playback zu hören, aber diese Soundcollagen wären wohl auch nicht anders umsetzbar. Ein paar nette Projektionen gibts auch, psychedelische Bilder im Stile des Wildhoney Albumartworks in Endlosschleife, nicht spektakulär aber sehr passend! Die Lichtshow tut ihr übriges, ebenfalls im Stil des Artworks gehalten, v.a. Rot/Orange/Gelbtöne. Die Band hat sich für diesen Auftritt sichtlich gut vorbereitet und überzeugt restlos. Ganz ausgenutzt wird die Spielzeit leider nicht, 2 Tracks hätte man schon noch bringen können, allerdings macht es auch durchaus Sinn, das Konzert mit dem letzten Song des Albums auch wirklich abzuschließen. Tracklist: Wildhoney!

    Wir sind schon ziemlich fertig nach fünf Tagen Wacken, zur Stärkung erstmal einen der sauguten dänischen Hot Dogs und ne Maß Bier. Am Ende sind wir noch zu zweit und gehen zur W.e.t. Stage um uns THE DEVILS BLOOD anzusehen. Erst im Stehen, dann im Sitzen, dann im Liegen, Mann bin ich müde und 2 Uhr morgens ist es auch schon! Der Auftritt selbst ist ziemlich gut, die meisten Songs kommen zum Glück von der Come, Reap EP, welche mir im Gegensatz zum aktuellen Album sehr gut gefällt. Die 3 Gitarristen spielen sich in einen wahren Rausch, die Sängerin ist sehr gut bei Stimme, Spitzenauftritt, der mit noch etwas mehr Spaß gemacht hätte wenn ich nicht völlig übermüdet gewesen wäre. Knapp vor 3 Uhr geht der Auftritt zu Ende und mein Freund hätte wohl bis zum Ende bleiben sollen, da er auf dem Rückweg zum Zeltplatz einen der wenigen heftigen Regengüsse erwischt.

    Am Sonntag gings dann nach Haue, auf den kurzen Nordseeurlaub hatte keiner mehr Lust. War wohl die richtig Entscheidung, da wir bei der Heimfahrt ohnehin Dauerregen hatten. Mit 4 h Stau heißt das 20 h Heimfahrt mit nem alten klapprigen Wohnmobil. Jeder total fertig und müde, daß wir heil zu Hause angekommen sind und niemand am Steuer eingeschlafen ist wundert mich noch immer. Das nächste Mal wär ne Übernachtung in nem Hostel nach Hälfte der Strecke wohl die beste Entscheidung.

    FAZIT:

    Bei gutem Billing komm ich im nächsten Jahr wieder. Es war bandmäßig ein geniales Festival mit in 90 % der Fälle Topsound. Es waren viele weniger Idioten und Proleten anwesend als ich befürchtet hatte und ich habs tatsächlich geschafft, bis auf Overkill jede Band zu sehen die ich sehen wollte. Das Wetter war top, meistens leicht bewölkt ohne Reigen zwischen 20 und 30 Grad, im Schatten immer kühl mit leichtem Wind, kaum Regen.
    Außerdem hab ich mit Orphaned Land, Tiamat, Candlemass und Secrets of the Moon 4 der bisher besten Konzerte überhaupt gesehen. Ich bin echt froh, daß ich dort war, und jeder Cent war gut investiert.

    PS: rund 20 Bands gesehen, nicht schlecht. Hab mich diesmal auf die Musik und nicht aufs Feiern konzentriert, und hatte mit weniger Promille diesmal wesentlich mehr Spaß. Das selbstgebraute Starkbier von einigen unserer Nachbarn war dennoch nicht zu verachten.
     

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